Quelle/Copyright: Game-Captain-Besprechung
Gut ein Jahr nachdem <strong>Armed Assault 2</strong> erschienen ist, folgte nun das AddOn namens <strong>Operation Arrowhead</strong>, mit dem Entwickler Bohemia Interactive wieder zu den Wurzeln zurückkehrt. Wenige Verbesserungen, bekannte Story, dafür aber mehr Abwechslung heißt es in diesem AddOn.<br/><br/><strong>Ein Land namens Takistan</strong><br/><br/>In Operation Arrowhead verschlägt es den Spieler in das tschernarussiche Nachbarland Takistan, in dem die Luft brennt. Das irgendwie an Afghanistan und Irak angelehnte, fiktive Land befindet sich im Krieg mit sich selbst. Von Russland unterstützte Sozialisten auf der einen und vom Westen finanzierte Royalisten auf der anderen Seite. Reiche Vorkommen von Öl rufen dann natürlich auch die USA auf den Plan, um zu helfen versteht sich. Sicherlich, die Story ist jetzt auch nicht brandheiss oder sehr innovativ, eigentlich passt sie wieder in das typische Bohemia Interactive Schema, bei dem immer westl. Truppen gegen irgendwie russisch anmutende Gegner kämpfen. Man hätte auch mal in der Zeit zurück gehen oder ein gänzlich anderes Setting wählen können.<br/><br/>Durch die recht kurze Kampagne darf man sich wieder, wie zu den guten, alten <strong>Operation Flashpoint</strong>-Zeiten, in mehreren Rollen durchkämpfen. Als Infanterist Howard Drake, Panzerkommandant Ben Herrera, Apache Pilot Garry Pierce oder Spezialsoldat Terry Graves geht es in sieben Missionen um die Befreiung Takistans. Mehr als die Namen lernt man aber während dieser Kurzgeschichte nicht kennen. Dabei wird es durch den Wechsel der verschiedenen Rollen aber nie langweilig. Häuserkampf, Eskorte eines Konvois mit Panzern, Angriff mit Apache, Einsatz von unbemannten Drohnen und vieles mehr wird hier geboten. Auch zwischendurch gibt es immer wieder kleinere Überraschungen, wie Einwohner, denen man helfen kann, abstürzende Transportflugzeuge, deren Absturzstelle schnell gesichert werden muss oder eine Truppe Guerillas, die sich dem Kampf anschließt.<br/><br/>Die Kampagne zieht die Spieler gerade durch ihre Abwechslung wieder mehr in den Bann, als es in den Vorgängern der Fall war. Allerdings gibt es immer noch alte Probleme. Teilweise sind das wieder Skriptprobleme, die den flüssigen Verlauf der Missionen stören. Allerdings muss man nur sehr selten den Einsatz neu starten oder von einer gespeicherten Position neu anfangen. ArmA Veteranen werden sicherlich damit zurecht kommen. Neben der Kampagne gibt es wieder einiges an zusätzlichen Einsätzen, die auch längere Zeit in Anspruch nehmen.<br/><br/><strong>US-Army</strong><br/><br/>Nachdem man sich in ArmA 2 mehr auf die Marines konzentriert hat, geht es im AddOn wieder um die US-Army. Darum sind auch der M1A1 Abrams, der Apache und viele andere Fahr- und Flugzeuge, die man schon aus Flashpoint kennt, wieder dabei. Neu sind aber deutsche KSK und tschechische Hilfstruppen, die den Amerikanern unterstützend zur Seite stehen. Dazu kommen aber auch ein paar neue Infanteriewaffen, wie z.B. das M110 TWS oder die der deutschen und tschechischen Truppen. Das sorgt für Abwechslung im Waffenarsenal.<br/><br/>Neben den alliierten Streitkräften trifft man auf die takistanische Armee, die man am ehesten mit der irakischen Armee vergleichen kann, also hauptsächlich mit russischem Kriegsgerät agiert. Die Guerillas, die dem Westen freundlich gesonnen sind, kann man ebenfalls mit Rebellen aus Afghanistan oder dem Irak vergleichen. Na ja, irgendwo muss ja das Vorbild herkommen.<br/><br/><strong>Alles beim Alten</strong><br/><br/>Das wir auch hier noch Feinschliff an den Skripten benötigen, ist schon fast keine Überraschung mehr. Allerdings halten sich die restlich Bugs in Grenzen, was vor allem an der mittlerweile langen Reifezeit von ArmA 2 liegt. Auch in Sachen KI wurde nur wenig geändert, so ist es gerade bei Nachteinsätzen sehr viel leichter die KI zu überrumpeln.<br/><br/>Bei der Grafik hat man sich ganz gut ins Zeug gelegt. Die neuen Modelle sehen sehr gut aus und auch die Landschaften wirken wirklich typisch für die Regionen, etwas karg wieder, aber das ist man ebenfalls gewohnt. Die Effekte und auch die Zerstörbarkeit der Umgebung lassen immer noch zu wünschen übrig. Insgesamt kann man aber auch im AddOn gut mit dieser Art der Präsentation leben, das ist auch dem Simulationscharakter geschuldet.<br/><br/><strong>Fazit</strong>: Operation Arrowhead ist ein ganz nettes AddOn für ArmA 2 geworden. Es gibt insgesamt rund 15 neue Einsätze, viele neue Infanterieeinheiten und Fahrzeuge sowie mehrere neue Karten, die später auch mit neuen Evolution-MP-Karten wieder für lange Gefechte im Internet sorgen können. Zu guter Letzt ist der Preis von rund 30 EUR noch angemessen. Für die alten ArmA Veteranen gibt es deshalb eine Empfehlung von mir.<br/><br/><strong>Wertung</strong>: 79 von 100 Punkten (Christian Häusler/GameCaptain.de)
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