Ein Mann, der weint - Jeschke, Mathias; Oeser, Wiebke

Mathias Jeschke Wiebke Oeser 

Ein Mann, der weint

Illustrator: Oeser, Wiebke
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Ein Mann, der weint

Männer weinen nicht? Nein, Männer weinen nicht!
Aber wenn sie es doch tun?
Und das auch noch auf offener Straße ...
Mathias Jeschke und Wiebke Oeser erzählen eine scheinbar einfache, auf den ersten Blick alltägliche, eine stille Geschichte. Die von einem kleinen Jungen, der mit seiner Mutter einkaufen geht. Von einem Jungen, der einem Hund an einer sehr langen Hundeleine begegnet, einer alten Frau, einem Kinderwagen, einem Radfahrer, einem Mädchen, einem sich schnell leerenden Kleiderständer - und einem Mann, dessen Verhalten wenig den Normen entspricht, den die erwachsene Welt nicht zu bemerken scheint ... oder vielleicht nicht bemerken will. Im Gegensatz zu dem kleinen Jungen, der keineswegs nur sich fragt, warum der Mann Tränen in den Augen hat.
Ein atmosphärisch intensives Bilderbuch uber Mitgefuhl, Einsamkeit und Geborgenheit, Trauer und Trost. Ein Bilderbuch, das ohne oberflächliches Getöse auskommt und gerade deshalb lange nachwirkt, das Fragen stellt und nicht gleich simple Antworten parat hat, das furs genaue Hinschauen plädiert, fernab von billigem Voyeurismus.
Mädchen weinen, klar! Frauen vielleicht auch, o.k.!
Aber Jungen?? Oder gar Männer??
Warum eigentlich nicht ...


Produktinformation

  • Verlag: Hinstorff
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 32 S. m. zahlr. bunten Bild.
  • Seitenzahl: 32
  • Altersempfehlung: ab 4 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 254mm x 221mm x 13mm
  • Gewicht: 325g
  • ISBN-13: 9783356014143
  • ISBN-10: 3356014145
  • Best.Nr.: 32750535
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.04.2011

Männer weinen nicht
Wiebke Oesers Bilderbuch über einen mutigen Jungen
Ein kleiner Junge geht mit seiner Mutter einkaufen. „Du, Mama, da steht ein Mann, der weint.“ Die Mutter ist ratlos, aber sie lässt es dabei bewenden. Nicht so ihr Junge. Er kämpft mit sich, soll er den Mann fragen, warum er weint? Aber er traut sich nicht und überhaupt „Männer weinen nicht!“, sagt sein Papa doch immer. „Aber dieser Mann hier weinte doch.“ Verloren wirkt er im Getümmel zwischen eiligem Fahrradfahrer, der Mama, die an einem Kleiderständer dreht und einer Oma mit Kinderwagen. Außer dem gelben Hund und dem kleinen Jungen scheint niemand sein Elend wahrzunehmen. Und dann endlich traut der sich und stellt die entscheidende Frage: „Warum weinst du denn bloß?“ „Ach, ich bin so traurig!“, sagte der Mann und schnupfte. Erleichtert über seinen Mut geht der kleine Junge mit seiner Mama, die von all dem nichts mitbekommen hat, nach Hause. Abends erzählt er es seinem Papa, der hinter einer sehr großen Zeitung steckt. „Mein Papa blickte hinter seiner Zeitung hervor und sah mich eine ganze Weile lang an. Dann faltete er die Zeitung zusammen, nahm mich auf den …

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Mathias Jeschke, geb. 1963 in Lüneburg, Verlagslektor und Autor in Stuttgart. Beiträge u.a. in mare, neue deutsche literatur, Wespennest, Jahrbuch der Lyrik und Süddeutsche Zeitung. Stipendium des Landes Mecklenburg-Vorpommern 1998, Würth-Literaturpreis 2002, Eugen-Wolff-Literaturpreis 2004

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