Der Seher des Pharao - Gedge, Pauline

Pauline Gedge 

Der Seher des Pharao

Historischer Roman. Deutsche Erstausgabe

Aus d. Amerikan. v. Birgit Brandau
Broschiertes Buch
 
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Der Seher des Pharao

Der hochbegabte Schreiberschüler Huy hat viele Neider - bis ihn schließlich ein Mitschüler tödlich attackiert. Doch nach fünf Tagen kehrt er von den Toten zurück und verfügt daraufhin über göttliche Gaben, die ihn noch viel mächtiger und magischer werden lassen, als zuvor: Der Pharao beruft ihn schließlich an seinen Hof, und aus dem kleinen Huy wird "Amenophis, Sohn des Hapu", Architekt des bis heute berühmten Luxor-Tempels. Zugleich gewinnt er das Vertrauen der schönen Prinzessin Senetamu ... Ein farbenprächtiges Bild des politischen und vor allem mystischen Ägyptens um 1350 v. Chr. und über die Jugendjahre des legendären "Amenophis, Sohn des Hapu", eine der prägendsten Figuren seiner Zeit.


Produktinformation

  • Verlag: Piper
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 522 S.
  • Seitenzahl: 528
  • Serie Piper Bd.6330
  • Deutsch
  • Abmessung: 186mm x 120mm x 30mm
  • Gewicht: 422g
  • ISBN-13: 9783492263306
  • ISBN-10: 3492263305
  • Best.Nr.: 26246680
»Pauline Gedges Kenntnisse der ägyptischen Geschichte sind ebenso umfangreich wie tiefgreifend. Sie fesselt den Leser von der ersten bis zur letzten Seite.« The Globe and Mail

»Pauline Gedges Kenntnisse der ägyptischen Geschichte sind ebenso umfangreich wie tiefgreifend. Sie fesselt den Leser von der ersten bis zur letzten Seite.« The Globe and Mail
Pauline Gedge, geboren 1945 in Auckland, Neuseeland, verbrachte ihre Kindheit in England und lebt heute in Alberta, Kanada. Vor »Der Seher des Pharao« hat sie bereits elf Romane veröffentlicht, die zu Bestsellern wurden und für die sie zahlreiche Preise erhielt. Ihre Bücher sind in achtzehn Sprachen übersetzt und weltweit über sechs Millionen Mal verkauft worden. Ihre bekanntesten Werke sind »Die Herrin vom Nil«, »Pharao«, »Das Mädchen Thu und der Pharao«, »Der Sohn des Pharao«, »Die Herrin Thu« und ihre Trilogie der »Der Herrscher zweier Länder«.

Kundenbewertungen zu "Der Seher des Pharao" von "Pauline Gedge"

11 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.6 von 5 Sterne bei 11 Bewertungen **** sehr gut)
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Bewertung von Elohym78 aus Horhausen am 15.01.2011 ***** sehr gut
Um es direkt vor weg zu nehmen, ich hätte dem Buch gerne die volle Punktzahl gegeben, aber an einigen Stellen empfand ich die Rechtschreibfehler als massiv störend und sinnverzerrend! Warum ist das keinem vor dem Druck aufgefallen??

Dank des sehr flüssigen Schreibstils der Autorin Pauline Gedge, kam ich mit einem Sprung in der Geschichte an. Das Buch entführte mich in das alte Ägypten. Die Autorin hat alles so plastisch beschrieben, dass ich die Nilschwemme, die weiten Blumenfelder und die Städte bildlich vor mir sah! Selbst die unerträgliche Hitze konnte ich spüren. Sie beschreibt die Städte und insbesondere die Tempelschulen in Iunu und Chmunu bis ins kleinste Detail, ohne dass die Geschichte abdriftete oder gar langatmig und somit langweilig wurde.

