Kein Kuß für Mutter - Ungerer, Tomi

Tomi Ungerer 

Kein Kuß für Mutter

Eine Geschichte über zu viel oder zu wenig Liebe

Übersetzer: Cramer-Klett, Anna
Buch mit Leinen-Einband
 
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Kein Kuß für Mutter

Tomi Ungeres Kinderbuch in schwarz-grau-weiß erzählt vom antiautoritären Jungkater Toby Tatze, der Ärger mit seiner Mutter hat. Dauernd will sie ihn küssen, hätscheln und putzen. 'Wie ne Kleiderpuppe aus dem Versandkatalog seh ich aus', jammert er, 'geleckt und geschleckt wie ne richtige Postkartenmieze!' Und wütend zerknautscht und zerkrumpelt er jeden Morgen hinter dem Rücken der Mutter seine Kleider ...


Produktinformation

  • Verlag: Diogenes
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 51 S. m. zahlr. Illustr.
  • Seitenzahl: 51
  • Altersempfehlung: ab 5 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 194mm x 126mm x 15mm
  • Gewicht: 162g
  • ISBN-13: 9783257064896
  • ISBN-10: 3257064896
  • Best.Nr.: 20835988
"Ein Buch, das viele Kinder schon längst heiß und innig lieben. Wirklich ein Klassiker."(Südwestfunk)
"Tomi Ungerers Kein Kuß für Mutter ist ganz schlicht erzählt, und die weichen Bleistiftzeichnungen sind auch nur formal weich und alles andere als geschönt. Die nicht immer erfreulichen Kinder-Eltern-Gegensätze legt Ungerer offen - ohne Betulichkeiten. Ihm gelingt selbst ein versöhnlicher Schluß ohne Ausrutscher. Ein Buch für Kinder, deren Eltern es wirklich gut mit ihnen meinen." (Münchner Merkur)
"Toby ist eine Bubenkatze im harten Bengelalter, ausgestattet mit Knallfröschen und Stinkbomben und was man sonst noch so braucht, um sich stark zu fühlen. Keinesfalls braucht man in diesem Alter allerdings eine liebkosende Mutter, die ihren Sohn womöglich herzt und abschmust und das in der Öffentlichkeit. Kein Kuß für Mutter heißt Tomi Ungerers Mutter-Sohn-Geschichte, die davon erzählt, daß so wilde Kerle wie Toby sich als ganz passable Söhne entpuppen können, wenn die Di stanz, die sie brauchen, um sich als Held zu behaupten, gewahrt wird. Aber das ist eigentlich schon viel zu ernsthaft, denn Tomi Ungerer ist ein Autor, der seine Beobachtungen mit List und Ironie erzählt und weder Mutter noch Sohn ungeschoren davonkommen läßt." (Österreichischer Rundfunk)
"Toby Tatzes Entschluß Kein Kuß für Mutter avancierte nicht nur bei Ungerer-Fans zum Klassiker."(Buchjournal)
"Das Ende der falschen Niedlichkeit, die Entrümpelung des Bilderbuchs von pädagogischem Muff und artigen Nichtigkeiten verdanken wir neben Maurice Sendaks Wilden Kerlen auch Tomi Ungerers Toby Tatze: Wie ein Hurrikan fegte der struppige, aufsässige, anarchische kleine Kater alles weg, was sich an Rührseligkeit, Wichtelphantasien und bonbonsüßen Albernheiten zwischen Buchdeckeln angesammelt hatte. Inzwischen sind Sendak und Ungerer Klassiker geworden." (Brigitte)

kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Er ist ein ganz besonderer Gratwanderer. Richtig eindeutig ist sein Schaffen selten. Natürlich, da gibt es die Karikaturen für Erwachsene, da gibt es Bilderbücher für Kinder. Doch wer sich diese jetzt als Lesung vorliegenden drei Geschichten genauer anhört, wird schnell feststellen dürfen, dass hinter der gezeigten Tierwelt zutiefst menschliche Regungen und Abläufe beschrieben werden. Von wem die Rede ist? Von Tomi Ungerer, eben nicht nur ein Meister des Zeichenstiftes sondern auch des Wortes, der Ende November seinen 70. Geburtstag begeht. Wenn sich in "Kein Kuss für Mutter" der Katzen-Junge dagegen auflehnt, mit irgendwelchen unsinnigen Kosenamen angeredet zu werden, und das Geknutsche vor Zeugen nicht mehr will, dann ist das auch Erwachsenwerden, ist das beschriebene Abnabelung, mit der erst einmal alle in der Familie klar kommen müssen. Auch "Flix" ist eine ironische Tier-Geschichte über ein etwas anderes Baby, das die Katze Krall zur Welt gebracht hat: "Ist er nicht süß?""Das - das ist ja ein Hund!""Na und?"... Und schließlich die vielleicht schönste Erzählung dieses Trios, "Der Hut" als Auslöser eine Kette von Ereignissen, als Wink des Schicksals. Der Schauspieler Stefan Kurt geht auf die verschiedenen Stimmungen und Schwingungen der einzelnen Geschichten wunderbar ein: ein kurzweiliger Ohrenschmaus. (rs)

Tomi feiert in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag, und er ist noch immer ein bisschen Tobi Tatze. Obwohl dieses Buch als ultimatives Männeremanzipationsbuch in die Geschichte der Kinderliteratur eingegangen ist, lieben viele Frauen - noch mehr als unabhängige Männer - Jungs, die letztlich doch ohne Mama nicht können. Tobi kämpft wirklich mit allen Mitteln dagegen, ein Mamabubi zu sein, aber Frau Angora Tatze macht ihm das nicht leicht. Kinder von heute würden sagen, dass sie sich oberpeinlich benimmt: diese ewigen Küsschen, diese Hütchen, diese expressive Zuwendung zu ihrem geliebten Sohn, den sie nur verwöhnen will... Kurz, Tobi ist schon ein armer Kater. Er muss sich sogar mit seinem besten Freund aufs Blut prügeln, nur dass kein Verdacht aufkommt, er könnte vielleicht ein Weichei sein. Solche Jungs kennt jeder Lehrer zur Genüge, und sie sind nicht alle so herzzerreißend liebenswert wie Tobi - man versteht die Mama ja sehr gut! Aber es hilft nichts, Tobi muss aus ihren Klauen, und das kann er nur ganz alleine schaffen. Wie er das macht, soll hier nicht verraten werden. Nur so viel: Die schöne Mama ist sehr gerührt am Ende und sie begreift, was ihr Sohnemann wirklich braucht - Küsse von Mutter jedenfalls nicht. Herzlichen Glückwunsch für ein Buch, das berechtigt als Klassiker gelten darf. Und alles Gute für Tobis Zukunft, mögen ihn viele BuchhändlerInnen ins Herz schließen! Gabriele Hoffmann (Leanders Leseladen, Heidelberg)
Tomi Ungerer, geboren 1931, stammt aus einer Straßburger Uhrmacherfamilie. Mitte der 50er Jahre ging er nach New York, wo sein unaufhaltsamer Aufstieg als Zeichner, Maler, Kinderbuchautor und Werbegrafiker begann. Nach einigen Jahren auf einer Farm in Nova Scotia (Kanada) lebt er heute mit seiner Familie in Irland und in Straßburg. 2004 erhielt Tomi Ungerer für seine besonderen Verdienste um die pädagogische Weiterentwicklung der Kultur des Kinderbuchs die Ehrendoktorwürde der Universität Karlsruhe (TH). 2008 wurde ihm der "Prix de l'Académie de Berlin" für seinen kulturellen Beitrag zur deutsch-französischen Verständigung verliehen.

Kundenbewertungen zu "Kein Kuß für Mutter" von "Tomi Ungerer"

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Bewertung von Birgit Solenthaler aus Sarstedt am 26.08.2007 ***** sehr gut
Ich habe es als Kind immer geliebt,wenn mir meine Patentante aus diesem Buch vorgelesen hat.Lange habe ich nach diesem Buch gesucht,da ich nicht mehr wußte wie der Titel war,aber hier habe ich es gefunden und gleich für meine Kinder bestellt...
Ein tolles Buch,sehr zu empfehlen!!!

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