Ihr kriegt mich nicht! - Engström, Mikael

Mikael Engström 

Ihr kriegt mich nicht!

Miks Geschichte

Übersetzung aus dem Schwedischen v. Birgitta Kicherer
Broschiertes Buch
 
3 Kundenbewertungen
***** sehr gut
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
16 ebmiles sammeln
EUR 15,90
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Ihr kriegt mich nicht!

Mik ist verdammt klein für sein Alter und hat auch sonst alle Voraussetzungen, um unter die Räder zu kommen. Sein Leben in einem Vorort von Stockholm ist alles andere als rosig: sein Vater trinkt, der große Bruder geht seine eigenen Wege. Nur der 12-jährige Mik hält nach außen die Fassade einer halbwegs heilen Familie aufrecht. Bis ihn das Jugendamt bei einer Pflegefamilie unterbringt. Mik läuft davon und schlägt sich zu seiner Tante im Norden von Schweden durch, wo er Geborgenheit und Freunde findet. Als die Sozialarbeiter ihn auch dort abholen wollen, kommt es zur Entscheidung auf Leben und Tod. Ein realistisches und trotz allem humorvolles Jugendbuch vom Alltag eines Jungen am Rande der Gesellschaft.


Produktinformation

  • Verlag: Hanser
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 267 S.
  • Seitenzahl: 267
  • Best.Nr. des Verlages: 545/23379
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 217mm x 144mm x 27mm
  • Gewicht: 410g
  • ISBN-13: 9783446233799
  • ISBN-10: 3446233792
  • Best.Nr.: 26365749

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Bestnoten vergibt Rezensent Franz Lettner an dieses Kinderbuch, das für ihn in einer ähnlichen Liga spielt, wie Astrid Lindgrens "Brüder Löwenherz". Im Zentrum stehe ein Junge mit katastrophaler Familiengeschichte, zu der auch das Drumherum passe: heruntergekommene Stadtrandviertel, Alkoholismus und Kriminalität, sowie engstirnige Behördenvertreter. Allerdings führe der schwedische Autor seinen jugendlichen Protagonisten mit so zärtlicher Verbundenheit und Humor über die Abgründe seiner Jugend, dass Lettner vor Mikael Engströms ergreifender Erzählung nur niederknien kann. Auch die Art, wie Engström sein Buch mit dem Schein der Erlösungssehnsucht wärmt und erhellt, letzte Dinge wie den Tod und das Leben verhandelt, macht dieses Jugendbuch für den Rezensenten zum Ereignis, der nicht zuletzt die Übersetzung von Brigitta Kicherer sehr lobt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.08.2009

Die hilflosen Helfer

Für seine Jugendromane wird der Schwede Mikael Engström in Deutschland gefeiert. Das ist auch ein Verdienst seiner trefflichen Übersetzerin Birgitta Kicherer.

Schon wieder ein übersetztes Buch, dieser neue Jugendroman des schwedischen Autors Mikael Engström. Man mag sich über den Überhang an Übersetzungen auf dem deutschen Jugendbuchmarkt ärgern, Tatsache ist: Wir haben wenige aufregende Autoren im Lande, und die Übernahme von schon bewährten Titeln aus dem Ausland ist für die Verlage einfacher, als eigene Autoren aufzubauen. Über die Transportarbeiten der Übersetzer denkt dabei kaum jemand nach. Es denkt ja auch niemand über den festen Boden nach, auf dem er geht. Es sei denn, er trifft auf Stolperstellen.

