Nocturna - Nuyen, Jenny-Mai
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Jenny-Mai Nuyen 

Nocturna

Die Nacht der gestohlenen Schatten

Broschiertes Buch
 
6 Kundenbewertungen
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Nocturna

"Der Roman ist eine Liebeserklärung an Bücher und das Lesen." Eselsohr

"Ein neues Fantasy-Highlight!" Bild am Sonntag

Der große Fantasy-Erfolg erstmals im Taschenbuch

Wenn es Nacht wird in der Stadt, treten die Nocturna ins knisternde Licht der Gaslaternen. Sie sind die heimlichen Herren der Stadt, denn ihre Magie ist stark und grausam: Aus Bluttinte und Erinnerungen schaffen sie die schönsten Bücher der Welt, die ihnen die Herzen der Menschen öffnen und grenzenlose Macht verleihen. Doch ihre Opfer bleiben als seltsam blasse Wesen zurück. Wie Tigwid, der Dieb. Seit die Nocturna ihm seine Vergangenheit geraubt haben, sucht er nach dem Mädchen, das mit Tieren spricht und auf Rache sinnt. Sie allein, so besagt eine uralte Prophezeiung, kann die düstere Herrschaft der Nocturna brechen.

- Ein farbenprächtiger Fantasy-Kosmos voller Wunder und düsterer Magie

- Für alle Fans von Jonathan Stroud, Cornelia Funke und Kai Meyer


Produktinformation

  • Verlag: Cbt
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 541 S.
  • Seitenzahl: 544
  • cbt Taschenbücher Bd.30544
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 208mm x 139mm x 43mm
  • Gewicht: 607g
  • ISBN-13: 9783570305447
  • ISBN-10: 3570305449
  • Best.Nr.: 23823975
»Ein neues Fantasy-Highlight!«

»Sie schreibt eine sinnliche und fließende Sprache und ist stark im Beschreiben des Atmosphärischen - das für Fantasy ja ein wesentliches Element ist.«
Jenny-Mai Nuyen wurde 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geboren. Geschichten schreibt sie, seit sie fünf ist, und mit dreizehn verfasste sie ihren ersten Roman. Als großer Fantasy-Fan hat Jenny-Mai Nuyen alles verschlungen, was es an literarischen Vorbildern gab: von Lloyd Alexander über Michael Ende bis zu Jonathan Stroud und Christopher Paolini. Nach einem Filmstudium an der New York University lebt Jenny-Mai Nuyen heute in Berlin und widmet sich ganz dem Schreiben.

Leseprobe zu "Nocturna" von Jenny-Mai Nuyen

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Leseprobe zu "Nocturna" von Jenny-Mai Nuyen

"Der Meister (S. 290-291)

Wie riesig war der Himmel hier draußen, auf dem Land, wo keine Hausreihen ihn eingrenzten. Er öffnete sich über Apolonia wie ein unfassbares, blindes Auge, milchig trüb, mit einem Blick, der überall und nirgends hinging. Einen Moment verweilte sie zwischen Haustür und Hof und starrte hinauf in die blaudunstige Morgendämmerung. Dann streifte sie die Handschuhe über und folgte Nevera in die Kutsche, die sie in die Stadt zurückbringen sollte. Ein Peitschenknall, klirrendes Pferdegeschirr, Hufschlag und knirschender Kies unter den Wagenrädern - schon verließen sie das Anwesen von Caer Therin und die dunklen Bäume huschten vorüber wie schlafende Traumgestalten.

Es war bereits alles bis ins kleinste Detail besprochen worden, sodass Schweigen zwischen Apolonia und ihrer Tante herrschte. Während Nevera die Abwesenheit ihres Mannes tatkräftig ausnutzte und sich ihre erste Zigarette am Morgen anzündete, lehnte Apolonia ihre Schläfe gegen die gepolsterte Wand und sah aus dem Fenster. Im Norden war der Himmel perlfarben, ganz rein und glatt, mit einem lila Hauch darüber, als wäre er über seine offensichtliche Schönheit in Verlegenheit geraten.

