Ein genauer Bericht der Verhältnisse und ein Blick auf die
Königsreiche vor der großen Umwälzung
Die Möglichkeiten für deutsche Reisegesellschaften, an den großen
Entdeckungen dieser Zeit teilzuhaben, waren im 19. Jahrhundert eher
eingeschränkt. Deshalb wurde im April 1873 die Deutsche
Gesellschaft zur Erforschung Äquatorialafrikas gegründet, ein
Verein, dessen Aktivitäten vor allem verschiedene deutsche
Landesherren, reiche Kaufleute sowie die Hansestädte finanzierten.
Daraus ergibt sich bereits eine der Erwartungen, die man an etwaige
Entdeckungsreisen dieses Vereins knüpfte, nämlich zumindest zu
einer Vergrößerung des deutschen Handelsnetzes beizutragen. Ganz
offen wirtschaftliche und politische Absichten verfolgte die im
Dezember 1876 in Berlin gegründete Deutsche Afrikanische
Gesellschaft, die bereits im April 1878 mit dem zuerst genannten
Verein zur Afrikanischen Gesellschaft in Deutschland fusionierte.
Deren Zweck war in erster Linie die wirtschaftliche Erschließung
sowie die kulturelle Entwicklung des Schwarzen Kontinents. Daneben
sollten allerdings auch die Möglichkeiten einer kolonialen
Inbesitznahme untersucht werden. In deren Auftrag also bereiste
Richard Büttner mit einer Expedition in den Jahren 1884 bis 1886
den Kongo sowie das südliche Kongobecken, das heute zum Staat
Angola gehört. Büttner stand der Gruppe dabei als ihr
naturwissenschaftlicher Leiter vor. In seinen Aufzeichnungen, die
erstmals 1890 im Druck erschienen, beschreibt er literarisch
durchaus anspruchsvoll die große Vorfreude, mit der man sich dem
eigentlichen Ziel der Reise näherte, aber auch die Enttäuschungen,
mit denen man von allem Anfang anzukämpfen hatte. Dazu kamen die
Schwierigkeiten, vor Ort geeignete Träger zu finden, unerwartete
Krankheiten bis hin zum Tod einzelner Mitreisender oder die
langwierigen Verhandlungen, die man mit den unterschiedlichen
Stämmen zu führen hatte.
Der 1858 geborene Richard Büttner machte sich neben seinen umfangreichen Afrika-Forschungen - immerhin geht die Gründung eines Afrika-Lehrstuhls an der Universität Berlin auf seine Initiative zurück - auch als Zoologe und Botaniker einen großen Namen. Von der Mitte des 19. Jahrhunderts an galt insbesondere Zentral- und Äquatorialafrika als ein wenig bekannter, weitgehend dunkler Fleck auf den Landkarten, den es noch zu entdecken galt. Deswegen brachen ab den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts eine ganze Reihe von Forschungsexpeditionen in diese ferne Weltgegend auf. Er war naturwissenschaftlicher Teilnehmer an der Expedition der Afrikanischen Gesellschaft in Deutschland (1884-1886), die der "Erforschung des südlichen Kongobeckens" dienen sollte und in damals aus europäischer Sicht unerforschte Gebiete vordrang. Einige Arten wurden nach seinen Belegen beschrieben, er selbst beschrieb beispielsweise Xyris congensis. Nach ihm benannt wurde u.a. die Aloe buettneri. Doch galt seine Reise in das afrikanische Kongogebiet nur sehr bedingt wissenschaftlichen oder privaten Interessen. Vielmehr standen politische Ziele im Vordergrund. Richard Büttner starb 1927. Der Herausgeber Dr. Lars Hoffmann studierte evang. Theologie, Byzantinistik, Geschichte und Gräzistik und ist seit 1996 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Mainz. Seit 2001 Sekretär der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Byzantinische Studien.
Der 1858 geborene Richard Büttner machte sich neben seinen umfangreichen Afrika-Forschungen - immerhin geht die Gründung eines Afrika-Lehrstuhls an der Universität Berlin auf seine Initiative zurück - auch als Zoologe und Botaniker einen großen Namen. Von der Mitte des 19. Jahrhunderts an galt insbesondere Zentral- und Äquatorialafrika als ein wenig bekannter, weitgehend dunkler Fleck auf den Landkarten, den es noch zu entdecken galt. Deswegen brachen ab den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts eine ganze Reihe von Forschungsexpeditionen in diese ferne Weltgegend auf. Er war naturwissenschaftlicher Teilnehmer an der Expedition der Afrikanischen Gesellschaft in Deutschland (1884-1886), die der 'Erforschung des südlichen Kongobeckens' dienen sollte und in damals aus europäischer Sicht unerforschte Gebiete vordrang. Einige Arten wurden nach seinen Belegen beschrieben, er selbst beschrieb beispielsweise Xyris congensis. Nach ihm benannt wurde u.a. die Aloe buettneri. Doch galt seine Reise in das afrikanische Kongogebiet nur sehr bedingt wissenschaftlichen oder privaten Interessen. Vielmehr standen politische Ziele im Vordergrund. Richard Büttner starb 1927. Der Herausgeber Dr. Lars Hoffmann studierte evang. Theologie, Byzantinistik, Geschichte und Gräzistik und ist seit 1996 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Mainz. Seit 2001 Sekretär der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Byzantinische Studien.
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