Das Wahre Kreuz - Kastner, Jörg

Jörg Kastner 

Das Wahre Kreuz

Roman. Nach den Aufzeichnungen des Zeichners Bastien Topart über seine Erlebnisse während der Ägyptenexpedition des Generals Napoleon Bonaparte

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Das Wahre Kreuz

Ägypten 1798. In einem Wüstentempel nahe Kairo wird eine unheimliche Zeremonie abgehalten: Männer in mittelalterlichen Ritterkostümen machen sich bereit, ein Menschenopfer darzubringen. Der junge Zeichner Bastien Topart, der im Gefolge Napoleons nach Ägypten gekommen ist, kann gerade noch rechtzeitig eingreifen. Doch das gerettete Mädchen schweigt im Angesicht des Grauens. Nur ein einziges Wort kommt über ihre Lippen: "Ourida", das arabische Wort für "Rose" ... Jörg Kastners atemberaubender historischer Roman erzählt vom Mysterium einer uralten Reliquie, von der Gier nach Unbesiegbarkeit - und von der großen Liebe.


Produktinformation

  • Verlag: Droemer/Knaur
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 426 S.
  • Seitenzahl: 432
  • Knaur Taschenbücher Nr.63956
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 140mm x 31mm
  • Gewicht: 370g
  • ISBN-13: 9783426639566
  • ISBN-10: 3426639564
  • Best.Nr.: 23283790
Als Hörspiel- und Feature-Sprecher wurde Schauspieler Bodo Primus bekannt. Im Radio tritt er u.a. neben Peer Augustinski in der Hörspielserie "Der letzte Detektiv" von M. Koser auf. Für die Lesung von E. Hilsenraths "Der Nazi & der Friseur" erhielt er den Deutschen Hörbuchpreis.

Kundenbewertungen zu "Das Wahre Kreuz" von "Jörg Kastner"

3 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.7 von 5 Sterne bei 3 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von Simone aus Hemer am 08.06.2010 ***** gut
Obwohl ich kein Fan von historischen Romanen bin, hat mich Jörg Kastner mit "Die Farbe Blau" und "Im Schatten von Notre Dame" doch in seine Bann ziehen können. Allerdings schafft er es mit diesem Roman leider nur teilweise. Bis auf die Rückblicke waren viele Stellen des Buches für meinen Geschmack oft zu langatmig und wenig fesselnd. Die Charaktere bleiben blass und man kann sich nicht wirklich mit ihnen identifizieren.

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Bewertung von Silke B. aus Köln am 02.11.2009 ***** sehr gut
"Das wahre Kreuz" ist das erste Buch, das ich über Napoleons Feldzug nach Ägypten gelesen habe. Über Napoleons Kaiserzeit habe ich schon häufiger gelesen, doch was hat ihn eigentlich dazu getrieben, ausgerechnet in Ägypten einzuziehen?
Jörg Kastner gibt hier die Antwort auf einige Fragen, verbunden mit einer fiktiven Geschichte, die sich der Suche nach dem "wahren Kreuz" - dem Kreuz an dem Jesus starb - widmet. Doch es geht nicht nur um Napoleons Feldzug, sondern auch um den Kreuzzug Ende des 12. Jahrhunderts, auf dem das Kreuz in der Geschichtsschreibung zuletzt Erwähnung fand. Was ist damals mit dem Kreuz geschehen?
Der Autor verbindet diese Elemente der Geschichte in dem Zeichner Bastien Topart und dem Mädchen Ourida. Dabei sind die Epochen klar getrennt, so dass ich als Leser immer den Überblick hatte, wo und wann wir uns befinden.
Jörg Kastner bedient sich hier einiger mystischer Elemente und nicht alles erscheint wahrscheinlich. Doch ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und habe dieses wichtige Kapitel der Geschichte aus einer neuen Perspektive kennen gelernt. Für alle geschichtsinteressierten Personen, die auch kein Problem damit haben, wenn Fakten durch eine große Portion Fiktion angereichert werden, ist dies genau das richtige Buch!

