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Bewertung von Stephie am 06.10.2012 |
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Mit Silberlicht ist der Autorin Laura Whitcomb ein sehr ruhiger und gefühlvoller Roman gelungen, der einen regelrecht verzaubert und vor allem auch mit neuen Ideen aufwartet. Helen und James sind zwei wundervolle Hauptfiguren, die einem einfach nur sympathisch sein müssen. Sie stecken zwar beide in den Körpern von Jugendlichen, waren aber bereits Ende zwanzig als sie starben und besitzen dementsprechend natürlich auch die geistige Reife von Erwachsenen. Dies ist zwar untypisch für einen solchen Jugendroman, lässt ihre Beziehung aber viel realer und emotionaler wirken. Am Anfang erfährt der Leser ein wenig über Helens bisherige Zeit als Licht, ihre bisherigen Bewahrer und was sie über ihre Welt weiß. Schon zu Beginn kommt dabei auch ihre Liebe zur Literatur zum Ausdruck, die sich durch den ganzen Roman zieht. Als sie dann schließlich James kennen lernt, blüht sie richtig auf und entdeckt sich selbst. In ihm findet sie ihre große Liebe und bemerkt, wie leidenschaftlich sie eigentlich sein kann. Helen hatte in einer Zeit gelebt, in der es nur auf das Vergnügen des Mannes ankam und war deshalb immer schockiert gewesen, wenn moderne Frauen die Initiative ergriffen. Nun konnte sie es nachvollziehen. James ist bei seinem Tod zwar zwei Jahre älter als Helen gewesen, wurde aber später geboren, wodurch es ihm oftmals leichter fällt, sich an die neuen Umstände anzupassen. Für Helen ist es schwerer, sich der heutigen Sprache anzupassen oder mit neuen Erfindungen umzugehen, wie z.B. dem Auto, das es in ihrer Zeit noch gar nicht gab, was auch zu der einen oder anderen amüsanten Szene führt. Während man als Leser nach und nach immer mehr über James' früheres Leben erfährt, bleibt Helens Vergangenheit bis zum Schluss ein Geheimnis. Ab und zu tauchen zwar ein paar Bilder aus ihrem Leben auf, wie sie gestorben ist und wovor sie sich die ganze Zeit fürchtet, erfährt man jedoch erst auf den letzten Seiten. Dadurch wird es zum Ende hin noch einmal so richtig spannend. Auch die Familien, in denen James und Helen für kurze Zeit leben, und die Personen, deren Körper sie sich bemächtigt haben, sind sehr interessant. Da Billy ein Junkie war und beinahe gestorben wäre, muss James sich nun häufig mit dessen Bruder Mitch auseinandersetzen, der oftmals sehr grob erscheint, sich in Wahrheit aber einfach um seinen kleinen Bruder sorgt. Jennys Eltern hingegen sind religiöse Fanatiker, die ihrer Tochter alles verbieten und sogar Literatur für eine Sünde halten. Helen versucht anfangs wirklich, sich den Gewohnheiten in der Familie anzupassen, was jedoch nahezu unmöglich ist. Nach und nach versteht man dann, warum Jenny ihren Körper freiwillig aufgegeben hat. Die Art, wie Helen und James sich der beiden Körper bemächtigen, ist von Laura Whitcomb ebenfalls sehr geschickt gelöst worden. Sowohl Jenny als auch Billy haben ihre Körper freiwillig verlassen, sodass weder James noch Helen an Sympathie verlieren können, was der Fall gewesen wäre, wenn sie den eigentlichen Besitzern die Körper einfach weggenommen hätten. Das Ende ist schließlich nicht nur spannend, sondern auch sehr rührend und romantisch. Das Geheimnis um Helens Tod wird gelüftet und man erfährt endlich, warum sie zu Licht geworden ist. |
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| Bewertung von callunaful am 07.08.2011 | |
