Angesiedelt vor dem ersten "Halo"-Teil, erreicht der
Spieler als Teil der Mannschaft der "Spirit of Fire" den
Planeten Harvest. Hier findet er ein antikes Artefakt und trifft
zum ersten Mal auf die feindlichen Covenant. Neben der Kampagne
kann der Strategiefan auch online über Xbox Live spielen und als
UNSC- oder Covenant-Kommandant seine Armee in die Schlacht
führen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Echtzeitstrategiespiele und Konsolen, diese beiden Antipoden
wollten in der Vergangenheit einfach nicht zusammenfinden. Jetzt
unternimmt Microsoft mit "Halo Wars" einen neuen Versuch.
Die Vorzeichen könnten nicht besser sein: Als Grundlage dient das
extrem populäre "Halo"-Universum, das die Spieler dank
der Shooterabenteuer des Master Chief kennen- und lieben gelernt
haben. Entwickelt wurde der Titel von den Strategiespezialisten der
Ensemble Studios ("Age Of Empires"-Serie) unter der
Leitung von Bruce Shelley. "Halo Wars" ist übrigens das
letzte Spiel des Entwicklers, denn Microsoft hat das Studio nach
Abschluss an den Arbeiten geschlossen.
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"Halo Wars" erfindet das Strategierad nicht neu. Auch hier gilt es, eine Basis zu errichten, Einheiten zu bauen und gegen die Feindeshorden in die Schlacht zu führen. Die Bedienung ist gut an die Eingabemöglichkeiten eines Gamepads angepasst worden: Die Analogsticks lenken die Kamera, mit den X- und Y-Knöpfen werden Standard- und Spezialangriffe ausgelöst, und per Digitalkreuz springt die Kamera direkt zum nächsten Kampfgeschehen oder zurück zur Basisstation. Die Einheiten des United Nations Space Command (UNSC) und der befeindeten Allianz werden "Halo"-Kennern schnell vertraut vorkommen. Sie lassen sich per Upgrades aufrüsten und verbessern. Allerdings ist auch viel taktischer Tiefgang dieser Bedienungsfreundlichkeit zum Opfer gefallen. Das Ressourcensystem besteht lediglich aus Rohstoffkisten, die auf dem Schlachtfeld eingesammelt oder in der heimischen Basis produziert werden. Auch grafisch spielt "Halo Wars" nicht in der ersten Liga. Die Einheiten sind pixelig, und die Umgebung wirkt detailarm. Dafür können die ausgezeichneten gerenderten Zwischensequenzen überzeugen. Der Soundtrack bietet die von "Halo" gewohnte orchestrale Untermalung. Fazit: Der große Wurf ist den Ensemble Studios mit "Halo Wars" nicht gelungen. "Halo"- Fans mit wenig Strategieerfahrung dürfte der Titel dennoch ansprechen.