Daher ist Mikael Engströms Übersetzerin Birgitta Kicherer wahrscheinlich die Allerletzte, über die ein Leser nachdenkt, während er "Ihr kriegt mich nicht!" liest. Schon allein, weil der Roman einfach zu spannend ist, um nebenher an etwas anderes zu denken als an seinen Helden Mik, der sich ein besseres Leben erkämpft. Aber auch, weil Birgitta Kicherer sich im Dienste aller Bücher, die sie in Händen hat, …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.08.2009

Auf der Flucht
Michael Engströms Roman: „Ihr kriegt mich nicht!”
In Mikael Engströms neuem Roman Ihr kriegt mich nicht! fragt sich der Leser, wo sind wir hier eigentlich? In Nangijala? Im Mattiswald? Selbst dem elfjährigen Helden Mik kommen immer wieder Krümel und Jonathan Löwenherz in den Sinn, wenn er an sein eigenes karges Leben denkt, mit Bruder und Vater.
Wir Leser werden in der Geschichte an Die Brüder Löwenherz erinnert, an das Kirschblütental, manchmal an das Heckenrosental und an die Karmafälle, hinter denen Katla und Tengil lauern. In hoffnungsvollen Augenblicken lugen sogar Ronja und Birk aus Ronja Räubertochter drüben hinterm Buschwerk am Fluss hervor. Fluss – ja, hier kommen auch Huckleberry Finn und Tom Sawyer ins Spiel, selbst wenn die nordschwedische Flusslandschaft – in der sich ein großer Teil der Geschichte ereignet – nicht im entferntesten an den Mississippi erinnert und auch nicht an das liebliche Småland Astrid Lindgrens. Und bei Solna schließlich – wo Mik aufwächst – denken wir an die düstere Stimmung in Mats Wahls Adoleszenzromanen, vor allem in der Winterbucht.
Wie geht das zusammen? Durch eine kluge …

Weiter lesen

"Engström treibt hier einen regelrechten Abenteuerthriller voran. Zugleich ist Ihr kriegt mich nicht! ein - oft schmerzlich - realistischer Roman, der seinen Helden nie alleine lässt und ihn immer ernst nimmt, gleich, ob es um dessen Angst geht, dessen Prahlerei oder dessen Sehnsucht." Guido Graf, Die Welt, 05.12.09 "Das Thema ist hart, aber die Sprache in diesem Buch ist so einfühlsam und poetisch, wie man sie selten in einem Kinderbuch findet. Es ist herzzerreißend und komisch, abenteuerlich und spannend." Ulla Schickling-Hünlich, Frankfurter Rundschau, 08.09.09 "Packendes Plädoyer, Kindern zuzuhören." Elke von Berkholz, Financial Times Deutschland, 10.12.09 "Sozialstudie? Adoleszenzgeschichte? Abenteuerroman? Alles und noch mehr! Alleine das schillernde Personal lohnt die Lektüre. Ganz nebenbei bekommt man große Lust, Die Brüder Löwenherz nochmals zu lesen. Uneingeschränkt empfehlenswert." Jürgen Hees, Bulletin Jugend&Literatur, 08.09 "Ein schwedischer Geniestreich: Es ist eines dieser Bücher, die man nicht aus der Hand legen kann, ehe man sie ausgelesen hat. Ein zugleich trauriges und vergnügliches Buch - eines der besten Jugendbücher der Saison." Susanne Lintl, Kurier, 22.11.09 "Es gibt zu wenig gute Literatur für Jungs? Hier ist ein Buch, das man nicht verpassen sollte. Denn wie Mik die Abgründe meistert, die sich in Engströms Roman auftun, zeigt famos, was das Leben lebenswert macht. Engström erzählt unsentimental, in schnörkellos aus dem Leben gegriffenen, oft witzigen Dialogen - und trifft uns doch mitten ins Herz." Andrea Kachelriess, Stuttgarter Nachrichten, 13.10.09 "Wie Lindgren hat Engström die Gabe, mitten hineinzutauchen in die Seelen von Kindern und Jugendlichen, aus deren Perspektive er seinen Kosmos aus Gut und Böse entfaltet und für die er entschieden Partei ergreift." Anita Rüffer, Badische Zeitung, 08.09.09

