Nichts - Teller, Janne
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Janne Teller 

Nichts

Was im Leben wichtig ist. Roman. Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2011, Kategorie Preis der Jugendlichen

Übersetzung: Engeler, Sigrid
Broschiertes Buch
 
18 Kundenbewertungen
***** sehr gut
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Produktbeschreibung zu Nichts

"Nichts bedeutet irgendwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendwas zu tun." Mit diesen Worten schockiert Pierre alle in der Schule. Um das Gegenteil zu beweisen, beginnt die Klasse alles zu sammeln, was Bedeutung hat. Doch was mit alten Fotos beginnt, droht bald zu eskalieren: Gerda muss sich von ihrem Hamster trennen. Auch Lis Adoptionsurkunde, der Sarg des kleinen Emil und eine Jesusstatue landen auf dem Berg der Bedeutung. Als Sofie ihre Unschuld und Johan seinen Zeigefinger opfern mussten, schreiten Eltern und Polizei ein. Nur Pierre bleibt unbeeindruckt. Und die Klasse rächt sich an ihm ... Eine erschütternde Parabel über das Erwachsenwerden, Erziehung und Gewalt in unserer Gesellschaft.

Produktinformation


  • Verlag: Hanser
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 139 S.
  • Seitenzahl: 139
  • Best.Nr. des Verlages: 545/23596
  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 440mm x 360mm x 18mm
  • Gewicht: 243g
  • ISBN-13: 9783446235960
  • ISBN-10: 3446235965
  • Best.Nr.: 29504623

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Anfang und Ende von Janne Tellers presigekrönter Parabel überzeugen die Rezensentin Heidi Strobel ohne Einwand. Die Frage, wo der Sinn von allem liegt, oder ob es nicht besser wäre, einfach nichts zu tun, die sich der Held stellt, treibt die Zielgruppe des Buches, Jugendliche um die 14 ganz bestimmt auch manchmal um. Geistreich findet Strobel das von Teller entworfene Szenario für die jugendliche Sinnsuche. Ebenso Tellers Tricks, drohende Extreme zu umschiffen. Im Mittelteil des Buches, wo Sinngebungsversuche in Gewalt umschlagen, hat Strobel allerdings das Gefühl von unnötiger Effekthascherei. Oder steckt dahinter etwa ein Aufruf der Autorin gegen jegliche Verabsolutierung von Ideen?

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.10.2010

Der literarische Marktplatz
Jugendbuch
in der Diskussion
In diesem Herbst erregt ein Buch Aufsehen, das es schnell auf die Bestsellerlisten schaffte und in allen Feuilleton diskutiert wird, Janne Tellers Nichts was im Leben wichtig ist. Es wird inzwischen in einem Atemzug genannt mit Morton Rhues Die Welle oder William Goldings Herr der Fliegen, als eine besondere Form des Diskurses um den Sinn des Lebens.
Es geht der Autorin um ein soziales Experiment: Wie reagiert eine in sich hermetisch abgeschlossene Gruppe, eine Klassengemeinschaft von Jugendlichen, auf das verstörende quälende Verhalten eines Außenseiters. Am ersten Schultag nach den Sommerferien entschließt sich dieser Junge, Pierre Anthon, die Schule zu verlassen und von jetzt an die Tage auf einem Baum zu verbringen. „Nichts bedeutet irgendwas, das weiß ich seit langem. Deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun. Das habe ich gerade herausgefunden“, schreit er ihnen jeden Tag als lebende Provokation auf ihrem Schulweg nach. Als Antwort auf seine Aggressionen und getrieben von dem Versuch, ihn vom Gegenteil zu überzeugen, um ihr …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 02.10.2010

Der Nihilist im Pflaumenbaum

Janne Tellers "Nichts" ist das umstrittenste Jugendbuch der Saison - weil es mehr Fragen stellt als Antworten gibt.

Von Heidi Strobel

Die existentielle Frage, was im Leben eigentlich wichtig sei, beantwortet Pierre Anthon, der Held von Tellers Parabel "Nichts", in juveniler Radikalität: "Nichts bedeutet irgendetwas". Rigoros zieht er daraus den Schluss: Also hat es auch keinen Sinn, irgendetwas zu tun. Ob dieser Gewissheit macht er sich eines Tages auf und davon und entzieht sich der schulischen Plackerei, um ein "Teil von nichts zu werden."

Dabei belässt er es allerdings nicht, sondern will als Beispiel wirken. Also sitzt der modern gewandete Diogenes nun im Geäst eines Pflaumenbaumes und provoziert die Mitschüler auf ihrem Schulweg mit seinen Sentenzen über die Sinnlosigkeit allen menschlichen Strebens. Die freilich wollen sich zunächst nicht aufschrecken lassen. Aber Pierres Nihilismus entfaltet doch seine subversive Wirkung, und die Mitschüler beginnen sich dagegen zu wehren. Erst mit Gewalt, mit gezielten Steinwürfen, soll der Rebell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden. Am nächsten …

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Janne Teller, geb. 1964, ist ehemalige UN-Mitarbeiterin und gelernte Ökonomin. Sie lebt derzeit in Paris.

