Auch der Nachfolgeband des Erfolgsbuchs "Willkommen im
Paradies" wurde mit dem Herzen, einem großen Schuss
Selbstironie und in schonungsloser Ehrlichkeit geschrieben. Wieder
ist es Winter in Deutschland, Birgit und Björn schließen ihr
Stelzen-Straßentheater und brechen zum nächsten Segelabenteuer auf.
30 Kilometer nördlich von Cebu City wartet ihre technisch ziemlich
bescheiden ausgestattete 10-Meter-Yacht zwischen ein paar
Schiffsgerippen in einer Marina, die jeder herkömmlichen
Vorstellung spottet, MI COLUMPIO aber zuverlässig ein halbes Jahr
lang vor Taifunen geschützt hat. Voller Ungeduld wollen sie hinaus
aufs Meer, das wie der Himmel vom tiefsten Blau bis zum leuchtenden
Türkis strahlt, jedoch verlangt die Wirklichkeit, zunächst in
mühevollster Handarbeit die erheblichen Schäden aus der langen
Liegezeit zu beseitigen. Und noch ehe sie auf den abgelegenen
Inseln wieder voll Begeisterung neue Menschen kennen lernen können,
hält das Schicksal eine echte Herausforderung für die beiden
Lebenskünstler bereit: Birgit entdeckt, dass sie im dritten Monat
schwanger ist. Kurzfristig macht sich Panik breit an Bord, aber
dann siegen Optimismus und unerschütterliches Selbstvertrauen über
die Angst vor dem Verlust der Freiheit. Wo steht denn geschrieben,
dass Segeln mit einem Baby nicht möglich sein soll? Voll Mut und
Lässigkeit meistern die werdenden Eltern eine Schwangerschaft, die
zwischen den Philippinen und Papua-Neuguinea nicht nur von
Piratenattacken und technischen Pannen, sondern auch von heftiger
Seekrankheit zwischen Squalls und meterhohen grauen Wellenbergen
belastet wird, was die jungen Eltern - fünf Monate nach der
glücklichen Geburt in Deutschland - nicht davon abhält,
zurückzukehren und ihren Traumtörn nach Australien samt Baby zu
vollenden. Dass alle drei dafür immer wieder einen hohen Preis
bezahlen müssen, wird nicht verschwiegen in diesem außergewöhnlich
spannenden Buch, das nicht nur Freunde Papua-Neuguineas und
Fahrtensegler faszinieren wird.