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Eine Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die eigentlich bereits tot sind. Helen ist tot und weilt immer noch auf der Erde, wieso weiß sie auch nicht. Sie glaubt ihre Aufgabe darin gefunden zu haben, ihren Bewahrern bis an deren Lebensende zu begleiten. Doch eines Tages bemerkt sie, dass sie von einem lebenden Jungen beobachtet wird. Wie sich herausstellt wohnt in diesem Jungen eine bereits verstorbene Seele namens James. Beide verlieben sich ineinander und machen sich auf die Suche nach einem Körper für Helen. Anfangs war ich von der Idee der Geschichte total begeistert und sehr gespannt auf dieses Buch. Auch als ich das Buch zum ersten Mal aufgeschlagen hatte und darin las, war ich sofort verliebt in das Buch. Ich hatte wirklich gedacht etwas ganz Besonderes in den Händen zu halten. Allein schon der erste Satz im Buch packt einen sofort und lässt einen nicht mehr los: "Jemand sah mich an; ein seltsames Gefühl, wenn man tot ist." Sogar der Schreibstil hatte es mir angetan. So war er sehr untypisch für einen angeblichen Jugendroman. Irgendwie wirkte Helen auf mich sofort wie eine erwachsene Frau. Später erfährt man auch, dass Helen eine erwachsene Frau ist! Die Sprache hatte etwas leicht altmodisches und einen leicht poetischen Anstrich. Was allerdings super zur Protagonistin passte! Denn Helen ist schon seit einigen Jahren tot und stammt aus einem ganz anderen Jahrhundert. Und hier ist auch schon mein erster Kritikpunkt: Nicht nur die Sprache war untypisch für ein Jugendbuch. Auch die ganze Story und das Verhalten der Protagonisten. Mich persönlich stört sowas nicht. Aber mich hat es geärgert, dass man dieses Buch als Jugendbuch verkaufen möchte. Denn nichts an diesem Buch hat mich an ein Jugendbuch erinnert. Mich beschlich der Verdacht, dass man sich das Wort "All Ages" zu Nutze gemacht hat. Denn sowas verkauft sich irgendwie auch doppelt. Einerseits hat man da Jugendliche und andererseits Erwachsene als Käufer gewonnen. Hätte man das Buch als "Erwachsenenroman" deklariert könnte das ja eventuell bedeuten auf die jugendlichen Leser verzichten zu müssen! Zwar sind die Körper, die sich Helen und Jamens leihen die von Jugendlichen, aber der Geist oder auch ihre Seelen sind erwachsen! Und genauso denken, fühlen und verhalten sie sich auch dementsprechend. Auch wenn beide sich in manchen Situationen ziemlich dumm anstellen. So fallen beide direkt übereinander her, als beide ihre Körper haben. Das Ganze wirkte eher nach einer typischen Erwachsenenaktion. Und nachdem sie es bereits zwei Mal getrieben haben machen sie sich plötzlich über die Konsequenzen Gedanken. Was auch noch in Rollen aufgeteilt ist... Sie denkt: "Oh mein Gott, ich könnte schwanger sein!" Er denkt: "Oh mein Gott, ich könnte ja eine Geschlechtskrankheit haben!" Also dieses Szenario hat mich schon etwas geärgert und ich habe mir beim Lesen noch eine Hand vors Gesicht geklatscht. Weil das wirklich naiv, unüberlegt und dumm rüberkam. Wie schon zu Beginn beschrieben, anfangs war ich wirklich von allem so angetan, von der Idee, von Helen, vom Schreibstil, ja sogar vom Cover! Leider leider leider hielt diese Fanzination bei mir im Verlauf der Geschichte nicht an. Sobald beide ihre Körper gefunden haben, fällt ihnen nicht viel mehr ein, was man damit alles anfangen könnte...außer Sex und Sex...und..äh..noch mal Sex haben. Als außenstehender Leser langweilte es mich und ich empfand es als sehr einfallslos. Irgendwie nahm es die ganze Romantik vom Anfang der Geschichte weg. Schade! Der eigentliche Plot des Romans besteht darin, dass beide versuchen heraus zu finden, warum ihre Seelen immer noch auf der Erde weilen. Beide können sich an ihr eigenes Leben kaum noch erinnern. So ist es schwer für Helen und James zu erschließen was sie getan haben. Welches Verbrechen haben sie bloß begonnen, dass sie so trostlos auf der Erde wandeln müssen?Und wie soll man die eigene Schuld wieder gut machen? Im Grunde fand ich die Idee nicht schlecht. Leider ging das stark unter. |
2 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Morpheus aus Köngen am 18.05.2011 | |