Leseprobe zu "Nichts" von Janne Teller

II

Pierre Anthon verließ an dem Tag die Schule, als er herausfand, dass nichts etwas bedeutete und es sich deshalb nicht lohnte, irgendetwas zu tun.Wir anderen blieben.Und auch wenn die Lehrer sich bemühten, rasch hinter ihm aufzuräumen – sowohl im Klassenzimmer als auch in unseren Köpfen –, so blieb doch ein bisschen von Pierre Anthon in uns hängen. Vielleicht kam deshalb alles so, wie es kam.Es war in der zweiten Augustwoche. Die Sonne brannte und machte uns faul und leicht reizbar, der Asphalt klebte an den Sohlen unserer Turnschuhe, und die Äpfel und Birnen waren gerade eben so reif, dass sie perfekt als Wurfgeschoss in der Hand lagen. Wir schauten weder links noch rechts. Der erste Schultag nach den Sommerferien. Das Klassenzimmer roch nach Reinigungsmitteln und langem Leerstehen, die Fensterscheiben warfen gestochen scharfe Spiegelbilder, und an der Tafel hing kein Kreidestaub. Die Tische standen in Zweierreihen so gerade wie Krankenhausflure und wie sie es nur an ebendiesem einen Tag im Jahr tun. Klasse 7 A.

Wir gingen zu unseren Plätzen, ohne uns über die vorgegebene Ordnung aufzuregen.Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Unordnung. Aber nicht heute!Eskildsen begrüßte uns mit demselben Witz wie in jedem Jahr.
»Kinder, freut euch über den heutigen Tag«, sagte er. »Ohne Schule gäbe es auch keine Ferien.« 

Wir lachten. Nicht, weil wir das witzig fanden, sondern weil er es sagte.Genau da stand Pierre Anthon auf.
»Nichts bedeutet irgendetwas«, sagte er. »Das weiß ich schon lange. Deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun. Das habe ich gerade herausgefunden.« Ganz ruhig bückte er sich und packte die Sachen, die er gerade herausgenommen hatte, wieder in seine Tasche. Mit gleichgültiger Miene nickte er uns zum Abschied zu und ging hinaus, ohne die Tür hinter sich zu schließen.Die Tür lächelte. Es war das erste Mal, dass ich sie das tun sah. Mir kam die angelehnte Tür wie ein breit grinsendes Maul vor, das mich verschlingen würde, wenn ich mich dazu verlocken ließ, Pierre Anthon nach draußen zu folgen. Wem lächelte es zu? Mir, uns allen. Ich sah mich in der Klasse um, und die ungemütliche Stille sagte mir, dass die anderen es auch bemerkt hatten.

Aus uns sollte etwas werden. Etwas werden bedeutete jemand werden, aber das wurde nicht laut gesagt. Es wurde auch nicht leise gesagt. Das lag einfach in der Luft oder in der Zeit oder im Zaun rings um die Schule oder in unseren Kopfkissen oder in den Kuscheltieren, die, nachdem sie ausgedient hatten, ungerechterweise irgendwo auf Dachböden oder in Kellern gelandet waren, wo sie Staub ansammelten. Ich wusste es nicht. Pierre Anthons lächelnde Tür erzählte es mir. Mit dem Kopf wusste ich es immer noch nicht, aber trotzdem wusste ich es.Ich bekam Angst. Angst vor Pierre Anthon.

Angst. Mehr Angst. Am meisten Angst.  Wir lebten in Tæring, einem Vorort einer mittelgroßen Provinzstadt. Er war nicht vornehm, aber ziemlich. Daran wurden wir oft erinnert, auch wenn es nicht laut gesagt wurde. Auch nicht leise. Ordentlich gemauerte, gelb verputzte Häuschen und rote Eigenheime mit Gärten ringsum, neue graubraune Reihenhäuser mit Vorgärten, und dann die Wohnungen, wo die wohnten, mit denen wir nicht spielten. Es gab auch ein paar alte Fachwerkhäuser und ehemalige Bauernhöfe, deren Land eingemeindet worden war, und einige wenige weiße Villen, wo die wohnten, die noch mehr ziemlich vornehm waren als wir anderen.

