Der Ruf des Kolibris - Lehmann, Christine

Christine Lehmann 

Der Ruf des Kolibris

Gebundenes Buch
 
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Der Ruf des Kolibris

Ein Jahr Kolumbien. Noch ahnt Jasmin nicht, was sie erwartet. Dass sie Verzweiflung kennenlernt. Sich sich von der Magie des Landes verzaubern lässt, Gewalt begegnet, den Duft der Freiheit schmeckt, an die Grenzen des Möglichen kommt. Vor allem aber trifft sie Damiàn. Damiàn, den gut aussehenden Indio, der ein dunkles Geheimnis hütet. Tief im kolumbianischen Urwald und den nebligen Bergen der Anden findet Jasmin Antworten. Und ist doch längst rettungslos in ihrer Liebe zu Damiàn verfangen.

Packende Liebesgeschichte, geheimnisvoller Abenteuerroman und fesselnder Politthriller in einem.


Produktinformation

  • Verlag: Thienemann Verlag
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 540 S.
  • Seitenzahl: 540
  • Planet Girl im Thienemann Verlag GmbH
  • Best.Nr. des Verlages: 20023
  • Altersempfehlung: ab 13 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 222mm x 150mm x 44mm
  • Gewicht: 820g
  • ISBN-13: 9783522200233
  • ISBN-10: 3522200233
  • Best.Nr.: 26373313
Viele junge Menschen träumen von der großen weiten Welt und sind gerne bereit, viele Unannehmlichkeiten auf sich zu nehmen, um in ganz anderen als den gewohnten Zusammenhängen zu leben. Einige von ihnen träumen sogar davon, dabei mitzuwirken, die Welt ein wenig zu verbessern. Das alles interessiert Jasmin zunächst allerdings nicht, sie will überhaupt nicht nach Kolumbien. Es ist ihr Vater, der unbedingt als Arzt seinen Beitrag zur Herstellung der Gerechtigkeit in diesem Land leisten will. Aber Jasmin ist verliebt, und den Abschied für ein ganzes Jahr von ihrem vertrauten Leben empfindet sie wiederum nur als ungerecht. Doch ihr bleibt nichts anderes übrig, als sich dem Willen ihrer Eltern zu beugen. In Kolumbien findet Jasmin an der deutschen Schule jedoch schnell Anschluss. Sie freundet sich mit Elena Pereas an, deren Vater einer der reichsten Männer Kolumbiens ist. Er besitzt Smaragdminen, in denen die Ärmsten der Armen täglich den Schlamm nach den Edelsteinen durchwühlen, in der Hoffnung, eines Tages genauso reich zu werden wie der Chef. Allerdings ist es nicht nur angenehm, reich zu sein. Die Familie Pereas lebt in ständiger Angst, von der Revolutionären Volksarmee Kolumbiens, der FARC, entführt zu werden. Und natürlich verliebt sich Jasmin ausgerechnet in Damian, einen sehr attraktiven jungen Indio, der sehr geheimnisvoll ist, und, wie Jasmin immer wieder vermutet, möglicherweise zu den Terroristen gehört. Jasmin ist hin und her gerissen in ihren Gefühlen, die soziale Welt, die sie in Kolumbien umgibt, zu beurteilen. Sind die Revolutionäre wirklich böse? Ist es nicht lediglich ihre absolute Machtlosigkeit in einem korrupten System, das sie zu so schrecklichen Taten zwingt? Jasmins Vater hat als Arzt seine Entscheidung gegen die Gewalt getroffen, aber wie steht es um Damian? Der Roman ist spannend erzählt. Man fiebert mit Jasmin mit und fragt sich, ob sie Damian vertrauen kann. Einerseits ist da eine große Faszination, andererseits eine verwirrende Skepsis, denn der Geliebte gibt ihr durch sein Verhalten ständig neue Rätsel auf. Im Hintergrund erfahren die Leser einiges über die politischen Verhältnisse in Kolumbien, über den Rassismus und die elementaren Ungerechtigkeiten, denen die Menschen ausgeliefert sind. Jasmin repräsentiert als weibliche Heldin, die von außen in diese Zusammenhänge gerät, ein typisches Verhalten, wie es viele jungen Mädchen, die von der Welt noch nicht viel wissen, an den Tag legen. Sie strotzt nur so voll naiver Vorurteile und egozentrischer Verhaltensweisen. Sie hat weder Verständnis für die Entscheidungen ihrer Eltern und begreift auch nicht deren Sorgen. Sogar ihr Einsatz gegen die Ungerechtigkeit, die den Indios widerfährt, wirkt eher unmittelbar emotional als wirklich aufrichtig. Aber genau das ist für die Leser wichtig. Sie empfinden Jasmin als oberflächlich, distanzieren sich von ihrer Haltung und setzen sich deshalb mit den Inhalten, die Thema des Buches sind, selbständig auseinander. Jasmin hat noch eine Menge zu lernen, bis sie für Damian und sein Volk eine echte Partnerin werden kann. Die Leser sind aufgefordert, sie dabei zu begleiten. (Rezension von Gabriele Hoffmann aus dem LibriFachkatalog Harry & Pooh 2009/2010)