Dieses Buch ist eine Reise in den alltäglichen Albtraum, den ungeliebte Kinder erleben müssen, deren Pflegeeltern auch vor groben Formen von Ausbeutung und Missbrauch nicht zurückschrecken. Es ist die Geschichte des 12jährigen Mik, dessen Vater Alkoholiker ist, nichts weiter als "ein Spaten, der von selbst nicht stehen kann". Der große Bruder ist mit seinen 17 Jahren zu jung, um für den Kleinen zu sorgen. Zunächst gibt es aber eine Tante, die im hohen Norden Schwedens lebt. Dort, wo es außer Schnee und singendem Eis auch eine Schule gibt, in der alle Kinder von der ersten bis zur sechsten Klasse gemeinsam unterrichtet werden. Und da sind das Mädchen Pi, die ihn schnell in ihre KatzenklauerClique und in ihr Herz aufnimmt, und die beiden seit 30 Jahren zerstrittenen Brüder Bengt und Bertil. Das ist eine überschaubare Welt, in der Mik nicht nur Angeln lernt, sondern auch auf das Eis zu hören und sich von gefährlichen Gegenständen fernzuhalten, aber auch, wie lustig es kitzelt, wenn jemand an den viel zu großen Ohren saugt und wie schön es ist, wenn ihm jemand jeden Abend Käsebrot ans Bett bringt. Diese Welt steht ganz im Gegensatz zu der Welt, aus der er kommt und in die er wieder zurückgeworfen wird, weil das Sozialamt es so entscheidet. Man mag gar nicht wiedergeben, was er in seiner Pflegefamilie alles erleben muss, aber stabile jugendliche Leser sollten durchaus erfahren, was es heißt, wenn von einer "harten" Jugend die Rede ist, denn viele haben keine Ahnung, was das bedeutet. Mik flieht aus dieser Hölle zu seiner Tante in den Norden und will lieber sterben als zurückzukehren. Die "Papageienfrau" vom Sozialamt, die ihn aber unbedingt ins "Paradies" zurückbringen will, erlebt ihr blaues Wunder, als sich das ganze Dorf schützend vor Mik stellt. Der Autor schont seine Leser nicht, die Figuren sind so lebendig, dass man sich ihnen an keiner Stelle entziehen kann. Klischees werden hier nicht bedient, nur wenn es an die Leute aus dem Sozialamt geht, finden sich keine Namen, sondern Bezeichnungen wie "Goldzahn" oder eben "Papageienfrau". Sie treten wie böse Magier aus dem Märchen auf, und Mik kann auf deren Macht nur mit der Kraft von üblen Worten reagieren. Dort aber, wo er Liebe erfährt, verwandelt sich alles für ihn in Befreiung: Die unperfekte Tante, ein Mädchen und zwei verschrobene alte Männer sind das Beste, was Mik passieren kann. Kinder wie ihn kann dann nämlich auch keiner mehr "kriegen". (Rezension von Gabriele Hoffmann aus dem LibriFachkatalog Harry & Pooh 2009/2010)