Im Osten erschien das erste Licht der kränklichen Novembersonne. Die Farben des Horizonts sickerten durch die kahlen Steckenbäume, und der Horizont selbst schien schmutzig gelb, ein wenig entzündet, ein wenig schwach, aber mit der deutlichen Euphorie des Lebens, das den Kampf der Geburt überstanden hat. Mit schläfriger Ruhe wartete Apolonia die lange Fahrt ab. Sie würde den Journalisten treffen, die bereits bekannten Fragen mit den wohl zurechtgelegten Antworten erwidern, nach Hause - das hieß, zu ihrem Onkel - fahren, »nach dem Rechten sehen«, wie Nevera gesagt hatte, und ihre Sachen holen.

Es war besser, wenn sie in nächster Zeit in Caer Therin wohnte. Erstens konnte sie sich dabei ungestört ihren Studien mit Morbus widmen, zweitens war sie dort vor dem TBK sicher, der vom geheimen Hauptsitz der Dichter nichts wusste. Der Umzug machte Apolonia nichts aus. Wenigstens versuchte sie, sich das einzureden. Schließlich war das Haus ihres Onkels nie ihr Zuhause gewesen. Sie hatte immer gewusst, dass es eine vorübergehende Bleibe war. Viel abzuholen gab es auch nicht: Ein paar Kleider, Bücher, ihre Geige … der bereits erwartete Sehnsuchtsschmerz stach ihr in die Brust, als sie an die Tiere dachte. Sie würde ihre Freunde eine lange Zeit nicht mehr sehen und ihnen vor allem nicht mehr helfen können, wenn sie in Not waren.

Allein der Gedanke an Rache und Gerechtigkeit konnte dieses Opfer erträglich machen. Die Zeit verstrich. Als es Tag geworden war, erreichten sie die Stadt und fuhren durch die belebten Straßen, die Apolonia viel lauter und irgendwie farbloser vorkamen als sonst, so als würde sie alles durch eine Linse der Trostlosigkeit sehen. Bald kamen sie zu einem Kirchplatz, der von zahlreichen Konditoreien und Cafés umgeben war. In einem davon war Apolonia mit dem Journalisten verabredet. Die Kutsche hielt vor einem reich dekorierten Schaufenster, auf dem mit weißer Farbe Der Pfefferminzprinz geschrieben stand. Apolonia atmete tief durch, dann gab Nevera ihr zwei Küsse auf die Wangen und umwölkte sie ein letztes Mal mit ihrem Parfüm und Zigarettenqualm."

Videoclip zu "Nocturna"

Kundenbewertungen zu "Nocturna" von "Jenny-Mai Nuyen"

6 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.5 von 5 Sterne bei 6 Bewertungen **** ausgezeichnet)
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Bewertung von Poli am 23.07.2011 ***** ausgezeichnet
Ich habe dieses Buch im Urlaub gelesen, während ich mich gesonnt habe. Am Abend bemerkte ich dann, dass ich überall einen Sonnenbrand hatte. Das Buch war einfach zu spannend gewesen. Doch ich lernte nicht daraus und legte mich am nächsten Tag nochmal in die Sonne mit diesem Buch. Als ich den letzten Satz las klappte ich das Buch zu, schlug erneut die erste Seite auf und las nochmal das ganze Buch. Auch diesmal wurde ich nicht von Sonnenbränden verschont.

"Nocturna" ist total spannend, sodass man es nie mehr aus der Hand lesen kann. Jenny-Mai Nuyen ist eine prima Autorin und ich empfehle auch die anderen Bücher von ihr, die fast genau so gut sind wenn nicht sogar besser als dieses. Viel Spaß beim lesen :).

Man fühlt die Gefühle und die Gedanken, als würde man daneben stehen. Es ist unglaublich. So stelle ich mir ein Blutbuch vor.

