Divinity II - Ego Draconis
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Divinity II - Ego Draconis

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Divinity II - Ego Draconis

Der Held von "Divinity 2: Ego Draconis", ein Drachenjäger in der Ausbildung, hat die Fähigkeit, sich in einen Drachen zu verwandeln und über weitläufige Landschaften zu gleiten. Rivellon ist eine zeitlose Welt voll Mythen und Magie, zerrüttet und immer noch gezeichnet von vergangenen Kriegen. Die 3-D-Landschaften und -Labyrinthe sind frei erkundbar und stecken voller Gefahren und Überraschungen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Dieses außergewöhnliche Rollenspiel führt die epische und mitreißende Geschichte der erfolgreichen Vorgänger aus der Divinity-Reihe fort, die bereits unzählige Fans der Rollenspieler-Community in ihren Bann schlagen konnte. In dieser Fortsetzung der legendären Saga greift der Spieler direkt in den Kampf zwischen Drachen und Dämonen ein und hat hierbei sogar die Chance, selbst ein Drachenfürst zu werden. Divinity 2 bietet dem Spieler die Möglichkeit, sein Erscheinungsbild zu ändern und die Fähigkeiten beider Rassen - Mensch und Drache - individuell anzupassen. Im Mittelpunkt des Spiels steht der Kampfturm, der gleichzeitig zur Zufluchtsstätte und Basis ausgebaut werden kann. Mit seiner Hilfe kann der Spieler seine Fähigkeiten erweitern und verbessern. In dieser Basis kann er Waffen, Zaubersprüche & Zaubertränke produzieren und lagern sowie eigene Kreaturen erschaffen.