Dieses Buch ist eine Reise in den alltäglichen Albtraum, den ungeliebte Kinder erleben müssen, deren Pflegeeltern auch vor groben Formen von Ausbeutung und Missbrauch nicht zurückschrecken. Es ist die Geschichte des 12jährigen Mik, dessen Vater Alkoholiker ist, nichts weiter als "ein Spaten, der von selbst nicht stehen kann". Der große Bruder ist mit seinen 17 Jahren zu jung, um für den Kleinen zu sorgen. Zunächst gibt es aber eine Tante, die im hohen Norden Schwedens lebt. Dort, wo es außer Schnee und singendem Eis auch eine Schule gibt, in der alle Kinder von der ersten bis zur sechsten Klasse gemeinsam unterrichtet werden. Und da sind das Mädchen Pi, die ihn schnell in ihre KatzenklauerClique und in ihr Herz aufnimmt, und die beiden seit 30 Jahren zerstrittenen Brüder Bengt und Bertil. Das ist eine überschaubare Welt, in der Mik nicht nur Angeln lernt, sondern auch auf das Eis zu hören und sich von gefährlichen Gegenständen fernzuhalten, aber auch, wie lustig es kitzelt, wenn jemand an den viel zu großen Ohren saugt und wie schön es ist, wenn ihm jemand jeden Abend Käsebrot ans Bett bringt. Diese Welt steht ganz im Gegensatz zu der Welt, aus der er kommt und in die er wieder zurückgeworfen wird, weil das Sozialamt es so entscheidet. Man mag gar nicht wiedergeben, was er in seiner Pflegefamilie alles erleben muss, aber stabile jugendliche Leser sollten durchaus erfahren, was es heißt, wenn von einer "harten" Jugend die Rede ist, denn viele haben keine Ahnung, was das bedeutet. Mik flieht aus dieser Hölle zu seiner Tante in den Norden und will lieber sterben als zurückzukehren. Die "Papageienfrau" vom Sozialamt, die ihn aber unbedingt ins "Paradies" zurückbringen will, erlebt ihr blaues Wunder, als sich das ganze Dorf schützend vor Mik stellt. Der Autor schont seine Leser nicht, die Figuren sind so lebendig, dass man sich ihnen an keiner Stelle entziehen kann. Klischees werden hier nicht bedient, nur wenn es an die Leute aus dem Sozialamt geht, finden sich keine Namen, sondern Bezeichnungen wie "Goldzahn" oder eben "Papageienfrau". Sie treten wie böse Magier aus dem Märchen auf, und Mik kann auf deren Macht nur mit der Kraft von üblen Worten reagieren. Dort aber, wo er Liebe erfährt, verwandelt sich alles für ihn in Befreiung: Die unperfekte Tante, ein Mädchen und zwei verschrobene alte Männer sind das Beste, was Mik passieren kann. Kinder wie ihn kann dann nämlich auch keiner mehr "kriegen". (Rezension von Gabriele Hoffmann aus dem LibriFachkatalog Harry & Pooh 2009/2010)

.
Mikael Engström, geboren 1961 in Schweden, wurde für seine Jugendromane "Brando" und "Steppo" vielfach ausgezeichnet. Sein dritter Roman "Ihr kriegt mich nicht!" erhielt die Nils-Holgersson-Plakette sowie den LUCHS und ist aktuell für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2010 nominiert.

Leseprobe zu "Ihr kriegt mich nicht!"

Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in Ihr kriegt mich nicht! zu blättern!


Kundenbewertungen zu "Ihr kriegt mich nicht!" von "Mikael Engström"

3 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 3 Bewertungen ***** sehr gut)
***** ausgezeichnet
 
(2)
***** sehr gut
***** gut
***** weniger gut
 
(1)
***** schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Ihr kriegt mich nicht!" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

Bewertung von kleinbrina aus Hamm am 17.12.2010 ***** ausgezeichnet
Der 12-jährige Mik ist ein kluges Kind, dass wenig Spaß an der Schule hat und an seinem Bruder hängt. Nach außen hin versucht er stets eine heile Familie darzustellen, doch in seinem Inneren sieht es ganz anders aus.
Seine Mutter ist verstorben, sein Vater Alkoholiker und auch sein Bruder entfernt sich immer mehr von seiner Familie.

Als eines Tages das Jugendamt vor der Tür steht und Mik zu seiner Tante Lena gebracht wird, glaubt er zunächst, dass nun alles vorbei sei. Doch ausgerechnet Lena, mit der er bislang wenig zu tun hatte, zeigt ihm, was es heißt, ein Zuhause zu haben. Sie kümmert sich liebevoll um den Jungen und wird schnell seine Bezugsperson. Auch in der neuen Schule kommt er gut zurecht und freundet sich schnell mit seinen Mitschülern an.
Doch dann kommt erneut das Jugendamt und bringt ihn zu einer Pflegefamilie, bei der er sich nicht wohlfühlt.
Für Mik steht fest: Er will zurück nach Lena - um jeden Preis...

"Ihr kriegt mich nicht!" erzählt die Geschichte des 12-jährigen Mik, die trauriger und spannender nicht sein kann. Man merkt schnell, wie verzweifelt der Junge sein muss. Er tritt sehr bescheiden und klug auf und wünscht sich nur ein Zuhause, indem er noch Kind sein kann, ohne bereits Verantwortung für seinen Vater zu übernehmen.
Hierbei wird auch genauestens dargestellt, wie schwer es für ein Kind ist, bei den Behörden durchzudringen.
Hier merkt man schnell, dass das Jugendamt nicht wirklich auf den Jungen eingeht und nur das Ziel verfolgt, den Jungen von seinem Vater fernzuhalten.
Obwohl er bei Lena glücklich ist, glaubt das Jugendamt nicht an Lenas Fähigkeiten.

