SSX: Deadly Descents (PlayStation 3)
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SSX: Deadly Descents (PlayStation 3)

PlayStation 3
 
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SSX: Deadly Descents (PlayStation 3)

Die Spieler erleben die Geschichte einer Gruppe, die die ersten Abfahrten der gefährlichsten Berge der Welt anstreben. Das Team reist um die Erde, um sich von den Gipfeln das Himalaja bis zur vereisten Arktis zu beweisen. Das Sportspiel geht über das gewöhnliche Rennerlebnis hinaus und bietet eine riesige offene Welt, basierend auf topografischen NASA-Daten.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Die SSX-Reihe ist zurück: In SSX sind deine Gegner nicht nur Menschen sondern auch die Berge selbst. Werde Teile eines Teams, das sich als Ziel gesetzt hat, die allerersten Spuren im Schnee an den Hängen der gefährlichsten Berge der Welt zu hinterlassen.

Das Team reist um die Welt, um sich auf den steilsten Pisten zu beweisen: Von den Gipfeln des Himalayas, wo die Luft so dünn ist, dass die Fahrer den Hang mit halsbrecherischer Geschwindigkeit fahren müssen, um nicht ohnmächtig zu werden, bis zur eisigen Antarktis, wo die einzige Möglichkeit zu überleben das Fahren in der Sonne ist, da die Temperaturen im Schatten auf bis zu -50 Grad Celsius fallen. Und die Berge sind bei Weitem nicht die einzige Gefahr...

Das erste Ziel in SSX ist es zu überleben, das zweite, in alter SSX-Tradition, dabei auch noch einen fantastischen Style zu haben.

