Rose und das Geheimnis des Alchimisten - Webb, Holly

Holly Webb 

Rose und das Geheimnis des Alchimisten

Illustration: Knappe, Joachim
Gebundenes Buch
 
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Produktbeschreibung zu Rose und das Geheimnis des Alchimisten

London, 19. Jahrhundert. Alchemisten bescheren dem Königshof Reichtum und Ehre: Sie haben das unlösbare Rätsel gelöst und können Metalle in glänzendes Gold verwandeln. Das Waisenkind Rose ist von den Alchemisten und der magischen Welt fasziniert. Doch als in der schillernden Stadt immer mehr Kinder spurlos verschwinden, ahnt sie, welche Gefahren die Magie birgt ... Die englische Bestsellerautorin Holly Webb hat mit Rose eine mitreißende und fantastische Geschichte im historischen London geschaffen, die jede Leserin von der ersten Seite an begeistern wird!

London, 19. Jahrhundert.

Alchemisten bescheren dem Königshof Reichtum und Ehre:

Sie haben das unlösbare Rätsel gelöst und können Metalle in glänzendes Gold verwandeln.

Das Waisenkind Rose ist von den Alchemisten und der magischen Welt fasziniert.

Doch als in der schillernden Stadt immer mehr Kinder spurlos verschwinden, ahnt sie, welche Gefahren die Magie birgt ...

Die englische Bestsellerautorin Holly Webb hat mit Rose eine mitreißende und fantastische Geschichte im historischen London geschaffen, die jede Leserin von der ersten Seite an begeistern wird!

Produktinformation


  • Verlag: Ars Edition
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 320 S.
  • Seitenzahl: 314
  • Rose Bd.1
  • Altersempfehlung: ab 9 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 217mm x 158mm x 31mm
  • Gewicht: 560g
  • ISBN-13: 9783760753324
  • ISBN-10: 3760753329
  • Best.Nr.: 29426159
Holly Webb wuchs im Londoner Südosten zusammen mit zwei Hunden, einer Katze und neun Wüstenrennmäusen auf. Mit zehn Jahren entdeckte sie ihre Leidenschaft für griechische Mythen und Sagen, die so weit reichte, dass sie Latein und Griechisch studierte und später Vorlesungen darüber hielt. Holly Webb arbeitete fünf Jahre lang als Kinderbuchlektorin, bis sie beschloss, selbst zu schreiben, weil das mehr Spaß macht und einfacher vom Sofa aus geht. Heute lebt die Autorin mit ihrem Mann, ihren drei Söhnen und ihrer Katze in Reading und leitet eine Pfadfindergruppe.

Leseprobe zu "Rose und das Geheimnis des Alchimisten" von Holly Webb

Eins (S. 4-5)

Rose spähte durch das Fenster auf die Straße hinunter und sah aufmerksam zu, wie zwei kleine Mädchen mit ihrer Kinderfrau vorbeigingen. Beide trugen einen hübschen hellrosa Mantel und Rose fand sie faszinierend. Wie sollte man nur einen rosa Mantel sauber halten? Wahrscheinlich durften sie einfach nie mit Schmutz in Berührung kommen.

Die Mädchen spazierten ruhig die Straße entlang, und Rose stellte sich auf die Zehenspitzen, um einen letzten Blick zu erhaschen, bevor sie um die Ecke bogen. Der Eimer, auf dem sie stand, wackelte und klapperte bedenklich, und so sprang sie schnell herunter und hoffte, dass es niemand gehört hatte. Die winzigen Bleiglasfenster im St Bridget’s Mädchenheim für Waisen und Findelkinder waren alle ganz weit oben in der Wand eingelassen, damit die Mädchen gar nicht erst in Versuchung kamen hinauszublicken. Wenn nur eine der Schwestern entdeckte, dass Rose eine Möglichkeit gefunden hatte, doch hinauszuschauen, würde sie sie mit aller Macht davon abhalten. Der Blick auf die Straße könnte sonst noch ihre Tugend gefährden. Vielleicht würde sie sogar die Eimer wegsperren, nur für alle Fälle.

Rose rückte ihre braune Baumwollschürze zurecht und eilte durch den leeren Korridor zum Abstellraum, um den Eimer zurückzustellen. Vorsichtig räumte sie ihn in eines der Holzregale, in dem noch eine Menge weiterer Eimer, Bürsten und Lappen waren. Falls sie jemand sah, würde sie behaupten, sie hätte ihn geputzt.