Die Charaktere werden liebevoll beschrieben und überzeugen mit ihrem Charme und ihrem unerschütterlichen Glauben an Gerechtigkeit.
Hier gefällt mir besonders Lena, die alles tut, um ihren Neffen ein Zuhause zu bieten. Obwohl sie selbst keine einfache Kindheit hatte und selbst immer wieder mit Alkohol zu tun hatte, schafft sie den Absprung.
Durch ihre Erfahrungen ist sie auch die Einzige, die wirklich zu Mik durchdringen kann.

Obwohl das Ende vorhersehbar ist, ist es doch der perfekte Abschluss, der einen berührt und Hoffnung macht, dass es doch noch Gerechtigkeit auf dieser Welt gibt.

Bei "Ihr kriegt mich nicht!" handelt es sich um ein Hörspiel. Die Umstellung von Hörbuch auf Hörspiel fiel mir zunächst schwer, wurde aber dann immer besser.
Die Hintergrundgeräusche haben dieses Buch noch viel lebendiger und interessanter gemacht.

Die Sprecher harmonieren sehr gut miteinander, sodass es eine Freude ist, ihnen zuzuhören.
Mit seinen gerade mal 113 Minuten handelt es sich hierbei um die ungekürzte Hörbuchfassung.

"Ihr kriegt mich nicht!" ist weitaus mehr als ein einfaches Jugendbuch. Es unterhält, klärt aber auch auf. Wer sich auf diese recht kurze, aber sehr gute Geschichte einlässt, wird nicht enttäuscht werden.

Absolut empfehlenswert!

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD

2 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von tilli aus Frankfurt am 17.06.2010 ***** weniger gut
Miks Vater ist Alkoholiker, sein 16 jähriger Bruder kriminell und er selbst geht in die fünfte Klasse einer Schule in Stockholm. Irgendwann steht das
Jugendamt vor der Tür und holt ihn ab. Er wird zu seiner Tante Lena gebracht (was nur eine vorühbergehende Lösung sein soll). Zuerst fühlt er sich dort ziemlich verloren, doch dann findet er Freunde und fängt an, seine Tante zu mögen. EinesTages steht das Jugendamt abermals vor der Tür und will Mik zu einer echten Pflegefamilie bringen, wo er auf Dauer ein Zuhause finde soll. Ob es ihm dort gefällt?Selber lesen!
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil der Autor (Mikael Engström) sehr genau erzählt.

0 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von xxolaxx aus Münster am 08.08.2009 ***** ausgezeichnet
„Ihr kriegt mich nicht!“ – oder vielleicht doch???

