Als Mann verkleidet durchquert Gesine Auffenberg teils zu Pferd,
teils mit dem Zug den Sudan in südöstlicher Richtung entlang des
Steppengürtels. Staub, glühende Hitze und Dürre, Armut und Malaria
sind von nun an ihre ständigen Begleiter. Sie stellt keine Fragen.
Sie beobachtet und erzählt von den Abenteuern ihrer Reise, von
fröhlich schwatzenden Frauen mit kunstvollem fest geflochtenem
Haar, einer Kirche in der Steppe, von der italienischen Nonne
Schwester Como, die in dem Missionsjeep durch die Wüste rast. Ihres
unvergesslicher Reisebegleiter Ayn, der Araberhengst, wird geraubt,
sie verbringt Tage und Nächte in den Schlafgärten der Gästehäuser
und trinkt süßen Tee mit dem namenlosen griechischen Seefahrer.
Gastfreundliche Menschen schenken ihr schwarze Bohnensuppe mit
köstlichem Brot, herrliche saftige Mangos und Erdnussbutter oder
einfach nur eine erfrischende Dusche mitten in der nubischen
Wüste...
Gesine Auffenberg wurde 1951 in Flensburg geboren. Sie studierte Philosophie, Soziologie und Germanistik und war viele Jahre als Heilpraktikerin in ihrer eigenen Praxis tätig. Sie ist viel gereist und liebt Pferde. Heute lebt Gesine Auffenberg im Wendland.