»Pssst! Rose!« Ein Flüstern überraschte sie auf dem Weg zur Abstellraumtür. Rose drehte sich blitzschnell um und blieb nervös mit dem Rücken zur Wand stehen. Eine kleine graue Hand lugte hinter einer großen Zinnwanne unter dem Regalboden hervor und winkte sie zu sich. »Komm und schau dir das an!«

Rose atmete auf und ihr Herz schlug wieder langsamer. Niemand hatte ihre unerlaubte Eimerbenutzung gesehen. Es war nur Maisie. »Was machst du denn da unten?«, fragte Rose mit einem besorgten Blick zur Tür. »Du kriegst Schwierigkeiten. Komm lieber da raus.« »Sieh nur«, bat die flüsternde Stimme, und die schmalen Finger streckten etwas verlockend Baumelndes unter dem Regalboden hervor.

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Kundenbewertungen zu "Rose und das Geheimnis des Alchimisten" von "Holly Webb"

Durchschnittliche Kundenbewertung 4.5 von 5 Sterne bei 4 Bewertungen **** ausgezeichnet
(aus 4 Bewertungen)
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Bewertung von kleinbrina aus Hamm am 26.09.2010 ***** ausgezeichnet
Rose, ein ca. 10 Jahre altes Waisenkind lebt in London im Waisenhaus St. Bridget’s. Dort wird sie auf das Leben außerhalb des Waisenhauses vorbereitet, indem sie zur Haushälterin und Dienstmagd ausgebildet wird.

Rose ist ein eher ruhiges, für ihr Alter zu kleines Mädchen, dass den anderen Mädchen im Waisenhaus gerne Geschichten erzählt.
Doch schon bald muss sie feststellen, dass sie anders zu sein scheint. Als sie ihrer Freundin Maisie eine Geschichte über ihre Eltern erzählt, erscheinen Bilder auf der Badewanne, die zur Geschichte passen. Auch später bei ihrer zweiten Geschichte erscheinen Bilder, allerdings auf einem Stiefel.
Diese Bilder machen ihr jedoch Angst und sie kann nicht aufhören, an diese zu denken.

Als am nächsten Tag eine Frau ins Waisenhaus kommt, um ein Dienstmädchen einzustellen, wird Rose von Miss Lockwood, der Leiterin des Waisenhauses, empfohlen und bekommt die Stelle. Damit wird für Rose ein Traum wahr, denn sie wünscht sich nichts anderes, als dem Waisenhaus zu entkommen, um ihr eigenes Geld zu verdienen.

Doch ihr neuer Arbeitgeber ist kein Unbekannter, denn es ist Mr. Fountain, ein berühmter Alchemist. Dieser arbeitet unter anderem als Oberster Zaubereiberater des königlichen Schatz- und Münzamtes. Er hat die Fähigkeit, unedles Metall wie Blei in Gold zu verwandeln.

Das ganze Haus scheint verzaubert zu sein, bis auf die Küche, in der Mrs. Jones, die Köchin, das sagen hat.
Rose hat zum Teil große Angst vor der Zauberei, wird jedoch auch magisch angezogen, indem sie z.B. als einzige unter den Arbeitern die Magie spürt. So hört sie unter anderem das Haus atmen. Aber auch der Hauskater Gustavus, den alle in der Küche meiden, gesellt sich zu ihr. Wie sich später herausstellt, besitzt Rose die Fähigkeit, mit Tieren zu reden, wenn diese es zulassen.

Rose entdeckt immer mehr ihre Zauberkräfte, ob sie will oder nicht. Und sie ist nicht die Einzige, die diese Zauberkräfte entdeckt…

Holly Webb hat mit „Rose und das Geheimnis des Alchemisten“ einen tollen Start einer neuen Buchreihe geschaffen.

Besonders viel Mühe hat sich die Autorin bei den Charakteren gegeben.

Vor allem Bill und Rose sind ihr wunderbar gelungen, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Jedoch wird Bill immer mehr wie ein Bruder für Rose, da sie sich mit ihm verbunden fühlt, weil er aus dem Waisenhaus St. Bartholomew stammt.

Rose ist für ihre gerade mal 10-11 Jahre sehr reif und hat ihren ganz eigenen Kopf. So will sie z.B. ihr erstes Geld, dass sie von Mrs. Jones erhalten hat, direkt an ein Straßenkind verschenken. Aber auch ihr Denken über Familie hat mich beeindruckt. Während andere Waisenkinder immer wieder davon träumen, von einem verschollenen Elternteil abgeholt zu werden, denkt sie lieber realistisch und ‚verschwendet‘ so wenig Gedanken wie möglich über ihre Eltern.
Interessant zu beobachten ist auch ihr Verhältnis zur Zauberei, dass sich immer mehr entwickelt.

