Fünf Freunde wittern ein Geheimnis / Fünf Freunde Bd.15 - Blyton, Enid

Enid Blyton 

Fünf Freunde wittern ein Geheimnis / Fünf Freunde Bd.15

Illustrator: Soper, Eileen A. / Übersetzer: Mooshammer-Lohrer, Marita
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Fünf Freunde wittern ein Geheimnis / Fünf Freunde Bd.15

Was ist in der alten Hütte los und wer ist der fremde Junge? Und dann dieser entsetzliche Lärm und das seltsame Licht! Wer will die Fünf Freunde erschrecken? Was hat er zu verbergen? Die Lösung kann nur in dem engen Geheimgang liegen.


Produktinformation

  • Verlag: Cbj
  • 1997
  • 48. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: m. Illustr. v. Eileen A. Soper.
  • Seitenzahl: 192
  • Fünf Freunde Bd.15
  • Altersempfehlung: ab 10 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 218mm x 141mm x 22mm
  • Gewicht: 334g
  • ISBN-13: 9783570033258
  • ISBN-10: 3570033252
  • Best.Nr.: 00032015
Enid Blyton, 1897 in London geboren, begann im Alter von 14 Jahren, Gedichte zu schreiben. Bis zu ihrem Tod im Jahre 1968 verfasste sie über 700 Bücher und mehr als 10.000 Kurzgeschichten, die in über 40 Sprachen übersetzt wurden. Bis heute gehört Enid Blyton zu den meistgelesenen Kinderbuchautoren der Welt und mit den "Fünf Freunden" hat sie die bekanntesten Helden aller Zeiten geschaffen.

Leseprobe zu "Fünf Freunde wittern ein Geheimnis / Fünf..."

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Leseprobe zu "Fünf Freunde wittern ein Geheimnis / Fünf..."

Empfindsame Georg

"Mutter! Mutter, wo bist du?", rief Georg, als sie ins Haus stürmte. "Mutter! Schnell!"

Aber nichts rührte sich. Georgs Mutter war im Garten hinter dem Felsenhaus, um Blumen zu holen. Georg rief noch einmal, jetzt mit der ganzen Kraft ihrer ohnehin sehr lauten Stimme. "Mutter! Mutter! Wo bist du? Es ist wichtig!"

Im Haus wurde eine Tür aufgerissen und Georgs Vater erschien und musterte seine Tochter.

"Georg! Was soll dieser Lärm? Ich stecke mitten in einer schwierigen ..."

"Vater, Tim ist verwundet!", jammerte Georg. "Er sprang ..."

Ihr Vater schaute auf Tim, der geduldig hinter Georg stand, und schnaubte hörbar.

"Verwundet! Mir scheint, er ist kerngesund. Wahrscheinlich hat er sich wieder einen Dorn eingetreten - und gleich denkst du, die Welt geht unter, schreist durchs ganze Haus und ..."

"Aber Tim ist wirklich verwundet", unterbrach Georg ihn und unterdrückte krampfhaft die Tränen. "Sieh doch."

Aber ihr Vater war wieder in sein Arbeitszimmer zurückgegangen und die Tür fiel krachend hinter ihm zu. Georg starrte die Tür mit einem Blick an, der ebenso wütend war wie der ihres Vaters.

"Du bist herzlos!", rief sie. "Und ... oh, da kommt Mutter. Mutter!"

"Na, Georg, was ist denn nur wieder los?", erkundigte sich ihre Mutter. "Erst hörte man Vaters Schimpfen und dann dein Geschrei."

"Mutter, Tim hat sich verletzt." Georg schluchzte. "Sieh nur!"

Sie kniete neben dem Hund nieder und klappte vorsichtig ein Ohr nach vorn. Hinter dem Ohr war eine Risswunde, die stark blutete. Tim winselte leise und in Georgs Augen standen Tränen, als sie zu ihrer Mutter aufsah.

"Nun reg dich nicht so auf, Georg", sagte Frau Kirrin, "es ist nur eine Risswunde. Wie ist das denn passiert?"

"Er wollte über einen Graben springen und hat den Stacheldraht nicht gesehen", berichtete Georg. "Und da hat er sich hinter dem Ohr die Haut aufgerissen. Der Riss hört gar nicht auf zu bluten. Was soll ich nur tun?"

Ihre Mutter besah sich die Wunde; sie war wirklich ziemlich tief. "Geh mit ihm zum Tierarzt", riet sie. "Vielleicht muss die Wunde genäht werden. Sie scheint mir doch recht tief zu sein. Armer, guter Tim, ein Glück, dass es nicht das Auge war."