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Also ich hatte das Buch innerhalb eines Tages ausgelesen. Eine schöne und ganz andere Geschichte. Faszinierend erzählt und flüssig geschrieben. Manchmal fällt es ein wenig schwer den sprunghaften Erzählungen der Autorin zu folgen aber es liest sich dadurch in keinster Weise schlechter. Es wird auch zu keiner Zeit langatmig oder schleppend. Das einzige was mich persönlich ein wenig störte war dieses übertrieben religöse Gehabe von Jennys Eltern (vielleicht auch weil ich nicht religiös bin!). Auch wenn sich schnell heraus stellt das sich dahinter gewisse Scheinheiligkeit verbirgt. Die Beziehung zwischen James und Helen ist sehr intensiv und faszinierend auch wenn sie viel Zeit in den Laken verbringen. Mich hat es nicht gestört sondern eher zum schmunzeln gebracht. Jeder der sich noch an die Anfänge seiner ersten richtigen Liebe erinnern kann, kann dies wohl voll und ganz nachempfinden. Und die ewige Frage nach der Verhütung was hier schon lang und breit diskutiert wurde; Das ist ein Buch! Eine Geschichte! Mein Gott habe ich schon viele Geschichten gelesen in denen das kein Thema war und ehrlich gesagt würde das meinem Kopfkino auch einen kleinen Dämpfer verpassen wenn die Charaktere sich dann erstmal hinsetzen und lange Diskussionen darüber führen würden! Macht es nicht viel mehr Spaß zu lesen das es beide kaum abwarten können dem anderen nahe zu sein und sich vor Leidenschaft fast nicht zügeln können?! Also ich finde schon. Außerdem müssen sich Helen und James ja nicht wirklich darüber Gedanken machen... Aber genug davon, will ja auch nicht zu viel verraten. Tatsache ist: Das Buch ist wirklich toll, absolut nicht langweilig und flüssig zu lesen. Also absolut empfehlenswert! Mal etwas ganz anderes! |
5 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
Bewertung von Hallo aus Odenthal am 05.05.2011 |
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Helen, ein Geist, ist es gewöhnt nicht gesehen zu werden. Sie fühlt sich nur bei ihrem "Besitzer" wohl, das ist derjenige der sie rettet wenn sie fast verloren ist. Ihr jetziger Beschützer ist ein Lehrer und eines Tages bemerkt sie den Blick eines Schülers auf sie! Sie ist überrascht, denn sonst kann sie niemand sehen. Später erfährt sie, dass in dem Schüler auch ein Geist steckt. Zusammen begeben sie sich auf die Suche nach einem Körper für Helen und nach einem Kampf mit einem Geist finden sie schließlich einen. Bis dahin war der Schüler ihr Beschützer, doch jetzt kann sie selbst auf sich aufpassen. Helen und der Schüler bleiben Freunde und schließlich fangen sie an einander richtig zu mögen. Ich liebe dieses Buch, denn es ist sehr spannend erzählt. Außerdem mag ich Bücher die real, aber doch etwas Fantasievoll sind. Ich empfehle es weiter, weil man so ein Buch einfach gelesen haben muss. |
2 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
Bewertung von Karo adores... [http://karoadores.blogspot.com] aus Berlin am 17.04.2011 |
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Helen ist Licht. Sie ist vor mehr als 100 Jahren gestorben und wandelt seitdem als Licht auf Erden. Sie hängt sich an lebende Menschen und begleitet diese unbemerkt durch ihr Leben. Bis eines Tages ein Junge sie direkt anschaut und auch mit ihr spricht. Dieser Junge ist James, ebenfalls einmal Licht gewesen. Jedoch fand er einen leeren Körper, den er einnehmen konnte. James und Helen verlieben sich und wollen sich nahe sein. Doch dafür braucht Helen auch einen leeren Körper. Die Suche führt sie zu Jenny, einem Mädchen, welches von ihren Eltern sehr streng christlich erzogen wird. Damit beginnen die Probleme erst für Helen und James... Laura Whitcombs Werk besticht durch eine sprachliche Rafinesse, die man selten erlebt. Ihre sprachlichen Bilder sind ungewöhnlich stark und treffend, ihre Sprache ist blumig. Die Geschichte, die sie webt, zieht einen sehr schnell in seinen Bann und man fiebert mit den Protagnisten von der ersten Minute an mit. Die Idee, die Frau Whitcomb in einen Roman verwandelt hat, ist neu und ungewöhnlich. Ein sehr solider Roman, wo mir leider trotzdem noch etwas der letzte "Pfiff" gefehlt hat. Einen Extrastern müsste man allerdings für die Aufmachung vergeben, das Buch schimmert in Gelb- und Rosatönen und ziert ein wunderschönes Coverdesign. Der Pan-Verlag hat sich da selbst übertroffen! |