Es geht um den jungen Huy. Sein Onkel Ker finanziert ihm den Besuch der Tempelschule in Iunu. Durch einen Unfall verliert er sein Leben und wird von den Göttern zurück ins Leben gerufen. Seit dem hat er die Gabe der Voraussicht und der Heilung. Sein Lebens- und Leidensweg wird beschrieben. Wie er mit der Gabe umzugehen lernt, seine erste - und auch einzige - Liebe zu Anuket und seine Freundschaft zu Thutmosis, der ihm den nötigen Halt in allen Lebensbereichen gibt.

Später wird er der Seher des Pharao. Diesen Part hätte ich mir allerdings etwas ausgearbeiteter gewünscht, da der Titel des Buches immerhin so lautet. Dafür kam es etwas zu kurz. Aber vielleicht gibt es eine Fortsetzung, über die ich mich sehr freuen würde?

Mein Fazit: Ein wirklich lesenswertes Buch, was Lust auf mehr macht!

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Bewertung von kockritz aus Dresden am 02.06.2010 ***** ausgezeichnet
Bei diesem Roman handeltes sich um den ersten Teil einer Trilogie (was leider anhand der Deutschen Ausgabe nicht ersichtlich ist). Wenn man aber erst einmal mit diesem zusätzlichen Wissen ausgestattet ist, macht der Klappentext auch mehr Sinn.

Besagter Teil behandelt die Lehr-und Jugendjahre des Amenophis, dem Archiekten des Luxor-Tempels. Es beginnt mit seiner Schulausbildung, von welcher der damals sehr verzogene Huy nicht sehr angetan ist. Aber schon bald schliesst er neue Freundschaften, die ein lebenlang halten sollen. Leider hat er auch Neider und so kommt er durch einen Unfall ums Leben.

Die Götter haben aber noch Grosses mit ihm vor und er wacht von den Toten wieder auf - ausgestattet mit neuen Gaben: Sehen und Heilen. Er wird zum Sprachrohr der Götter. Und damit beginnt die eigentliche Geschichte Huys. Von nun an ist er Hauptaugenmerk der Priester und Lehrer. Um sich dieser Aufmerksamkeit und der Beeinflussung zu entziehen, beschliesst Huy mit 16 - nach Ende seiner Ausbildung - in seine armselige Heimatstadt zurückzukehren. Aber auch dort kann er sich nicht vor seiner Gabe verstecken und schon bald wird auch der Pharao auf ihn aufmerksam.

Das Buch bietet nette Unterhaltung und wahrscheinlich kann es erst als Trilogie richtig gewürtigt werden. Es lässt sich flüssig lesen und empfiehlt sich auch als informative Jugendliteratur. Um aber die genauen Ägyptenkentnisse würdigen zu können, wäre ein Anhang mit den Erklärungen der wichtigsten Begriffe hilfreich gewesen.

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Bewertung von Toschi3 aus Königswinter am 21.02.2010 ***** sehr gut
Der kleine Bauernsohn Huy wird im Alten Ägypten auf eine gute Schule geschickt, um dort eine qualifizierte Ausbildung und damit die Chance auf ein gutes Leben zu erhalten. Doch in der Mitte seiner Schulzeit wird er von einem Mitschüler erschlagen – um als gotterwählter wieder aufzuerstehen...
Leider wird man durch den Klappentext des Buches und die bisher erschiene Promotion irregeleitet und das hinterlässt zunächst enttäuschte Erwartungen. DENN: es handelt sich hier um den ersten Teil einer Trilogie (wie ich der Internetseite der Autorin entnehmen konnte) und damit wird natürlich noch nicht die gesamte Geschichte des zukünftigen Sehers des Pharaos hier erzählt.
Mit diesem Hintergrundwissen wird es verständlich, warum viele kleine Episoden aus der Schulzeit des Protagonisten so erschöpfend geschildert werden. Langatmig ist, da es trotzdem immer interessant ist, wohl eher die falsche Bezeichnung.
Die Autorin hat einen sehr bildlichen Schreibstil. Wer ausreichend Fantasie oder Hintergrundwissen hat, sieht die ägyptischen Häuser, Städte, Menschen und Landschaften direkt vor sich – perfektes Kopfkino. Auch ist das Buch sehr angenehm zu lesen. Trotz der exotischen Materie ist es nie zu kompliziert.
Die Darstellung und Beschreibung der Charaktere ist sehr überzeugend, P.Gedge erzeugt geschickt Sympathien und Abneigungen gegenüber den handelnden Personen.
Auch wenn ich zunächst enttäuscht war, dass die Geschichte um Huy und seine Freunde so schnell und viel zu früh zu Ende war, oder gerade deshalb, freue ich mich schon sehr auf die Fortsetzung, die ich mit Sicherheit lesen werde.

