Quelle/Copyright: Game-Captain-Besprechung
Fade? Nein, denn die Szenen sind interessant geschnitten, die Kamera setzt die hervorragende Gestik und Mimik bestens ins Bild, fängt Liebe, Freude, Trauer, Hass und all die anderen Stimmungen gekonnt ein. Wenn Hauptfigur Ethan in einem Moment mit seinem Sohn Shaun im Garten spielt und im nächsten mit seiner Frau wegen des Todes seines anderen Sohns, Jason, streitet, wenn Tränen fließen, spätestens dann bildet sich ein Kloß im Hals. Viele Aktionen sind choreografiert, lassen sich über die zwei Analogsticks aber doch einfühlsam beeinflussen. Dass viele Reaktionstests per Quicktime-Tastenballett auf dem Controller gemeistert werden wollen, fügt sich gut ein und nervt erstaunlich selten. Schon bald versinkt man in einer spannungsreichen und schicksalhaften Erzählung, die einen Stück für Stück der Lösung des Mysteriums näher bringt. Das die Lippensynchronität bei der deutschen Tonspur nicht immer gegeben ist und manche Animationen etwas steif aussehen, tut dem Unterhaltungswert keinerlei Abbruch. Fazit: Jeder erwachsene Gamer ist gut beraten, sich auf diesen hervorragenden Experimentalkrimi einzulassen. Ob die breite Masse bereit ist für solch Wagnis, bleibt abzuwarten.Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
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