Overlord II
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Overlord II

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Overlord II

Während Legionen durchs Land marschieren, um jeden Restfunken von Magie auszulöschen, begeben sich der Overlord und seine Schergen auf ihren eigenen Feldzug. Die Minions, eine Armee koboldartiger Helfer, kämpfen gegen die organisierten Phalanxen des Imperiums. Erstmals satteln sie auf Wölfe und andere magische Kreaturen auf und stürzen sich mit Elan ins Getümmel.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Schau nur, das idyllische Dorf zwischen Bergen aus Schnee! Betrachte die Flocken, wie sie fallen! Sieh die Kinder, wie sie tollen und sich vergnügen! Und nun lass uns da reinmarschieren und alles kaputt machen! Jawoll, der große böse Overlord und seine getreues Gefolge marodieren wieder. Unter Anleitung des Spielers beschwört der Herr des Bösen erneut seine Vasallen, die gnomhaften "Schergen", und zieht los, Ländereien zu erobern und Menschen zu unterwerfen. Als Feindbild hält diesmal vor allem das römische Imperium her. Das hat sich zuletzt gegen den Willen des Overlord ausgedehnt - Schluss damit!
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Systemvoraussetzungen

PC, Pentium 3,4 GHz, 1024 MB RAM, 4 GB Festplattenspeicher, Win XP/Vista/7


Produktinformation

  • Hersteller: Koch Media
  • Artikeltyp: Software
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: DVD-ROM
  • USK: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Erscheinungstermin: 25.06.2009
  • EAN: 5024866340334
  • Best.Nr.: 26335241
  • Kopierschutz: ja
Quelle/Copyright: Game-Captain-Besprechung
Einige Zeit ist seit dem Ende des ersten Teils vergangen, die inzwischen führerlosen Schergen sind mit der Gesamtsituation unzufrieden. Denn, wie es der alte Erzähler Gnarl sehr poetisch ausdrückt, Minions ohne Overlord sind wie Flöhe ohne Hund. Noch dazu wiegt sich die Zivilbevölkerung schon viel zu lange in Sicherheit. Also steht fest: Ein neuer Tyrann muss her.<br/><br/>Da trifft es sich gut, dass im nah gelegenen Städtchen ein ungeliebtes Kind mit der nötigen kriminellen Energie heranwächst. Dick vermummt ist der Kleine, nur die bösartigen Augen blitzen unter der Kapuze hervor, während man eine verschneite Episode aus seiner Jugend als Tutorial absolviert, bevor nach einem Zeitsprung der eigentliche Eroberungsfeldzug des erwachsenen Antihelden beginnt.<br/><br/><strong>Für jede Situation der passende Gnom</strong><br/><br/>Römer-ähnliche Feinde samt typischen Legionärsformationen (gemein - an den Schilden prallt so mancher Angriff ab) verhelfen der Spielwelt diesmal zu einer etwas ungewöhnlichen Kombination aus klassischer mittelalterlicher Fantasy, wenn auch mit schrägem Touch, und antikem Flair.<br/><br/>Das bewährte Spielprinzip des Erstlings wurde nahezu komplett übernommen und lediglich durch ein paar neue Features ergänzt. Mit WASD bzw. dem linken Analogstick (das Spiel ist für den Xbox 360-Windows-Controller optimiert, was sich für Gamepad-Benutzer durch entsprechende Tasteneinblendungen bemerkbar macht) steuert man den dunklen Herrscher direkt durch Winterlandschaften, Höhlen, idyllische Wälder und schmucke Dörfchen, teilt mit diversen Mordwerkzeugen Hiebe aus oder stiftet per Zauberei Chaos und Zerstörung<br/><br/>Die meiste Drecksarbeit halst er allerdings wieder seinen Schergen auf: Die aggressiven Biester werden an Portalen mithilfe erbeuteter Seelen aus der Unterwelt gerufen und setzen für den Schöpfer bereitwillig ihr verruchtes Leben aufs Spiel. Im Lauf des Abenteuers steigt die Zahl der gleichzeitig kontrollierbaren Minions von 10 auf maximal 50 an.<br/><br/>Wenn man die Knilche aufs Feindesvolk hetzt, spielt aber nicht nur die reine Truppenstärke eine entscheidende Rolle - erneut warten mehrere spezialisierte Völker, die anfangs zum Teil in alle Winde versprengt sind und erst zurück ins Reich des Overlords geleitet werden müssen, auf ihren Einsatz. Die braunen stecken ordentlich Schaden ein, ohne aus den Latschen zu kippen, während ihre fragileren roten Kollegen als echte Pyromanen auftreten, die mit Vorliebe zündeln oder unbeschadet durch fremde Feuersbrünste marschieren. Die ekligen grünen Schergen sind ebenso giftig wie ihre Farbe und die beste Wahl für Angriffe aus dem Hinterhalt. Die blauen hingegen fungieren einerseits als Schwimmer der Privatarmee, bringen andererseits aber auch abgemurkste Kumpanen wieder auf die krummen Beine.<br/><br/>Gelegentlich schlüpft der Protagonist neuerdings gar selbst in die verwarzte Haut eines Schergen, um beispielsweise über schmale Pfade einen Aufzug zu erreichen und diesen in Reichweite des wartenden eigenen Körpers zu befördern.<br/><br/><strong>Braves Wölflein</strong><br/><br/>Ein weiteres neues Element sind diverse zwischendurch auftauchende Reittiere, welche dem Gesocks Spezialangriffe sowie größere Bewegungsfreiheit verschaffen: Auf dem Rücken eines mächtigen Wolfs überwindet der betreffende Scherge Abgründe, Spinnen weben verlangsamende Netze und erklimmen manche Wände, Feuersalamander ermöglichen Flammenattacken während des Laufens.<br/><br/>Damit all die wilden Gesellen nicht planlos durch die Gegend wuseln, kann man sie unter anderem durch das Setzen so genannter Sammelpunkte in Gruppen einteilen bzw. an strategisch günstigen Stellen postieren, um etwa eine Schar roter Kobolde von oben Feuer auf verdutzte Feinde regnen zu lassen, während Team B andernorts magischen Energiequellen den Rest gibt.<br/><br/>Mit Mausklicks und -bewegungen oder dem rechten Stick lässt man die Schergen ausschwärmen, durch Tastendruck kann zusätzlich das nächste Ziel anvisiert werden, was vor allem bei größeren Gegneransammlungen im Eifer des Gefechts aber nicht immer zuverlässig funktioniert. Ansonsten greifen losgeschickte Untergebene aber auch recht selbstständig an oder legen Umgebungsobjekte in Schutt und Asche. Dabei entdecken sie nicht selten hilfreiche, teils ulkig aussehende Accessoires, die sie sich begleitet von erfreuten Kommentaren sogleich überziehen.