Der Kuss des Anubis - Riebe, Brigitte

Brigitte Riebe 

Der Kuss des Anubis

Broschiertes Buch
 
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Der Kuss des Anubis

Liebe, Intrigen und Mord am Hof des PharaoNiemand will der 15-jährigen Miu glauben, die zufällig ein Gespräch mitgehört hat, in dem es um etwas Ungeheuerliches ging: um den Mord am Pharao Tutanchamun. Doch bald schon erweist sich, dass tatsächlich eine Verschwörung am Hof im Gange ist - und dass ihre eigene Familie tiefer darin verstrickt ist, als Miu ahnen konnte ...

"Wer wissen will, wie lebendig Geschichte sein kann, der muss mit Brigitte Riebe reden." -- Brigitte woman

"Brigitte Riebes große Historienromane bieten Spannung, Liebe, Leidenschaft." -- Marie Claire

"Eine wundervolle Zeitreise, man spürt beim Lesen den Sand unter den Füßen knirschen! Ein Buch, das gerne doppelt so dick sein dürfte und empfehlenswerte Lektüre über das Jugendalter hinaus ist." -- schreib-lust.de


Produktinformation

  • Verlag: Cbj
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 400 S. 183 mm
  • Seitenzahl: 416
  • cbj Taschenbücher Bd.40055
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 183mm x 126mm x 43mm
  • Gewicht: 440g
  • ISBN-13: 9783570400555
  • ISBN-10: 3570400557
  • Best.Nr.: 29508349
"Wer wissen will, wie lebendig Geschichte sein kann, der muss mit Brigitte Riebe reden." Brigitte woman

"Eine wundervolle Zeitreise, man spürt beim Lesen den Sand unter den Füßen knirschen! Ein Buch, das gerne doppelt so dick sein dürfte und empfehlenswerte Lektüre über das Jugendalter hinaus ist."

"Das Buch ist nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene interessant. Die Autorin zeichnet ein farbenfrohes, aber dennoch glaubhaftes Bild des alten Ägyptens."
Brigitte Riebe, 1953 geboren, ist promovierte Historikerin und arbeitete zunächst als Verlagslektorin. Zu ihren bekanntesten historischen Romanen zählen "Pforten der Nacht", "Schwarze Frau vom Nil" sowie die beiden erfolgreichen Jakobsweg-Romane "Straße der Sterne" und "Die sieben Monde des Jakobus". Zuletzt erschien bei Diana "Die Prophetin vom Rhein" ein Roman über die Geschichte der Hildegard von Bingen. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München.

Leseprobe zu "Der Kuss des Anubis" von Brigitte Riebe

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Leseprobe zu "Der Kuss des Anubis" von Brigitte Riebe

ZWEITES KAPITEL

Bei jeder Bewegung spürte Miu das leichte Gewicht der Keramikperlen auf ihrem Brustkorb und den Widerstand des steifen Leinens, das gegen Brust und Schenkel rieb. Zum Glück hatte Raia darauf verzichtet, dass sie eine Perücke tragen musste, was bei der Hitze schier unerträglich gewesen wäre. »Dafür bist du noch ein ganzes Stück zu jung - und ich bereits zu alt.« Ihr Lachen war ungewohnt schrill gewesen. »Sie werden uns auch so empfangen, das ist gewiss.« Was machte sie nur derart sicher?

In den vergangenen Tagen hatte Miu immer wieder versucht, weiter in Großmama zu dringen, doch je neugieriger ihre Fragen ausfielen, desto weniger wollte diese preisgeben. Das schloss auch die Boten mit ein, die zu den seltsamsten Zeiten das Haus mit neuen Nachrichten betraten und wieder verließen, so lange, bis Raia endlich halbwegs zufrieden schien.

»Warte einfach ab, Miu, dann wirst du schon sehen, was geschieht. Aber lass uns bis dahin keine Zeit verlieren!«

Es traf sich günstig, dass ihr Vater Ramose mit zweien seiner Gehilfen gerade jetzt nach Abju* hatte aufbrechen müssen, um in der Stadt des Gottes Osiris* die Vorräte an Zedernöl, Weihrauch und Harzen aufzufüllen, ohne die seine Werkstatt nicht auskam. Natürlich hätte er sich auch mit dem hiesigen Warenangebot begnügen können, doch dem stand sein unbeugsamer Qualitätsanspruch entgegen.

