Der österreichische Künstler Rudolf Casagrande war beim Bau einer
neuen, schwimmenden Ölverladestation im Hafen von Lagos tätig und
blickt mit seinen Texten und Zeichnungen hinter die Kulissen der
afrikanischen Metropole.
Lagos ist die größte Stadt in Nigeria und war bis 1991 Hauptstadt.
Mit über 10 Millionen Einwohnern gehört sie neben Kairo und
Kinshasa zu den bevölkerungsreichsten Städten Afrikas und der Welt.
Die Einnahmen aus dem Export von Erdöl haben zu einem allgemeinen
Anstieg der Preise und Lebenshaltungskosten geführt, die Lagos zur
teuersten Stadt Nigerias machten. Trotz des Ölreichtums sind lange
Warteschlangen wegen der Benzinknappheit an den Tankstellen des
Landes an der Tagesordnung. Dabei bleibt die Stadt mehr oder
weniger funktionstüchtig, und das rasante Wachstum bringt auch ohne
staatlichen Eingriff intakte Infrastrukturen hervor - trotz des im
westlichen Blick chaotischen Bildes. Wandel und Durchlässigkeit
prägen das städtische Zusammenleben. Ein Zimmer wird von
durchschnittlich vier Menschen bewohnt, und das Leben spielt sich
vor allem auf den Straßen ab. - Der österreichische Künstler Rudolf
Casagrande, der seine Bekanntheit vor allem dadurch erlangte, dass
er Mehl- und Kaffeesäcke als alternative Malgründe verwendete,
besitzt gleichzeitig einen Abschluss als Diplomingenieur, der es
ihm ermöglicht, seinen Lebensunterhalt abzusichern. In dieser
Beziehung war er beim Bau einer neuen, schwimmenden
Ölverladestation im Hafen von Lagos tätig und lernte das Flair
dieser Großstadt auf einmalige Art und Weise kennen. Es entstand
ein Reisebericht mit vielen nachhaltigen und stilsicheren
Zeichnungen von Land und Leuten, der hinter die Kulissen der
afrikanischen Metropole blickt und dabei nicht die Augen vor dem
wirklichen Geschehen verschließt.
Ausstattung/Bilder: 2011. 126 S. m. zahlr. z. Tl. farb. Illustr.
Seitenzahl: 126
Deutsch
Abmessung: 217mm x 149mm x 10mm
Gewicht: 196g
ISBN-13: 9783943210026
ISBN-10: 3943210022
Best.Nr.: 33823255
Rudolf Casagrande ist ein österreichischer Künstler, der 1942 in Innsbruck geboren wurde. Er absolvierte seine Ausbildung in Innsbruck an der Gewerbeschule HTL. Anschließend trat er in den Berufsverband bildender Künstler in Frankfurt ein, wo er Mitglied der Künstlergruppe "Klosterpresse" im früheren Karmeliterkloster wurde. Die Gruppe legte ihren Schwerpunkt auf grafischen Arbeiten, insbesondere Lithographien und Radierungen. In dieser Zeit erhielt er den Auftrag für die Jahresgabe des Frankfurter Kunstvereins. Um seinen Lebensunterhalt als Künstler abzusichern, nahm er in Berlin und München ein Studium als Bauingenieur auf, das er als Dipl. Ing. abschloss. Nach dem Studium hielt er sich längere Zeit in Zaire, in Saudi Arabien und im Libanon auf und unternahm Kurzstudienreisen in den Mittleren Osten und nach Asien. Im Jahre 2002 war er Stadtzeichner in Krems / Niederösterreich im Stadtmuseum und der Kunsthalle Krems auf Einladung der Stadt Krems und des Landes Niederösterreich. Einzelausstellungen von Casagrande waren im Gasteig München, in der Kunsthalle Nassereith und in verschieden Galerien zu sehen.
Sitemap: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20