Sehen, Hören, Lesen - Lévi-Strauss, Claude

Claude Lévi-Strauss 

Sehen, Hören, Lesen

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Sehen, Hören, Lesen

b
Sehen:
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Der Ethnologe und Kulturanthropologe betrachtet und entschlüsselt Meisterwerke des Maler-Philosophen Nicolas Poussin.

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Hören:
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Er hört die Musik von Jean-Philippe Rameau und interpretiert dessen wegweisende Harmonielehre.

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Lesen:
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Er liest und analysiert kunsttheoretische Schriften des Enzyklopädisten Denis Diderot.
Reflexionen über Jean-Jacques Rousseau, Charles Baudelaire, Arthur Rimbaud, Andre Breton, Michel Leiris, die Kunst der schriftlosen Völker und die japanische Holzschnittkunst sind Annäherungen an das komplexe Verhältnis zwischen Worten und Musik, zwischen Tönen und Farben.
Die Essays von Levi-Strauss sind beispielhafte ästhetische Studien, die dazu anleiten, Malerei intensiver zu betrachten, Musik aufmerksamer zu hören und Literatur kundiger zu lesen.


Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 2004
  • Ausstattung/Bilder: 2004. 184 S., Bildtaf.
  • Seitenzahl: 184
  • Suhrkamp Taschenbücher Wissenschaft Nr.1661
  • Best.Nr. des Verlages: 29261
  • Deutsch
  • Abmessung: 176mm x 108mm x 12mm
  • Gewicht: 125g
  • ISBN-13: 9783518292617
  • ISBN-10: 3518292617
  • Best.Nr.: 12058542
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 22.03.2004

Verteidigung der Kunst gegen ihre Liebhaber
Proust komponiert, Poussin bastelt – und Claude Lévi-Strauss macht daraus eine Collage
„Proust komponiert...” – mit diesen Worten setzt Claude Lévi-Strauss den Auftakt zu einem gelehrten und abwechslungsreichen Spaziergang durch das Gelände der Malerei, der Musik und der Poesie. Prousts Methode, aus vorhandenen literarischen Elementen ein Werk höherer literarischer Ordnung zu montieren – Lévi-Strauss entlehnt hierfür den linguistischen Begriff der „doppelten Artikulation” – ist der geheime Leitfaden bei seinem Gang durch die Künste.
Das Besondere und Verblüffende seiner Betrachtungen erschließt sich aus dem Verfahren, mit dem er sich den von ihm geschätzten Künstlern des 17. und 18. Jahrhunderts und ihren Werken nähert. Es ist eine Art Collage, in der die Selbstzeugnisse mit den Reflexionen späterer Künstler und Kritiker überblendet werden. Lévi-Strauss begibt sich auf die Suche nach den je besonderen Relationen (zwischen Farbe und Zeichnung, Melodie und Harmonie, Wort und Satz), in deren Wahrnehmung uns das Schöne offenbar wird.
In der Malerei orientiert er sich an Poussin und …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Mit Freuden begleitet Hanns Zischler Claude Levi-Strauss auf seinem "gelehrten und abwechslungsreichen Spaziergang" durch die Welt der Künste des 17. und 18. Jahrhunderts. Der Autor begnüge sich nicht damit, die Werke von Malern wie Poussin und Ingres oder den Komponisten Michel-Paul-Guy de Chabanon und Louis-Bertrand Castel resümierend zu beschreiben. Vielmehr entwickelt er in seinem Werk in einzigartiger Art und Weise eine "Collage" aus Selbstzeugnissen und Reflexionen späterer Künstler, lobt der Rezensent. So sei ein zwar recht schmales, aber dennoch "reichhaltiges" Buch entstanden, in welchem der Leser - der "ungemein flüssigen" Übertragung des Übersetzers sei Dank - wohl eine Antwort auf die Frage nach dem Schönen in der Kunst finden werde.

© Perlentaucher Medien GmbH
Claude Lévi-Strauss, geboren 1908 in Brüssel, gilt als Begründer und führender Vertreter des französischen Strukturismus. Ab 1950 Lehrstuhlinhaber für Vergleichende Religionswissenschaften der schriftlosen Bölker an der École Pratique des Hautes Études und ab 1959 bis zu seiner Emeritierung für Anthropologie am Collège de France. 2009 verstarb Claude Lévi-Strauss.