Wer ist hier der Chef? - Moeyaert, Bart

Bart Moeyaert 

Wer ist hier der Chef?

Illustr. v. Katrien Matthys. Übersetzung: Pressler, Mirjam
Buch mit Leinen-Einband
 
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Wer ist hier der Chef?

Dieses Bilderbuch leuchtet im Dunkeln - und es erzählt eine poetische Fabel über Freiheit und Phantasie: Die Katze liegt auf einem Ast und genießt die Aussicht. Sie fühlt sich unabhängig und frei. Wen sie nicht versteht, ist der Hund. Er sitzt angeleint am Baum und wartet auf seinen Herrn. Warum ist er nur so geduldig? Warum reißt er sich nicht los? Wozu braucht er überhaupt einen Herrn? Wie sehen das die anderen Tiere? Leben sie nicht alle in Freiheit? Die kluge Eule? Der schlaue Fuchs? Die Mäuse und die Motten? Nach den Menschen fragt die Katze nicht, das überlässt sie den Lesern. Die können sich das bei Licht überlegen oder im Dunkeln.


Produktinformation

  • Verlag: Hanser
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 60 S. m. zahlr. bunten u. nachtleuchtenden Bild. auf Ausklapp-S.
  • Seitenzahl: 60
  • Best.Nr. des Verlages: 545/23789
  • Altersempfehlung: ab 6 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 197mm x 128mm x 15mm
  • Gewicht: 775g
  • ISBN-13: 9783446237896
  • ISBN-10: 3446237895
  • Best.Nr.: 33337496
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 28.12.2011

LIES DOCH MAL

Waldtiere: Es herrscht große Aufregung im Wald. Es wird Winter, und ein Unwetter hat Höhlen, Nester, Behausungen und sämtliche Vorräte der Tiere zerstört. Die Tiere wissen nicht, wie sie in so kurzer Zeit Vorsorge gegen Kälte, Schnee und Hunger treffen sollen. Zum Glück hat die kluge Eule einen Plan: Warum sollen sie es nicht so machen wie die Menschen und zusammenarbeiten, statt jeder für sich? Eine unglaubliche Idee, denn es sollen auch Füchse mit Enten, oder Maulwürfe mit Hirschen zusammenarbeiten. Doch in ihrer Not machen sich die Tiere ans Werk, ihren Wald neu zu organisieren und ein eigenes kleines Wirtschaftssystem zu erfinden. Doch einer versucht ihren Plan zu durchkreuzen: das hinterlistige Wiesel, das seine eigenen Pläne schmiedet und dem Waschbären übel mitspielt. In fabelhafter Weise wird hier deutlich, wie Wirtschaft funktioniert.

cp.

Hanno Beck, Juliane Schwoch: "Der große Plan". Frankfurter Allgemeine Buch-Verlag. 118 Seiten; 19,90 Euro. Ab 10 Jahren.

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Das scheint ein ziemlich ungewöhnliches Kinderbuch zu sein! Niedliche Tiere gibt's hier nicht, alle misstrauen allen, so Rezensent Fridtjof Küchemann. Das hindert die Tiere aber nicht daran, philosophische und theologische Fragen zu diskutieren. Ganz konkret natürlich: Da ist ein Hund im Wald, der angebunden ist und immer schwächer wird. Dennoch ist er überzeugt, dass sein Herr ihn abholen wird. Die Katze glaubt es nicht. Sie diskutiert die Sache - Was ist Freiheit? Gibt es einen Herrn? - mit Eule, Schmetterling und Motte. Ein "unheimliches" Buch, meint Küchemann, verstärkt noch durch die Schwarzweiß-Illustrationen von Katrien Matthys.

© Perlentaucher Medien GmbH

"In Kinderbüchern kennt man die Bösen und die Guten, die Lustigen und die Dummen. Die Tiere jedoch, die sich hier begegnen, haben etwas Komplizierteres als Eigenschaften: Sie unterscheiden sich durch Haltungen, die in überraschenden Dialogen zum Vorschein kommen. [ ] Die kraftvollen Holzschnitt-Illustrationen spielen mit kniffligen Negativeffekten und ziehen einen doppelten Boden in diese philosophische Geschichte. Jedes Mal, wenn es Nacht wird, klappt man die Doppelseite aus und liest auf schwarzem Grund. Für Nachtleser leuchten die gelblich weißen Buchstaben sogar im Dunkeln." Sieglinde Geisel, NZZ, 07.09.2011

"In Kinderbüchern kennt man die Bösen und die Guten, die Lustigen und die Dummen. Die Tiere jedoch, die sich hier begegnen, haben etwas Komplizierteres als Eigenschaften: Sie unterscheiden sich durch Haltungen, die in überraschenden Dialogen zum Vorschein kommen. [ ] Die kraftvollen Holzschnitt-Illustrationen spielen mit kniffligen Negativeffekten und ziehen einen doppelten Boden in diese philosophische Geschichte. Jedes Mal, wenn es Nacht wird, klappt man die Doppelseite aus und liest auf schwarzem Grund. Für Nachtleser leuchten die gelblich weißen Buchstaben sogar im Dunkeln." Sieglinde Geisel, NZZ, 07.09.2011 "In Kinderbüchern kennt man die Bösen und die Guten, die Lustigen und die Dummen. Die Tiere jedoch, die sich hier begegnen, haben etwas Komplizierteres als Eigenschaften: Sie unterscheiden sich durch Haltungen, die in überraschenden Dialogen zum Vorschein kommen. [ ] Die kraftvollen Holzschnitt-Illustrationen spielen mit kniffligen Negativeffekten und ziehen einen doppelten Boden in diese philosophische Geschichte. Jedes Mal, wenn es Nacht wird, klappt man die Doppelseite aus und liest auf schwarzem Grund. Für Nachtleser leuchten die gelblich weißen Buchstaben sogar im Dunkeln." Sieglinde Geisel, NZZ, 07.09.2011 "Ein bezauberndes Kinderbuch.[ ] Keine Frage: Es geht um die großen Fragen. Was kann ich wissen? Was darf ich hoffen? Was soll ich tun? Auf seine eigene Art, leise und ansteckend, ist "Wer ist hier der Chef" ein philosophisches Buch. Wer es mit Kindern liest, wird sie schnell im eigenen Denken versunken sehen und kann damit rechnen, es in einem ruhigen Moment mit ihren Gedanken zu Hund, Katze, Fuchs und Freiheit zu tun bekommen." Fridtjof Küchemann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.12.11 "Mit Bart Moeyaerts Fabel verlässt die Philosophie als neue Modedisziplin im Windschatten von Richard David Precht die Nachtstudios, die Talkshows und die Coffeetable-Zeitschriftenablagen. Und kommt ins Kinderzimmer. Eine listige Geschichte. Eine listen-
Bart Moeyaert, geb. 1964, ist einer der bedeutendsten belgischen Kinder- und Jugendbuchautoren. Seine Bücher wurden vielfach. Bereits mit neunzehn Jahren veröffentlichte er sein erstes Kinderbuch, das gleich zu einem Bestseller wurde. 'Bloße Hände' wurde mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, 'Im Wespennest' mit dem 'Luchs'.

Leseprobe zu "Wer ist hier der Chef?" von Bart Moeyaert

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