Systemvoraussetzungen

PC


Produktinformation

  • Hersteller: dtp
  • Artikeltyp: Software
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: DVD-ROM
  • USK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Erscheinungstermin: 24.07.2009
  • EAN: 4017244021803
  • Best.Nr.: 25924773
  • Kopierschutz: ja
Quelle/Copyright: Game-Captain-Besprechung
Dunkle Zeiten brechen erneut über Rivellon herein: Seit ein Verräter aus den Reihen der Drachenritter den gottgleichen Helden Lucian hinterrücks ermordete, werden die riesenhaften Flugechsen und ihre menschlichen Vebündeten erbarmungslos gejagt - die wahre Bedrohung durch Lucians bösartigen Ziehsohn Damian, dessen Anhänger und das dazugehörige Dämonenheer wird vor lauter Hass fast zu spät erkannt. Aber eben nur fast. Ein junger Absolvent der Drachentöter-Akademie stellt sich als letzte Hoffnung den finsteren Mächten entgegen und muss alles verraten, was er gerade noch für gut und richtig hielt...<br/><br/><strong>Narbengesichter und Pferdeschwänze</strong><br/><br/>Am Anfang legt man neben Name und Geschlecht des Protagonisten dessen Stimme und ein paar äußere Merkmale fest, welche sich im Laufe des Spiels aber auch noch bei so genannten Illusionisten verändern lassen. Die optischen Gestaltungsmöglichkeiten sind sowieso spürbar eingeschränkt - eine Optionsflut a la <strong>Die Sims 3</strong> darf man weiß Gott nicht erwarten. Lediglich einige Gesichtstypen (sommersprossiges Mädel vom Land, Typ mit Dreitagebart, etc.) sowie Frisuren und Haarfarben stehen zur Verfügung. Wie üblich verschwinden die Köppe aber sowieso bald unter den ersten schicken Helmen, von daher fällt die magere Auswahl weniger ins Gewicht.<br/><br/>Startplatz der Handlung ist das Bergdorf Leuchtenfeld, wo den angehenden Drachentötern traditionell der letzte Schliff (hier also ein Tutorial) verpasst wird. Vor dem Aufbruch ins Gebiet der jüngsten Drachensichtungen entscheidet man sich außerdem für einen der Schwerpunkte Nahkampf, Fernkampf oder Magie. Das beeinflusst aber nur geringfügig die Startwerte, die erste Waffe und eine Fähigkeit - bei der weiteren Entwicklung hat der Spieler freie Hand, kann Stärke, Gewandtheit und Co. sowie eine hübsche Auswahl passiver oder aktiver Fertigkeiten managen sowie bunt durcheinander würfeln. Dadurch sind coole Mischklassen möglich. Meine Heldin ist z.B. eine diebische Schwertkämpferin-Geisterbeschwörerin mit einem Faible für vernichtende Sprungattacken.<br/><br/>Andere Fähigkeiten bringen beispielsweise zusätzliche Erfahrungspunkte, lassen Dämonen als Helfer antreten, machen unsichtbar, verstärken die Wirkung von Heiltränken, verwandeln geifernde Monster in Krabbelkäferchen oder sorgen für magische Geschosse. Die Skills sind vorerst in jeweils fünf Stufen ausbaubar, später erhöht sich das Limit aufs Doppelte. Zwecks besserer Balance besitzen stärkere Fähigkeiten jedoch einen vorgeschriebenen Mindestlevel und können so eben erst mit entsprechender Erfahrung ihr volles Potenzial entfalten.<br/><br/><strong>Gut geklickt ist halb gewonnen</strong><br/><br/>Gespielt wird grundsätzlich in der Third-Person-Perspektive, gesteuert über WASD oder die Pfeiltasten. Durch Mausbewegungen lässt sich die Kamera drehen und der Abstand zur Spielfigur verändern. Die linke Taste entfesselt die Standardattacke der aktuellen Waffe, Akrobaten können sich zur Seite abrollen oder einen sportlichen Sprungangriff starten. Das Hüpfen kommt übrigens auch bei ein paar eher durchwachsenen Geschicklichkeitspassagen zum Einsatz.<br/><br/>Viele Gegner sind von Natur aus feige und greifen in Rudeln an - da fällt es oft schwer, gezielt bestimmte Feinde anzuvisieren. Manche Spieler berichten davon, dass insbesondere Bogenschützen durch die missglückte Auto-Aim-Funktion benachteiligt werden, aber die Karriere als Pfeil-Fuchtler hat mir persönlich sowieso noch in keinem RPG sonderlich gelegen.<br/><br/>Doch auch robusten Nahkämpfernaturen wird die Sache nicht immer leicht gemacht, zumal anders als bei den meisten Konkurrenztiteln nur ein einziger Schwierigkeitsgrad geboten wird. Die Levels der Widersacher sind fest vorgegeben - trifft man also auf Monster, deren Erfahrungsstufe (über ihrem Kopf angezeigt) deutlich höher ist als die des Helden, kann man davon ausgehen, dass er sich vom betreffenden Gebiet lieber noch eine Weile fernhalten sollte. Einmal vernichtende Übelwichte kehren übrigens nie wieder zurück, mit der Zeit sind die Landstriche entsprechend entvölkert.