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Bewertung von buecherwuermchen aus Mahlberg am 29.11.2009 ***** gut
Gut zu lesender historischer Roman

Der neue Roman von Pauline Gedge: Der Seher des Pharao ist ein historischer Roman aus ägyptischen Pharaonenzeit.

Der kleine Huy ist ein intelligenter und hochbegabter Junge, der aus einer bäuerlichen Familie aus Hut-Herib stammt. Dank der anfänglichen finanziellen Unterstützung seines Onkels kann Huy eine Schule besuchen. Im Allgemeinen fällt ihm das Lernen leicht, er hat Interesse am vermittelnden Stoff und ist ein guter Schüler. Seine anfängliche kindliche Arroganz legt er bald ab und findet einen echten Freund, Thutmosis.

Leider hat Huy aber auch Neider. Von einem dieser Neider wird Huy eines Tages getötet. Fünf Tage nach seinem Tod allerdings bekommt Huy nochmals eine Chance und steht von den Toten auf. Von nun an hat Huy eine göttliche Gabe: er kann durch Berührung seiner Mitmenschen ihre Zukunft voraussehen.

Schon mit der Auferstehung Huys kommen Probleme, da nun einige Menschen, auch innerhalb seiner Familie glauben, er sei nun von einem Dämonen besessen. Erst als dies aus der Welt geräumt ist bessert sich das Verhältnis zu seiner Mutter. Mit seinem Vater bleibt das Verhältnis von nun an gespannter, und von seinem früher geliebten Onkel entfernt sich Huy zusehends. Dies auch, weil dieser die weitere finanzielle Unterstützung von Huys Ausbildung versagt und die Gelder lieber Huys Bruder zur Verfügung stellt. Die Gabe des Sehers allerdings stellt das größte Problem dar. Denn Huy selbst möchte diese Gabe nicht und kämpft lange dagegen an. Erst gegen Schluss des Romans lernt er die Gabe zu akzeptieren.

Für Äqypten Fans ist dieser Roman ein absolutes Muss. Man erfährt sehr viel über das Land und den geschichtlichen Hintergrund. Der geschichtliche Hintergrund wurde sehr gut recherchiert. Außerdem ist der Schreibstil sehr flüssig und ansprechend geschrieben, da man wenn man nur den Schreibstil beurteilt nicht gleich auf die Idee käme einen historischen Roman vor sich zu haben.

Ausgezeichnet fand ich, dass die Autorin ganz ohne historische Fremdwörter auskommt und trotzdem einen historischen Roman schreiben kann.

Der Inhalt des Romans ist allerdings manchmal etwas unglaubwürdig. Zum einen muss man schon daran glauben, dass es Seher wirklich gab und zum anderen ist es für nicht ganz nachvollziehbar, dass Kinder praktisch wie Erwachsene behandelt werden und zu dieser Zeit vollständig ernst genommen wurden. In diesem Zusammenhang weiß ich auch nicht wie glaubhaft es ist, dass man Kindern Alkohol zum Trinken gibt.

Zum anderen lässt sich sagen, dass der Roman leider zeitweilig etwas langweilig wird, da sich die Handlung etwas hinzieht und lange Zeit nicht wirklich viel passiert. Erst zum Schluss des Buches, als Huy zum Seher des Pharao wird lebt die Handlung auf. Etwas schade finde ich auch den Klappentext des Buches, in dem von Senetamu die Rede ist und davon, dass Huy ein bekannter Architekt wird. Dies wird im Buch jedoch nicht erwähnt. Ist dann wohl eher Inhalt der Fortsetzung.