"Dann hau ich am besten sofort ab", sagte Georg und lief zur Tür. "Ob der Doktor jetzt wohl zu Hause ist?" "Sicher, er hat um diese Zeit Sprechstunde."

So musste Tim in größter Eile über die Feldwege bis zu dem hübschen Haus des Tierarztes laufen. Georg war sehr besorgt und atmete auf, als sie merkte, dass der Arzt die Sache nicht allzu ernst nahm. Er kannte Tim von den Impfungen her, die immer wieder notwendig waren.

"Ein paar Stiche, dann heilt das schön zu", meinte er. "Wirst du ihn halten, während ich die Wunde behandle? Er wird kaum etwas spüren. So, alter Knabe - halt still, so ist's recht!"

Fünf Minuten später bedankte sich Georg herzlich bei dem Arzt.

"Vielen Dank, Doktor! Mir ist ganz anders geworden, als ich das Blut gesehen hab. Ist jetzt alles gut?"

"Ja, ja, natürlich, du darfst ihn sich nur nicht an der Wunde kratzen lassen", sagte der Tierarzt, während er sich die Hände wusch, "sonst könnte es schlimmer werden."

"Ja, was soll ich denn dagegen tun?", fragte Georg besorgt. "Da, er versucht schon sich zu kratzen!"

"Du musst ihm einen großen Kragen aus Pappe machen", erklärte der Tierarzt, "rund um den Hals und weit abstehend, damit er mit der Pfote nicht an die Wunde herankommt, auch wenn er sich noch so sehr bemüht."

"Aber Tim wird das nicht mögen", gab Georg zu bedenken. "Hunde sehen mit solchen Halskrausen sehr komisch aus, und ich glaube, sie wissen das. Tim wird schrecklich böse werden."

"Es ist aber die einzige Möglichkeit, ihn am Kratzen zu hindern", meinte der Arzt. "Geh ruhig nach Hause, Georg. Draußen warten noch mehr Patienten."

Georg machte sich auf den Heimweg und Tim trottete still hinterher. Ihm behagte es sehr, dass sich zur Zeit alles um ihn drehte. Als sie schon beinahe zu Hause waren, setzte er sich plötzlich hin und wollte mit der Hinterpfote sein verwundetes Ohr kratzen.

"Nein! Tim, nein!", rief Georg aufgeregt. "Du darfst dich nicht kratzen! Das Pflaster wird sofort abgehen und dann bricht die Wunde wieder auf. Nein, Tim!"

Tim schaute sie fassungslos an. Nun gut, wenn das Kratzen Georg plötzlich so aufregte, würde er damit eben warten, bis er allein war. Aber Georg durchschaute Tim und zog die Stirn in Falten.

"Verflixt! Ich muss ihm tatsächlich diesen Pappkragen machen. Vielleicht hilft Mutter mir dabei."

Die Mutter half ihr gern. Georg war in solchen Sachen nicht sehr geschickt und sah ihrer Mutter zu, wie sie den Kragen aus Pappkarton ausschnitt, ihn um Tims Hals legte und die Enden mit Klebeband zusammenfügte. Tim schaute verdutzt drein, aber er hielt geduldig still. Als der Kragen fest um seinen Hals saß, versuchte er mit beiden Vorderpfoten den ungewohnten Halsschmuck abzustreifen. Als das nicht gelang, hob er die Hinterpfote, um sein schmerzendes Ohr zu kratzen, aber auch da gab es Fehlanzeige. Er kratzte nur den Pappkarton.

"Mach dir nichts draus, Tim", tröstete Georg ihren Hund, "in ein paar Tagen ist alles vorbei."

Da kam Georgs Vater aus dem Arbeitszimmer. Als er Tim mit dem Kragen sah, blieb er wie angewurzelt stehen. Dann lachte er, was er sonst äußerst selten tat.

"Ach, Tim, du siehst mit deiner prachtvollen Halskrause aus wie Königin Elisabeth I.!", rief er aus.

"Lach nicht über ihn, Vater", sagte Georg vorwurfsvoll. "Du weißt doch, Hunde vertragen es nicht, wenn man sie auslacht."

Tim schien tatsächlich gekränkt zu sein. Er wandte Georgs Vater seine Kehrseite zu und begab sich sichtlich beleidigt in die Küche. Von dort kam ein leises Kichern und dann lachte jemand an der Küchentür laut auf. Es war der Milchmann.