»Man darf nie nachlassen, niemals«, sagte er oft. »Merk dir das, Tochter! Sonst kann man gleich einpacken und das Feld für die Konkurrenten räumen.«

Der Balsamierer hatte seine Reise so lange aufgeschoben, dass er nun die Unbilden des Wassertiefststandes auf sich nehmen und bei der Rückkehr sogar den strapaziösen Landweg ins Auge fassen musste. Schweren Herzens und unter endlosen Ermahnungen hatte er sich bei Miu und der Schwiegermutter verabschiedet, die, kaum war er aus dem Haus, als Erstes eine Näherin einbestellt hatte.

»Wir weihen ihn ein, sobald er zurück ist«, hatte sie Mius Einwände beiseitegefegt. »Das ist immer noch früh genug. Inzwischen wollen wir überlegen, was wir für dich tun können!«

Das Ergebnis dieser Bemühungen trug Miu nun am Leib, und sie fühlte sich in der ungewohnten Aufmachung derartig herausgeputzt, dass sie zu spüren glaubte, wie halb Waset sie anglotzte. Dabei lag das glutheiße Straßengewirr in seinen verblassenden Beige- und Ockertönen längst hinter ihnen und auf der Fähre zum Westufer verteilte sich gerade mal ein gutes Dutzend Passagiere. Um ihre Unsicherheit zu überspielen, starrte Miu auf die Reflexe der Sonnenstrahlen, die auf dem Wasser wie ein goldenes Netz flimmerten.

»Was soll nur aus diesem Land werden, wenn Kemets großer Fluss austrocknet, weil die Götter sich von uns Menschen abgewandt haben?«

Die Stimme klang, als gehörte sie der Mutter aller Klageweiber, doch als Miu sich umdrehte, erblickte sie keineswegs eine der berufsmäßig Trauernden, die gegen Bezahlung scharenweise den Leichenzügen folgten. Stattdessen schaute sie in das gerötete Gesicht einer mageren Frau in einem schmuddeligen blauen Trägerkleid, die mit Spinnenfingern auf die immer breiteren Sandbänke wies.

»Noch nie war der Nil so seicht.« Ihre Stimme drohte zu kippen. »Nicht seitdem meine liebe Mutter mir das Leben geschenkt hat!«

»Du wirst dich mit dem Jammern etwas gedulden müssen«, hörte sie Großmamas gelassene Antwort. »Denn noch hat das neue Jahr ja nicht begonnen!«

Wie elegant sie war in ihrem plissierten weißen Gewand, das mit dem kunstvoll geflochtenen Silberhaar um die Wette zu strahlen schien! Ihre aufrechte Haltung erschien Miu geradezu königlich, und die silberne Armspange mit dem großen Türkis, die sie heute zum ersten Mal an ihr sah, verstärkte diesen Eindruck noch. »Was, wenn der Hapi* nicht dick und lebendig werden will und die Flut wieder so gering ausfällt wie die beiden vergangenen Jahre? Dreizehn magere Ellen, das bedeutet doch nichts anderes als Hunger und Mangel!« Die genuschelte Sprechweise verriet, dass die Frau alles andere als nüchtern war. »Ich rechne sogar fest damit. Und wisst ihr auch, weshalb? Ich will es euch verraten.«

Sie breitete die zaundünnen Arme aus, als wolle sie eine Ansprache halten, und schien dabei zu taumeln. Im letzten Moment gelang es ihr, sich auf den staksigen Beinen zu halten.

»Das liegt einzig und allein an ihm, dem Sohn des großen Ketzers. Weil dessen verbrecherisches Blut in seinen Adern kreist. Ihn bestrafen sie - und damit auch uns!«

Kundenbewertungen zu "Der Kuss des Anubis" von "Brigitte Riebe"