Alles in allem handelt es sich aber um einen gut zu lesenden, flüssig geschriebenen historischen Roman der in lockerer Form viel wissenswertes über Ägypten vermittelt und somit auf jeden Fall ein Muss für Ägypten-Liebhaber ist.

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Bewertung von a.schmalzbauer aus Sünching am 18.11.2009 ***** sehr gut
Huy ist ein kleiner intelligenter Junge aus Hut-Herib in Ägypten. Von seinem reichen Onkel wird er auf eine Schule geschickt und findet dort nicht nur Freunde. Seine Begabung fordert auch die Neider heraus. Einer dieser Neider erschlägt ihn eines Tages mit einem Wurfholz. Fünf Tage später kehrt er, nach dem Willen der Götter, von den Toten zurück und verfügt daraufhin über göttliche Gaben. Seine seherischen Fähigkeiten sind von ihm ungewollt und machen ihm das Leben schwer. Auch die Frau, die er liebt kann er nicht heiraten und so kehrt er, nachdem er die Schule beendet hat, von Iunu nach Hut-Herib zurück, um als einfacher Schreiber zu arbeiten. Ischat, seine Freundin aus Kindertagen unterstützt ihn als Dienerin und er bringt ihr das Schreiben bei. Doch bald sprechen sich seine Fähigkeiten in der Stadt und auch im ganzen Land herum und der Pharao wird auf ihn aufmerksam. Er weissagt dem Pharao und sein Schicksal nimmt seinen Lauf.

Der Seher des Pharao ist der erste Teil einer Trilogie und man darf auf die Fortsetzungen gespannt sein. Allerdings dürfte es schwer sein, für jemanden, der sich in der Geschichte Ägyptens nicht auskennt, sich gleich zurecht zu finden. Ein Glossar wäre da hilfreich gewesen. So heißt es recherchieren oder sich einfach mit dem Lesen zufrieden geben. Das Buch ist flüssig zu lesen und es macht Spaß in das alte Ägypten ein zu tauchen. Pauline Gedge schreibt lebendig und bunt. Man wird hineinversetzt in eine wunderbare Welt, aber auch in das Leiden von Huy.

Mit hat das Buch gut gefallen und ich freue mich schon auf die Weiteren. Ich habe schon viel über Ägypten gelesen und bin immer wieder fasziniert davon.

Was mich sehr gestört hat, waren die vielen Druckfehler. Leider ist der Beruf des Korrekturlesers wohl schon ausgestorben.

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Bewertung von tinabauer aus essingen am 13.10.2009 ***** gut
Die Geschichte, oder besser gesagt der historische Roman handelt von einem kleinen ägyptischen Jungen namens Huy. Er lebt sozusagen in Saus und Braus, denn seine Verwandten sind sehr reich und ermöglichen ihm und seinen Eltern vieles, was sie sich sonst nicht leisten könnten. Der Kleine erfährt, das er nach dem Nilhochwasser in die Schule nach Iunu muss und dort von Priestern unterrichtet wird. Worauf sich alle Verwandten freuen, kann er hier nicht ganz nachvollziehen, hat er doch ach so ein schönes unbeschwertes Leben bisher geführt. Sein Schicksal ist jedoch schon klar und deutlich. Als er eines Tages mit 12 seinem Erzfeind Sennefer begegnet, schlägt dieser ihm mit einem Wurfholz nieder. Huy stirbt. Wacht jedoch 5 Tage später im Haus des Lebens auf und verbreitet damit erst Angst und Schrecken. Jedoch wird er von den Priestern aufgenommen, eine Rechet exorziert ihn und er darf das heilige Buch Thot lesen. Er hat seit seiner Wiederkehr die Seher-Gabe. Nach anfänglichen Schwierigkeiten erfährt letztlich auch der Pharao davon und er wird zum Gespielen des Volkes und seiner Gabe. Jedoch ist ihm Atum im Geist stets behilflich.