Viele junge Menschen träumen von der großen weiten Welt und sind gerne bereit, viele Unannehmlichkeiten auf sich zu nehmen, um in ganz anderen als den gewohnten Zusammenhängen zu leben. Einige von ihnen träumen sogar davon, dabei mitzuwirken, die Welt ein wenig zu verbessern. Das alles interessiert Jasmin zunächst allerdings nicht, sie will überhaupt nicht nach Kolumbien. Es ist ihr Vater, der unbedingt als Arzt seinen Beitrag zur Herstellung der Gerechtigkeit in diesem Land leisten will. Aber Jasmin ist verliebt, und den Abschied für ein ganzes Jahr von ihrem vertrauten Leben empfindet sie wiederum nur als ungerecht. Doch ihr bleibt nichts anderes übrig, als sich dem Willen ihrer Eltern zu beugen. In Kolumbien findet Jasmin an der deutschen Schule jedoch schnell Anschluss. Sie freundet sich mit Elena Pereas an, deren Vater einer der reichsten Männer Kolumbiens ist. Er besitzt Smaragdminen, in denen die Ärmsten der Armen täglich den Schlamm nach den Edelsteinen durchwühlen, in der Hoffnung, eines Tages genauso reich zu werden wie der Chef. Allerdings ist es nicht nur angenehm, reich zu sein. Die Familie Pereas lebt in ständiger Angst, von der Revolutionären Volksarmee Kolumbiens, der FARC, entführt zu werden. Und natürlich verliebt sich Jasmin ausgerechnet in Damian, einen sehr attraktiven jungen Indio, der sehr geheimnisvoll ist, und, wie Jasmin immer wieder vermutet, möglicherweise zu den Terroristen gehört. Jasmin ist hin und her gerissen in ihren Gefühlen, die soziale Welt, die sie in Kolumbien umgibt, zu beurteilen. Sind die Revolutionäre wirklich böse? Ist es nicht lediglich ihre absolute Machtlosigkeit in einem korrupten System, das sie zu so schrecklichen Taten zwingt? Jasmins Vater hat als Arzt seine Entscheidung gegen die Gewalt getroffen, aber wie steht es um Damian? Der Roman ist spannend erzählt. Man fiebert mit Jasmin mit und fragt sich, ob sie Damian vertrauen kann. Einerseits ist da eine große Faszination, andererseits eine verwirrende Skepsis, denn der Geliebte gibt ihr durch sein Verhalten ständig neue Rätsel auf. Im Hintergrund erfahren die Leser einiges über die politischen Verhältnisse in Kolumbien, über den Rassismus und die elementaren Ungerechtigkeiten, denen die Menschen ausgeliefert sind. Jasmin repräsentiert als weibliche Heldin, die von außen in diese Zusammenhänge gerät, ein typisches Verhalten, wie es viele jungen Mädchen, die von der Welt noch nicht viel wissen, an den Tag legen. Sie strotzt nur so voll naiver Vorurteile und egozentrischer Verhaltensweisen. Sie hat weder Verständnis für die Entscheidungen ihrer Eltern und begreift auch nicht deren Sorgen. Sogar ihr Einsatz gegen die Ungerechtigkeit, die den Indios widerfährt, wirkt eher unmittelbar emotional als wirklich aufrichtig. Aber genau das ist für die Leser wichtig. Sie empfinden Jasmin als oberflächlich, distanzieren sich von ihrer Haltung und setzen sich deshalb mit den Inhalten, die Thema des Buches sind, selbständig auseinander. Jasmin hat noch eine Menge zu lernen, bis sie für Damian und sein Volk eine echte Partnerin werden kann. Die Leser sind aufgefordert, sie dabei zu begleiten. (Rezension von Gabriele Hoffmann aus dem LibriFachkatalog Harry & Pooh 2009/2010)
Christine Lehmann, geb. 1958 in Genf, lebt seit 1963 in Stuttgart, wo sie auch ihr literaturwissenschaftliches Studium mit der Promotion abschloss. Zahlreiche Reisen führten sie in den gesamten Mittelmeerraum, heute bezeichnet sie Spanien als ihre zweite Heimat. Als Journalistin hat Christine Lehmann unter anderem für EMMA und für die TAZ geschrieben, seit 1990 arbeitet sie als Nachrichtenredakteurin beim SWR-Hörfunk. Sie war außerdem als Übersetzerin und Herausgeberin von Anthologien tätig, verfasste zahlreiche Essays und veröffentlichte zwischen 1994 und 1999 Krimis.