<br/><br/>Lebensenergie und Mana regenerieren sich langsam selbst; wenn es hart auf hart kommt, sind die Reserven aber oft schneller geleert als das Alter Ego 'Mir geht's gar nicht gut...' röcheln kann. Ich will gar nicht wissen, wie viele Liter Heiltrank meine Draca im Lauf ihrer Reise gezischt hat bzw. wie oft ich in weiser Voraussicht (als Ergänzung zu den seltenen Autosaves an wichtigen Stellen) gespeichert habe. Die Ladezeiten sind zum Glück erfreulich kurz. Und auch das praktische Pausieren des Geschehens per Tastendruck, um in Ruhe Gegenstände oder Skills anzuklicken, verdient ein Lob.<br/><br/>Das Kampfsystem selbst ist also eigentlich nicht kompliziert, sinnvolles Aufleveln, gute Ausrüstung und nützliche Fertigkeiten können aber Leben retten.<br/><br/><strong>Wo sind die Männer in den weißen Kitteln?</strong><br/><br/>Die eher wenigen Rätsel von <strong>Divinity II</strong> sind kaum der Rede wert, ein interessantes Feature wurde aber mit der Möglichkeit zum Gedankenlesen eingebaut: Gegen eine Gebühr in Form von Erfahrungspunkten kann man in die Köpfe der meisten Gesprächspartner hinein horchen und so etwas über deren Beweggründe, versteckte Schätze oder wichtige Orte erfahren. Außerdem lassen sich auf diese Weise die Verkaufspreise bei Händlern verringern.<br/><br/>Auch die Quests versprechen einige Abwechslung. Zwar trifft man gelegentlich wieder auf die üblichen 'Suche Item X, töte Bösewicht Y'-Aufträge und gegen Ende hin fällt die Qualität leider merklich ab, insgesamt sorgen aber schon allein die Begegnungen mit den unterschiedlichsten skurrilen Gestalten für feine Unterhaltung - da wäre z.B. der arme Schweinebauer mit Herz für seine Schützlinge (die man deshalb vor dem Schlachtermesser rettet), ein Mann, der glaubt seine Seele sei mit der eines Huhns verbunden (und damit hat er sogar recht, wie fiese Federviehmörder daraufhin feststellen können) oder der vermeintliche Immobilienmakler (Gedankenlesen ist in diesem Fall eine echt gute Idee...). Sogar Bäume haben in diesem Spiel lustige Sprüche drauf. Selbst die Dialoge mit 'normalen' NPCs besitzen durch spöttische Kommentare, Ironie oder schwarzen Humor häufig einen willkommenen fröhlichen Unterton. Die Hauptstory wird dagegen bedauerlicherweise meist in den Hintergrund gedrängt, weist ein paar Logikschwächen auf und endet noch dazu ziemlich befremdlich - Fortsetzung folgt?<br/><br/><strong>Gemein sein ist erlaubt</strong><br/><br/>Generell ist die Atmosphäre, der dramatischen Hintergrundgeschichte zum Trotz, ein wenig harmloser als bei manchem Konkurrenzprodukt, was sich ja auch auf die Altersfreigabe ausgewirkt hat. In den Kämpfen fließt so etwa kein Blut und abgemurkste Feinde lösen sich sofort in Luft (und formschöne Goldsäckchen) auf.<br/><br/>So mancher Auftrag bietet mehrere Wahlmöglichkeiten mit Auswirkungen auf weitere Aufgaben und Belohnungen in dieser Quest-Kette, aber ohne Einfluss auf die eigentliche Geschichte oder das Ansehen des Helden. Eine Anzeige für die Gesinnung oder Ähnliches gibt es also nicht.<br/><br/>Je nach Lust und Laune kann man so etwa Lord Lovis seinen Seelenstein zurückbringen oder das gute Stück im Auftrag wütender Geister auf einem Altar zertrümmern, mit Banditen gemeinsame Sache machen (und dafür ungehindert in ihr Lager spazieren) oder das Verbrecherpack in die ewigen Jagdgründe schicken, einen Mörder anschwärzen oder Schweigegeld kassieren und vieles mehr.<br/><br/>Zusätzlich zu den festgelegten Belohnungen stehen nach jeder Mission ein paar alternative Trophäen zur Auswahl. So muss man sich nicht mit unbrauchbarem Schrott zufrieden geben, sondern kann gezielt bestimmte Ausrüstungsobjekte oder Extra-Erfahrungspunkte abstauben.<br/><br/>Überhaupt wimmelt es in der Spielwelt natürlich nur so vor mehr oder weniger verborgenen Items - selbst im verfaultesten Fass stöbert man locker mal eine prunkvolle Rüstung auf. Diebstähle interessieren in Rivellon übrigens kein Schwein - tut euch also keinen Zwang an.<br/><br/><strong>Home, sweet home</strong><br/><br/>Ungefähr ab der zweiten Spielhälfte zeigt sich ein weiteres besonderes Feature: Der Held kann sich fortan an vielen Stellen in seiner Drachengestalt in die Lüfte schwingen, um Feuerschwaden auf feindliche Geschütze oder Flugtiere zu spucken bzw. größere Distanzen zu überwinden. Der Drache lässt sich ebenfalls durch ein paar wenige Fertigkeiten und Rüstungsteile aufpeppen. Eigentlich eine ganz nette Abwechslung. Die herkömmlichen Monster auf dem Boden sind mit dem schuppigen Koloss allerdings nicht attackierbar - das wäre ja auch zu einfach.