Die Geschichte ist toll geschrieben und liest sich flüssig. Dazu geizt die Autorin auch nicht mit kleinen Details. Bestes Beispiel ist hierbei, als Rose zum ersten Mal mit den anderen Angestellten zur Kirche geht.

Auch das historische London im 19. Jahrhundert wird super beschrieben. Jeder London-Fan wird an diesem Buch seine Freude haben.

Auch die etwas größere Schrift ist für die Zielgruppe (9-11 Jahre) bestens ausgewählt. „Rose und das Geheimnis des Alchemisten“ ist jedoch nicht nur für die jüngeren Leser geeignet.

Wunderschön sind auch die Verzierungen an jeden Kapitelanfang.

Das Cover ist ebenfalls stimmig und überzeugt mit seinen tollen Farben.
Die Kurzbeschreibung ist informativ und passt super zur Geschichte.

Ich bin schon sehr auf den Folgeband gespannt und werde diesen mit Sicherheit lesen.

Ein toller Lesespaß für jung und alt. Sehr empfehlenswert.

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Bewertung von Logoso am 19.09.2010 ***** sehr gut
Die ungefähr zehn Jahre alte Rose lebt als Waise im St. Bridget’s im London des 19. Jahrhunderts. Das einzige, was sie von ihrem früheren Leben weiß ist, dass sie in einem Fischerkorb verlassen auf einem Kirchhof aufgewunden wurde. Die meisten Waisen träumen davon eines Tages von ihren Eltern abgeholt zu werden, doch nicht Rose. Sie wünscht sich einfach nur bald auf eigenen Beinen stehen zu können, in dem sie durch Hausarbeiten ihr Geld verdient und so ihr Leben selbst gestalten kann.
Doch nie hätte Rose gedacht, dass sie das Waisenhaus schon so bald verlassen würde. Sie bekommt eine Anstellung als Dienstmädchen bei einem bedeutenden Alchemisten und Mitglied des Hofes seiner Majestät. Rose arbeitet hart, doch bei ihrer Arbeit merkt sie, dass sie Dinge wahrnimmt, welche den anderen verborgen bleiben. Sie ist hin und her gerissen zwischen Faszination und Angst. Rose weiß, dass sie Dinge kann, die nicht “normal” sind. Aber sie will nichts von der Magie in ihr wissen, doch diese ist ein Teil von ihr und tritt immer wieder zu Tage. Als sie ihre Kräfte nicht mehr verleugnen kann, versucht sie diese zu ignorieren.
Man hört immer wieder von verschwundenen Kindern, doch erst als ihre beste Freundin verschwindet, erkennt Rose den wirklichen Ernst der Lage. Sie überwindet die Angst vor ihrer Magie und die Furcht vor den Konsequenzen und versucht zusammen mit dem Zauberlehrling ihres Dienstherrn, sowie dessen Tochter und Gus, einem magischen Katzer, dem Geheimnis der verschwundenen Kinder auf den Grund zu gehen…

Holly Webbs Schreibstil hat mich mitgerissen, sie beschreibt alles sehr genau, sodass man sich ein präzises Bild von der Handlung machen kann. Ebenso von den Schauplätzen und den Charakteren. Jeder Charakter hat seinen eigenen besonderen Zug. Rose beispielsweise hat mich durch ihre unschuldige und liebenswürdige Art sogleich für sie eingenommen. Gustavus, ein magischer Kater, frischt durch seine hilfsbereite, lustige und auch kluge Art die Geschichte noch zusätzlich auf. Oder Isabella, welche eine ausgemachte Intrigantin ist und ihrer Gouvernante wie auch sonst allen das Leben schwer macht. Es ist einfach alles dabei.
Die Handlung an sich, hat meinen Geschmack ebenso getroffen. Der innere Konflikt von Rose zieht sich durch das komplette Buch und ich konnte die einzelnen Etappen genau mitverfolgen. Ähnlich wie die Begebenheiten, welche die Charaktere immer näher an das Geheimnis der verschwundenen Kinder heranführt. Auch die Tatsache, dass mich einiges zum Lachen brachte hat mich erfreut.
Ich fand es unter anderem interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Charaktere mit Magie umgehen. Einige der Angestellten wollen nichts mit ihr zu tun haben, fürchten sich vor ihr, obwohl sie täglich in einem Haus eines hohen Alchemisten arbeiten. Dann gibt es zum Beispiel Freddie, welcher Sohn eines Alchemisten ist, sich bei Rose´ Dienstherren ausbilden lässt und somit völlig normal mit Magie umgeht. Oder Rose, welche sich zwischen beiden Reaktionen hin und her bewegt.