Systemvoraussetzungen

PlayStation 3


Produktinformation

  • Hersteller: Electronic Arts
  • Artikeltyp: Software
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: PS 3 (Playstation 3)
  • USK: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Erscheinungstermin: 01.03.2012
  • EAN: 5030932104502
  • Best.Nr.: 33920360
  • Kopierschutz: ja
Quelle/Copyright: Game-Captain-Besprechung
<strong>SSX</strong>, yeah. Der Altmeister aus dem Jahr 2000 kehrt also zurück in die Gegenwart und will den Wintersport aufmischen. Zugegeben, der März läutet im Grunde genommen schon wieder den Frühling ein, aber offiziell geschieht das erst am 21.3. und überhaupt ist virtuell auch so lange Winter, wie wir es wollen. Deswegen gilt es jetzt auch, die Bindungen zu kontrollieren, die Stiefel anzuschnallen und dann geht es ab den Berg hinunter. Kann die Neuauflage so begeistern wie das Original oder ist der Schnee mittlerweile alt und stumpf geworden?<br/><br/><strong>Ey, Mann, nicht so bunt bitte!</strong><br/><br/>Geändert hat sich grundsätzlich nicht viel bei SSX: Es geht immer noch um das Snowboarden, es geht immer noch darum, wilde und unrealistisch viele Tricks zu zeigen und die Pisten sind ziemlich lang. Warum auch etwas ändern, das immer gut funktioniert hat? Das, was wirklich neu ist, hängt mit der Optik zusammen: Die bunten Farbexplosionen bei wilden Tricks sind verschwunden. Nur noch in Ausnahmefällen sind ein paar Farbtupfer zu sehen, was im Vergleich zum Vorgänger aber dezent ausgefallen ist. Eingefleischte Fans und Veränderungshasser wird das stören, dem Gameplay tut das aber keinen Abbruch.<br/><br/>Wir starten eine Welt-Kampagne, die allerdings ziemlich dröge inszeniert wurde: An neun verschiedenen Orten spielen wir neun verschiedene Sportler frei, die alle ihre speziellen Fähigkeiten haben. Insgesamt stehen knapp über 150 Pisten zur Verfügung, die aber alle erst freigespielt werden müssen - gleiches gilt im Übrigen auch für die Ausrüstung. Als Rahmenhandlung dient dabei ein Wettkampf zwischen dem Team SSX, dem wir angehören, und dem Ex-SSXler Griff Simmons, der als Gegenspieler agiert und den es zu schlagen gilt. Tragend ist die Handlung nicht, sie dient gerade mal als Bindeglied zwischen den einzelnen Abschnitten und nervt dann eher, als dass sie in irgendeiner Form packend ist.<br/><br/>Für den Multiplayer wird mal wieder ein EA-Pass benötigt, was in der Form aber eher eine Zumutung ist, denn außer ein paar Events, dem Herunterladen von 'Geistern', und den Ranglisten gibt es da nicht viel zu sehen. Was fehlt sind langfristig motivierende Wettkämpfe mit einem Ligen-System mit Auf- und Abstiegen oder gern auch Pisten-Rowdy-Duelle, wo es mal ganz anders zur Sache geht. Wer das Spiel also gebraucht kauft, kann sich auf einen ausführlichen Solo-Modus freuen und gern auf den Online-Pass verzichten.<br/><br/><strong>Physikalisch einwandfrei, aber etwas zappelig auf der Piste</strong><br/><br/>Ab auf das Board und mal den Schnee testen: Große, verschachtelte Pisten, auf denen wir unsere Ideallinie selbst finden können oder müssen. Zahlreiche Sprungmöglichkeiten, Rails zum Grinden und immer wieder Abhänge und Schluchten, vor denen wir uns in acht nehmen müssen. Gut verteilt sind dann noch einige Sammelobjekte, mit denen wir Gegenstände freischalten können. Das sieht alles gut aus und wirklich alles kann befahren oder in Tricks und Kombos einbezogen werden. So können Bäume auch mal als Sprungschanzen benutzt und eine harte Felswand kann zur schnellen Piste werden, wenn ich im richtigen Winkel darauf lande. Allerdings ist das Tutorial für die Steuerung eher notdürftig, es braucht schon einige Zeit, um sich damit vertraut zu machen. Dabei kann man sogar wählen, ob man für die Tricks den rechten Stick oder lieber die Buttons benutzen möchte - es funktioniert immer beides. Als präzisere Variante erweisen sich da allerdings die Buttons, mit dem Analogstick ist es etwas hakelig und ungenau.<br/><br/>Gleiches gilt im Übrigen für die Steuerung auf den Pisten: Ob nun auf Schnee oder auf Eis, das Ganze wirkt arg zappelig, es ist wirklich nicht leicht, den Athleten auf der Piste oder überhaupt in einer geeigneten Spur zu halten. In der Luft sieht das anders aus, zumal man gerade bei irrwitzigen Sprüngen immer wieder genug Zeit hat, neue Tricks auszuprobieren und den Kombo-Multiplikator nach oben zu treiben. Da wartet dann auch der 'Tricks-Modus' auf den Spieler, der, wenn ausreichend viele, verschiedene artistische Leistungen absolviert wurden, dafür sorgt, dass das Punkte-Konto mächtig anschwillt. Und das ist gerade in den Duellen gegen die KI gefordert, die ganz gut vorlegt. Immerhin unterstützt die arcadelastige Steuerung die Landungen so ungemein, dass man sich schon wirklich komplett blöd anstellen muss, um dabei auf die Nase zu fallen.<br/><br/>Bei den reinen Abfahrten hingegen kommt es darauf an, sich schnell eine Ideallinie zu suchen und möglichst keine Fahrfehler zu machen. Zwar kann über L1 eine Rückspulfunktion aktiviert werden, bei der maximal die letzten 25 Sekunden ungeschehen gemacht werden, doch fahren in dieser Zeit die anderen Fahrer weiter und man gerät rasch hoffnungslos ins Hintertreffen. Stürzt man in eine Schlucht, so hilft aber nichts weiter, als die Rückspulfunktion oder ein Neustart. Letzteres hat den Pferdefuß im Gepäck, dass die Ladezeiten barbarisch lange sind. Die Rückspulfunktion kann im Übrigen auch bei den Trick-Events verwendet werden, sorgt dann aber für einen Punktabzug.<br/><br/><strong>Kauf dich arm, lieber Spieler</strong><br/><br/>Bei den Events können wir Punkte einsammeln und den Boarder aufleveln sowie Geld verdienen. Das brauchen wir wiederum, um es in Kleidung und Ausrüstung zu investieren. Während die Kleidung lediglich aus zahlreichen Ganzkörper-Outfits besteht, die nur optischer Natur sind und keine spielerischen Auswirkungen haben, sind bei Boards und Equipment nette Boni zu finden. Je nach Level des Fahrers winken hier nette Upgrades, die das Fahren schneller machen, mehr Boost verleihen, was wichtig für die Abfahrtsrennen ist, oder auch die Tricks erleichtern. Dazu winken dann noch andere Verbesserungen, die das Überleben auf den teilweise unwirklichen Pisten sichern: Eispickel, um auf extrem rutschig Pisten bestehen zu können, eine Panzerung, um Kollisionen mit Gegenständen zu überleben oder auch den WingSuit, mit dem wir als Flughörnchen große Spalten und Schluchten überwinden können. Nettes Zeug, wirklich. Und eine Gameplay-Erweiterung, keine Frage. Und wem das virtuelle Geld ausgeht, der kann auch reales Geld einsetzen, um sich überteuerte Gegenstände zu besorgen. Darüber kann man denken, was man will - für mich ist das Schwachsinn und nagt nur am Geldbeutel des Spielers. Und schließlich lässt sich auch im Spiel genug Geld verdienen, um sich alles zu kaufen, es dauert nur eben länger als zehn Sekunden.<br/><br/>Dafür ist die Lokalisation komplett, es gibt sogar eine deutsche Sprachausgabe, wobei die Sätze handverlesen sind und sich dann auch schnell wiederholen. Dafür ist der Soundtrack umfangreich und vielfältig, bietet ganz zeitgemäß auch eine ganze Menge Dubstep-Tracks, die sich wirklich hören lassen können. So konnte ich diese Rezension schreiben und permanent Musik aus SSX nebenbei hören, um gut unterhalten zu werden.<br/><br/><strong>Fazit</strong>: Klar, die Konkurrenz ist in den vergangenen Jahren dünn geworden, da ist es relativ einfach für SSX, sich den Genre-Thron zu sichern. Dennoch ist auch hier nicht alles Schnee, was glitzert.<br/><br/>Etwas mehr Multiplayer hätte dem Titel gut zu Gesicht gestanden, denn in dieser Form ist das nur eine halbgare Geschichte. Ständig aktualisierte Leaderboards hin oder her, hier wäre viel mehr drin gewesen. Was die Steuerung anbelangt, ist auf jeden Fall noch Luft nach oben, auch wenn die unterstützte Steuerung viele Fehler bei der Landung verzeiht, so ist es immer noch schwierig, eine gute Bahn zu finden und zu halten. Wer einmal verzweifelt auf einen Absprung zugesteuert hat und diesen dann doch noch verfehlt hat, wird das nachvollziehen können.<br/><br/>Dennoch kann SSX in dieser Form für Freude am Controller sorgen und gerade Fans des arcadelastigen Gameplays kommen auf ihre Kosten.<br/><br/><strong>Wertung</strong>: 80 von 100 Punkten (Armin Sengbusch/GameCaptain.de)