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| Bewertung von Emily aus Wadgassen am 18.03.2011 | |
| Schöne Geschichte, die mich am Schluss zu Tränen gerührt hat! |
3 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
Bewertung von http://gottagivethembooks.wordpress.com am 04.02.2011 |
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Helen ist es gewohnt unsichtbar zu sein. Niemand nimmt sie wahr, niemand spricht sie an. Denn Helen ist tot und aus irgendeinem Grund kann sie nicht in den Himmel. Sie ist überzeugt davon, etwas sehr schlimmes getan zu haben, weshalb Gott sie verdammt hat. Aber sie kann sich nicht mehr erinnern. Seither ist sie immer wieder von neuem an einen kreativen Menschen gebunden, dem sie dann eine stille Muse ist. Viele Male schon hat sie sich gewünscht, dass sie mit jemandem sprechen könnte – das jemand sie wahrnähme. Als dieser Tag dann tatsächlich kommt, kann sie es zunächst nicht glauben. Doch im Körper des 17jährigen Billy steckt James, der einst genauso war wie sie. Laura Whitcomb hat mit Silberlicht eine Geschichte ersonnen, die schöner und anrührender kaum sein könnte. Mit unheimlich viel Gefühl für Stimmungen erzählt sie die Geschichte zweier Seelen, die einen Ausweg aus der Hoffnungslosigkeit suchen und dabei der Liebe begegnen. Als ich die Beschreibung von Silberlicht las, dachte ich, es erwarte mich einer der üblichen, leicht übersinnlich angehauchten Liebesschmonzetten. Ähnlich, wie man sie schon viele Male gelesen hat. Aber Silberlicht ist wahrlich anders. So zart wie der Titel verspricht, mit leisem Tiefgang und doch voller Kraft nimmt einen die Geschichte von Helen und James bereits auf den ersten Seiten gefangen und lässt einen bis zur letzten nicht mehr los. Ich hätte mir lediglich gewünscht, die Autorin hätte dieser wunderschönen Geschichte ein paar Seiten mehr gegeben sich noch intensiver zu entfalten und einigen Dingen mehr Zeit zu geben. Aber vielleicht ist weniger ja tatsächlich manchmal mehr. Ein wundervolles Buch darüber, dass Liebe auch heißen kann, sich selbst zu vergeben. Zitate: Es ist, als wären wir die einzigen zwei Exemplare einer Art oder die einzigen zwei Menschen auf der Welt, die dieselbe Sprache sprechen. Wie könnten wir da nicht beieinander sein? (Seite 70) |
13 von 18 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
Bewertung von diejai.blogspot.de aus Köln am 10.01.2011 |
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Das Buch beginnt mit einem kurzen Rückblick über Helens Existenz als Lichtgestalt, besser bekannt unter dem Begriff Geist. Man erfährt, dass ihr der Eintritt ins Himmelreich verwehrt geblieben ist, weitere Hintergründe hierrüber erfährt man jedoch nicht. Nicht einmal Helens Todesart wird bekannt gegeben. Beim Lesen hat dies bei mir immer wieder Fragen aufgeworfen und ich wollte wissen, was da passiert ist. Die Autorin lässt den Leser jedoch weiterhin in Unklaren. Dies klärt sich erst ganz zum Schluss auf. Das Buch beginnt in einer sehr blumigen Schreibweise. Manche Sätze sind schon sehr schwülstig und kitschig, manche Sätze hingegen sind einfach wunderschön. Aus heutiger Sicht ist dieser Schreibstil altmodisch. Diese blumige Sprache war auch nicht immer einfach zu lesen, manche Sätze musste ich zweimal lesen, um ihren Sinn so richtig zu verstehen. Ich war ehrlich gesagt sehr verwundert über