Die Schule von Tæring lag an einer Ecke, wo zwei Straßen aufeinandertreffen. Alle, bis auf Elise, wohnten an der einen, dem Tæringvej. Elise machte manchmal einen Umweg, um mit uns anderen zur Schule zu gehen. Jedenfalls bis Pierre Anthon nicht mehr zur Schule ging.Pierre Anthon wohnte mit seinem Vater und der Kommune im Tæringvej Nr.25, einem ehemaligen Bauernhof. Pierre Anthons Vater und die Kommune waren Hippies, die in den Achtundsechzigern stecken geblieben waren. Das sagten unsere Eltern, und auch wenn wir nicht richtig wussten, was das bedeutete, sagten wir das auch. Im Vorgarten dicht an der Straße stand ein Pflaumenbaum. Der Baum war groß und alt und krumm und neigte sich über die Hecke und lockte mit bereift-staubigen Victoria-Pflaumen, die für uns unerreichbar waren. In vergangenen Jahren waren wir hochgesprungen, um sie zu erwischen. Damit hörten wir auf. Pierre Anthon war von der Schule abgegangen, um im Pflaumenbaum zu sitzen und mit unreifen Pflaumen zu werfen. Manche trafen uns. Nicht, weil Pierre Anthon auf uns zielte, das sei die Mühe nicht wert, beteuerte er. Der Zufall wolle es halt so.

Und er rief hinter uns her.»Alles ist egal«, schrie er eines Tages. »Denn alles fängt nur an, um aufzuhören. In demselben Moment, in dem ihr geboren werdet, fangt ihr an zu sterben. Und so ist es mit allem.«


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Durchschnittliche Kundenbewertung 4.1 von 5 Sterne bei 18 Bewertungen ***** sehr gut
(aus 18 Bewertungen)
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Bewertung von addi am 06.11.2011 ***** schlecht
Das Buch hat mir überhaupt nicht gefallen!
Der Schreibstil ist schlecht, mit den Charaktere konnte ich mich auch nicht anfreunden und die Geschichte ist einfach unrealistisch.
Das einzige Positive war, dass man es schnell gelesen hatte.

1 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Helga aus Worms am 13.10.2011 ***** schlecht
Sprachlich gesehen bewegt sich das Buch auf niedrigem Niveau. Trocken, leblos, gekünstelt wirkt die Erzählung in vielen Teilen, hingebastelt und zurechtgebogen, die Hauptfiguren farblos, auf simple Klischees reduziert: Frederik, der Patriot, der fromme Kai, die keusche Sofie, Hussein, der Moslem, der von seinem Vater mehrfach verprügelt wird.... Die Vielschichtigkeit menschlicher Charaktere, insbesondere Jugendlicher, die ihren Platz in der Welt noch nicht gefunden haben, bleibt auf der Strecke.

„Der Sieg ist süß. Der Sieg ist. Der Sieg“
„Blau. Mehr blau. Am meisten blau.“
„Schlechter Moslem! Kein Moslem! Niemand!“
„Ach herrje! Ach du lieber Gott! Ach Gott!
„An der Zeit! Höchste Zeit! Im letzten Moment!“
„Dafür! Dagegen! Dafür mal dagegen!“
„Die Hilfe ist dein. Die Hilfe ist unser. Die Hilfe sind wir.“
Solche krampfhaften „Kreativitäten“ gab es reichlich. „Wir waren berühmt und nichts konnte uns den Rang ablaufen. Nichts konnte uns den Rang ablaufen, denn wir waren berühmt.“ Der gleiche Satz zwei Mal hintereinander, leicht verdreht? Also ich hatte ihn schon beim ersten Mal verstanden.

Ob die Geschichte realistisch ist? Ich habe Zweifel. Eine ganze Klasse soll sich geschlossen von einem im Baum sitzenden Spinner provozieren lassen? Und ausnahmslos ALLE machen dann bei Zusammentragen dieses Berges mit? Opfern Haustiere, Zeigefinger, die eigene Unschuld und buddeln tote Kinder aus? Bei allem Respekt: Das ist bullshit!

Das Ganze gipfelt darin, dass der stinkende Berg zur Kunst erklärt wird und damit den Kids ein Vermögen einbringen soll. Sei es bei „Kunstwerken“ oder Literatur, die Fachwelt ist fast immer geteilter Meinung. Zuerst. Bis irgendjemand erklärt, warum das Kunst ist oder einen Preis verdient. Kunst liegt auch im Auge des Betrachters und ein Werk noch lange nicht Kunst, nur weil irgendein „Experte“ es dazu erklärt und ein Buch noch lange nicht gut, nur weil es einen Preis bekommen hat.

Das Buch erzählt nichts Neues. Es stellt weder hochphilosophische Fragen, über die es sich nachzudenken lohnte, noch gibt es Antworten. Weil es keine Antwort gibt, außer dass Bedeutung etwas Individuelles ist. Dass Dinge eine Zeitlang von Bedeutung sind, diese aber verlieren können. Was nützt der Hamster tot? Die grünen Sandalen im Winter? Oder selbst im nächsten Sommer bei einer 13-jährigen? Die Dinge, die wirklich und für fast jeden von Bedeutung sind, wie Gesundheit, ein Dach über dem Kopf, ausreichend Nahrung und die Liebe anderer Menschen, bekommen bei Janne Keller keinen Raum, nicht mal im Ansatz. Im Gegenteil, sie werden mit Füßen getreten. Vorgeblich soll in dem Buch die Suche nach dem Sinn des Lebens eine große Rolle spielen. Tut sie das? Ich hatte nicht den Eindruck? Eher geht es darum, Pierre Anthon etwas zu beweisen, es besser zu wissen als er! Ab einem bestimmten Punkt gilt es nur noch, den nächsten mit der Forderung mehr zu quälen als man selbst gequält wurde. Soll DAS der Sinn des Lebens sein? Die Bedeutung? Aus einer vorgeblich philosophischen Frage wird ein sadistisches, grausames Machtspiel.

