Stylische Kämpfe mit der richtigen Dosis Taktik, opulente Bilder
und eine riesige, frei erkundbare Spielwelt sind die Zutaten von
"Dragon's Dogma". In bester Fantasymanier erkundet
der Spieler als Bogenschütze, Magier oder Nahkämpfer eine
atmosphärische Welt voller Gefahren. Drei automatisch agierende
KI-Begleiter helfen dem Helden bei seinem Kampf gegen einen
mysteriösen Drachen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Capcoms neues Rollenspiel kämpft gleich zu Anfang gegen seinen
sperrigen Titel. Welcher 16-Jährige weiß denn schon, was
"Dogma" bedeutet (falls einer fragt: Aussage mit
grundlegendem Wahrheitsanspruch) oder kann sich neben Drachenjäger
Dovhakiin, der Drachenbedrohung in "The Witcher II" und
"Dragon Age", noch einen weiteren Drachen-Titel merken.
Davon abgesehen stecken die Randdaten von "Dragon's
Dogma" die Erwartungen hoch: Große Teile der "Resident
Evil"- und "Devil May Cry"-Teams haben an dem reinen
Konsolentitel mitgearbeitet. Gleich zu Beginn des Spiels macht sich
ein Drache mit dem Herzen des Helden davon. Da das Ganze keine
Liebesgeschichte ist, muss das wörtlich verstanden werden, und
stellt den Spieler vor die storybestimmende Frage, warum er
eigentlich noch lebt. Vom Drachen als Auserwählter tituliert,
beginnt er sein 50 bis 100 Stunden langes Quest (je nach
Gründlichkeit bei den Nebenmissionen), um vom Drachen Antworten zu
erhalten.
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Schon der optische Eindruck der offenen Welt ist hervorragend. Als neues Feature bringt "Dragon's Dogma" Pawns genannte Partymitglieder ins Spiel. Die ständigen Begleiter der Hauptperson folgen rudimentären Befehlen, müssen ebenso ausgerüstet und aufgelevelt werden wie der Hauptcharakter und können an reale Freunde "verliehen" werden. Zieht ein Freund mit dem eigenen Pawn los, behält dieser alle gesammelten Erfahrungspunkte und Gegenstände und versorgt den Spieler überdies mit nützlichen Informationen, wenn ihm ein Gebiet bereits bekannt ist. Da es bei "Dragon's Dogma" keinen einstellbaren Schwierigkeitsgrad gibt, kann ein starker Begleiter von großem Nutzen gegen übermächtige Gegner sein. Insgesamt spielt sich "Dragon's Dogma" sehr flott und schafft den Spagat zwischen Hack and Slay und Rollenspiel. Ein klarer Kandidat gegen eventuell einsetzende "Skyrim"- Müdigkeit.