diesen Schreibstil, denn das hätte ich bei einem Jugendbuch nicht erwartet. In späteren Szenen wird der Schreibstil lockerer und moderner. Diese lockere Sprache lässt sich wesentlich besser lesen. Zwischendurch habe ich mich gefragt, ob da eventuell zwei Menschen geschrieben haben. Doch irgendwann ist der Groschen dann gefallen und der Schreibstil erklärt sich im Grunde von selbst. Helen ist im Alter von 28 Jahren gestorben, dies ist nun 130 Jahre her. Helen ist also 158 Jahre jung und damals hat man anders gesprochen als heute. Da das Buch aus Helens Perspektive in ich-Form geschrieben ist, verwundert es also auch nicht mehr, dass die Sprache eine andere ist. Diese Idee, die Sprache so anzupassen, finde ich sehr schön. Durch den Wechsel der verschiedenen Sprachstile lässt sich das Buch teilweise jedoch etwas holprig lesen und es wirkt nicht ganz so stilsicher. Die Bildung der einzelnen Charaktere ist der Autorin sehr gut gelungen. Die Personen sind gut entwickelt und man bekommt sehr schnell den Eindruck sie zu kennen. Mir standen die Charaktere dadurch auch näher und das Lesen hat mir mehr Spaß gemacht. Ich mag es, wenn einem die Personen beim Lesen etwas ans Herz wachsen und keine Fremden bleiben. Zudem fällt es so auch leichter, eigene Gedanken zur Geschichte zu entwickeln und diese weiter zu spinnen. Helen ist sehr sensibel und gefühlvoll. In manchen Szenen empfand ich sie als zu sensibel und ihre Reaktionen dadurch übertrieben. Dennoch gibt diese Sensibilität dem Buch eine sehr gefühlvolle und zärtliche Note und dies hat mir gut gefallen. Die Geschichte selbst hat mir nur bedingt gefallen. Den Plot finde ich toll, und größtenteils hat Laura Whitcomb diesen auch gut umgesetzt. Dennoch gab es einige Stellen die ich als unlogisch empfunden habe. Die Geschichte war an diesen Stellen für mich einfach nicht stimmig. Einige Dinge, die völlig naheliegend waren wurden total außer Acht gelassen. Auf mich machte das den Eindruck., als würde hier etwas übersprungen. Dadurch wirkt die Geschichte insgesamt etwas holprig und kantig. Diesem Buch hätten einige Seiten mehr nicht geschadet, denn dann hätte vielleicht die Möglichkeit bestanden, die Geschichte runder und glatter zu gestalten. Dem Buch hätte dies sicherlich nicht geschadet. Ein absoluter Minuspunkt ist der Umgang der beiden Hauptcharaktere Helen und James mit dem Thema Sexualität. Die beiden vergnügen sich immer wieder drauf los, während das Thema Verhütung bzw. safer sex außen vor bleibt. Es gibt eine Situation, in der James darüber nachdenkt ob sein Körper Billy eventuell eine Krankheit hat. Helen erwidert dies mit sie wären schon nicht krank und damit ist das Diese Rezension geht noch länger, aber es sind leider nicht mehr Zeichen erlaubt. |
3 von 12 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
Bewertung von kleinbrina aus Hamm am 25.10.2010 |
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"Soweit ich weiß", warf ich ein, "sind wir zwei die Einzigen unserer Art. Wer würde in Gottes Augen besser zusammen passen als wir?" Seit mehr als einhundert Jahren begleitet Helen schon Schriftsteller als sogenanntes Licht. Ihre Bewahrer können sie allerdings nicht sehen. Als Helen mit ihrem aktuellen Bewahrer Mr. Brown, einem Highschool Lehrer im Unterricht sitzt, spürt sie plötzlich Blicke von Billy, einem unscheinbaren Schüler, auf sich. Völlig irritiert verlässt sie darauf hin das Klassenzimmer. Wie kann es sein, dass sie plötzlich von jemanden gesehen wird? Und wieso ausgerechnet er? Am nächsten Tag kommt sie mit Billy ins Gespräch und er offenbart ihr, dass er ebenfalls ein Licht sei, jedoch einen leeren Körper gefunden hat, in dem er Unterschlupf finden konnte. Sein eigentlicher Name ist James und er lebt ebenalls seit einhundert Jahren als Licht auf dieser Welt. Sehr schnell steht für beide fest, dass