In einem tiefen, dunklen Wald ... - Maar, Paul

Paul Maar 

In einem tiefen, dunklen Wald ...

Illustrator: Ballhaus, Verena
Gebundenes Buch
 
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In einem tiefen, dunklen Wald ...

Der schönen Prinzessin Henriette-Rosalinde-Audora gefällt keiner der Bewerber, die um ihre Hand anhalten. Deshalb lässt sie sich von einem Untier entführen, in der Hoffnung, von einem mutigen Prinzen befreit zu werden. Aber nichts läuft nach Plan: Das Untier interessiert sich mehr für Süßigkeiten als für Henriette und ein Prinz nach dem anderen kehrt unverrichteter Dinge zurück.

Eine Geschichte, die uns in die Zeit der Märchen und Abenteuer zurückversetzt. Voller Wortwitz und Ironie erzählt, mit einer Fülle farbiger, teils ganzseitiger Illustrationen. Weil ihr keiner der Bewerber, die um ihre Hand anhielten, gefiel - sie war nämlich nicht nur ziemlich schön, sondern auch ziemlich hochmütig -, kam Prinzessin Henriette-Rosalinde- Audora auf die ungewöhnliche Idee, sich von einem Untier entführen zu lassen. Wenn der König dann ausrufen ließ, dass derjenige, der seine Tochter befreite, sie zur Frau und das halbe Königreich dazu erhalten sollte, würden die mutigsten und schönsten Prinzen von weither kommen. Aber das Untier - vermutlich ein Vegetarier - war überhaupt nicht an der Prinzessin interessiert, sondern nur an den leckeren Pralinen, die sie bei sich hatte. Henriette-Rosalinde-Audora musste sich also mehr oder weniger selbst entführen, wenn ihr Vorhaben gelingen sollte. Und auch sonst lief nicht alles nach Plan. Die Prinzen, die ausgezogen waren, Henriette-Rosalinde-Audora zu befreien, kehrten einer wie der andere unverrichteter Dinge nach Hause zurück. Da beschloss Simplinella, Prinzessin von Lützelburgen, die mehr Verstand als alle Prinzen zusammen und dasHerz auf dem rechten Fleck hatte, ihr Glück zu versuchen - mit Erfolg. Was ihr nicht nur ein halbes Königreich und acht Fässer voller Goldstücke einbrachte, sondern auch das Herz des Kronprinzen von Großburgen, den ein böser Zauber in der Gestalt des Untiers gefangen gehalten hatte. Was aus Prinzessin Henriette-Rosalinde-Audora wurde? Die war natürlich nicht gerade erfreut, von einer Prinzessin »befreit« worden zu sein, musste sie ihre Heiratspläne nun doch erst mal an den Nagel hängen.


Produktinformation

  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 153 S. m. Illustr. v. Verena Ballhaus
  • Seitenzahl: 153
  • Süddeutsche Zeitung Junge Bibliothek Bd.13
  • Altersempfehlung: ab 8 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 138mm x 19mm
  • Gewicht: 360g
  • ISBN-13: 9783866158252
  • ISBN-10: 3866158254
  • Best.Nr.: 30607510
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 24.12.2010

Süddeutsche Zeitung Junge Bibliothek
Band 13

Die
Heldenprinzessin
„In einem tiefen, dunklen Wald . . .“
von Paul Maar
Klassische Märchen beginnen: „Es war einmal.“ Bei Paul Maars Geschichte von der schönen Prinzessin Henriette-Rosalinde-Audora, die sich freiwillig von einem Untier entführen lässt, um einen wagemutigen Retter und damit Gatten in spe anzulocken, heißt es einfach: „Früher gab es viele Könige.“ Wenig später wird dieses „früher“ präzisiert: „Doch das ist schon so lange her. Wenn nicht gar sooo lange.“ Das heißt also, die Untiere sind hier noch arg wild, die Gesellschafts- und Geschlechterschranken noch arg festgezurrt und die Prinzessinnen noch arg verwöhnt. Zunächst auch Simplinella von Lützelburgen. Weil ihre drei Brüder alle kläglich an der heroischen Rettungsaufgabe scheitern, macht sich schließlich das Nesthäkchen auf den Weg in den tiefen, dunklen Wald. Verkleidet. Simplinella trägt zerschlissene Männerkleidung. Mit der ausgelobten Belohnung – immerhin die Hälfte des Königreichs – möchte sie die Eltern beeindrucken. Und das …

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Paul Maar, geboren 1937 in Schweinfurt, wurde als Erfinder des "SAMS" bekannt und ebenfalls als erfolgreicher Autor und Illustrator von Kinder- und Jugendbüchern. Er erhielt u.a. den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für sein Gesamtwerk. 2009 wurde ihm der Wolfram-von-Eschenbach-Kulturpreis verliehen.