Als ich mir das Cover, nachdem ich das Buch gelesen hatte, noch einmal anschaute, empfand ich es als äußerst passend. Die dargestellte Person ist Rose, sie trägt eine für Dienstmädchen typische Schürze, zugleich hält sie einen Besen in Händen. Dieser Besen war für mich eine Assoziation für die beiden Seiten in Rose. Einmal ist ein Besen natürlich zum Saubermachen da, was Rose Anstellung als Dienstmädchen entspricht. Doch andererseits verbinden wir auch Besen mit Hexen. In dieser Geschichte gibt es zwar keine Magier, die mit Besen fliegen, doch musste ich trotzdem daran denken.
Zum anderen haben mir auch die pflanzenartigen Verzierungen zu Beginn jedes Kapitels zugesagt.
Kurz: Ich kann ,,Rose und das Geheimnis des Alchemisten” nur weiter empfehlen. Ich finde das Buch hat seine Reize sowohl für Klein als auch für Groß.
Zudem bin ich gespannt auf eine Fortsetzung, da das Ende der Geschichte darauf hoffen lässt!

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: eBook

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Bewertung von Hedwig aus Norderstedt am 20.08.2010 ***** ausgezeichnet
Rose war als einjähriges Baby in einem Fischerkorb gefunden und in das Waisenhaus für Mädchen St. Bridget`s gebracht worden. Dort werden die Mädchen unter dem strengen Regiment von Mrs. Lockwood zu Haushaltshilfen erzogen, werden zwar mangels Geld nicht besonders gut verpflegt, müssen aber auch nicht Hungers leiden und haben ein super sauberes Heim. Sonntags findet ein gemeinsamer Kirchgang statt, ansonsten sind die Mädchen vom Leben draussen abgeschottet.
Um die Langeweile erträglicher zu machen, erzählt Rose den anderen Mädchen oft Geschichten, die diese Mädchen gerne hören wollen: z.B. dass ihr Aufenthalt im Waisenhaus auf einem schrecklichen Irrtum beruht, bald die Eltern kommen werden, um sie wieder abzuholen und dergleichen. Besonders die kleine Maisie hört Roses Geschichten zu gerne und fühlt sich durch sie getröstet. Bis eines Tages beim Erzählen einer Geschichte für Maisie das dazu passende Bild auf der glänzenden Oberfläche einer Badewanne erscheint und wie ein Film Roses Erzählung begleitet. Maisie findet das faszinierend und hinterfragt gar nicht erst großartig, wie Rose das gemacht hat. Doch Rose selbst ist entsetzt. Sie möchte mit Zauberei und sonstigen merkwürdigen Dingen gar nichts zu tun haben. Ihr einziger, recht bodenständiger Traum besteht darin, als Dienstmädchen bei einer reichen Familie angestellt zu werden und durch ihre Arbeit ihr eigenes Geld zu verdienen. Und tatsächlich beginnt dieser Traum wahr zu werden, als eines Tages die Haushälterin, Mrs. Bridges, ein zweites Dienstmädchen für den Haushalt des Alchimisten Mr Fountain sucht und Rose dafür auswählt. Sie muss zwar ebenso viel arbeiten wie bisher, wird aber vollständig neu eingekleidet, bekommt festes Gehalt, ein eigenes kleines Zimmer und darf sogar mit Billy, einem Jungen, der auch aus einem dem Waisenhaus St. Bartholomew`s für Jungen in den Haushalt von Mr. Fountain kam, auch einige Besorgungen in der Stadt erledigen. Ein großer Sprung in Richtung Freiheit für Rose und der Grundstein für ihre bescheidenen Träume. Allerdings hat sie dabei übersehen, dass ihre eigenen Fähigkeiten zur Zauberei ihr dabei im Wege stehen könnten. Zunächst fällt ihr das gar nicht auf, sondern denkt, dass das Haus des Alchimisten seltsam sei, Treppen wackeln, Teppiche sich verschieben, Figuren, die eigentlich still und stumm stehen sollten, sich bewegen. Zumal alle anderen Bediensteten offenbar nichts Ungewöhnliches zu bemerken scheinen. Für die anderen im Haushalt von Mr. Fountain ist dieser ein Zauberer, der es durch seine Kunst, Gold herstellen zu können, bei Hofe zu Ruhm und Ehren gebracht hat und für den jeder halt arbeitet, so gut er kann. Aber die vermeintlichen Zufälle häufen sich. Rose lernt den Lehrling von Mr. Fountain Freddie und den Hauskater Gustavus kennen. Mit Letzterem kann sie sich erst gedanklich, dann richtig unterhalten, die ziemlich verzogene Tochter Isabella und deren entnervte Gouvernante und schließlich auch ihren Arbeitgeber selbst, der ebenfalls sofort bemerkt, dass sie magiebegabt ist. Auch als sie Freddie und Gustavus instinktiv aus einer drohenden Gefahr durch einen Nebelzauber, den Freddie leichtsinnigerweise heraufbeschworen hat und nun nicht mehr alleine kontrollieren kann, möchte sie am liebsten dem etwas eifersüchtig gewordenen Freddie glauben, dass das alles nur purer Zufall war. Er merkt nämlich, dass Rose ihm mit ihren Fähigkeiten haushoch überlegen ist. Dann jedoch verschwinden immer mehr Kinder aus der Gegend und Mr. Fountain bekommt gleichzeitig immer öfter Besuch von einer sehr seltsamen Dame. Die Sache spitzt sich zu, als Rose bei einem Besuch im Waisenhaus erfährt, dass Maisie, Roses beste Freundin aus dem Waisenhaus, angeblich von ihrer Mutter nach Hause geholt worden ist.
Irgendetwas stimmt da ganz und gar nicht.