dies kein Zufall sein kann und erste Gefühle kommen auf. Allerdings braucht Helen dafür einen menschlichen Körper, den sie recht schnell in der 15-jährigen Jenny findet. Doch schnell merkt sie, dass das Leben als Mensch doch nicht so leicht ist, wie sie geglaubt hat, denn Billy und Jenny führen zwei völlig verschiedene Leben... Laura Whitcomb hat mit "Silberlicht" einen wunderbaren Roman geschrieben, der von der ersten Seiten an fesselt. Besonders gelungen ist hierbei der tolle Schreibstil, der eine perfekte Mischung aus Jugendsprache und Poesie ist. Geschrieben ist die Geschichte aus Helens Sicht in der Ich-Perspektive. Die Charaktere sind stimmig und wirken zum Großteil sehr authentisch. Helens Gedanken werden wunderbar übermittelt und ihre Unsicherheiten in so vielerlei Hinsicht machen sie zu einer Protagonistin, mit der man sich schnell verbunden fühlt. Aber auch Helens späterer Körper, der vorher Jenny gehört hat, ist wahnsinnig interessant. Vor allem die familiäre Situation überzeugt. Ihre Familie ist sehr religiös und kontrolliert Helen, bzw. Jenny, wo es nur geht. Ihre Eltern Dan und Cathy gehen sogar so weit, dass sie nicht einmal Bücher lesen darf, ohne dass sie dafür verurteilt wird. Billys Leben ist dagegen das genaue Gegenteil. Er wäre beinahe an einer Überdosis gestorben, bevor James den Körper übernommen hat. Da der Vater im Gefängnis sitzt und die Mutter als Schatten ihrer selbst nur noch in einer Klinik lebt, ist Billy mit seinem Bruder Mitch auf sich allein gestellt. Doch auch Mitch kontrolliert seinen jüngeren Bruder wo er nur kann, damit dieser nicht noch einmal zu den Drogen greift. Schade finde ich allerdings, dass man nicht allzu viel von James erfahren konnte. Zwar weiß man, wie alt er ist und wie er gestorben ist, doch mehr erfährt man nicht wirklich. Allerdings gibt es etwas, dass mich sehr gestört hat und zwar... ACHTUNG SPOILER! empfand ich es sehr irritierend, wie schnell sich die Beziehung zwischen James und Helen entwickelt hat. Obwohl sie nur wenige Male miteinander reden konnten, küssen sie sich direkt, sobald Helen einen Körper gefunden hat. Das kann man zwar als Glücksmoment abstempeln, allerdings schlafen sie noch am gleichen Tag zum ersten Mal miteinander - ohne Verhütung. Das konnte ich persönlich nicht nachvollziehen und es ging mir alles ein wenig zu schnell. Ich habe oftmals gedacht, etwas beim Lesen verpasst zu haben. SPOILER ENDE! Das Cover ist wunderschön und schimmert in Gold, wenn man es gegen das Licht hält. Auch die Kapitelgestaltung mit in grau gehaltenen Verzierungen ist ein absoluter Hingucker. "Silberlicht" ist ein schöner Fantasyroman, bei dem auch Themen wie Tod und Religion nicht zu kurz kommen. Das perfekte Buch für zwischendurch! |
12 von 24 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von eluanda aus Hof am 12.08.2010 | |
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Eigentlich wollte ich das Buch meiner 13 jährigen Tochter schenken. Aus Neugierde habe ich das Buch schon mal durchgelesen und war etwas enttäuscht. Die ursprüngliche Idee der "Geister" fand ich gut, jedoch die Umsetzung fand ich nicht sehr gut inziniert. Vor allem das erste Kapitel fand ich sehr langatmig und für den Rest des Buches nicht unbedingt von Bedeutung. Im weiteren Verlauf ist die Handlung oft recht sprunhaft, es wäre hier sicher hilfreich, wenn z.B. Textpassagen die plötzlich und unerwartet in einer ganz anderen Welt stattfinden, im Text durch eine andere Schriftart erkenntlich wären. Außerdem fehlte z.B. bei den Liebeszehnen etwas die Spannung und das Kribbeln im Voraus, bis man sich so richtig reingefühlt hat, wars auch schon vorbei. Im Großen und Ganzen komme ich zu dem Schluss, man kann das Buch lesen, aber der Knüller ist es nicht, vorallem nicht für Teenies. |
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