"O Tim! Wozu hast du bloß diesen Kragen um? Damit du lauter bellen kannst? Du siehst schrecklich komisch aus!"

Georg war verärgert und blieb es den ganzen Tag über. Jeden, der nur den Mund aufmachte, um etwas über die komische Halskrause zu sagen, fauchte sie wild an. Wie hässlich von den Leuten, sich über Tim lustig zu machen! Konnten sie sich denn nicht vorstellen, wie entsetzlich unbequem so ein Kragen war? Tim musste ihn Tag und Nacht umbehalten. Er konnte sich nicht einmal gemütlich hinlegen. Georg schlich umher und sah so wütend und elend aus, dass ihre Mutter Mitleid bekam.

"Georg, Liebling, nimm es doch nicht so schwer. Du machst Vater sonst noch ganz böse. Tim wird den Kragen höchstens ein paar Tage brauchen, das weißt du doch. Er sieht ja wirklich ein bisschen komisch aus, wenn man ihn unvorbereitet sieht. Er wird sich aber bald daran gewöhnen."

"Alle lachen über ihn", grollte Georg. "Er läuft in den Garten und schon hängen Dutzende von Kindern über dem Zaun und brüllen vor Lachen. Und der Postbote fand es grausam. Und Vater findet es lustig. Und ..."

"Nun mach bloß kein so großes Theater daraus!", mahnte ihre Mutter. "Denk daran, Anne kommt bald, und sie wird sicher nicht erfreut sein, wenn du aus dem kleinen Unfall eine Tragödie machst."

Anne war Georgs Kusine. Und Georg hieß eigentlich nicht Georg, sondern Georgina. Sie wurde ihrer ruppigen Art wegen oft für einen Jungen gehalten. Georg unterstützte das noch mit ihrem Haarschnitt und ihrer Kleidung. Und so gefiel es ihr auch am besten.

Georg hielt es noch einen Tag aus. Dann aber, nachdem sie wegen Tim noch zwei Auseinandersetzungen mit ihrem Vater, eine mit drei spottenden Jungen und eine mit dem Zeitungsjungen gehabt hatte, beschloss sie, keinen Tag länger im Felsenhaus zu bleiben.

"Wir nehmen mein kleines Zelt und gehen zusammen irgendwohin. Nur du und ich", teilte sie Tim mit. "Wir suchen uns einen Platz, wo niemand dich sieht, bis die Wunde verheilt und der schreckliche Kragen weg ist. Ist das nicht eine gute Idee?"

"Wuff", machte Tim, als wäre er mit Georgs Vorschlag einverstanden. Obwohl er sich noch immer mit diesem Kragen herumärgern musste.

"Weißt du, Tim, sogar die Hunde lachen über dich", fuhr sie ernsthaft fort. "Hast du diesen dämlichen Zwergpudel von Frau Janosch bemerkt? Wie er dastand und dich anstarrte! Man konnte ihm ansehen, dass er lachte. Und ich mag nicht, dass man über dich lacht. Ich weiß, du hasst es."

Tim mochte es sicherlich nicht sehr gern, aber Georg schien über den Kragen noch weit mehr entrüstet zu sein als er selbst. Er folgte ihr hinauf in ihr Schlafzimmer und beobachtete, wie sie anfing einige Sachen in einen Matchsack zu stopfen.

"Wir werden uns einen einsamen Winkel am Waldrand suchen", erklärte sie ihm, "und das Zelt an einem Bach aufschlagen. Heute Nacht ziehen wir los. Ich nehme mein Fahrrad und lade alles auf den Gepäckträger."

So schlich also Georg mitten in der Nacht, als im Felsenhaus alles dunkel und still war, mit Tim die Treppe hinunter. Auf den Esszimmertisch legte sie einen Zettel. Leise holte sie ihr Fahrrad aus dem Schuppen und schnallte ihr Zelt und den Matchsack darauf. Den hatte sie noch mit Proviant voll gestopft, und der war in der Speisekammer schnell gegrapscht.

"Nun komm schon", flüsterte sie Tim zu. "Wir hauen ab. Ich fahr ganz langsam und du läufst nebenher. Bell um Himmels willen nicht!" Dann verschluckte die Dunkelheit die beiden. Tim trabte neben dem Rad her. Niemand ahnte etwas von ihrem Ausflug. Im Felsenhaus war es still, nichts regte sich, nur die Küchentür quietschte leise. Georg hatte vergessen sie zu schließen.

