Zunächst erinnert nur wenig an Wildweststimmung: Verfolgungsjagden
auf dem Freeway in Los Angeles und Schießereien im Nachtclub lassen
sich wahrlich nicht mit Pferderitten durch die Prärie und
Actionszenen im Saloon vergleichen. Im späteren Spielverlauf, wenn
sich das Geschehen nach New Mexiko und in die Drogenhochburg Juarez
verlagert, stellen sich angesichts der Landschaften und der
Atmosphäre gewisse Ähnlichkeiten mit den klassischen "Call Of
Juarez"-Titeln ein. Die Kampagne lässt sich auch im
"Coopetition"-Modus bestreiten, einer Mischung aus
"Coop" und "Competitive". In dieser Spielart
treten drei menschliche Mistreiter gemeinsam an und verfolgen das
gleiche Ziel; jeder Einzelne bekommt aber noch eigene Anreize. So
muss McCall beispielweise an einem Schauplatz Dollarscheine
mitgehen lassen, ohne dass seine Kollegen davon Wind bekommen.
Außerdem gibt es noch Herausforderungen, in denen etwa derjenige
belohnt wird, der als Erstes fünf Kopfschüsse erzielt. Weitere
Multiplayermodi wie Team-Deathmatch runden das Gesamtpaket ab, das
nur noch wenig mit den Vorgängern gemein, aufgrund des Koopmodus
aber durchaus seine Existenzberechtigung hat.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
"Call Of Juarez" - das Franchise stand für harte Action und kernige Kerle im Wildwestszenario. Mit dem neuesten Teil landet die Serie in der Jetztzeit. Geht es nach Entwickler Techland, soll sich an der Atmosphäre nur wenig ändern, und "The Cartel" eine neue Form des Wilden Westens präsentieren. Tatsächlich nimmt sich der Shooter eines aktuellen Themas an: der Drogenkriege im mexikanisch-amerikanischen Grenzgebiet. Ein Spezialkommando soll ein besonders brutal vorgehendes Kartell liquidieren. Der Truppe gehören nur drei Mitglieder an: der DEA-Agent Eddie Guerra, die aufstrebende FBIBeamtin Kim Evans sowie Ben McCall, ein altes Raubein des L.A.P.D. Als Einzelstreiter entscheidet sich der Spieler vor jeder Mission für einen der drei Gesetzeshüter, die jeweils über spezielle Eigenschaften verfügen.