Die Fundsache - Tan, Shaun

Shaun Tan 

Die Fundsache

Eine Geschichte für alle, die Wichtigeres zu tun haben

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Die Fundsache

Hätte er nicht zufällig am Strand nach Kronkorken gesucht, wäre ihm das seltsam aussehende Ding überhaupt nicht aufgefallen. Hat sich vermutlich verlaufen, sagt er und beginnt, Nachforschungen anzustellen. Er will herausfinden, wem es gehört bzw. wo es hingehört. Doch niemand scheint sich für das Problem zu interessieren. Keiner, weder Fremde, Freunde noch Eltern können ihm weiterhelfen. Die meisten nehmen es nicht einmal wahr! Aber ihm tut das Ding leid. Irgendwohin muss es doch gehören! Er geht der Sache nach ...


Produktinformation

  • Verlag: Carlsen
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 32 S. m. zahlr. bunten Bild.
  • Seitenzahl: 32
  • Altersempfehlung: ab 6 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 319mm x 241mm x 10mm
  • Gewicht: 488g
  • ISBN-13: 9783551517258
  • ISBN-10: 3551517258
  • Best.Nr.: 26390104

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Der ohnehin mit Preisen überhäufte Jugendbuchautor und -zeichner Shaun Tan wird auch von Rezensent Andreas Platthaus enthusiastisch gepriesen. "Die Fundsache" ist bereits das dritte Buch des australischen Autors, das dieses Jahr auf Deutsch erscheint, auch wenn es bereits vor 9 Jahren im Original herauskam, wie der Rezensent mitteilt. Darin trifft ein exzentrischer junger Mann, der, wie Platthaus verrät, durchaus Ähnlichkeit mit Tan aufweist, auf eine "Fundsache", ein seltsames Gebilde, das von den geradezu surreal anmutenden Ämtern und Institutionen des wohlgeordneten Landes in die Zange genommen wird. Tan bedient sich der Montage, sei es, dass er seine Bilder auf Ausrisse aus Fachjournalen seines Vaters platziert, sei es, dass er Bildzitate von Jeffrey Smart bis Hieronymus Bosch in seine Zeichnungen einbaut, erklärt der Rezensent fasziniert. Er vertieft sich hingerissen in die überaus phantasievollen Details der Bilder und lässt sich mit Tans Bilderbüchern nur zu gern aus der häufig "tristen Bilderbuchwelt" in dieses wunderbare Phantasiereich mitnehmen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.11.2009

Was macht das Ding da in unserer Stadt?

Der Gewinner des Deutschen Jugendliteraturpreises in der Sparte Bilderbuch heißt in diesem Jahr Shaun Tan. Und schon ist ein neues Werk des australischen Künstlers übersetzt: "Die Fundsache".

Von Andreas Platthaus

Eigentlich", so erinnert sich Shaun Tan, "hätte die Fundsache ein Hund sein sollen." Die Fundsache wurde aber kein Hund, und das ist gut, denn verlorene Hunde kennt man aus Film, Funk und Fernsehen (und Jugendliteratur natürlich auch) zur Genüge. Also wurde die Fundsache ein - ja, was wurde sie? Vielleicht eine überdimensionierte Kanne oder ein Hochofen zur Beheizung von Flugzeughallen in Grönland? Jedenfalls ist die Fundsache groß und rund und rot, hat sechs höchst bewegliche Stummelbeine und zwei mächtige Scherenarme, pfeift munter aus dem rechten Tentakel und wedelt dazu mit dem linken herum, hat viele Türen und Schubladen im gewaltigen Leib und einen flachen genoppten Deckel oben drauf. Was sie aber ist, das weiß man nicht. Nur eines: Sie ist verloren. Im Original heißt sie auch nicht Fundsache, sondern nur "the lost thing".

Wie steht es um dieses arme Ding? "Viel machte …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.12.2009

Bizarres Rätselding
Der australische Illustrator Shaun Tan lässt seinen Helden in die Parallelwelt der Kindheit schauen
Die Fundsache. Das klingt neutral. Nach einem Regenschirm oder Hut. Und der Junge, der diese Geschichte erzählt, deutet auch mit keinem Wort an, wie bizarr und surreal „das Ding” wirklich ist, das er eines Tages am Strand sah: „Ich habe es wohl eine ganze Weile angestarrt. Es sah aber auch seltsam aus – irgendwie traurig, verloren. Niemand sonst beachtete es. Wahrscheinlich zu sehr mit Strandkram beschäftigt.”
Das Ding – wie soll man es beschreiben, ein rotes bauchiges Etwas, mit tentakelähnlichen Gliedmaßen, zwei lungenartigen Flügeln und einem kleinen Kamin, aus dem es Wölkchen ausstößt –, sagt man, dass es aussieht wie eine Kreuzung aus Teekessel und Krustentier, klingt das schon viel zu normal. Der Junge, der die Geschichte erzählt und der eigentlich Kronkorken sammeln wollte an diesem „stinknormalen Sommertag”, nimmt sich seiner an, weil es so alleine ist, fragt in der Erwachsenenwelt, ob jemand wisse, was es damit auf sich habe, aber keiner zeigt Interesse oder nimmt auch nur Kenntnis von dem Rätselding.

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"ein geniales Plädoyer für die Poesie des Unbekannten und für die Wärme, die zurückstrahlt, wenn wir uns auf Fundsachen einlassen" (Die Zeit) "Ganz große Kunst!" (Kölner Stadt-Anzeiger)
Shaun Tan, geboren 1974 in Fremantle, Perth, ist ein australischer Schriftsteller und Illustrator. Er ist ein Meister der Graphic Novels. Tan ist in seiner Heimat bereits hoch gerühmt und vielfach ausgezeichnet worden. 2011 erhielt er den Astrid-Lindgren-Preis für Kinder- und Jugendliteratur, der mit fünf Millionen Kronen (etwa 557 000 Euro) die höchstdotierte Auszeichnung für Kinder- und Jugendliteratur ist.
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