Vollkommen zu Recht haben und hatten Erziehungswissenschaftler, Pädagogen und Eltern Bedenken gegen dieses Buch. Die Gefahr ist groß, dass jugendliche Leser falsche Rückschlüsse ziehen, besonders im Hinblick auf das Ende. Hätte die Geschichte eine Wendung genommen, die die Kids erkennen lässt, was wirklich wichtig ist im Leben, dann hätte das Buch einen Sinn haben können. Und das meine ich ausdrücklich nicht im Sinne eines Happy Ends!

Ein schockierendes Buch? Ja, aber nicht wegen der Grausamkeit der Schilderungen. Schockierend, weil es zu oberflächlich ist. Schockierend, weil Grausamkeiten keine Konsequenzen haben. Schockierend, weil keiner aus der ganzen Klasse „Stop“ schreit. Schockierend, weil nicht mal Ansätze von Lösungen und Antworten vorhanden sind. Schockierend, dass so etwas ein Jugendbuch und Schullektüre ist und Preise bekommen hat!

3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Möp aus Northeim am 31.07.2011 ***** ausgezeichnet
Das neue Schuljahr hat für die 7a gerade erst angefangen, als plötzlich ihr Mitschüler Pierre Anthon aufsteht und verkündet: „Nichts bedeutet irgendwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendwas zu tun. Das habe ich gerade herausgefunden.“ Danach verlässt er den Unterricht und kehrt nicht mehr zurück. Die Lehrer haben die Sache mit Pierre Anthon ziemlich schnell wieder vergessen, nicht jedoch die anderen Schüler. Denn seitdem Pierre nicht mehr in die Schule geht, sitzt er auf dem Pflaumenbaum, an dem so gut wie alle Schüler auf ihrem Schulweg vorbei müssen, und bewirft sie mit Pflaumen oder hält ihnen seine Lebensweisheiten vor. Die ganze Klasse ist verärgert über Pierre Anthon und fest entschlossen, einen Weg zu finden, um ihn von seiner Theorie abzubringen. Nach langen Überlegungen kommen sie zu dem Entschluss, dass sie im alten, leerstehenden Sägewerk all das sammeln wollen, was für sie von Bedeutung ist, um Pierre Anthon zu zeigen, dass er Unrecht hat. Doch außer ein bisschen Krims-Krams kommt nichts wirklich Bedeutsames zusammen und daher legen sie nun Regeln fest, die besagen, dass jeder Schüler ein Opfer erbringen muss, das für ihn persönlich von besonderer Bedeutung ist und danach bestimmen darf wer nach ihm welches Opfer erbringen muss. Das Ganze fängt relativ harmlos an. Als erstes werden eine Angel, ein paar Ohrringe und die geliebten Sandalen der Erzählerin, Agnes, gefordert. Doch die Kinder wollen sich dafür rächen, dass sie unfreiwillig etwas abgeben oder tun mussten, das ihnen widerstrebte und so werden die Forderungen immer heftiger. Hans muss sein nagelneues, teures Rennrad und Hussein, ein strenggläubiger Muslim, seinen Gebetsteppich abgeben.
Der Sarg eines verstorbenen Geschwisterkindes muss in einer Nacht und Nebel Aktion wieder ausgebuddelt werden, Rosa muss den Kopf des herrenlosen Hund, der im alten Sägewerk lebt und von der ganzen Klasse ins Herz geschlossen wurde, abliefern und der fromme Kai soll Jesus am Kreuz aus seiner Gemeinde entwenden und im alten Sägewerk platzieren. Schließlich fordert Rosa, dass der Gitarre spielende Jan-Johan seinen rechten Zeigefinger abgeben soll. Jan.Johan versucht mit allen Mitteln das zu verhindern, droht, die Klasse zu verraten. Doch es hilft alles nichts, sein rechter Zeigefinger landet auf dem Berg aus Bedeutung und Jan-Johan erzählt noch im Krankenhaus allen die Wahrheit über das, was wirklich im alten Sägewerk geschieht. Wenig später widmet die ganze Welt den Kindern ihre Aufmerksamkeit, Journalisten aus Amerika berichten über sie und sind fassungslos darüber, dass Kinder so etwas tun können. Nur Pierre Anthon konnten sie mit ihrem Berg aus Bedeutung nicht beeindrucken und dafür rächen sie sich eines Abends ganz fürchterlich an ihm...
Mir hat „Nichts: Was im Leben wichtig ist“ wirklich sehr gut gefallen, weil es mich noch sehr lange beschäftigt hat und ich wirklich viel über diese Geschichte nachdenken musste. Außerdem gefällt mir auch der Schreibstil sehr gut, denn man kann sich sehr gut in die Schüler hineinversetzen, mit ihnen mit fühlen und mit leiden. Man hofft auch, dass die Schüler es schaffen, von Pierre Anthon ernst genommen zu werden und ihn vielleicht umzustimmen, gleichzeitig weiß man aber auch, dass das so gut wie unmöglich ist. Ein wirklich sehr gelungenes Buch, das sich intensiv mit der Frage nach dem eigentlichen Sinn des Lebens auseinandersetzt. "Nichts" ist ein Buch, das man unbedingt gelesen haben muss, den es hat wirklich das Zeug zum Klassiker!

