Zuckerhut und Amazonas, Samba und Karneval prägen das größte Land
Südamerikas
Wohin zieht es erfolgreiche Posträuber und sonnenhungrige Europäer?
Keine Frage, nach Rio de Janeiro, an den hellsandigen Strand der
Copacabana. Hier führt im Februar der farbenprächtige Karnevalszug
vorbei, für den die Stadt am Zuckerhut so berühmt ist. Sambagruppen
zeigen fantasievolle Kostüme, ausladend und aufreizend zugleich,
Tänzerinnen und Zuschauer wiegen die Hüften im Takt der
mitreißenden Musik, feiern sich und das Leben in vollen Zügen. Bunt
wie Brasiliens Karneval ist auch die vielfältige Natur des Landes:
blau-, gelb- und rotgefiederte Papageien bevölkern die dichtgrünen
Regenwälder entlang der beiden großen Ströme Amazonas und Pantanal,
Regenbögen überspannen die gewaltigen Wasserfälle von Iguaçu. Licht
sind die Palmenwälder der Caatingas, denen sich im Norden die karge
Hochebene des Sertão anschließt. Bis auf Brasilia, die Hauptstadt
im Landesinneren in der Region Goiás, liegen die meisten der großen
brasilianischen Städte an den 7400 km langen Küsten. Viele von
ihnen, wie Recife oder Salvador da Bahia, wurden schon im 16. Jh.
von den portugiesischen Kolonialherren gegründet. An diese Zeit
erinnern auch die zahlreichen goldglänzenden Schnitzaltäre in den
prächtigen Barockkirchen des Landes. 136 Farbfotos, 1
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