Der Kraxenflori - Mitgutsch, Ali

Ali Mitgutsch 

Der Kraxenflori

Illustrator: Mitgutsch, Ali
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Der Kraxenflori

Lagerfeuer brannten. Ganze Schweine und Hammeln wurden über Spießen gebraten. Wilde Gesellen umsprangen die Feuer, soffen und fraßen übermäßig. Einige trommelten, geigten und bliesen auf Klarinetten, und dann wieder grölten alle miteinander wüste Lieder. Es musste eine Räuberbande sein, die hier im tiefen Wald ihr Versteck hatte

In unverwechselbaren Worten und Bildern erzählt Ali Mitgutsch vom dunklen Wald und seinen Gefahren. Doch der kleine Junge, den man Kraxenflori nennt, schlägt sich tapfer.


Produktinformation

  • Verlag: Parabel Verlag
  • 2008
  • Neuausgabe.
  • Ausstattung/Bilder: 2008. o. Pag. m. zahlr. bunten Bild.
  • Seitenzahl: 29
  • Best.Nr. des Verlages: 361106
  • Altersempfehlung: ab 4 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 281mm x 215mm x 7mm
  • Gewicht: 312g
  • ISBN-13: 9783789811067
  • ISBN-10: 3789811068
  • Best.Nr.: 23350813

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Silja von Rauchhaupt freut sich wie ein Kind über die Neuausgabe des erstmals 1963 erschienenen Bilderbuches von Ali Mitgutsch. Die Geschichte um einen Bauernjungen, der in Räuberhände fällt und am Ende triumphiert, findet sie spannend anzuschauen und zu lesen. Die stark bayerische Note des Buches, die die Rezensentin an einigen wenigen befremdenden Wörtern und dem naiven Strich festmacht, scheint sie anzusprechen. Die flächige, leuchtende Farbgebung erinnert sie an Dekors der Bauernmalerei. Allerdings weiß Rauchhaupt, dass Mitgutsch hier einen Kunstgriff anwendet. Einen Hinweis dafür erkennt sie in der Abgründe eröffnenden Gestaltung der Räuber. Einen Wermutstropfen muss die Rezensentin auch schlucken: Weil das Buch die Druckqualität der Erstausgabe nicht erreicht, die mit starken Kontrasten aufwartete, empfindet sie den schwarzweißen Teil als kontrastarm.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 02.08.2008

Bis zum letzten Schwanenauge

Deckweiß mit Abgründen: In Ali Mitgutschs frühem Bilderbuch "Kraxenflori" fällt ein Junge unter die Räuber und kommt heil davon. Leider bleibt die Neuausgabe des Buches etwas blass.

Mit Ali Mitgutschs "Kraxenflori" erscheint erfreulicherweise ein Buch neu, das bereits 1963 das erste Mal erschienen ist - keines der wortlosen Wimmelbücher, für die Mitgutsch berühmt ist, sondern eine spannende Geschichte mit Text. Erzählt wird die Geschichte des Kraxenflori, eines kleinen Bauernjungen aus früherer Zeit. Er gerät auf seiner Wanderung an eine Horde Räuber, flieht und hilft dann, die Halunken ins Gefängnis zu bringen. In einer Kutsche des Bürgermeisters reist er triumphierend nach Hause.

Es ist ein sehr bayerisches Buch, aber eines, das jeder verstehen kann. Ein Paar Wörter mögen befremden, aber das gibt sich bald. Die Verbundenheit mit seiner Heimat und der bayerischen Volkskunst zeigt Mitgutsch in seinem "Kraxenflori" auf mehrfache Weise. Der kleine Flori stellt mit seiner Familie in winterlicher Heimarbeit Hinterglasbilder und Holztäfelchen mit Andachtsmotiven her, die er in den umliegenden Dörfern …

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Ali Mitgutsch, 1935 in München geboren, beschloss im Laufe einer sehr ermüdenden Lithografenlehre, freier Grafiker zu werden. So studierte er ander Grafischen Akademie in München. Seine Inspirationen erhielt er durch zahlreiche Reisen durch die ganze Welt. Im Juli 2003 wurde er mit dem Schwabinger Kunstpreis geehrt.
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