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Bewertung von BuchSaiten aus NRW am 18.08.2010 ***** sehr gut
„Er ist Zauberer.“ Bill nickte ihr gewichtig zu und Rose machte ein ungläubiges Gesicht. Nahm er sie auf den Arm? Er sah nicht so aus, als wollte er sie aufziehen. Als er ihren zweifelnden Blick bemerkte, nickte er wieder. „Ehrlich. Ein Alchemist ist ein Zauberer, der aus dem Nichts Gold machen kann.“
Roses Miene verdüsterte sich. Jetzt wusste sie, dass er sie auf den Arm nahm. Sie beugte sich über ihre Teetasse und ignorierte ihn. (Seite 33)

Um sich den Alltag im Waisenhaus halbwegs erträglich zu gestalten, ist Rose bei den anderen Kindern für ihre Geschichten bekannt. Sie erzählt so lebhaft, dass man glaubt die Bilder würden geradezu vor den Augen entstehen. Als eines Tages der glückliche Fall eintritt, dass Rose in einem Haushalt anfangen darf zu arbeiten, ist sie glücklich endlich auf eigenen Füßen zu stehen. Doch es gibt merkwürdige Dinge im Haus. Oder ist sie es die merkwürdig ist? Sowas kann Rose wirklich nicht gebrauchen, schließlich möchte sie doch den Herrschaften alles recht machen…

Die Geschichte um das Waisenkind Rose, in dem mehr Talente schlummern, als sie sich selbst gern eingesteht, erinnert an eine Mischung aus Zauberlehrling Harry Potter und der kleinen Prinzessin Sarah, die sich ebenfalls durch Phantasie die triste Zeit erträglich machte. Trotz der Parallelen ist Rose eine Heldin wider Willen, die eigentlich nichts mehr möchte als ganz normal zu sein. Doch wie normal kann es schon zugehen, wenn man im Haushalt eines Alchemisten angestellt ist, der einen Nachfolger ausbildet und angeblich weiß wie man Gold herstellt. Außerdem wären da noch die Treppen, die Bilder und die Katze, die Rose täglich neue Rätsel aufgeben.
Als Auftakt zu einer Reihe werden noch nicht alle Rätsel um Rose, ihre Herkunft und ihre Fähigkeiten geklärt, aber das erste Abenteuer, in dem es um die Befreiung der vielen verschwundenen Kinder der Stadt geht, kommt zu einem vorläufigen Schluss. Lust auf mehr von Rose hat man danach in jedem Fall trotzdem noch. Vor allem weil besonders das Ende überrascht. Wie üblich in Jugendromanen sieht man schnell einen roten Faden während der Lektüre durch, so auch hier, doch Holly Webb schaffte es, auch an spannenden Stellen noch einmal komplett in eine andere Richtung zu schwenken. Nach der Lektüre insbesondere des Schlusses würde ich es Kindern unter 10 übrigens nur noch bedingt empfehlen.

Ich freue mich auf mehr von Rose!

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