Huy, ein kleiner eingebildeter reicher Junge, ist auf seinem Lebensweg und in diesem Roman schildert man diesen hier ausführlich und historisch korrekt. Selbständigkeit wurde damals schon in jungen Jahren erwartet, aufgrund des kurzen Lebensalters. Ein schöner lehrreicher Roman über das damalige Ägypten, ohne langweilig oder gar allzu belehrend zu sein.

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Bewertung von Rennie aus Ingolstadt am 06.10.2009 ***** weniger gut
Eine Liebe zur Geschichte des alten Ägyptens sollte man unbedingt mitbringen, wenn man sich an diesen historischen Roman heranwagt. Als Leserin eines normalerweise völlig anderen Genres tat ich mich anfangs doch schwerer als vorweg gedacht. Allerdings beherrschte es Pauline Gedge dann doch ziemlich gut, mich mit ihrer Story zu fesseln. Recht schnell war ich von der Handlung um den anfangs noch recht aufmüpfigen kleinen Jungen gefangen und wollte erfahren, wie es ihm wohl weiter ergeht. Beim Lesen begleitete ich ihn durch seine gesamten Jugendjahre hinweg und erlebt mit ihm seine ersten Schuljahre, seinen tragischen Tod, den ein neidischer Mitschüler zu verantworten hat, seine Gespräche mit den Göttern der Unterwelt und sein neues Leben als Rückkehrer von den Toten mit der Kraft eines „Sehers“ versehen.

Was mich allerdings sehr gestört hat, sind die extrem langen Kapitel und die seitenweise recht kleine Schrift. Noch dazu gibt es in diesem Buch so gut wie keine Absätze. Selten brauchte ich für einen Roman mit dieser Seitenstärke so lange, wie mit diesem. Ich musste auf Grund der Schreibweise in sehr kurzen Abständen immer wieder Lesepausen einlegen, da dieser Schreibfluss meine Augen rasch ermüden ließ.

Die Story an sich hat mir recht gut gefallen, allerdings gestalteten sich manche Kapitel als sehr langatmig, so dass meine Leselust hin und wieder ziemlich darunter gelitten hat. Die Buchbeschreibung laut Buchaufdruck ist auch völlig verwirrend, denn die dort genannte Handlung konnte ich mit dem Gelesenen nicht unbedingt eins zu eins in Verbindung bringen. Das fand ich dann doch etwas in die Irre führend.

Fazit für mich:
Pauline Gedges hat mich mit ihrem historischem Roman „Der Seher des Pharao“ für ziemlich viele Stunden in eine andere Welt versetzt, Lust auf einen weiteren Roman von ihr habe ich aber nicht bekommen.

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Bewertung von Sandra aus Rüsselsheim am 30.09.2009 ***** ausgezeichnet
Huy – eine Karriere im alten Ägypten.