6 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.8 von 5 Sterne bei 6 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von anette1809 - katzemitbuch.blogspot.com aus Sulzheim am 28.05.2010 ***** ausgezeichnet
Mit ihrem ersten Jugendroman ist Brigitte Riebe ein ganz großer Wurf gelungen. Das Buch "Der Kuss des Anubis" bietet wirklich alles was ein einmaliges Lesevergnügen ausmacht: einen spannenden Abenteuerroman mit vielen Verwicklungen und Intrigen und eine Liebesgeschichte, die eigentlich nicht sein darf.
Der Roman handelt von der 15jährigen Miu, der Tochter von Wasets berühmtesten Einbalsamierer, und von Pharao Tutenchamun. Das Schicksal führt die beiden zusammen als Miu einer Verschwörung auf die Schliche kommt - im Wirtshaus ihrer Tante belauscht sie zwei Männer die einen Anschlag auf den Pharao planen. Miu geht der Sache hinterher, und kann letztendlich sogar beim Pharao persönlich vorsprechen und ihn warnen. Im Laufe der Geschichte kann Miu durch ihre Umsicht dem Pharao zweimal das Leben retten und eine zarte Liebesbande bahnt sich zwischen den beiden an.
Noch weitere Handlungen beeinflussen das Geschehen und das Verhältnis zwischen Miu und dem Pharao. Was ist damals in der Sonnenstadt geschehen unter dem Pharao Echnaton, dass noch heute das Leben von Mius Familie und ihren Verwandten beeinflusst? Was hat es mit der Bande an Grabräubern auf sich, die die Grabbeigaben entwenden, die Mumien schänden und Mius Vater den Herzskarabäus Echnatons untergeschmuggelt haben?
Einige Details kann man schon früh erahnen, z.B. welche Personen zu der Grabräuberbande gehören, trotzdem tut das dem Lesevergnügen keinen Abbruch.
Brigitte Riebe hat hier einen gut recherchierten Roman vorgelegt, der durch ein Glossar im Anhang mit den wichtigsten Fachbegriffen noch ergänzt wird. Land und Protagonisten sind realistisch dargestellt, so dass man sich gut in das Geschehen hineinversetzen kann. Die Sprache und der Stil haben ein Niveau, dass das Buch gut von jugendlichen ab ca. 12 Jahren gelesen werden kann, aber auch noch für erwachsene Leser ein anspruchsvolles Lesevergnügen darstellt.

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Bewertung von Aileen aus Geesthacht am 21.05.2010 ***** sehr gut
Es geht um die 15-jährige Miu,sie ist die Tochter eines einflussreichen Balsamierers.Als sie in der Gaststätte,wo sie manchmal verbotener Weise aushalf,ein Gespräch belauscht,aus dem sie schließt,dass der Pharao Tutanchamun getötet werden soll.So beschließt sie den Pharao zu warnen.Doch die Begegnung mit Tutanchamun verwirrt Miu noch mehr,denn beide empfinden spontan Gefühle füreinander.Darf man sich in einen Pharao verlieben?Doch Miu bleibt keine Zeit,darüber nachzudenken,denn schon bald erweist sich,dass sich tatsächlich Mörder am Hof ihr Unwesen treiben-und dass Mius eigene Familie tiefer in der Verschwörung verstrickt ist,als sie ahnt.
Es ist sehr interessant zu erfahren wie man in Ägypten gelebt hat und wie sehr man den Pharao vererte.Ich finde man kann sich gut in die Geschichte hinein versetzen,aber das ständige springen zwischen dem Ort ist,zumindest am Anfang,verwirrent.Außerdem finde ich,dass Brigitte die Situationen gut beschrieben hat.

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Bewertung von Elchi130 aus Herne am 08.08.2009 ***** ausgezeichnet
Brigitte Riebe ist schon seit Jahren eine erfolgreiche Autorin im Bereich historischer Romane für Erwachsene. Nun legt sie mit Der Kuss des Anubis ihr erstes Jugendbuch vor.
Miu, die Tochter des besten Balsamierers der Stadt, belauscht zufällig das Gespräch zweier Männer und erfährt, dass das Leben des Pharao in Gefahr ist. Ihr gelingt es, dem Pharao zweimal das Leben zu retten und seine Gunst zu gewinnen. Zeitgleich treiben Grabräuber ihr Unwesen in der Gegend. Und irgendwie ist alles miteinander verbunden. Je tiefer der Leser in die Geschichte eindringt, desto klarer wird, dass auch Mius Familie Geheimnisse zu bewahren hat, die mit dem Geschehen zu tun haben...
Miu zeichnet sich durch Willensstärke und Mut aus. Sie setzt sich stets für Recht und Gerechtigkeit ein und reift im Laufe des Buches immer mehr zu einer jungen Frau heran. Das Buch ist vom Beginn bis zum Ende spannend. Brigitte Riebe schafft es, ägyptische Geschichte in eine spannende Form zu bringen. Ich hoffe, dies ist erst der Anfang und es folgen noch mehr Jugendbücher aus der Feder von Brigitte Riebe.

