Achtung Panzer: Kharkov 1943 - Collector's Edition
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Achtung Panzer: Kharkov 1943 - Collector's Edition

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Achtung Panzer: Kharkov 1943 - Collector's Edition

Historisch genau recherchiert, präsentiert Achtung: Panzer! - Kharkov 1943 einen neuen Meilenstein der Gefechtssimulationen zur Thematik des 2.Weltkriegs. Kharkov 1943 versetzt den Spieler mitten in den erbarmungslosen Kampf der legendären Operation Charkov. In dieser letzen von der Deutschen Seite gewonnen Schlacht trafen beide Parteien in einer riesigen Materialschlachten aufeinander. Das Schicksal beider Seiten liegt nun in der Hand des Spielers. Wird sich die Geschichte wiederholen, oder kann er sie ändern? Am historisch korrekt simulierten Frontverlauf erlebt der Feldherr am PC aktuellste Grafik, beeindruckende Nähe am Geschehen und vor allem taktisch und strategisch fordernde Schlachten voller Authentizität.Features:- Sechs Kampagnen während der Schlacht um Kharkov (Charkov)- Erlebe aktuellste Grafik und Sound-Effekte- Kämpfe auf Deutscher oder Sowjetischer Seite und kommandiere gleichzeitig bis zu 250 Soldaten sowie 40 Fahrzeuge im Kampf- Zerstöre die detailliert dargestellte Umgebung für taktische Vorteile- Begegne 87 Einheiten-Typen aus Infantrerie, Artillerie, Nachschub, Panzern und Luftwaffe- Zwei Modi: Runden-Strategie & Echtzeit-Taktik...

Systemvoraussetzungen

PC, Pentium 3 GHz, 1 GB RAM, 2,6 GB Festplattenspeicher, 256 MB Grafikkarte, Win XP/Vista


Produktinformation

  • Hersteller: dtp
  • Artikeltyp: Software
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: CD-ROM
  • USK: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Erscheinungstermin: 07.05.2010
  • EAN: 5060199420299
  • Best.Nr.: 28254998
1943 trafen in Kharkov deutsche und sowjetische Truppen zum dritten und letzten Mal aufeinander. Die letzte von der Wehrmacht gewonnene Schlacht. Die Entwickler von Graviteam nahmen sich der Thematik an und schufen ein Echtzeitstrategiespiel im Stile der Close Combat

Reihe. Eine Mischung aus strategischer Rundenstrategie und taktischen Echtzeitschlachten. Ob das bereits einige Zeit online erhältliche Spiel einen Blick wert ist, erfahrt ihr hier.

Eine große Schlacht

Die mehrere Tage andauernde Schlacht wird hier in sechs unterschiedliche Szenarien aufgeteilt, die jeweils einige Spielstunden in Anspruch nehmen können. So kann man die ersten Scharmützel vom 2. und 3. März 1943 nachspielen oder gleich in die schweren Gefechte dieser Schlacht am 8.März einsteigen. Auf welcher Seite man kämpft, gibt allerdings das Szenario vor. Neben den Szenarien darf man sich noch mit einem Editor eine eigene Schlachtsituation erschaffen und so das Spielerlebnis verlängern.

Zu Beginn startet man dabei immer auf der strategischen Übersichtskarte, die in einige Planquadrate unterteilt ist. Hier werden die Einheiten verschoben, Angriffe angeordnet, der Zustand der Einheiten begutachtet, Reparaturen ausgeführt und Munition, Sprit und Trupps wieder aufgefüllt. Man kann sich hier sogar seine tapfersten Soldaten und ihre bisherigen Auszeichnungen ansehen.

Jede Runde läuft nach dem gleichen Muster ab. Zunächst werden die Trupps, die sich hier auf die Größe eines Zuges beschränken, verschoben oder zum Angriff geschickt. Danach ist der KI-Gegner dran. Stellt er sich dem Kampf beginnt nach seiner Bewegungsphase die Schlachtphase. Hier werden dann nacheinander die einzelnen taktischen Gefechte durchgespielt.

Eine Stunde Kampf

In der Kampfphase wechselt man in die einzelnen Gefechte, die maximal eine Stunde dauern. Das Kampfgebiet ist dabei ein Ausschnitt der betroffenen Planquadrate der Schlachtkarte. Auf dieser sind verschiedene Siegespunkte verteilt. Je nach Zustand der Truppe und den eroberten Siegespunkten kann man dann das Gebiet erobern bzw. halten und den Gegner zum Rückzug zwingen.