Wir schreiben ca. das Jahr 1400 vor Christus: Ägypten wird nun schon seit vielen Jahren friedlich regiert vom Pharao und Guten Gott Thutmosis III. Huy wächst in der verarmten Provinz Hut-Herib im Nildelta auf. Seine Familie gehört zwar nicht dem Adel an, doch Huy fehlt es an nichts. Die Familie kann sich einen Diener leisten und Huy´s Onkel Ker unterhält gute Geschäfte im Parfümhandel. Er und seine Frau und Huy´s Tante sind angesehene Bürger der Stadt und gehören zur Oberschicht. Huy ist das einzige Kind in der Familie und somit ein wenig verzogen und egoistisch. Er verbringt seine Tage mit der kleinen Ischat, die ihrerseits die Tochter der Dienerin der Familie – Hapsefa ist. An Huy´s 4. Namensgebungstag wird ihm mitgeteilt, dass der Junge zur Schule ins weit entfernte Iunu geschickt wird um Lesen und Schreiben zu lernen, damit aus ihm mal ein Schreiber mit akzeptablem Auskommen wird. Onkel Ker erklärt sich bereit, den Schulaufenthalt für Huy zu finanzieren. Nach anfänglicher Angst und nicht ohne sich mit Händen und Füßen zu wehren lebt sich Huy schnell in der Schule ein. Er lernt Thutmosis kennen, der sein bester Freund werden soll. Bei einem Spaziergang mit seinem Freund wird er von einem verfeindeten Schüler namens Sennefer angehalten und provoziert und anschließend aus Angst seitens Sennefer vor einer Prügelei mit dem Wurfholz des Jungen am Kopf getroffen. Huy fällt bewusstlos in den See und stirbt. Nach seinem Tod wird er zu den Sem-Priestern gebracht, die für seine Einbalsamierung sorgen sollen. 5 Tage später geschieht das Unfassbare: Huy wacht wieder auf. Aus Angst es könnte sich um böse Dämonen handeln, die in Huy´s Körper geschlüpft sind muss er sich einer Exorzierung unterziehen. Es wird zwar bewiesen, dass Huy nicht von Dämonen besessen ist und somit wirklich von den Göttern zur Wiedergeburt auserwählt worden ist, jedoch bleiben die Menschen misstrauisch. Am schlimmsten für Huy ist es jedoch, dass sich sein eigener Vater und auch sein Onkel Ker von ihm abwendet. Er versagt dem Jungen seine Unterstützung der weiteren schulischen Ausbildung. Die Familie zerbricht.
Die Oberpriester in Iunu wissen ob Huy´s Auferstehung und dem Sinn dessen. Sie fördern Huy weiter. Huy erhielt nach seiner Auferstehung durch den Großen und Einzigen Gott Atum die Gabe eines Sehers und kann nunmehr die Zukunft der Menschen durch Visionen erkennen. Außerdem entwickelt seine Gabe noch die Zweige der Heilkunst.
Huy ist klar, dass seine frühere Freiheit nur für sein „erstes“ Leben galt und er nunmehr allein dem Gott verschrieben ist. Er ist ein Gefangener. Zunächst rebellisch dem gegenüber und mit aller Macht versuchend, sein altes Leben weiter zu führen, muss er sich doch eingestehen, dass er für immer unausweichlich der Diener Atum´s sein wird. Er kann ihm nicht entfliehen und steht sogar dem Großen Pharao (in der Zwischenzeit der Nachfolger von Thutmosis III) gegenüber um ihm seine Dienste zu leisten – ob er das möchte oder nicht. Er kann sich nicht mehr gegen seine Bestimmung wehren.
Als großer Fan von Pauline Gedge habe ich mich in dieses neue Abenteuer und in das alte Ägypten gestürzt und war wie erwartet auch dieses Mal begeistert. Das Wort „Kopfkino“ beschreibt wohl am besten die großartige Darstellung der damaligen Zeit und Umgebung. Man leidet mit dem doch zunächst so unbedarftem Jungen und fühlt wie er sich in seiner ungeliebten Rolle aus „der Auserwählte“ windet. Man muss allerdings sagen, dass man sich meiner Meinung nach schon des Öfteren mit dem alten Ägypten beschäftigt haben soll, denn wird sehr tiefgründig in die damaligen Riten, Götter und Lebensumstände gegriffen. Da ich hierfür sehr viel Begeisterung aufbringe gibt es von mir selbstverständlich auch für dieses neue Werk von Pauline Gedge absolute volle Punktzahl. Ich warte auf eine Fortsetzung.

