Das Buch antwortet in 18 theore-tischen Porträts auf eine
eigen-tümlich verunglückte Rezeption und schafft Abhilfe mit dem
Ziel einer neuen philosophischen Grundlegung der
Medienwissen-schaft. Wenn man die noch recht kurze Geschichte der
Medientheorie betrachtet, so fällt auf, daß eine Vielzahl von
philosophischen Theorien gar nicht oder besten-falls am Rande
rezipiert wird, andere hingegen in zahlreichen Texten und Theorien
erscheinen - und dies in aktiver Bezugnahme wie auch in
konsequenter Abset-zung. Zudem zeigt sich, daß viele der Theorien
auf nur wenige Theoriesegmente oder Texte reduziert werden, die
dann wie Versatzstücke oder mitunter wie erratische Blöcke durch
die The-orien wandern. Nicht selten kann in der
Rezeptionsgeschichte eine paradigmatische Deutung aus-gemacht
werden, die dann die weiteren Lektüren maßgeblich bestimmt. Im Feld
der Medien-theorie kommt es, so könnte man sagen, zu einer internen
Kanonisierung, die ihrerseits nicht ohne Auswirkungen für die
Me-dientheorie als solche war. Der Band leistet eine
Be-standsaufnahme dieser Rezepti-onsgeschichte - und dies mit einer
doppelten Ausrichtung: Einerseits sollen die Verkürzun-gen,
Deformierungen und Entstellungen in ihrem einschrän-kenden wie auch
in ihrem mitun-ter produktiven Charakter in den Blick genommen
werden. Ande-rerseits sollen aber auch zugleich bisher wenig
erörterte und ver-nachlässigte Aspekte, Texte oder
Anschlußmöglichkeiten ausgelo-tet werden, die vielleicht noch in
anderer Weise zu entdecken sind.
Wenn man die noch recht kurze Geschichte der Medientheorie
betrachtet, so fällt auf, daß eine Vielzahl von philosophischen
Theorien gar nicht oder bestenfalls am Rande rezipiert wird, andere
hingegen in zahlreichen Texten und Theorien erscheinen und dies in
aktiver Bezugnahme wie auch in konsequenter Absetzung. Zudem zeigt
sich, daß viele der Theorien auf nur wenige Theoriesegmente oder
Texte reduziert werden, die dann wie Versatzstücke oder mitunter
wie erratische Blöcke durch die Theorien wandern.
Nicht selten kann in der Rezeptionsgeschichte eine paradigmatische
Deutung ausgemacht werden, die dann die weiteren Lektüren
maßgeblich bestimmt. Das Buch antwortet in 18 theoretischen
Porträts auf solche eigentümlich verunglückten Rezeptionsformen und
schafft Abhilfe mit dem Ziel einer neuen philosophischen
Grundlegung der Medienwissenschaft.
Alexander Roesler - Studium der Philosophie, Germanistik, Musikwissenschaft und Semiotik in Heidelberg und Berlin. Tätig als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Philosophie der TU Dresden. Veröffentlichungen zur Semiotik, Erkenntnistheorie und zu philosophischen Fragen der Medien.
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