Der letzte Tag des Präsidenten - Machfus, Nagib

Nagib Machfus 

Der letzte Tag des Präsidenten

Roman

Aus d. Arab. v. Doris Kilias
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Der letzte Tag des Präsidenten

Der ägyptische Autor Nagib Machfus schildert in diesem Roman sehr eindrücklich das Lebensgefühl während der Ära Sadat. Er erzählt die Geschichte von Randa und Alwan, die schon seit Jahren verlobt sind. Nie werden sie genug Geld zusammenbringen können,um sich eine Hochzeit zu leisten. Zermürbt und verzweifelt trennen sie sich und suchen jeder das Glück auf eigene Faust. Als eines Tages der Präsident ermordet wird, beeinflußt dieses Ereignis das Schicksal der beiden auf tragische Weise.


Produktinformation

  • Verlag: Unionsverlag
  • 2003
  • Ausstattung/Bilder: 2003. 122 S.
  • Seitenzahl: 128
  • UT Nr.248
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 116mm x 12mm
  • Gewicht: 135g
  • ISBN-13: 9783293202481
  • ISBN-10: 3293202489
  • Best.Nr.: 11286233
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.10.2001

Viel Moral, wenig Geld
Ägyptische Tiefenperspektive: Nagib Machfus' Abrechnung mit der Ära Sadat · Von Stefan Weidner

Glaubt man den ägyptischen Schriftstellern, ist es um Ägypten seit der Ära Sadat miserabel bestellt. Dieses Verdikt wird mit solcher Einigkeit quer durch die literarischen Schulen und Generationen propagiert, daß man fast schon wieder daran zweifeln möchte. Ob bekannt oder unbekannt, ob Nobelpreisträger wie Nagib Machfus oder Nagib Machfus-Preisträger wie der 1946 geborene Ibrahim Abdalmagid, sie alle meinen, Sadat und seine sogenannte "Öffnungspolitik" haben das Land wirtschaftlich und moralisch ruiniert.

Der 1981 ermordete Anwar as-Sadat, den man im Westen eher als mutigen und friedenswilligen Präsidenten kennt, hat es tatsächlich verstanden, sich bei einem Großteil seines Volkes unbeliebt zu machen. Zwar errang er im Oktoberkrieg von 1973 einen militärischen Teilerfolg gegen Israel, der noch heute, wo Sadat der Buhmann ist, regelmäßig mit großem Pomp kommemoriert wird, doch durch den anschließenden Separatfrieden mit dem einstigen Erzfeind verscherzte er sich die Sympathien. Noch schlimmer dürfte sich auf …

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Nagib Machfus, geb. am 11.12.1911 als Sohn einer Kleinbürgerfamilie in Kairo, entschied sich schon bald nach dem Studium für das Schreiben. Er hat alle Elemente der volkstümlichen Erzählkunst in seine Werke aufgenommen und ist der eigentliche 'Vater des ägyptischen Romans'. Sein Lebenswerk, das an die vierzig Romane, Kurzgeschichten und Novellen umfasst, gehört längst zur Weltliteratur. 1988 wurde ihm als einem der bedeutendsten arabischen Autoren der Gegenwart der Nobelpreis für Literatur verliehen. Er starb 2006.

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