Süß, naiv und intrigant / It Girl Bd.4 - Ziegesar, Cecily von

Cecily von Ziegesar 

Süß, naiv und intrigant / It Girl Bd.4

Übersetzer: Riekert, Eva
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Süß, naiv und intrigant / It Girl Bd.4

Jungs sind süß, der Kampf um sie bitter

It-Girl Jenny kann einfach nicht vergessen, dass ihr Freund Easy hinter ihrem Rücken mit seiner Ex Callie rumgemacht hat. Also gönnt sie sich einen knackigen Trostpreis: Freshman Julian, so smart, so lecker, so ... Pech für Jenny, dass Oberzicke Tinsley ebenfalls hinter Julian her ist und ihr Lieblingsspielzeug nach allen Regeln der intriganten Lästerkunst mit gespitzten, rotlackierten Fingernägeln verteidigt!
- Band 4 des coolen Gossip.Girl-SpinOffs
- Erfolgskombination: Gossip.Girl-Glamoursetting und fiese Lügen & Intrigen

"Es wird gestritten und intrigiert, dass die Puderdosen klappern." Mitteldeutsche Zeitung

"Diese Serie macht süchtig!" Hello Kitty Magazin


Produktinformation

  • Bd.4
  • Verlag: Cbj
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 253 S.
  • Seitenzahl: 256
  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 136mm x 26mm
  • Gewicht: 343g
  • ISBN-13: 9783570160145
  • ISBN-10: 3570160149
  • Best.Nr.: 25074518
»Cecily von Ziegesar weiß, wie sie ihre Leser fesseln kann.« (Süddeutsche Zeitung)

"Eine Serie, die süchtig macht und runterrutscht wie Schokolade."

"Eine Serie, die süchtig macht und runterrutscht wie Schokolade."
Cecily von Ziegesar weiß genau, wovon sie schreibt. Wie ihre Figuren besuchte sie eine Elite-Schule der New Yorker Oberschicht. 'Gossip.Girl' machte sie zum Shootingstar der Teenie-Szene.

Leseprobe zu "Süß, naiv und intrigant / It Girl Bd.4"

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Leseprobe zu "Süß, naiv und intrigant / It Girl Bd.4"

Der Zeichenkurs war gerade zu Ende. Jenny Humphrey trat aus dem Kunstgebäude und atmete die frische Herbstluft tief ein. Zwei ältere schlaksige Jungs in Cargo-Hosen und Waverly-Pullovern warfen sich auf dem satten Grün des Innenhofs eine Frisbee-Scheibe zu. Als Jenny vorbeikam, unterbrachen sie ihr Spiel, und sie merkte, wie sie rot wurde. Schnell ging sie weiter. Das abgefallene Laub knisterte unter ihren senfgelben Wildlederballerinas, und auf einmal wünschte sie sich sehnlichst, mit ihrem Vater die Amsterdam Avenue entlangzugehen, um ein paar Windbeutel aus der Wiener Bäckerei an der Ecke zu ihrem Upper-West-Side-Apartment zu holen. Sie wollte einfach nur in den Straßen von Manhattan unter den Millionen von Unbekannten untertauchen, von denen sie keiner anglotzen und denken würde: Da geht das Mädchen, von dem sich Easy Walsh gerade trennt.

Jenny zerrte am Saum ihres kurzen grauen Wollminirocks von Anthropologie. Sie hatte sich am Morgen extra viel Zeit zum Zurechtmachen genommen, weil sie erwartet hatte, Easy heute zum ersten Mal nach der verhängnisvollen Samstagabend-Party wiederzusehen. Der Party, als die Mädchen von Dumbarton eigentlich Hausarrest gehabt hatten. Sie trug eine dunkle Wolford-Strumpfhose mit feinen Streifen (die ihre Beine länger wirken ließ, als sie tatsächlich waren) und eine schwarze Buttondown-Bluse mit Dreiviertel-Ärmeln (die wiederum ihre Oberweite kleiner wirken ließ, als sie tatsächlich war). Aber dann war Easy überhaupt nicht zum Unterricht aufgetaucht. Jenny war schwer enttäuscht gewesen, als Mrs Silver die Tür zum Atelier schloss und Easy mit seinem fast schwarzen Lockenkopf nirgends zu sehen war. Was hatte das zu bedeuten? Ging er ihr etwa aus dem Weg?

Sie hatte Easy nicht mehr gesprochen, seit an besagtem Samstagabend während einer Runde Ich gestehe die schreckliche Wahrheit herausgekommen war: Easy hatte ihre unerträglich hochgewachsene, superschlanke und wunderschöne Mitbewohnerin Callie Vernon zu einem intimen Essen mit seinem Vater mitgenommen. Die Callie Vernon, die zufälligerweise auch noch seine Ex war. Nicht nur dass er Jenny, mit der er ja angeblich liiert war, gar nicht erst eingeladen hatte, er hatte ihr nicht mal von Callies Anwesenheit erzählt, während die halbe Waverly-Welt offensichtlich davon wusste. Und die übrige Hälfte erfuhr es dann, als Tinsley Ich-bin-ein-echter-Satansbraten-Carmichael es vor der versammelten Partymeute beim Ich-gestehe-Spielchen ausposaunt hatte.