Kundenbewertungen zu "In einem tiefen, dunklen Wald ..." von "Paul Maar"

3 Kundenbewertungen (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 3 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von donaldduck aus Bad Berka am 29.07.2011 ***** ausgezeichnet
Das Buch nimmt mit viel Humor einige menschliche Schwächen aufs Korn. So ist die Prinzessin Hennriette R.A. die personifizierte Eitelkeit. Als solche ist es ihr natürlich unmöglich, irgendeinen dahergelaufenen Prinzen zu heiraten, und sei er noch so edel. Ihr Künftiger muss ein echter Held sein, so viel steht fest. Um dieses Ziel zu erreichen, ersinnt sich das Königshaus einen herrlichen Plan: Die Prinzessin muss entführt werden von einem Untier. Und dann kann man in den benachbarten Königreichen ausrufen lassen, dass derjenige Prinz die Königstochter zur Frau bekommt, der sie aus den Klauen des Untieres rettet. Zunächst muss natürlich ein Untier gefunden werden, dass nicht so auf Fleisch steht- sonst wäre ja alles umsonst. Also werden die Schäfchen des Königreiches an allen wichtigen Waldrändern sozusagen als Köder postiert. Und tatsächlich gibt es eine Gegend, wo sich deren Anzahl nicht dezimiert. Nun wird die Pronzessin mit einer Menge Gepäck und Proviant dort abgeladen. Es dauert auch nicht lange, bis sich durch unmenschlichen Gestank die Anwesenheit eines Untieres angündigt. Und es ist tatsächlich Vegetarier. Aus diesem Grund jedoch hat es auch keinerlei Interesse an der Prinzessin. Nur der Picknickkorb scheint interessant. Den will die Dame aber nicht so einfach loslassen, und so hängt sie quasi hinten dran, während vorne das Untier zieht. So landet sie in der Höhle des Monsters und beginnt gleich, das arme Wesen herum zu kommandieren. Irgendetwas Unverständliches plappert es auch ständig. Es klingt wie Konochson. Aber die hochmütige Prinzessin gibt sich gar nicht erst Mühe, das zu verstehen. inzwischen reisen einige Prinzen an, Doch aus unterschiedlichen Gründen scheitern sie schon weit vorher an ihrem Befreiungsvorhaben. Ein Mächchen wird am Ende die Retterin, aber die kann ja nicht die Prinzessin heiraten. Dafür aber das Untier: einen verzauberten Prinzen!
Das Buch ist einfach herrlich und voller hintersinnigem Witz. Auch meine Eltern haben sich köstlich amüsiert. Das Buch ist ein Muss!!!

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Bewertung von donaldduck aus Bad Berka am 26.07.2011 ***** ausgezeichnet
Mit diesem Buch hat der bekannte Kinderbuchautor Paul Maar wie ich finde ein besonders herrliches Thema getroffen: die Eitelkeit. Und so geht es um eine Prinzessin, der kein Mann recht ist und die gerne auf den absoluten Helden warten möchte. Doch wie findet man den? Das Königshaus beschließt, die Prinzessin von einem vegetarischen Untier entführen zu lassen und dann einen Rundruf zu starten: Wer die Prinzessin rettet, bekommt sie zur Frau. Dummerweise war das unvorsichtig formuliert, denn es finden sich zwar männliche Bewerber, jedoch scheitern sie aus unterschiedlichen Gründen. Und letztendlich kommt eine kleine mutige, als Junge verkleidete Prinzessin in den Wald und befreit die Gefangene. Zu dumm, dass da aus der Hochzeit nichts wird. Aber da ist ja noch dieses stinkende undeutlich sprechende Untier... Ein verwunschender Prinz steckt darin, und den befreit die kleine Retterin gleich mit. So kommt es eventuell doch noch zu einer Hochzeit- nur eben mit den falschen Personen :)
Paul Maar schreibt wie immer mit viel Wortwitz und Hintersinn. Es ist ein absolutes Vergnügen,dieses Buch zu lesen. Auch beim fünften Mal noch! Ich empfehle es unbedingt.

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Bewertung von donaldduck aus Bad Berka am 23.07.2011 ***** ausgezeichnet
Der Autor Paul Maar ist bekannt für hintersinnig witzige Kindergeschichten, und mit diesem Buch ist ihm meines Erachtens ein echter Klassiker gelungen. Erzählt wird von einer verwöhnten Prinzessin, die sich für keinen der Verehrer entscheiden kann. Sie will einen echten Helden zum Manne. Doch wie findet man den unter all den Männern heraus? Da hilft nur eins: er muss sich als Retter erweisen. So beschließt die Königsfamilie, die Tochter von einem Ungeheuer entführen zu lassen. Natürlich muss es ein vegetarisches sein. Um das herauszufinden, werden die königlichen Schafe in der Umgegend verteilt. Dort, wo die Schafe unversehrt bleiben, scheint der Wald nur harmlose Ungeheuer zu bergen. Vor so einem Wald setzt man nun die Prinzessin ab- mit viel Essensvorat und einer Menge Utensilien. Was man halt so braucht im Wald... Tatsächlich kommt ein Untier. Doch es ist weniger an der Prinzessin als an ihrem Picknickkorb interessiert. Weil die Prinzessin jedoch diesen nicht loslässt, wird sie also mit in den Wald geschleift und endlich kann der Späher des Königs von der erfolgreichen Entführung durch ein Ungeheuer berichten. Nun wird nach einem heldenhaften Prinzen gesucht, doch alle männlichen Bewerber scheitern. Und nun geschieht das völlig Unerwartete: eine als Junge verkleidete Prinzessin befreit die Gefangene und ganz nebenbei erlöst sie das Ungeheuer, bei dem es sich um einen wunderschönen verwunschenen Prinzen handelt. Damit ist der Plan der Königsfamilie also gründlich gescheitert :)
Das Buch ist voller Wortwitz und zugleich auch spannend geschrieben. Ich möchte es jedem empfehlen!

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