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Bewertung von chili81 aus Trebur am 05.07.2009 ***** ausgezeichnet
Brigitte Riebe's erster Jugendroman handelt von der 15-jaehrigen Miu, die durch ihre Umsicht und Tapferkeit dem jungen Pharao Tutenchamun gleich zwei Mal das Leben rettet. Sie hoert zufaellig in der Schenke Ihrer Tante den folgendschweren Satz "Der Falke muss zum Himmel fliegen", sie geht der Sache nach und deckt eine Verschwoerung gegen Tutenchamun auf. Durch Mius Vehemenz und der alten Verbindungen zum koeniglichen Hof, uber die Mius Grossmutter verfuegt, gelingt es ihr eine Audienz bei dem Gottesgleichen zu erwirken. Dieser findet gefallen an ihr und wirbt fortan um ihre Gunst.

Doch bald nimmt die Geschichte eine voellig andere Wendung. Ramose, Mius Vater, wird erpresst, eine Grabraeuberbande geht um und die Koenigliche Gemahlin von Tutechamun erwartet dessen Kind. Wer sind die ominoesen Erpresser, die dem Balsamierer so zusetzen und was hat dieser getan um in deren Schusslinie zu geraten? Wer steckt hinter der Bande die Grabbeigaben klaut und somit die Totenruhe entweiht und dabei nicht mal vor den Graebern der ehemligen Pharaonen halt macht? Ist die Frau des Pharaos wirklich schwanger und bekommt sie das Kind? Fragen ueber Fragen, die das Buch so spannend machen. Was sonst noch passiert werde ich hier allerdings nicht verraten.

Der Autorin ist mit "Der Kuss des Anubis" ein Buch gelungen, dass man kaum aus der Hand legen mag. Nicht nur, dass das Buch sehr gut recherchiert ist und Frau Riebe ein enormes Wissen an der Geschichte von Tutenchamun und dessen Frau beweisst, sondern auch die detaillierte Beschreibung von Mius Katze und deren Verhalten fand ich sehr authentisch und vor allem sympathisch. Begeistert hat mich zudem die Vielschichtigkeit der einzelnen Charaktere. EIn absolutes Lesevergnuegen. Auch das Nachwort finde ich sehr gelungen, Geschichtsunterricht auf die andere Art.

Um aber einmal auf hohem Niveau zu jammern, habe ich zwei kleine Kritikpunkte: Ich haette die Erklaerungen der Fremdwoerter als Fusszeile verfasst, statt am Ende des Buches. Auch haette ich es schoen gefunden, wenn Frau Riebe die Umgebung und die Stadt ein bisschen mehr beschrieben haette.

Lesespass fuer Jugendliche ab 12, aber auch fuer Erwachsene sehr schoen zu lesen.

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Bewertung von Manuela2205 am 23.06.2009 ***** ausgezeichnet
Die Balsamierertochter Miu erhält durch Zufall Kenntnis über ein Mordkomplett gegen Pharao Tutanchamun. Dadurch fällt die Aufmerksamkeit des Herrschers auf sie und Miu wird in immer mehr Intrigen verstrickt, bis sie schließlich selbst um ihr Leben bangen muss.
Brigitte Riebe ist mit "Der Kuss Anubis" ein Meisterwerk gelungen. Geschickt verwebt sie eine große Portion Spannung mit einer zarten Liebesgeschichte (die aber mehr im Hintergrund steht, so dass das Buch durchaus auch von Jungen gelesen werden kann) und Geschichtswissen. Dabei ist das Glossar sehr hilfreich, in dem ägyptische Begriffe und Gottheiten erklärt werden.
Persönlich fand ich (ausnahmsweise) das Nachwort interessant, in dem die Autorin auf verschiedene Elemente ihres Romans eingeht und in Verbindung mit den geschichtlich verbürgten Tatsachen setzt.

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Bewertung von Shanna aus W. am 23.06.2009 ***** ausgezeichnet
Dies ist wieder ein packender, historischer Roman von Brigitte Riebe, den man bis zum Schluß nicht mehr aus der Hand legen kann. Mitreißend und farbenfroh sind ihre Beschreibungen, so daß man sich sofort in das Geschehen einbezogen fühlt und von dieser fremdartigen Atmosphäre fasziniert ist. Eine lebendige Handlung und eine auf Anhieb symphatische Heldin verleihen den nötigen Schwung und die Leichtigkeit zum flüssigen Lesen. Auch die in die Handlung eingeflochtene Liebesgeschichte ist keineswegs kitschig, sondern mit ernstem und immer aktuellem Hintergrund. Außerdem erfährt man so ganz nebenbei viel über die Gebräuche und das Leben im damaligen Ägypten.
Nicht nur für junge Leser ist dieser Roman empfehlenswert.

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