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Bewertung von donaldduck aus Bad Berka am 28.07.2011 ***** ausgezeichnet
Dieses unglaubliche Buch beschäftigt sich tatsächlich mit dem Nichts: Pierre, eín Schüler, behauptet nämlich, dass es nicht gibt, was wirklich von Bedeutung wäre, und er schlussfolgert für sich selbst, dass er deshalb auch nichts tun müsse. Seine Klassenkameraden sind erstaunt und erschrocken über seine Einstellung und wollen ihm nun das Gegenteil beweisen, indem sie vereinbaren, dass jeder genau das opfert, was ihm etwas bedeutet. So trage sie immer mehr Opfer zusammen, jedoch eskaliert dieses Unterfangen, nachdem die körperliche Unversehrtheit einiger Mitschüler Schaden genommen hat. Nun schreitet die Polizei ein, und die Aktion wird in aller Öffentlichkeit wahrgenommen und beurteilt.
Das Buch hat mich erschüttert und es gibt einen Einblick in die Tiefen unserer menschlichen Gesellschaft. Es regt zum Nachdenken und zur Diskussion an und würde sich bestimmt auch gut als Unterrichtsthema eignen.

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Bewertung von donaldduck aus Bad Berka am 27.07.2011 ***** ausgezeichnet
Dieses gigantische Buch regt jeden Leser an, über das Leben, das Sein und Dinge an sich nachzudenken. Gibt es einen Sinn? Gibt es Bedeutsames?
Ausgangspunkt ist die Äußerung eines Schülers namens Pierre, dass es nichts gibt, was irgendwie bedeutsam wäre, weswegen man auch nichts tun braucht. Diese Auffassung reizt die Gemüter seiner Mitschüler. Sie wollen ihn nun vom Gegenteil überzeugen und so geht jeder die Verpflichtung ein, das zu opfern, was für ihn bedeutungsvoll ist. Die Opfer werden immer dramatischer, und sogar körperliche Unversehrtheit wird aufgegeben. Da endlich findet jemand den aufgetürmten Haufen der Bedeutsamkeiten und bringt die Angelegenheit in aller Öffentlichkeit ins Rollen. Die Gesellschaft ist schockiert- außer einem: dem Mitschüler Pierre.
Der Inhalt des Buches hat mich noch lange beschäftigt und bringt zum Ausdruck, wo unsere Gesellschaft steht. Ich finde, dass dieses Buch im Unterricht besprochen werden könnte und viel Diskussionsstoff bieten würde. Ich empfehle es weiter.

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Bewertung von christilaudi aus Horb a.N. am 15.07.2011 ***** ausgezeichnet
Behauptet in der Schule doch ein Schüler nichts ist von Bedeutung. So möchten seine Mitschüler ihn davon überzeugen das es vieles gibt was an Bedeutung hat. So starten sie ein Projekt für das jeder eine Mutprobe machen muss um eine Bedeutung darzustellen. So beschließen sie dass der wo seine Mutprobe gemacht hat bestimmen darf wer der nächste ist und was er tun muss. Von Tat zu Tat steigert sich die Sache da so mancher sich rächen will und sich über seine Tat geärgert hat. Der Lauf wird immer schlimmer so muss der Sarg eines Geschwisters ausgegraben werden oder ein Finger abgeschnitten werden. In einer Hallen werden alle Taten symbolisch aufgestellt und diese werden dann nach kurzer Zeit entdeckt so sind die Bürger von diesem Dorf entsetzt was die Jugendlichen da gemacht haben. Nur der Mitschüler, ihm ist es doch nach all den Taten immer noch keine Bedeutung was alles geschehen ist.
Dieses Buch ist gigantisch geschrieben ich finde es nicht nur für Jugendliche sondern auch für Erwachsene ein Top Buch. Manchmal entdeckt man selber an einen die Frage was bedeutet einem etwas. Oder wann fängt man an vielen Dingen eine Bedeutung zu geben. So wird einem in vielen Sätzen klar dass es sich lohn um eine Bedeutung zu kämpfen.

