Yuki wurde von Ihrer Mutter Sayo nur aus einem Grund geboren:
Rache. Während politischer Unruhen zuvor wurde Sayos Familie brutal
von fünf Gewaltverbrechern ermordet. Die Verzweiflung trieb sie zum
Mord an einem ihrer Schänder, doch musste sie dafür ins Zuchthaus.
Bestärkt von Hass und von Rache getrieben, hurte sie mit Gefangenen
und Wärtern um ein Kind, ein Werkzeug ihrer Rache, zu gebären. Sayo
stirbt noch bei Yukis Geburt, nicht jedoch ohne Maßnahmen
veranlasst zu haben. Gedrillt von einem Kriegermönch wird Yuki 20
lange Jahre in der Kunst des Tötens unterrichtet: "You have a
destiny; forget joy, forget sorrow, forget love and hate, forget
everything except vengeance!" Aus Yuki wird Lady Snowblood und
die Welt färbt sich rot.
Die Titelmelodie zu Lady Snowblood, welche von Hauptdarstellerin
Meiko Kaji gesungen wurde, und sich auf dem Soundtrack von Kill
Bill wieder findet, ist bei weitem nicht die einzige Inspiration
die Tarantino aus Lady Snowblood für Kill Bill schöpfte.
Bonusmaterial
- 16 seitiges Booklet - Mark Schilling über Lady Snowblood - Kinotrailer
Vor zirka zwanzig Jahren nutzten vier kriminelle Feiglinge, drei Männer und eine Frau, die gute Gelegenheit politischer Wirren, um eine unbescholtene Lehrerfamilie zu vernichten. Nun, im Jahre des Herren 1870, steht Yuki Kashima alias Lady Snowblood, Kind der Rache im wahrsten Sinne des Wortes, auf der Reismatte, den Tribut zu fordern. Nacheinander erledigt die zum Töten ausgebildete Schönheit alle Mörder ihres Vaters, nicht ohne dabei neue Feinde zu gewinnen und ihrerseits Anlass zur Rache zu geben. Wer wissen will, wo Quentin Tarantino die wesentliche Inspiration für seinen "Kill Bill" fand, darf diesen nunmehr klassischen Schwertkampffilm aus Japan nicht versäumen. Wie eine Blaupause von Uma Thurman und Lucy Liu zu gleichen Teilen schwebt Meiko Kaji engelsgleich durch rundweg malerische Szenerien, hier eine Gegnerin wie der Horizont teilend, dort eine ganze Polizeistation Terminator-mäßig entvölkernd. Fesselndes, handwerklich makelloses Genrekino aus Japan, erste Wahl für Fans.