Unter Jägern und Schamanen - Rasmussen, Knud

Knud Rasmussen 

Unter Jägern und Schamanen

Tagebuch der Thule-Fahrt

Übersetzer: Sieburg, Friedrich
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Unter Jägern und Schamanen

1921 nimmt eines der größten Abenteuer der Polarforschung auf einer kleinen Insel in der Fox Bay seinen Anfang: Knud Rasmussen will zusammen mit einer Gruppe von Wissenschaftlern die bislang unerforschten Regionen Nordkanadas kartografieren und Flora und Fauna studieren - vor allem aber will er den Menschen begegnen und ihre Mythen und Geschichten aufzeichnen. Über ein Jahr lang besucht er verschiedene Inuit-Gemeinschaften und macht die Bekanntschaft mit dem großen Schamanen Awwa und dessen Familie. Awwa ist der letzte der Schamanen, denn auch die christlichen Missionare sind bis hoch in den Norden vorgedrungen. Das Leben der Inuit steht vor dem großen Umbruch. Ab 1923 führt Knud Rasmussens große Forschungsreise entlang der legendären, fast 6000 Kilometer langen Nordwestpassage bis zur Beringstraße. Mit nur einem Hundeschlitten unterwegs, ist die dreiköpfige Expeditionsgemeinschaft ganz auf sich gestellt. - Verfilmt von der Inuit-Filmgesellschaft ISUMA, den Produzenten des Welterfolgs "Atanarjuat, der schnelle Läufer" (Goldene Kamera, Cannes 2001) - Der Film mit dem Titel "The Journals of Knud Rasmussen" wird im September 2006 am Toronto Film Festival uraufgeführt.

1921: Knud Rasmussen will zusammen mit einer Gruppe von Wissenschaftlern die bislang unerforschten Regionen Nordkanadas kartografieren und Flora und Fauna studieren - vor allem aber will er den Menschen begegnen und ihre Mythen und Geschichten aufzeichnen. Über ein Jahr lang besucht er verschiedene Inuit-Gemeinschaften und macht die Bekanntschaft mit dem großen Schamanen Awwa und dessen Familie. Awwa ist der letzte der Schamanen, denn auch die christlichen Missionare sind bis hoch in den Norden vorgedrungen. Das Leben der Inuit steht vor dem großen Umbruch. Ab 1923 führt Knud Rasmussens große Forschungsreise entlang der legendären, fast 6000 Kilometer langen Nordwestpassage bis zur Beringstraße. Mit nur einem Hundeschlitten unterwegs, ist die dreiköpfige Expeditionsgemeinschaft ganz auf sich gestellt. Der Band mit dem zweiten Teil der Expedition ist in Vorbereitung.


Produktinformation

  • Verlag: Unionsverlag
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 346 S. m. Fotos
  • Seitenzahl: 320
  • UT Nr.371
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 126mm x 25mm
  • Gewicht: 300g
  • ISBN-13: 9783293203716
  • ISBN-10: 329320371X
  • Best.Nr.: 20846989
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 21.11.2006

Wenn die Seelen Fußball spielen
Der Polarforscher Knud Rasmussen bewegt sich zwischen Selbst- und Fremdbeobachtung
„Gib mir Schnee, gib mir Hunde und den Rest kannst du behalten” – mit diesen Worten hat der Polarforscher und Ethnologe Knud Rasmussen einmal seine größte Leidenschaft erklärt: das Leben in der Arktis. Nicht nur die Kälte, die Schneestürme oder das Walfleisch, das ihm auf seinen Reisen von den Küsteneskimos gereicht wurde, haben ihn zu seinen sieben Expeditionen ins Eis veranlasst. Seine eigentliche Neugier galt den Menschen dort, den Inuit, die er als das „sonderbarste Volk der Welt” beschreibt. Liebevoll berichtet er von ihnen als „Augenblicksmenschen”, die mit „primitiver Weisheit” von vielen wundersamen Dingen erzählen können – zum Beispiel von ihrem Glauben daran, dass das Nordlicht eine Zeichnung der Seelen sei, die auf der Erde sichtbar wird, wenn die Toten im jenseitigen Tagland mit Walrossschädeln Fußball spielen.
Geisterbeschwörern, Zauberern und Geschichtenerzählern ist Knud Rasmussen auf seiner großen Forschungsreise entlang der knapp 6000 Kilometer langen Nordwestpassage begegnet. Freundlich haben sie …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Sichtlich genossen hat Kaline Thyroff den Bericht von der "Thule"-Fahrt des Polarforschers und Ethnologen Knud Rasmussen, der 1921 aufgebrochen war, um sich von den Inuit Sagen und Märchen erzählen zu lassen. Thyroff gefällt die "nahezu naive Begeisterung", mit der Rasmussen seine Begegnungen mit den Inuit beschreibt, ohne eine "gewisse wissenschaftliche Distanz" zu gefährend. Die Rezensentin hat sich mitreißen lassen vom Elan Rasmussens, und erfährt hier nicht nur etwas über die Inuit, sondern auch über eine vergangene, romantischere Epoche der Entdeckungsreisen.

© Perlentaucher Medien GmbH
Knud Rasmussen (1879 - 1933) war Ethnologe und Polarforscher und gilt bis heute als einer der großen Pioniere in der Erforschung der Arktis. Er wurde in Grönland geboren und verbrachte einen Teil der Kindheit bei seinen Inuit-Verwandten, wo er die traditionelle Lebensweise kennen lernte. Nach Ausbildungsjahren in Dänemark kehrte er nach Grönland zurück und gründete 1910 die Handelsstation »Thule«.
Von hier aus unternahm er bis zu seinem Tod zahlreiche Expeditionen in die Polarregionen. Die berühmteste dieser Expeditionen ist die mehr als drei Jahre dauernde Reise mit dem Hundeschlitten entlang der Nordwestpassage von Grönland bis nach Alaska (1921 - 1924). Im Zentrum von Rasmussens Interesse stand die Kultur der Inuit, auf seinen Reisen sammelte er ihre Mythen und Sagen und hat uns dadurch einzigartige Zeugnisse aus dem Leben der Inuit überliefert. 1925 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Kopenhagen.

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