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Bewertung von Möp aus Northeim am 14.07.2011 ***** ausgezeichnet
Als Pierre eines Tages den Unterricht mit der Begründung „Nichts bedeutet irgendwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendwas zu tun“ einfach aufsteht und den Unterricht verlässt, sind seine Mitschüler erst einmal reichlich verwirrt. Doch dann beschließen sie, Pierre das Gegenteil zu beweisen, indem sie in einem alten Sägewerk all das sammeln, was für sie von Bedeutung ist. Da sich aber keiner von wirklich bedeutsamen Dingen trennen will, starten die Schüler ein Projekt, bei dem die Regeln klar festgelegt sind. Dieses Projekt fordert von jedem ein Opfer oder eine Mutprobe, die das betrifft, was der jeweiligen Person am wichtigsten ist. Wenn ein Schüler sein Opfer erbracht oder seine Mutprobe bestanden hat, darf er den nächsten auswählen und bestimmen, was er tun oder abgeben muss. Die Forderungen steigern sich - verständlich - denn die Schüler wollen sich natürlich dafür rächen, dass sie unfreiwillig etwas abgeben mussten, was ihnen sehr am Herzen lag, oder dass sie etwas tun mussten, was ihnen widerstrebte. So kommt es, dass Hans sein nagelneues teures Rennrad und Hussein, ein überzeugter Muslim, seinen Gebetsteppich abgeben muss. Das ist, man mag es kaum glauben, noch harmlos im Vergleich zu dem, was dann gefordert wird. Das Mädchen Marie-Ursula muss sich von ihren schönen langen Zöpfen trennen, Gerda muss ihren Hamster opfern und die Schüler steigern sich immer weiter. Der Sarg eines verstorbenen Geschwisterkinds landet auf dem Haufen im alten Sägewerk und die Forderungen werden einfach immer grausamer und als schließlich der Gitarre spielende Johan seinen rechten Zeigefinger opfern soll, gerät die Situation völlig außer Kontrolle. Da schreiten die Eltern und die Polizei ein. Die Nachricht von der Aktion der Schüler erreicht die Presse, woraufhin Menschen von überall entsetzt darüber sind, dass Kinder zu so etwas fähig sind.
Doch den Schüler Pierre, dessen Aussage überhaupt zu diesem ganzen Theater führte, lässt das alles kalt und er lacht sogar über seine Mitschüler, die solche gewaltigen Opfer bringen, nur um Bedeutung zu finden. Die Schüler sind unglaublich wütend auf Pierre und rächen sich auf ganz grausame Weise an ihm...

Mir hat „Nichts: Was im Leben wichtig ist“ wirklich sehr gut gefallen, weil es mich einfach noch so lange beschäftigt hat und ich unglaublich viel darüber nachdenken musste. Dieses Buch regt den Leser dazu an, seine eigene Lebenseinstellung noch einmal zu hinterfragen und zu überdenken. Außerdem gefällt mir auch der Schreibstil sehr gut, denn man kann sich sehr gut in die Schüler hineinversetzen, mit ihnen mit fühlen und mit leiden. Man hofft auch, dass die Schüler es schaffen, bei Pierre wenigstens ein bisschen Aufmerksamkeit zu erregen und ihn vielleicht umzustimmen, gleichzeitig weiß man aber auch, dass das so gut wie unmöglich ist. Ein wirklich sehr gelungenes Buch, das sich intensiv mit der Frage nach dem eigentliche Sinn des Lebens auseinandersetzt und den Leser mit der Frage konfrontiert „Was ist eigentlich für mich von besonderer Bedeutung und was würde ich dafür tun, es nicht zu verlieren?“
Ich finde „Nichts“ ist ein Buch, dass man unbedingt gelesen haben sollte, denn es hat das Zeug zum Klassiker.

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Bewertung von Daniel.Hubbe aus Bad Schönborn am 06.07.2011 ***** sehr gut
Dieser Roman erzählt von einer Schulklasse, die dem Klassenkameraden Pierre Anthon, welcher eines Tages den Klassenraum mit dem Argument, dass "nichts etwas bedeutet und es sich deshalb nicht lohnt, irgendetwas zu tun", beweisen möchte, dass es etwas wie Bedeutung gibt.
Aus den Augen der Kinder ist es ihre Pflicht P.A. zu beweisen, dass Bedeutung existiert. Die Haupthandlung ist, dass sie einen "Berg der Bedeutungf" schaffen, um P.A. zu überreden. Anfangs sind die "Opfer" nur klein: Papageien-Ohringe, Sandalen, ein Fahrrad... alles endet damit, dass Sofie ihre Unschuld abgibt und Jan-Johann, der so gut Gitarre spielte, seinen Zeigefinger..
Das Buch hat mir gut gefallen, da es einen aufbauenden Spannungswert hat und mich persöhnlich zum Denken gebracht hat.
Ich würde diese Lektüre weiterempfehlen, da ich es selbst als Schullektüre gelesen habe.