Am nächsten Morgen gab es ziemlichen Wirbel im Felsenhaus. Die Köchin Johanna fand Georgs Zettel und wunderte sich, was ein Brief in Georgs Handschrift auf dem Esszimmertisch zu suchen hatte. Sie lief schnurstracks hinauf und schaute in Georgs Zimmer. Das Bett war leer. Von Georg und Tim keine Spur!

Johanna brachte Frau Kirrin den Zettel.

"Ach du liebe Zeit! Diese dumme Georg!", rief deren Mutter, als sie ihn gelesen hatte. "Schau, Quentin, so viel Getue um Tim! Nun ist Georg mit ihm ausgerückt. Wer weiß, wohin." Ihr Mann griff nach dem Zettel und las ihn laut vor:

"'Liebe Mutter! Ich gehe für ein paar Tage mit Tim fort, bis sein Ohr besser ist. Ich habe mein Zelt und einige Sachen mitgenommen. Mach dir bitte keine Sorgen. Sag Anne, sie soll ans Ende des Birkenweges kommen, wenn sie mit mir zelten will. Ich werde sie dann dort um zwölf Uhr abholen. Herzlichen Gruß, Georg.'"

"Gott sei Dank", sagte Georgs Vater. "Lass sie nur machen. Ich habe ihr mürrisches Gesicht und Tims Leidensmiene lange genug mit ansehen müssen. Schick ihr Anne nach, vielleicht habe ich dann endlich ein paar Tage Ruhe."

"Ja, vielleicht war die Idee doch ganz gut", meinte Frau Kirrin. "Georg ist eigentlich recht vernünftig und sie hat schließlich Tim bei sich. Wenn Anne heute Vormittag kommt, sage ich ihr, sie soll auch zelten gehen."

Als Anne im Felsenhaus ankam, hielt sie gleich nach Georg und Tim Ausschau, aber keiner der beiden ließ sich blicken. Nur ihre Tante begrüßte sie, freundlich und lachend wie immer. "Was ist denn los?", fragte Anne. "Wo sind Georg und Tim?"

Copyright © in der Verlagsgruppe Random House

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Bewertung von Ismet aus Frankfurt am 01.06.2010 ***** sehr gut
Es war Sommer, als Tim der Hund mit Georg draußen spielten verletzte sich Tim am Ohr. Georg rannte, so schnell er konnte, nach Hause und erzählte es ihrer Mutter, die Mutter sagte zu Georg das er zu dem Tierarzt gehen soll. Der Tierarzt sagte zu Georg das er ihm eine Halskrause aus Pappe basteln soll. Das tat Georg auch und setzte sie ihm auf. Alle lachten ihn aus. Tim wollte raus in den Garten, da kamen alle Kinder und lachten ihn aus. Allmählich hatte Georg es satt, dass alle Tim auslachten, und wanderte eines Nachts aus. Am nächsten Tag hatte Tim ein Band am Fuß die fünf Freunde machten sich auf den weg um das Rätsel zu lösen. Die beiden Mädchen durchforschten die alten Gebäude gründlich und sie fanten nichts und niemanden. Kein Huhn, keine Ente, kein Schwein und natürlich auch kein Pferd. Was ist dann die Lösung? Vielleicht war es ein Wanderer. Vielleicht wollte ihnen jemand einen Streich spielen. Anne hörte ein Geräusch das wie eine Katze klang. Georg folgte dem Geräusch. Sie fand einen Jungen mit einem Mondgesicht. Er mochte ungefähr 12 oder 13 Jahre alt sein. Er war klein, stämmig und besaß das frechste Gesicht das Anne je gesehen hatte.
Die Hauptfigur ist Georg, Georg ist eine Abkürzung für Georgina. Sie will Georg genannt werden, weil sie wie ein Junge aussieht. Sie hat einen Hund namens Tim.
Ich empfehle das Buch (Fünf Freunde wittern ein Geheimnis), weil es sehr spanennd, sehr lustig und sehr deutlich geschrieben wurde. Beim lesen ist man wie verzaubert und wie in einer anderen Welt. Man ist in das Buch so sehr gebunden, dass man nicht mehr aufhören kann zu lesen. Auf einige Fragen findet man zwar auch am Ende des Buches keine Antwort, aber es geschehen sehr spanennde , die den Laser an das Buch fesseln. Wenn ihr heraus finden wollt, was ich meine, dann lest einfach das Buch! Ich empfehle das Buch für die Altersstufen 10-15. Es können aber auch jüngere lesen

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