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Kundenbewertungen zu "Der Ruf des Kolibris" von "Christine Lehmann"

4 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.5 von 5 Sterne bei 4 Bewertungen **** ausgezeichnet)
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Bewertung von Conni aus Xanten am 12.05.2010 ***** ausgezeichnet
In dem Buch der Ruf des Kolibries von Christine LOehrmann geht es um das Mädchen Jasmin die sich auf ihren Aufenthalt in Kolumbien vor acht Jahren zurückerinnert.
Denn da nahm ihr Leben eine Wende denn sie zog mit ihren Eltern nach Kolumbien.
Und da begann das Abentteuer ihres Lebens!
Alles begann mit dem Diebstahl einer Uhr und endete in einer einer dramatisachen Liebesgeschichte!
Chrisatine Lehrmann schreibt eine wunderschöne Liebesgeschichte, die nicht nur als Jugendbuch geeignet ist.
Das buch ist flüssig geschrieben und keines Falls unrealistisch!
An manchen Stellen musste ich mir sogar das Weinen verkneifen!
Also auf jedem Fall weiter zu empfehlen!!!

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Anne aus Nordhorn am 03.05.2010 ***** sehr gut
Die Eltern von der sechszehnjährigen Jasmin entscheiden über ihren Kopf hinweg, ein Jahr in Kolumbien zu verbringen. Jasmin ist gar nicht begeistert von dieser Entscheidung und am Anfang auch nicht begeistert von der Stadt Bogotà. Doch zu ihrem Glück lernt sie den gut aussehenden Indio Damiàn kennen. Beide verlieben sich ineinander, jedoch bringt ihre Beziehung viele Schwierigkeiten mit sich. Als sich Jasmin und ihre Freundin Elena zusammen mit ihren Vätern auf eine Reise begeben, geraten die vier in ein spannendes Abenteuer und Damiàn ist ihre einzige Rettung.
Leider geht die Geschichte nur sehr langsam voran. Am Anfang gibt es nicht viel Handlung, sondern mehr Gedanken und Gefühle von Jasmin, aus deren Sicht auch das Buch geschrieben ist. Im weiteren Verlauf nimmt die Geschichte Spannung auf und entwickelt sich zu einer schönen Liebesgeschichte.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Kim aus Xanten am 26.04.2010 ***** ausgezeichnet
Das Buch „Der Ruf des Kolibris“ von Christine Lehmann handelt von dem 16-jährigen Mädchen Jasmin, die gegen ihren Willen mit ihren Eltern nach Kolumbien ziehen muss.
Zunächst ist Jasmin auch nicht wirklich begeistert von ihrem Leben in Kolumbien. Doch dann lernt sie den Indio Damiàn kennen und verliebt sich in ihn. Doch ihre Beziehung ist sehr schwierig, da Damiàn ein völlig anderes Leben hinter sich hat. Doch dann werden Jasmin, ihr Vater, ihre Freundin und der Vater ihrer Freundin entführt. Und nur Damiàn kann ihnen helfen…
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist eine gute Mischung aus Spannung und Liebesgeschichte. Das Buch ist sehr fesselnd geschrieben und es war schwierig es wieder aus der Hand zu legen. Auf jeden Fall weiter zu empfehlen!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von BuchSaiten aus NRW am 07.11.2009 ***** sehr gut
Die sechzehnjährige Jasmin muss gegen ihren Willen mit ihren Eltern ein Jahr auswandern. Ihr Vater und ihre Mutter wollen Deutschland hinter sich lassen um ihren Bestimmungen im medizinischen Bereich nachzugehen und besonders Jasmins Vater möchte sich als Arzt den Armen in Kolumbien widmen. Entgegen ihrer Erwartung fasst Jasmin allerdings schnell Fuß in der neuen Kultur, auch wenn sie sich an einige Besonderheiten erst gewöhnen muss. Ihre neue Freundin Elena, die selbst Tochter eines Smaragdminenbesitzers ist, warnt sie zwar vor der hohen Kriminalität