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Bewertung von Eva aus Mössingen am 04.07.2011 ***** ausgezeichnet
Eine 'ganz normale' Klasse in Dänemark fühlt sich von einem Schüler provoziert, der behauptet, dass alles Tun sowie das ganze Leben sinnlos ist. Morgens sitzt er auf einem Baum am Rand des Schulweges und verspottet seine Mitschüler, die Rache bzw. ihm beweisen wollen, dass er Unrecht hat. Dazu starten sie eine Projekt und wollen einen 'Berg von Bedeutung' anhäufen, auf den jeder reihum die wichtigste Sache in seinem oder ihren Leben geben muss ... und welche dies ist entscheiden die Mitschüler. Es beginnt ein grausamer Wettbewerb, der bei einem getöteten Haustier noch nicht seinen Höhepunkt erreicht hat. Als die ganze Sache auffliegt und die Erwachsenen hinter das Geheimnis und Tun der Kinder kommen, schwankt die Reaktion zwischen Entsetzen und Bewunderung - auch die Medien haben großes Interesse an dem 'Berg der Bedeutung'.
Das Buch hat mich deshalb fasziniert, weil auf dem Klappentext steht, dass es in Dänemark einen Skandal verursacht hat und zunächst in den Schulen verboten war - später aber Literaturpreise bekommen hat. Das Buch erinnert mich an 'Die Welle', wo auch ein Experiment aus dem Ruder läuft und gezeigt wird, wie schwer es ist sich dem Gruppenzwang zu widersetzen und sich nicht unsinnigen 'Regeln' zu unterwerfen. Es ist spannend und unterhaltsam geschrieben und wirft natürlich nicht nur indirekt die Frage auf, was im Leben wirklich Bedeutung hat, worüber es sich ja auch sonst nachzudenken lohnt.

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Bewertung von paul schmidt aus Friedrichsdorf am 26.05.2011 ***** weniger gut
In dem Buch geht es um einen Jungen namens Pierre-Anthon der denkt, dass nichts im Leben eine Bedeutung hat. Die anderen Schüler aus seiner Klasse wollen im Beweisen, dass das nicht stimmt. Jeder muss nun also etwas abgeben, was für ihn Bedeutung hat. Die Kinder dürfen jedoch nicht selbst entscheiden, was sie abgeben. Deshlab muss ein Mädchen ihren Hamster abgeben, ein anders ihre Zöppfe, wieder ein anderes den Sarg ihres kleinen Bruders...
Als schließlich ein Hund ermordet wird und jemand seinen Zeigefinger abgeben muss, wird die Polizei langsam auf alles aufmerksam. Aber das Schlimmste an allem ist, dass Pierre-Anthon immer noch denkt, dass nichts Bedeutung hat. Als die Kinder sich dann blutig schlagen wirds richtig ernst.
Mir hat das Buch nicht so gut gefallen, da man einen Moment lesen muss, bis man Verstanden hat um was es in dem Buch geht, wer welche Person ist... Weiterhin finde ich das Buch ein bisschen langweilig geschrieben, da ich es mir jedenfalls nicht richtig vorstellen kann. Zusätslich denke ich, dass das Buch etwas unrealistisch ist. Deshalb würde ich das Buch eigentlich nicht weiterempfehlen.

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Leseprobe zu "Nichts" von Janne Teller

II

Pierre Anthon verließ an dem Tag die Schule, als er herausfand, dass nichts etwas bedeutete und es sich deshalb nicht lohnte, irgendetwas zu tun.Wir anderen blieben.Und auch wenn die Lehrer sich bemühten, rasch hinter ihm aufzuräumen – sowohl im Klassenzimmer als auch in unseren Köpfen –, so blieb doch ein bisschen von Pierre Anthon in uns hängen. Vielleicht kam deshalb alles so, wie es kam.Es war in der zweiten Augustwoche. Die Sonne brannte und machte uns faul und leicht reizbar, der Asphalt klebte an den Sohlen unserer Turnschuhe, und die Äpfel und Birnen waren gerade eben so reif, dass sie perfekt als Wurfgeschoss in der Hand lagen. Wir schauten weder links noch rechts. Der erste Schultag nach den Sommerferien. Das Klassenzimmer roch nach Reinigungsmitteln und langem Leerstehen, die Fensterscheiben warfen gestochen scharfe Spiegelbilder, und an der Tafel hing kein Kreidestaub. Die Tische standen in Zweierreihen so gerade wie Krankenhausflure und wie sie es nur an ebendiesem einen Tag im Jahr tun. Klasse 7 A.

Wir gingen zu unseren Plätzen, ohne uns über die vorgegebene Ordnung aufzuregen.Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Unordnung. …

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Leseprobe zu "Nichts" von Janne Teller

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02.10.2010

Der Nihilist im Pflaumenbaum

Janne Tellers "Nichts" ist das umstrittenste Jugendbuch der Saison - weil es mehr Fragen stellt als Antworten gibt.