Nach der chaotischen Auflösung der Party hatte Easy nachts eine E-Mail an Jenny geschickt und sie gefragt, ob sie reden wolle, aber sie hatte abgelehnt - sie musste erst mal selbst herausfinden, wie ihre Gefühlslage überhaupt war. Doch trotz ihrer Absage hatte sie heimlich gehofft, dass er sich nach Dumbarton schleichen und sie mit einem Sträußchen selbst gepflückter Blumen überraschen oder ihr eine seiner witzigen Karikaturen in den Briefkasten stecken würde. Sie wollte zwar nicht zu jener Sorte Mädchen gehören, die genau das Gegenteil von dem sagten, was sie eigentlich meinten, aber na ja - nett wäre es schon gewesen, wenn Easy wenigstens den Versuch unternommen hätte.

Plötzlich prallte ihr etwas Scharfkantiges in den Nacken. Sie wirbelte herum, schon in Erwartung, einen der Frisbee-Jungs reumütig auf sich zuzockeln zu sehen. Stattdessen lag ein weißer Papierflieger aus dickem Aquarellpapier bei ihren Füßen auf dem gepflasterten Weg. Sie hob ihn auf und faltete ihn auseinander. Ihr Herz hatte wie verrückt zu flattern begonnen, aber das Papier enthielt keine Nachricht.

"Psst!" Sie richtete den Blick auf eine Gruppe Birken links neben dem Kunstgebäude. Dort, zwischen den Baumstämmen, ein gelbes Blatt hinter dem Ohr, kauerte der Junge, an den sie nicht aufhören konnte zu denken. Easys große blaue Augen blickten sie beklommen an, als er sie zu sich winkte.

Zögernd ging Jenny auf ihn zu. Blitzartig schoss ihr ein Bild durch den Kopf: Easy, wie er Callie und seinem Vater bei Kerzenlicht an einem Tisch gegenübersaß und mit ihnen plauderte und lachte. Ihr wurde ein bisschen flau, und sie versuchte, das Bild zu verdrängen, indem sie an Sonntagabend mit Brett, Kara und überraschenderweise sogar Callie dachte. Sie hatten über Jungs hergezogen - nicht im Besonderen, ganz allgemein, so ein kuschelig-schönes, lästerliches Mädchengespräch eben, bei dem allen männlichen Wesen auf diesem Erdball eigentlich die Ohren hätten klingen müssen. Callie hatte den Spruch losgelassen: Ist ja noch nicht so lange her, da haben sie sich noch von Ast zu Ast geschwungen und Bananen gepflückt, und ab da hatten sie es sich den ganzen Abend über nicht verkneifen können, Affenlaute von sich zu geben. Jetzt, wie sie Easy da so unter den Birkenästen kauern sah, musste Jenny an sich halten, nicht in lautes Iiieeek-iiieeek-iiieeek auszubrechen. "Hey", sagte sie stattdessen.

Easy machte ein enttäuschtes Gesicht, als habe er eine freundlichere Begrüßung erwartet, und Jenny merkte, wie sie dahinzuschmelzen begann. "Warum versteckst du dich unter den Bäumen?" Fragend zog sie eine Augenbraue hoch.

Easy kam unter dem Blätterdach hervor und sah sich um. Er trug ein Waverly-Rugby-Sweatshirt voller Grasflecken, und seine normalerweise klaren Augen waren ein bisschen gerötet, als hätte er nicht gut geschlafen. Hm, es war nur gerecht, wenn er Schlafstörungen hatte - sie hatte sich die letzten drei Nächte, von Visionen geplagt, hin und her geworfen und ständig den langen, umwerfenden Easy und die hochgewachsene, hinreißende Callie vor Augen gehabt.

"Wollte nicht, dass die Silver mich sieht." Er fuhr sich mit der Hand über die Augen. "Hab behauptet, dass es mir nicht gut geht."

"Und warum bist du dann hier?", entfuhr es Jenny.

Easys Blick umwölkte sich. "Ich ... weiß nicht. Hab einfach mit dir reden wollen.""Oh." Jenny kramte in ihrer Tasche nach ihrer weißen No-Name-Fliegerbrille, die sie vor Schuljahrbeginn an einem Stand in SoHo gekauft hatte. Es war zwar tatsächlich sonnig, aber vor allem wollte sie nicht, dass ihr Easy genau ansah, was ihr durch den Kopf ging. Und das war wohl weiter kein Kunststück, jedenfalls wenn man Jennys Bruder Dan glauben durfte. Der behauptete nämlich, dass ihre Gedanken in etwa so schwer zu lesen seien wie das Stopp auf einem Stopp-Schild. Nachdem Jenny ihre unaufgeräumte Tasche einmal ohne Ergebnis durchwühlt hatte, hörte sie mit der Suche auf. Es sollte ihr nicht passieren, dass sie per Zufall ein Tampon herausfischte oder etwas ähnlich Peinliches.

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