<br/><br/>Ein edler Drachenritter braucht eine standesgemäße Behausung: Nach der dazugehörigen Eroberung dient ein geräumiger Turm als Hauptquartier, in dem unter anderem der persönliche Alchemist und die Bezauberungswerkstatt für stärkere Waffen zu finden sind. Der hauseigene Nekromant kann darüber hinaus aus gefundenen Körperteilen hilfreiche Begleiter-Kreaturen erschaffen.<br/><br/><strong>Wo muss ich hin?</strong><br/><br/>Soweit, so überwiegend gut. Einige deutliche Schwächen offenbart Divinity II jedoch bei Handhabung und Komfort. Neben den angesprochenen Zielerfassungssorgen fällt besonders die Übersichtskarte negativ auf, welche kaum etwas Nützliches angezeigt (trotz nebenstehender Legende mit Symbolen für wichtige Elemente). Die meiste Zeit über sind so lediglich der Ort des nächsten Hauptquest-Ziels und diverse Höhleneingänge markiert. Vor allem die Minimap am oberen Bildschirmrand ist (trotz erstem Patch) echt für die Füße - das kann man durchaus wörtlich nehmen, denn durchs daraus folgende Verirren oder längere Such-Aktionen können sich die gelaufenen Kilometer schon mal ziemlich summieren, zumal die Hinweise im Tagebuch meist reichlich vage gehalten sind. Andererseits lässt sich auf dem Weg natürlich auch so manche Überraschung entdecken.<br/><br/>Ein wenig unpraktisch präsentieren sich auch manche Menüs, so beispielsweise bei Einkaufstouren, wo nicht einfach die Werte der angebotenen Waren denen der aktuellen Ausrüstung gegenüber gestellt werden, um die Kaufentscheidung zu erleichtern.<br/><br/><strong>Mal so, mal so</strong><br/><br/>Grafisch ist das Spiel ein zweischneidiges Schwert - opulente Zwischensequenzen, teils schöne Landschaften mit stimmungsvoller Beleuchtung und Dungeons voller hübscher Details (Leuchtpilze, Folterkeller, mysteriöse Skelette...) stehen oftmals matschigen Texturen, mangelnder Weitsicht und zahlreichen störenden Popups gegenüber. Auch die Animationen erscheinen bisweilen ein wenig seltsam - wenn Draca so weitermacht, ist ein Hüftschaden vorprogrammiert...<br/><br/>Die Visagen der Gesprächspartner können sich sehen lassen, vor allem die weiblichen (komischerweise durchweg attraktiven) Charaktere ähneln sich aber oft. Da hat diese Bauersfrau und jene Räuberin nahezu die gleichen Gesichtszüge wie die Anführerin der Drachentöter.<br/><br/>Bis auf den Part des Helden sind alle Dialogzeilen vertont und die deutschen Sprecher machen ihre Sache fast alle ausgezeichnet. Diverse Sprachfehler und Dialekte unterstützen den Witz der Nebenhandlungen. Der Soundtrack liefert orchestrale Fantasy-Musikkost auf hohem Niveau, innerhalb der Gebiete werden die gleichen Stücke jedoch zu oft wiederholt.<br/><br/>In Sachen Bugs kam ich im Verlauf meines Abenteuers relativ glimpflich davon. Optisch waren ein paar wie von Geisterhand Abhänge hinab gleitende Behälter zu beobachten, dazu kamen ein Absturz während des Spiels sowie mehrere beim Verlassen desselben. Ansonsten störte nur noch eine kurze Episode: Als ich auf dem Weg zu einer magischen Barriere einen ungeplanten Abstecher einlegte, war meine NPC-Begleiterin danach nicht am Zielort anzutreffen, wodurch dort auch nicht die vorgesehene Zwischensequenz samt darauf folgenden Ereignissen ausgelöst wurde. Da half nur ein Neustart vom letzten Speicherpunkt - diesmal blieb ich der Dame brav auf den Fersen und alles war in Butter.<br/><br/><strong>Fazit</strong>: Mit seiner humorvollen Note, haufenweise Schätzen, interessanten Fähigkeiten und vielen abwechslungsreichen Quests hat mich <strong>Divinity II</strong> stundenlang prima unterhalten, gegen Ende geht dem Aufgaben-Design aber irgendwie ein wenig die Puste aus. Dazu kommen Schwächen wie die unbrauchbare Übersichtskarte oder die teilweise streikende Zielerfassung. Grafisch präsentiert sich das Spiel zudem relativ durchwachsen, die Sprachausgabe ist dafür nicht von schlechten Eltern.<br/><br/>Die Idee mit der Drachen-Verwandlung war eigentlich ganz nett, hätte aber noch etwas ausgebaut werden können.<br/><br/>Kurz gesagt: Rollenspieler mit einer Vorliebe für actionreiche Kämpfe und Sinn für Humor können sich mit dem Drachenritter gut die Zeit bis zum Release der nächsten potenziellen Genrehits vertreiben, es wäre aber noch etwas mehr drin gewesen.<br/><br/><strong>Wertung</strong>: 80 von 100 Punkten<br/><br/>(Christina Schmitt/GameCaptain.de)

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