Cannabis, Kokain, Alkohol - zunehmend jüngere Menschen geraten in
eine Drogenabhängigkeit. Dieses Buch lässt Betroffene zu Wort
kommen und zeigt, wie man aus der Sackgasse der Sucht wieder
herausfindet.
Drogenabhängigkeit bei Jugendlichen ist ein Thema, das emotionale
Reaktionen hervorruft wie Ablehnung, Angst, aber auch
Unverständnis. Anliegen dieses Buches ist es, die betroffenen
Jugendlichen selbst zu Wort kommen zu lassen, damit sich die Leser
besser in ihre Welt hineindenken und -fühlen können. In zehn
Interviews blicken Jugendliche nach ihrer Therapie zurück auf das
Leben mit Drogen. Die Erzählenden haben in ihrer Vorgeschichte
Gewalt, Traumatisierungen, sexuelle Übergriffe, Ablehnung,
Verständnislosigkeit, Beziehungsabbrüche erfahren. Der Weg in die
Drogenabhängigkeit ist vielfach eine Flucht aus der Lebensrealität
gewesen, ein Versuch, mit Drogen die Schmerzen zu lindern oder
vorübergehend zu vergessen. Diese Lebensgeschichten machen vieles
nachvollziehbar und verständlich. Eltern, Lehrer, professionelle
Helfer und andere, die mit drogensüchtigen Jugendlichen zu tun
haben, können hierdurch Zugang zu ihnen und Verständnis entwickeln.
12 Dr. med. Christoph Möller, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Familientherapeut, Gruppentherapeut, ist Oberarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Leiter der Therapiestation Teen Spirit Island im Kinderkrankenhaus auf der Bult, Hannover.
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