In den Gefechten spürt man dann den Realitätsgrad. So gibt es auf deutscher Seite meist die mechanisierte Infanterie, die nur zum Kampf ihr SdKfz verließ. Panzer sind seltener, für Artillerie- oder Luftunterstützung benötigt man den entsprechenden Vorgeschobenen Beobachter bzw. Flugrichtschützen und bis die Geschosse da sind, kann es eine ganze Weile dauern. Dazu kommen unterschiedliche Witterungsverhältnisse wie Nebel oder Schnee sowie Tag- und Nachtwechsel. Selbst die Führungsqualitäten und die Moral der Truppe spielen eine Rolle. Demoralisierte Trupps fliehen so z.B. unter schwerem Beschuss, können sich aber wieder sammeln.

Insgesamt sind etwa 90 unterschiedliche Fahrzeuge, Flugzeuge, Geschütze und Infanterietypen in Achtung Panzer! verewigt. Die Fahrzeugmodelle lassen sogar unterschiedliche Schadenszustände wie etwa defekte Motoren, Geschütze oder Ketten zu.

Schwierige Bedienung - schwache KI

Die Schattenseite findet sich bei Achtung Panzer! in der Bedienung. Die Menüführung ist stellenweise sehr benutzerunfreundlich. Neben undurchsichtigen Menüstrukturen sind vor allem die etwas unklaren Bilder der Befehlsmenüs und deren schlecht übersetzte Beschreibung keine gute Hilfe. Etwas umständlich ist auch das Herbeirufen von Luft- oder Artillerieunterstützung und auch die Übersichtskarte könnte sich flüssiger bedienen lassen.

Allerdings gibt es auch gute Dinge zu berichten. Die Menüs der Oberfläche lassen sich wegklappen, die Minimap dreht sich mit und auch die Kamera lässt sich gut drehen, bewegen und zoomen.

Die KI auf dem Schlachtfeld ist wiederum nicht so gut gelungen. Zwar ganz brauchbar, führt sie aber oft irrationale Manöver aus. Und auch die eigenen Soldaten sind nicht ganz so schlau. Das kann man vor allem in größeren Formationen beobachten. Als kleinen Tipp sollte man noch beherzigen, dass man Wälder und feindliche Gräben mit seinen Panzern meiden sollte. Diese werden den Kettenfahrzeugen oft zum Verhängnis.

Solide Grafik

Grafisch macht Achtung Panzer nicht allzu viel her. Der ewige Schnee macht es doch mit der Zeit etwas langweilig. Aber die Präsentation ist auch nicht schlecht. Gerade die Modelle wirken recht detailliert und auch die Karten sind authentisch gestaltet, was wohl auch daran liegt, dass man sich an Original-Kartenmaterial gehalten hat. Effekte sucht man dagegen vergebens. Explosionen und Granateneinschlägen wirken karg und unspektakulär.

In Sachen Sound bekommt man kaum mehr, als man zu sehen bekommt. Solide aber nicht gut. Gerade das Quietschen der Panzerfahrzeuge kann dem Spieler im wahrsten Sinne des Wortes auf die Ketten gehen. Musikalisch wird man mit netter, russischer Folklore beschallt, was eine ziemlich gute Atmosphäre vermittelt. Allerdings kommen auch mal sphärischere Klänge durch, was dann wiederum etwas billig wirkt.

Einen Multiplayer-Modus gibt es leider nicht.

Fazit: Achtung Panzer Kharkov 1943 ist unter den Echtzeitstrategie-Spielen eine nette Abwechslung. Die Realitätsnähe, der Wechsel von Strategie und taktischen Schlachten, der detaillierte Fuhrpark und die dynamischen Witterungsbedingungen sind die Pluspunkte. Negativ ist die etwas undurchsichtige Bedienung und die mittelmäßige Präsentation aufgefallen.

Alles in allem kann Achtung Panzer aber durchaus überzeugen und Hobby-Generäle mit Realitätshang und Fable für den Zweiten Weltkrieg sollte sich dieses Spiel genauer ansehen.

Wertung: 71 von 100 Punkten (Christian Häusler/GameCaptain.de)
Quelle/Copyright: Captain-Fantastic-Besprechung