Die Geschichte eines Jungen, der einfach nur „ein zu Hause“ haben will

Mikeal Engström: „Ihr kriegt mich nicht!“

Ein kleiner Junge mit frechem Blick streckt seinen Kopf aus einem stillen See. Der Wald bildet sich leicht im Hintergrund ab. Ein wenig Schweden schon auf dem Cover des Buches. Mikeal Engström erzählt die Geschichte des kleinen Mik aus Stockholm.
Während der Vater dem Alkohol nicht abgeneigt ist, die Mutter gestorben ist und der Bruder eine kriminelle Laufbahn einschlägt, versucht Mik nach Außen eine Fassade von einem glücklichen Familienleben zu wahren. Dass das nicht lange gut gehen kann, ist keine Überraschung. Mik wird von der „Papageienfrau“ und dem „Goldzahn“ abgeholt und nach Solna zu der Schwester seines Vaters geschickt. Hier ist das Leben anders als in Stockholm. Die Schule umfasst lediglich 13 Schüler, seine Tante besitzt weder Fernseher noch Radio, in dem Dorf kennt jeder jeden und der Winter ist eisig. Dennoch fühlt sich Mik wohl. Findet Freunde und bekommt von seiner Tante endlich ein wenig Liebe und Wärme. Alles scheint gut sein, bis das Jugendamt eine Pflegefamilie für ihn gefunden hat und er seine neue Heimat wieder verlassen muss. Diese ist allerdings alles andere, als eine „funktionierende“ Familie. Mik reißt aus und versucht zurück zu seiner Tante und seinen Freunden zu gelangen....
Ein Jugendbuch über einen Fünftklässler der den Staat nicht versteht und sich vor dem „Paragraphen“ fürchtet, der die Alkoholprobleme seines Vaters aus der Sicht eines Kindes schildert und der kein Vertrauen entwickeln kann, da er Angst hat nicht verstanden zu werden.
Themen wie Freundschaft, Familie, Liebe, Zuneigung, aber auch Vertrauen, Angst, Furcht, Kriminalität und Alkoholismus bilden den Rahmen dieses Buchen und werden dezent bearbeitet. Keines der Themen wird übertrieben dargestellt, sonder eher am Rande angesprochen. Somit wird ein Aufdrängen verhindert und die Leser können sich eine eigene Meinung bilden.
Engström schildert aber nicht nur die Geschichte des Jungen, sondern beschreibt auch Schweden. Vor allem Solna, der Ort an dem sich MIk bei seiner Tante wohl fühlt, wird besonders eindrucksvoll geschildert. Vor allem für deutsche Leser ist es so beim Lesen möglich ganz nebenbei etwas über Schweden zu erfahren ohne es eventuell wahrzunehmen.
Verblüffend sind die auch die Ähnlichkeiten zwischen dem Protagonisten und dem Autor. Mik und Mikael. Eine Abkürzung des eigenen Namens? Auch ist Engström selbst in Solna geboren und aufgewachsen. Vielleicht existieren die Bewohner des Ortes aus dem Buch auch in Wirklichkeit und Engström könnte Teile seiner eigenen Kindheit hier verarbeitet haben.
Mit „Brando“ gab er sein in Schweden bereits preisgekröntes Romandebüt. In Deutschland wurde das Buch für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und erzielte den LUCHS des Monats im Februar 2003. Auch „Ihr kriegt mich nicht“ steht seinem Erstlingsroman im Nichts nach.
Die einzelnen Kapitel sind abwechslungsreich gestaltet und die Handlung wird von dem Erzähler so geschildert, wie Mik seine Welt wahrnimmt. Die Leser wissen somit nicht mehr, als Mik weiß, was ein Einfühlen ermöglicht. Auch fiebert man mit dem Protagonisten mit und überlegt sich, wie man ihm Helfen könnte. Abwechslungsreich ist dieser Roman vor allem durch ein Kapitel, indem ein Perspektivwechsel stattfindet und die Geschichte durch Tagebucheinträge von Mik dargestellt wird. Hier fühlt man noch intensiver mit. Auch die erfundenen Ausdrücke von Mik machen das Buch nicht nur emotional, sondern an der ein oder anderen Stelle auch mal ganz lustig.
Angefangen bei Mitleid, über Freunde, Humor und Aufregung empfindet man beim Lesen all diese Emotionen. Langweile kommt somit also nicht auf.
Einzig das Ende bleibt zu kritisieren. Ob hier ein sogenanntes Happy End stattfindet bleibt der Meinung des Lesers überlassen.

5 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Ihr kriegt mich nicht!" von Mikael Engström ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop

4 Marktplatz-Angebote für "Ihr kriegt mich nicht!" ab EUR 3,90

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 3,90 1,30 Banküberweisung oliver9797 100,0% ansehen
wie neu 5,00 2,20 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Buchhandlung und Antiquariat Spektrum 100,0% ansehen
gebraucht; gut 6,98 1,85 offene Rechnung, Banküberweisung BBB-Internetbuc h 98,8% ansehen
wie neu 14,90 1,50 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Buchversand Zorneding 97,3% ansehen
Mehr von