African Race - Die verrückte Jagd nach dem Marakunda
Der Kölner Dom wurde einst auf einem Diamanten von der Größe einer
Kokosnuss erbaut. Nun ist der Edelstein verschwunden, weshalb das
ehrwürdige Gemäuer nach und nach in sich zusammenfällt. Der Kölner
Kirchenchef schickt ausgerechnet seinen tollpatschigen Bücherwurm
nach Afrika, um den "Marakunda" wieder zu beschaffen.
Doch der Archivar hat diverse Widersacher, darunter einen kleinen
dicken Sozialarbeiter, eine New Yorker Großkriminelle und zwei
trottelige hessisch-türkische Kleinganoven. Schon die ersten 90
Sekunden sind turbulenter als mancher Neunzigminüter. Aber das ist
bloß der Prolog eines Films, bei dem der gute Geschmack schwer
unter die Räder kommt. In seiner ungewöhnlichen Mischung aus
plumpem Slapstick und unverhofft gelungenen Gags knüpft das
Action-Abenteuer an die "Crazy Race"-Filme an. Erneut
wurden all jene Komödianten verpflichtet, die immer dann auftreten,
wenn man das Gegenteil von subtil sein möchte. Gerade die
Action-Szenen sind allerdings eindrucksvoll.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Der Kölner Dom droht jeden Moment einzustürzen! Einzig die
Wiederbeschaffung des verschollenen "Marakunda", des
größten Diamanten der Welt, auf welchem der Dom ursprünglich ruhte
und dessen Diebstahl die allmähliche Absenkung des Fundaments
bewirkt hatte, kann seinen Einsturz noch verhindern.
Eilig reist der Dom-Archivar Sebastian Hellmann nach Südafrika, wo
sich der Marakunda befinden soll - ohne jedoch zu ahnen, dass es
neben ihm noch einige windige Gestalten auf den Diamanten abgesehen
haben. So jagen bald darauf nicht nur Sebastian und seine
attraktive Begleiterin durch den afrikanischen Dschungel, sondern
auch noch dazu ein ewig streitendes Gangster-Duo mitsamt ihrer
Geisel, eine abgebrühte Auftragsdiebin, ein indischer Mogulssohn,
eine trunksüchtige Pilotin, ein Kölner Sozialarbeiter sowie ein
waschechter Kannibale...
Schon die ersten neunzig Sekunden sind turbulenter als mancher Neunzigminüter: Dem Kölner Dom bricht gewissermaßen ein Zacken aus der Krone, und nun kullert eine mannsgroße Kugel durch die Gassen der nahen Fußgängerzone, richtet diverses Unheil an und begräbt schließlich einen Angeber (Ingo Appelt) unter sich. Doch das ist bloß der Prolog eines Films, bei dem nicht nur der gute Geschmack unter die Räder kommt. In seiner Mischung aus Humoresken, die einem allenfalls aus Mitleid das Wasser in die Augen treiben, und unverhofft gelungenen Gags knüpft das Action-Abenteuer an die "Crazy Race"-Filme an. Erneut wurden all jene Komödianten verpflichtet, die kommerzielle Sender immer dann aufbieten, wenn man das Gegenteil von subtil sein möchte.<br/><br/>Die Geschichte, auch das Teil des Erfolgsrezepts, ist rasch erzählt: Der Kölner Dom wurde einst auf einem Diamanten von der Größe einer Kokosnuss erbaut. Nun ist der Edelstein verschwunden, weshalb das ehrwürdige Gemäuer nach und nach in sich zusammenfällt. Der Kölner Kirchenchef (Herbert Feuerstein) schickt ausgerechnet seinen Bücherwurm (Jan Sosniok) nach Afrika, um den "Marakunda" genannten Klunker wieder zu beschaffen. Doch Archivar Sebastian, dem andauernd "lustige" Missgeschicke unterlaufen, hat diverse Konkurrenten, darunter einen kleinen dicken Sozialarbeiter (Dirk Bach), der Geld für seine Schutzbefohlenen braucht, eine New Yorker Großkriminelle (Katy Karrenbauer) und zwei trottelige hessisch-türkische Kleinganoven (das "Mundstuhl"-Duo Andreas Werner und Lars Niedereichholz). Unverhoffte Unterstützung bekommt Sebastian durch Abenteurerin Alex (Mirja Boes), die aber ein doppeltes Spiel spielt. <br />Diverse optische und akustische Anleihen bei den "Indiana Jones"-Filmen, musikalische Zitate (unter anderem aus "Winnetou") und absolut brauchbare Spezialeffekte halten sich die Waage mit Zoten, Kalauern und plumpestem Slapstick, was man je nach Naturell als reizvolle Mischung oder als völlig misslungene krude Mixtur empfinden wird. Regie führte wie zuletzt bei "Crazy Race 3" Axel Sand, der in den Action-Szenen viel Souveränität beweist. Bei den stellenweise bedenklich dümmlichen Dialogen hatte er keine Wahl: Das Drehbuch stammt wie bei der gesamten Reihe von den Produzenten Philipp Weinges und Günter Knarr. Weitere Mitwirkende in mehr oder weniger gewichtigen Rollen sind Ottfried Fischer, Mike Krüger, Paul Panzer, Ruth Moschner und Karl Dall als Wächter des Marakunda, der den Brocken wieder rausrücken muss, weil er in einer amüsanten "Wer wird Millionär?"-Persiflage gegen den belesenen Sebastian den Kürzeren zieht. tpg.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Dirk Bach spielte u.a. in Köln, Amsterdam, Utrecht, Gent, Brüssel, Wien, London und New York Theater. Mit der Geierwally stand er in 331 Vorstellungen auf der Bühne und wurde zum Theatertreffen Berlin und Theater der Welt Frankfurt a.M. eingeladen. Er war der Puck in Shakespeares »Sommernachtstraum«, der Spiegelberg in Schillers »Räubern«, der Frosch in der »Fledermaus« und Pepe in der »Sesamstraße«. Zu seinen eigenen Fernsehsendungen zählen die Dirk-Bach-Show (1992-94) Lukas (1995-2001) und Der kleine Mönch (2002). Ausgezeichnet mit der »Barocken Sau vom Bodensee, Kleinkunstpreis« (1990) für die Theaterproduktion Edgar, mit dem TELESTAR als bester Darsteller für Lukas (1996), dem Deutschen Comedypreis 1999, beste Sitcom für Lukas und der Goldenen Kamera 2001 ebenfalls für Lukas.
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