im Land, doch eines Tages passt Jasmin nicht auf und ein Äffchen klaut ihre Uhr, die eigentlich der Pfand ihres Freundes Simon war. Als sie kurze Zeit später dem Gärtner begegnet, gibt dieser ihr zum Glück die Uhr zurück und als sie in seine Augen sieht, weiß sie, dass sie ihn gern wieder sehen würde. In den folgenden Tagen findet sie mehr über den Indio Damian heraus, der eigentlich gar nicht der Gärtner ist, und will ihn unbedingt wieder sehen. Auch Damian interessiert sich für die für ihn exotische Deutsche mit den blauen Augen, doch er ist in Geschäfte verstrickt, von denen Jasmin nicht zu träumen wagte. Ein gefährliches Abenteuer in den Bergen über Bogotá beginnt.
Christine Lehmanns Roman ist ein Jugendbuch, dass nicht nur eine Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Menschen erzählt, sondern ebenfalls ein exotisches Land und dessen zahlreiche Facetten authentisch vermittelt. Hauptcharakter Jasmin ist zwar anfangs ein wenig sprunghaft in ihrem Wesen und ihren Entscheidungen, stellt aber die typische Sechzehnjährige glaubhaft dar. Mit den vielen Gedankengängen ihrerseits, die sich immer innerhalb von Sekunden das Beste und das Schlechteste an einer Situation ausmalten, konnte ich nicht gut warm werden. Ab der Hälfte etwa, wendet sich aber das Blatt und Jasmin macht aufgrund der sich überschlagenden Ereignisse auch persönlich eine Wandlung durch, die sich durch ihre störrische Art der ersten Seiten nun noch deutlicher positiv verändert. Ihre Liebe zu dem schönen Damian, die anfangs etwas unverhofft aufkam, festigt sich im Lauf der Geschichte und auch diese Veränderung wird nachvollziehbarer und wirkt nicht mehr wie eine Laune Jasmins. Das Mädchen, das nie nach Kolumbien wollte und dessen größtes Problem war, was sie am nächsten Tag anziehen würde, entwickelt sich langsam zur Frau. Damian, der in seinen Ansichten mit 20 Jahren bereits recht gefestigt ist, steht für die vielen Facetten Kolumbiens, das Land, das moderne Metropolen und Bergdörfer mit Lebenssituationen wie vor hunderten von Jahren auf engstem Raum vereint.
Diese Widersprüche innerhalb des Landes, werden durch die Geschichte der jungen Menschen geschickt verwoben. Besonders beeindruckend waren die Landschaftsbeschreibungen im Wald und in den Bergen. Die bunten Farben und die Faszination von smaragdgrünen Bergseen konnte man sich sehr gut vorstellen. Was man allerdings auch durch das Buch erfährt, sind die Zustände innerhalb Kolumbiens, die durch Organisationen wie die FRAC oder CRIC bestimmt werden. Interessant hierbei ist, dass es diese Organisationen wirklich gibt und auch ein Thema, welches im Buch angeschnitten wird, nämlich Entführungen von ausländischen Touristen in den Bergregionen, welches ja derzeit wieder hochaktuell ist, wird berichtet. Es lädt dazu ein, sich näher mit dem Land zu beschäftigen und nicht zu vergessen, dass es Entführungen und gewalttätige Auseinandersetzungen auch heute noch dort gibt. Insgesamt vereint das Buch sehr gelungene Handlungsstränge und Themen, die einfach ergreifend sind und interessieren. Erwachsen werden und erkennen was im Leben zählt, die erste Liebe, eine fremde Kultur und ein Land, in dem Vieles ganz anders läuft als in Deutschland.
Hat man ungefähr die Hälfte des Buches als eine Art Einleitung hinter sich gelassen, erwartet den Leser eine schöne Geschichte, der es weder an Informationen, Spannung, Zauber,Liebe und zum Schluß sogar nicht einmal an Tränen fehlt

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