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Bewertung von Cabriofahrerin am 24.09.2009 ***** weniger gut
Zu wenig Spannung - zu viel Philosophie

Ägypten zur Zeit Thutmosis III.:
Der vierjährige Huy, Sohn einfacher Bauern, darf die Tempelschule in Iunu besuchen, um Schreiben und Lesen zu lernen. Sein reicher Onkel Ker übernimmt großzügig die Kosten.
Über sein anfängliches Heimweh kommt er schnell hinweg, da er Thutmosis, Sohn des Fürsten Nacht als vertrauensvollen guten Freund kennenlernt. Zu Fest- und Feiertagen wird er in der Adelsfamilie mit Mutter und zwei Töchtern wie ein Sohn des Hauses gastfreundlich aufgenommen.
Huy ist ein intelligenter Bursche mit guter Auffassungsgabe. Er wird sowohl von den Priestern als auch von den Mitschülern geschätzt. Bis auf einen: Senefer, ebenfalls Sohn eines Adelgeschlechts. Er ist neidisch auf Huy und mobbt ihn, wann immer er eine Gelegenheit dazu findet. Einmal provoziert er Huy dermaßen - er schimpft ihn einen Sumpfbewohner -, dass es zu einem handfesten Streit kommt und Senefer Huy tödlich verletzt.
Huy wird in seine Heimatstadt ins Haus der Toten gebracht. Als die Priester den Leichnam untersuchen und für die Bestattung vorbereiten wollen, erwacht Huy zu neuem Leben. Während seiner Zeit des "Komas" hat er eine Wandlung "durchlebt". Er ist der "Auserwählte" der Götter, die ihm Gaben mitgegeben haben, die ihn zu Höherem befähigen.
Seine Familie, die eher glaubt, er sei von Dämonen besessen, distanziert sich von ihm. Huy kehrt sehr bald in die Tempelschule zurück und darf nun, als Auserwählter, die bedeutenden fünf Bücher Thots studieren.
Bis zu diesem Ereignis hat mir das Buch sehr gefallen. Die Handlung war fesselnd, die Stimmung von Alltagssituationen atmosphärisch dicht beschrieben. Der Speiseplan lockte zum Probieren.
Und das außergewöhnliche Ereignis - die Auferstehung Huys von den Toten zurück zu den Lebenden - ist glaubhaft und überzeugend dargestellt: kein fauler Zauber oder Mystik.
Doch dann folgen ewig lange Seiten philosophischer Gedankengänge. Ein sehr komplexer Text, den ich trotz wiederholten Lesens kaum verstanden habe. Selbst Huy sagt, dass er "keinen Schimmer von Verstehen" hat und ein "wirres Durcheinander in seinem Geist" herrscht.
Schade, ich bin leider mit einer anderen Erwartungshaltung an dieses Buch heran gegangen und wurde letztlich enttäuscht ...

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Bewertung von Shanna aus W. am 23.09.2009 ***** sehr gut
Dieser Roman entführt den Leser in die faszinierende Kultur im Ägypten zur Zeit der Pharaonen. Der lebendige Schreibstil vermittelt eine atmosphärisch ansprechende Darstellung der damaligen Lebensumstände.

Die Handlung ist in einem klaren, geradlinigen Erzählstrang, ohne verwirrende Zeitsprünge oder Rückblenden, aufgebaut und bleibt daher gut überschaubar. Die Beschreibungen der Orte und Landschaften sind stimmungsvoll und nicht zu ausführlich, so daß der Erzählschwung erhalten bleibt. Lediglich die Stellen, an denen Huy das Buch von Thot studiert, sind für meinen Geschmack etwas zu verstiegen philosophisch formuliert und überfordern meine Vorstellungskraft. Sehr gut vorstellbar dagegen sind die klar umrissenen Charakterzüge der Hauptpersonen, so daß man regen Anteil an deren Schicksal nimmt und sich ganz in sie hineinversetzen kann.

Negativ anzumerken ist, daß der Klappentext nicht ganz mit dem Inhalt übereinstimmt. Dort werden Begebenheiten wie z.B. der Bau des Luxor-Tempels erwähnt, die wohl erst in einem geplanten zweiten Teil vorkommen werden. Ansonsten finde ich, daß das Buch angenehm entspannend, doch durchaus mit Spannung zu lesen ist.

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