Das Gift der Schmetterlinge - Higgins, F. E.

F. E. Higgins 

Das Gift der Schmetterlinge

Übersetzung: Günther, Ulli und Herbert
Broschiertes Buch
 
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Das Gift der Schmetterlinge

Hectors Vater wurde von Gulliver Truepin, einem hinterlistigen Betrüger, in den Tod getrieben. Der Waisenjunge hat Rache geschworen: Eines Tages wird er den Mörder finden. Tatsächlich entdeckt Hector, dass Truepin als Baron Bovrik auf dem Schloss der eiskalten Lady Mandible ein luxuriöses Leben führt. Hector erhält den Auftrag, für das dort geplante Mittwinterfest Schmetterlinge zu züchten. Das ist seine Chance und er beginnt, ganz besondere Tiere zu züchten: tödlich giftige Falter. Doch am Tag des Festes kommt alles ganz anders, als Hector es geplant hat.


Produktinformation

  • Verlag: Oetinger Taschenbuch
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 286 S.
  • Seitenzahl: 286
  • Oetinger Taschenbücher Bd.162
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 126mm x 25mm
  • Gewicht: 280g
  • ISBN-13: 9783841501622
  • ISBN-10: 3841501621
  • Best.Nr.: 33398794
F. E. Higgins wurde in London geboren und wuchs in Irland auf. Heute lebt sie in einem kleinen englischen Dorf, von dem man sagt, dass es dort spukt - mehr noch als an allen anderen Orten des Landes. In ihrem alten Haus aus dem 15. Jahrhundert schrieb F.E. Higgins ihre ersten Romane gruselig, bildermächtig und knisternd vor Spannung. Mit ihren atmosphärisch dichten und präzise recherchierten Erzählungen aus dem England des ausgehenden 19. Jahrhunderts in der Tradition eines Edgar Allen Poe oder Charles Dickensen ist sie inzwischen international erfolgreich.

Leseprobe zu "Das Gift der Schmetterlinge" von F. E. Higgins

Er empfand gleichzeitig Mitleid und Abscheu. Noch einmal untersuchte er ängstlich das Innere des Behälters. Der Schmetterling schien der einzige zu sein, der geschlüpft war. Vielleicht war es doch nicht so schlimm, wie er zuerst gedacht hatte. Überleben konnte dieser hier ohnehin nicht. Doch trotz aller Qualen, die der Schmetterling offensichtlich ausstand, schien es Hector furchtbar, ihn zu töten. Er zauderte, und so bemerkte er zu spät den Schatten, der plötzlich über ihn fiel.

Kundenbewertungen zu "Das Gift der Schmetterlinge" von "F. E. Higgins"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen **** ausgezeichnet)
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Bewertung von Vampi aus Celle am 17.05.2010 ***** ausgezeichnet
Das Buch ist nichts für schwache nerven und daher finde ich die Altersangabe von 12 Jahren nicht angemessen.

Allerdings ist es sonst recht gut zu lesen und kann es nur weiter empfehlen.
Wer auf schöne und gifte Schmetterlinge steht genau das richtige.

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Bewertung von BuchSaiten aus NRW am 31.01.2010 ***** sehr gut
Hector Fitzbaudly lebte ein Leben auf der schöneren Seite der Stadt Urbs Umida, als plötzlich ein Fremder seinen Vater erpresst. Hectors Vater soll Gin-Leitungen in der Stadt betrieben haben, die viele Leute in die Sucht und danach in den Ruin getrieben haben sollen. Damit dieses Geheimnis geheim bleibt, fordert Gulliver Truepin von Fitzbaudly eine beträchtliche Summe. Obwohl diese gezahlt wird, erscheint dank Truepin ein Artikel in der Tageszeitung, der für Hector und seinen Vater eine existenzielle Katastrophe bedeutet. In Folge des Gesichtsverlusts verstirbt Hectors Vater und lässt ihn allein in einer herzlosen Stadt zurück.
Hector, dem nicht bleibt außer seiner Vorliebe für Schmetterlingszucht und Rätsel, die ihn mit seinem Vater verband, kommt zunächst in einem Waisenhaus unter – schwört aber Rache an Gulliver Truepin.

Beginnend mit einer Anmerkung der Autorin selbst, gerät der Leser auf ungewöhnliche Art in diese Geschichte um Hector und seinen Racheplan. Nämlich mit der Liste ihrer Raritätensammlung, aus deren Gegenständen sie die vorliegende Geschichte rekonstruiert hat. Neben einem Holzbein und einem gesprungenen Glasauge, erhält auch ein schwarzer Kokon an einer Lederschnur einen Platz in der Handlung.
In drei große Teile geteilt, geht es mit der eigentlichen Handlung sofort los. Wie bei vielen Büchern üblich, wechseln Schrift und Perspektive von normaler Erzählung aus der ein oder anderen Sicht, über Briefform bis hin zu Artikeln aus dem “Nordstadt-Journal. Eine anspruchsvolle Tageszeitung für den kritischen Leser”. Einige von Hectors Rätseln fließen ebenfalls in die Geschichte ein und runden das Gesamtbild ab.
Higgins hat einen unterhaltsamen Abenteuerroman mit einem Hauch von Mystik geschrieben, der allerdings eher an ein jüngeres Publikum gerichtet ist. Verschiedene Handlungsverläufe sind für den aufmerksamen Leser schnell vorhersehbar und auch die Schreckmomente sind nicht so grausam wie in der Erwachsenenliteratur. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass junge Leser Spaß an dem Buch haben, denn der Reiz weiter zu lesen ist auf jeden Fall gegeben und es ist auch schön, wenn am Ende des Buches alles haarklein aufgelöst wird, damit keine Frage oder Vermutung mehr offen bleibt – Agatha Christie macht es schließlich genauso.
An der ein oder anderen Stelle musste ich Schlucken, denn die Gesellschaft, in die Hector auf Withypitts Hall gerät, hat äußerst sonderbare Vorlieben. Wer Tiere sehr ins Herz geschlossen hat, dem wird es an einigen Stellen ebenso ergehen.

Insgesamt ist das Buch gut durchdacht, bietet Abwechslung für den Leser und eine spannende Geschichte. Aus Erwachsenensicht eine kurzweilige Unterhaltung, für Jugendliche ein Abenteuer mit Grusel-Potenzial!

Aus dem Postscriptum erfuhr ich, dass die beiden vorherigen Bücher der Autorin “Das schwarze Buch der Geheimnisse” und “Silbertod” entfernt mit der Handlung zu tun haben. Ich konnte der Handlung jedenfalls ohne Probleme folgen und werde -wie von der Autorin empfohlen- vielleicht demnächst einmal zu einem der Bände greifen, wenn ich demnächst mehr aus Urbs Umida lesen möchte.

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