Die dramatische Lebensgeschichte der 16 Kaiserkinder: In bewährt
spannender Weise erzählt Hanne Egghardt das Leben der 16 Kinder
Maria Theresias. Von der übermächtigen Mutter als Kapital" im
dynastischen Ränkespiel angesehen, wurden viele schon früh Partnern
versprochen, um damit Habsburgs Macht zu stärken. Sie fügten sich
in ihre Rollen, doch hinterließ dies auch Spuren in ihrem
Charakter. Ferdinand Karl widmete sich lieber Vergnügungen als
Staatsgeschäften. Maximilian Franz, Kurfürst von Köln, litt unter
Fettsucht und Depressionen. Leopold II. erlaubte sich sexuelle
Freizügigkeiten. Und Joseph II. führte seine Reformen mit größter
Verbissenheit durch, vieles wird heute als Protest gegen die Mutter
interpretiert. Mimi, Maria Theresias Lieblingstochter, hatte eine
lesbische Liaison mit der Frau ihres Bruders, Joseph II. Maria
Elisabeth, durch Pocken und einen Kropf verunstaltet, wurde zum
verbitterten, scharfzüngigen Drachen. Maria Karolina zerstritt sich
mit ihrer Mutter bis zum
vollständigen Bruch. Am schlimmsten traf es Marie Antoinette. Als
halbwüchsiges, putzsüchtiges Kind mit dem Dauphin von Frankreich
verheiratet, endete sie 1793 auf dem Schafott.
Hanne Egghardt, geboren 1948, studierte in Graz und Istanbul Germanistik und die türkische Sprache. Sie arbeitet seit 1970 in Wien als Dolmetscherin, Journalistin (Wienerin, Skylines/Austrian, Geo Austria) und ist Autorin zahlreicher Reiseführer.
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