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Bewertung von LizzieJo aus Jessen am 05.05.2011 ***** weniger gut
In "Nocturna" geht es um Tigwid, einen Dieb, Vampa, den Jungen ohne Erinnerungen, der sich seit 9 Jahren kein bisschen verändert hat, der nicht sterben kann, um Apollonia Magdalena Spiegelgold, deren Mutter von menschlichen Motten getötet wurde, von den gleichen Motten, die in der Buchhandlung ihres Vaters Feuer gelegt haben und er verrückt geworden ist und um die Motten, die grausamen Seelendiebe, die die Lebensgeschichte ihrer Opfer in Büchern einfangen, den Blutbüchern.

Apollonia, Tigwid und Vampa müssen etwas unternehmen, doch sie werden von Nevera, Apollonias Tante, aufgehalten. Die Motten wollen Apollonia die Erinnerung an ihre Mutter stehlen, doch sie kann sich retten.
Ein Buch voller Spannung und Leben. Ich empfehle es jedem der Fantasy mag.

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Bewertung von Lorely am 03.07.2010 ***** ausgezeichnet
ich habe noch nie ein besseres Buch gelesen wie dieses!!!
Habe es schon 3 mal durchgelesen und es war auch beim dritten mal nicht langweilig.
Es lohnt sich wirklich dieses Buch zu lesen!
Und wirklich kein Teil dieses Buches war langweilig!!!

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Bewertung von Leo aus Kaarst am 14.05.2010 ***** ausgezeichnet
Sie schreiben die Erinnerungen der Menschen auf, und rauben so deren Seele. Sie sind die Nocturna und nur das Mädchen das mit Tieren spricht, kann ihre Macht brechen. Aus diesem Grund treffen der Dieb Tigwid, das Mädchen Apolonia und der misteriöse unsterbliche Junge Vampa zusammen und kämpfen gegen die Nocturna. Doch sie haben kaum eine Chance.
Das Buch steckt voller Gefühle, und reisst den Leser direkt in das Leben des unsterblichen Vampa hinein, als dieser einen Sturz aus dem Fenster eines fünften Stockes überlebt. Der Leser sieht die Welt bald durch die Augen der Hauptpersonen und fühlt ihren Schmerz, ihre Hoffnung, ihre Wut und alle anderen Gefühle.

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 21.01.2009 ***** ausgezeichnet
Gerade das 2. Mal durchgelesen. Das Buch ist wirklich spannend und in jedem Kapitel wendet sich das Blatt und man weiß nicht was man noch glauben kann.

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Bewertung von Melanie Gerlach aus Halle/Saale am 19.04.2008 ***** ausgezeichnet
Jenny Mai - Nuyen versteht sich darin die Leser in die Irre zu führen und wie immer hat sie es auch in diesen Buch geschafft. Man weiß nie so richtig um wenn es eigentlich geht. Ist es der Zombie ähnliche Junge Vampa oder der gerissene Dieb Tigwid oder sogar die überhebliche Apolonia. Eine Frage die eigentlich auch keine Rolle spielt, denn wie immer sind alle Figuren Intresant. Wer sich in die Welt der Diebe und Motten hinein ließ weiß selten welche Wendung die Geschichte nimmt und doch wird man an das Buch gekettet durch das bloße Verlangen mehr zu wissen. Viele Fragen werden immer wieder in den Raum geworfen und keine wird gleich beantwortet. Die Geschichte spielt in einer Zeit in der, der Glaube an Zauberei schon völlig verloren ist und hier haben die Zauberer sogar einen eigenen Namen “Motten”. Es ist ein Kampf zwischen den Motten selbst und der Schauplatz ist hier die Düstere Welt des Verbrechens “Eck Jago”. Die Fähigkeiten der Motten sind sehr verschieden, doch so manch einer versteht sich auf den Kampf mit Worten. Die Hauptcharaktere sind so wie alle anderen nicht vom Zweifel an allem Verschont. Hilfreich ist dabei auch nicht gerade wenn ein Teil von einen selbst in einen Buch eingesperrt ist und man keine Gefühle oder Erinnerungen mehr hat. Wie von Jenny Mai - Nuyen nicht anders zu erwarten gibt es auch hier kein absolut Glückliches Ende. Gerade deshalb geht das Ende einen näher als es sonst der Fall gewesen wäre.

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