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Bewertung von Uli Geißler aus Fürth/Bay. am 24.05.2007 ***** sehr gut
Aufwühlende Erinnerung und gefährliche Gegenwart

Jährlich am 18. August wird der „Kreuzfindungstag“ begannen, an welchem der Fund des Jesus-Kreuzes als Reliquie durch Helena, die Mutter des Römischen Kaisers Konstantin im Jahre 326 n. Chr. in Erinnerung gerufen und zelebriert wird.

Der Fund der Reliquie, vielmehr jedoch die sich daraus gut abzuleitende mystisch-geheimnisvolle Geschichte um die Zeit des Holzgestells vor dem Tag des Fundes inspirierte den Autor Jörg Kastner zu umfangreichen historischen Recherchen und zu seinem phantastisch-realen Roman. Dabei nutzt er geschichtliche Eckdaten und Erkenntnisse ebenso, wie die über die vielen Jahrhunderte gefestigten Mysterien und Glaubensvarianten bezüglich der Echtheit und der Existenz der bedeutenden Reliquie. Es ist entscheidend, wie er es im Buch selbst darlegt, wie stark man an die Reliquie glaubt und welche Bedeutung dem Gegenstand beigemessen wird, der ihn so wichtig macht.

Im Roman spielt Bastian Topart die entscheidende Rolle. Er geht zur Zeit, kurz nachdem Napoleon Bonaparte Kairo eroberte, als dokumentarischer Zeichner mit dem Forschertrupp seines Onkels um 1789 nach Ägypten, um aufzumalen, was es dort an Schätzen und Besonderheiten gibt. Ein geheimnisvoller Tempel birgt neben den erhofften Schätzen eine große Gefahr. Als sie den Schreien einer gepeinigten Frau nachgehen, endet dieser erste Tempelbesuch mit einem tödlichen Kampf und der Rettung der geheimnisvollen Ourida. Sie entwickelt sich trotz ihres Schweigens und ihrer Unnahbarkeit als erste wirkliche Liebe des jungen Künstlers. Es zeigt sich, dass er sie schon kennt – allerdings ist das schon über sechshundert Jahre her. Damals verteidigte er als Ritter Roland die Reliquie und auch Ourida spielte eine entscheidende Rolle.

Jörg Kastner verhilft einem durch die einfache und doch niveauvolle Erzählweise zu einer schnellen Teilhabe am Geschehen, egal, ob man Ereignisse der Gegenwart des endenden 18. Jahrhunderts oder aber in der Vergangenheit der mittelalterlichen Ritter nacherlebt. Stück für Stück erfährt man aufgrund der intensiv bildlich-lebhaften Träume des Protagonisten sowohl die Abläufe zur damaligen Zeit als auch die glaubhaft realistischen Vorgänge im Kairo Napoleons, der auch selbst Kontakt zu Bastian über dessen Onkel hat. So nah war einem der spätere Kaiser Frankreichs noch nie.

Trotz der Verfolgung und Bedrohung durch die Ritter des „Orden des verlorenen Kreuzes“ versucht Bastian stets seine Ourida, die ein zweites und drittes Mal verschwindet beziehungsweise entführt wird, zu retten und mit ihr zugleich das Kreuz, an dem Jesu starb. Aber auch Afhra, die Tochter eines ägyptischen Gelehrten, der Bastian und seinem Onkel Jean Unterstützung bieten kann, spielt im Denken und Handeln des Jünglings eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Das umsomehr, als sie Bonaparte öffentlich angreift und deswegen hingerichtet werden soll.

Trotz vieler – auch grausig endender - Kämpfe und Auseinandersetzungen entbehrt die Geschichte einer reißerischen Art. Sie gefällt durch eine gute Mischung aus Fiktion und nachgewiesener Historie und die detailreichen Schilderungen sorgen bis zum Schluss für gute Spannung, auch wenn sein vorheriges Buch „Die Farbe Blau“ die aufregendere Geschichte ist.

Am Ende liefert der Autor noch einige Informatione zur Geschichte und eine Zeittabelle, um anhand realer Ereignisse besser einordnen zu können, in welchem Kontext die Geschichte spielt. Das verstärkt gewissermaßen das Möglichkeitsvertrauen.

© 5/2007, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

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