<br/><br/>Leider wird die glitzernde Beute (das gilt auch für Lebensenergie oder Goldschätze) oft nur teilweise aufgesammelt - beim ersten Anlauf huschen die Schergen dann einfach über die tollen Sachen hinweg und man muss sie mehrfach an die passenden Stellen scheuchen oder sich als Overlord selbst zu solchen Sklaventätigkeiten bequemen. Auch sonst ist bisweilen die durchwachsene KI der Schergen zu bemerken, welche zum Beispiel gern mal mehrere Anläufe brauchen, um sich auf die vorgesehenen Reittiere zu schwingen.<br/><br/>Des Overlords Feinde sind ebenfalls nicht sonderlich helle, was etwa beim Einsatz der neuen stationären Geschütze auffällt: Da lassen sich die Kerle in Reih und Glied von Geschossen niedermähen, statt Gegenwehr zu organisieren. Die spinnen, die Römer...<br/><br/><strong>Home, sweet home</strong><br/><br/>Durch die verschiedenen Völker und Reittiere ergeben sich an Drehmechanismen, Schaltern, mit Sprengstoff beladenen Loren und anderen Hindernissen kleine Rätseleinlagen, die das actionreiche Geschehen unterhaltsam ergänzen. Die grundsätzlichen Abläufe wiederholen sich dabei jedoch etwas zu häufig und auch das eher lineare Leveldesign hätte durch komplexere Aufgaben noch ein wenig interessanter gestaltet werden dürfen. Zudem sind die Rücksetzpunkte innerhalb der Gebiete teilweise ziemlich sparsam verstreut, so dass etliche simple Aufgaben wiederholt werden müssen, bis man endlich die 'gefährliche' Stelle erneut angehen kann - um dann vielleicht noch mal zu scheitern...<br/><br/>Wie gut, dass sich Overlord und Minions durch allerhand Ausbaumöglichkeiten schlagkräftiger machen lassen: Im Hauptquartier - diesmal kein Turm sondern ein verzweigtes Höhlensystem inklusive gemütlicher Lavabeleuchtung - können unter Seeleneinsatz oder gegen Bezahlung Waffen und Rüstungen geschmiedet, Schergenvölker gestärkt und verstorbene Lieblinge zu neuem Leben erweckt werden (wofür andere aber dummerweise dran glauben müssen). In den Privatgemächern kann man außerdem vollbusige Mätressen unterbringen und durch Einrichtungsgegenstände bei Laune halten, was aber keinen wirklichen Einfluss aufs Gameplay hat. Kurze Pausen bei jedem Wechsel in andere Teile der Unterwelt bzw. Aufrufen der dortigen Menüs stören außerdem den Spielfluss.<br/><br/><strong>Böse oder noch böser</strong><br/><br/>Ähnlich wie <strong>Fable</strong> und Konsorten bietet auch Overlord 2 an manchen Stellen die Wahl zwischen zwei Vorgehensweisen - hier etwa bei der Reaktion auf Bittgesuche während einer Audienz. Echtes moralisches Verhalten darf man von unserem Nachwuchsbösewicht aber nicht erwarten, letztendlich liegt der Schwerpunkt einfach entweder auf dem Prädikat 'zerstörerisch' oder 'unterwerfend', so oder so regiert der Overlord also mit harter Hand. Der chaotisch böse Typ profitiert lieber direkt von erbeuteter Lebenskraft und geplätteten Siedlungen, der dominante zwingt Dörflern stattdessen seinen Willen auf, um sie anschließend auf Feinde zu hetzen. Auch manche Zauber werden durch die Gesinnung beeinflusst, insgesamt hätten die Unterschiede zwischen den Varianten des Bösen aber ruhig ausgeprägter sein können. Vorstellbar wäre hier zum Beispiel ein verändertes Aussehen der Schergen, ähnlich wie beim Fable-Helden und -Hund.<br/><br/>Auch beim Multiplayermode wurde vielleicht Potenzial verschenkt. Die verschiedenen Varianten (online oder Splitscreen) lassen z.B. zwei Overlords gemeinsam gegen Gegnerwellen kämpfen oder um die Wette Gold sammeln, eine echte Koop-Unterstützung stelle ich mir aber interessanter vor.<br/><br/><strong>Seltsame Gestalten</strong><br/><br/>Ein großer Pluspunkt des Spiels ist die witzige Atmosphäre, die nicht zuletzt von den Sprüchen der Schergen lebt. Die deutschen Stimmen der menschlichen Charaktere können da nicht ganz mithalten, schräge Figuren machen das aber wieder wett. Da setzen sich tuntige Greenpeace-Elfen für bedrohte Tiere ein (ratet mal, wer diese bald auf dem Gewissen hat...), korpulente Feen locken liebestolle Minions in die Fänge fleischfressender Pflanzen und pompöse Römer-Verschnitte kriegen zu den Klängen des atmosphärischen Soundtracks ihr Fett weg.<br/><br/>Optisch wissen insbesondere die ulkigen Grimassen und Verkleidungen der Schergen zu gefallen, genau wie auch die mit Liebe zum Detail gestalteten Umgebungen. Der Grafikstil wirkt schon durch die kräftige Farbgebung märchenhaft - aber in diesem Märchen haben die Feen halt Quadratärsche *g*<br/><br/>Schicke Partikeleffekte wie aufwirbelnder Staub bei Raubzügen und Zerstörungsorgien oder Rauchwolken aus abfackelndem Gras sorgen zusammen mit der hübschen Beleuchtung für ein stimmungsvolles Ambiente, auch wenn die Framerate währenddessen schon mal etwas in die Knie geht und die Kameraführung unübersichtlich werden kann.<br/><br/><strong>Fazit</strong>: Behutsame Neuerungen ergänzen das gelungene <strong>Overlord</strong>-Gameplay, gerade bei der künstlichen Intelligenz hätten Schwachpunkte des Vorgängers allerdings lieber behoben werden sollen. Das teils dümmliche Verhalten von Schergen und Feinden tut dem Spielspaß letztendlich aber so gut wie keinen Abbruch, denn dafür wird man schon durch die humorvolle Atmosphäre mit ihren schrägen Ideen entschädigt.<br/><br/>Kleine Rätsel und diverse Upgrade-Möglichkeiten versprechen Abwechslung, hätten nur ruhig noch ein wenig ausgebaut werden dürfen. Fans des ersten Teils können unbesorgt zugreifen, doch auch für Neulinge lohnt sich der Einstieg.<br/><br/><strong>Wertung</strong>: 82 von 100 Punkten<br/><br/>(Christina Schmitt/GameCaptain.de)

Quelle/Copyright: Game-Captain-Besprechung
Bitterböse Sprüche würzen ein Gameplay, dessen wesentliche Facetten denen aus dem Vorgängerspiel gleichen. Man lenkt den Overlord durch wüste Rudelkämpfe und haut mit der Axt alles kurz und klein. Eine Orgie der Zerstörung, dank liebevoller Inszenierung und einiger guter Ideen für sich schon recht kurzweilig. Man darf beispielsweise riesige Felskatapulte bemannen und ganze Römerlegionen platt walzen. Dass die Motivation aber tatsächlich viele Abende überdauert, liegt eher an der zunehmenden Ausprägung taktischer Facetten. Der Overlord vermag mit der Zeit vier Schergen-Gattungen zu beschwören und für wechselnde Aufgaben abzukommandieren. Per rechtem Stick lassen sich ausgewählte Schergen zielgenau dirigieren. Während die "Braunen" marodieren, sprengen die "Roten" Hindernisse beiseite. Welche Schergen was wo tun sollen, diese Aufgabenstellung entwickelt mit der Zeit eine beachtliche Komplexität. Kritik verdient allerdings der Mangel an echten Neuerungen. Dass die Schergen auf Wölfen reiten und Yetis in die Schlacht rufen können, fühlt sich letztlich kaum anders an als beim ersten "Overlord". Fazit: Dennoch bleibt dies hier ein einzigartiger Potpourri aus Action, Strategie und bitterbösem Witz. Die handliche Steuerung hält den Spielfluss auch dann in Gang, wenn der Schwierigkeitsgrad einem alles abverlangt.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Videoclip zu "Overlord II"