Von Heidi Strobel

Die existentielle Frage, was im Leben eigentlich wichtig sei, beantwortet Pierre Anthon, der Held von Tellers Parabel "Nichts", in juveniler Radikalität: "Nichts bedeutet irgendetwas". Rigoros zieht er daraus den Schluss: Also hat es auch keinen Sinn, irgendetwas zu tun. Ob dieser Gewissheit macht er sich eines Tages auf und davon und entzieht sich der schulischen Plackerei, um ein "Teil von nichts zu werden."

Dabei belässt er es allerdings nicht, sondern will als Beispiel wirken. Also sitzt der modern gewandete Diogenes nun im Geäst eines Pflaumenbaumes und provoziert die Mitschüler auf ihrem Schulweg mit seinen Sentenzen über die Sinnlosigkeit allen menschlichen Strebens. Die freilich wollen sich zunächst nicht aufschrecken lassen. Aber Pierres Nihilismus entfaltet doch seine subversive Wirkung, und die Mitschüler beginnen sich dagegen zu wehren. Erst mit Gewalt, mit gezielten Steinwürfen, soll der Rebell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden. Am nächsten …

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01.10.2010

Der literarische Marktplatz
Jugendbuch
in der Diskussion
In diesem Herbst erregt ein Buch Aufsehen, das es schnell auf die Bestsellerlisten schaffte und in allen Feuilleton diskutiert wird, Janne Tellers Nichts was im Leben wichtig ist. Es wird inzwischen in einem Atemzug genannt mit Morton Rhues Die Welle oder William Goldings Herr der Fliegen, als eine besondere Form des Diskurses um den Sinn des Lebens.
Es geht der Autorin um ein soziales Experiment: Wie reagiert eine in sich hermetisch abgeschlossene Gruppe, eine Klassengemeinschaft von Jugendlichen, auf das verstörende quälende Verhalten eines Außenseiters. Am ersten Schultag nach den Sommerferien entschließt sich dieser Junge, Pierre Anthon, die Schule zu verlassen und von jetzt an die Tage auf einem Baum zu verbringen. „Nichts bedeutet irgendwas, das weiß ich seit langem. Deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun. Das habe ich gerade herausgefunden“, schreit er ihnen jeden Tag als lebende Provokation auf ihrem Schulweg nach. Als Antwort auf seine Aggressionen und getrieben von dem Versuch, ihn vom Gegenteil zu …

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Kundenbewertungen zu "Nichts" von "Janne Teller"

Durchschnittliche Kundenbewertung (aus 18 Bewertungen):
4.1 von 5 Sterne bei 18 Bewertungen *****
sehr gut
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Bewertung von addi am 06.11.2011
*****
schlecht
Das Buch hat mir überhaupt nicht gefallen!
Der Schreibstil ist schlecht, mit den Charaktere konnte ich mich auch nicht anfreunden und die Geschichte ist einfach unrealistisch.
Das einzige Positive war, dass man es schnell gelesen hatte.
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Bewertung von Helga aus Worms am 13.10.2011
*****
schlecht
Sprachlich gesehen bewegt sich das Buch auf niedrigem Niveau. Trocken, leblos, gekünstelt wirkt die Erzählung in vielen Teilen, hingebastelt und zurechtgebogen, die Hauptfiguren farblos, auf simple Klischees reduziert: Frederik, der Patriot, der fromme Kai, die keusche Sofie, Hussein, der Moslem, der von seinem Vater mehrfach verprügelt wird.... Die Vielschichtigkeit menschlicher Charaktere, insbesondere Jugendlicher, die ihren Platz in der Welt noch nicht gefunden haben, bleibt auf der Strecke.

„Der Sieg ist süß. Der Sieg ist. Der Sieg“
„Blau. Mehr blau. Am meisten blau.“
„Schlechter Moslem! Kein Moslem! Niemand!“
„Ach herrje! Ach du lieber Gott! Ach Gott!
„An der Zeit! Höchste Zeit! Im letzten Moment!“
„Dafür! Dagegen! Dafür mal dagegen!“
„Die Hilfe ist dein. Die Hilfe ist unser. Die Hilfe sind wir.“
Solche krampfhaften „Kreativitäten“ gab es reichlich. „Wir waren berühmt und nichts konnte uns den Rang ablaufen. Nichts konnte uns den Rang ablaufen, denn wir waren berühmt.“ Der gleiche Satz zwei Mal hintereinander, leicht verdreht? Also ich hatte ihn schon beim ersten Mal verstanden.

Ob die Geschichte realistisch ist? Ich habe Zweifel. Eine ganze Klasse soll sich geschlossen von einem im Baum sitzenden Spinner provozieren lassen? Und ausnahmslos ALLE machen dann bei Zusammentragen dieses Berges mit? Opfern Haustiere, Zeigefinger, die eigene Unschuld und buddeln tote Kinder aus? Bei allem Respekt: Das ist bullshit!

Das Ganze gipfelt darin, dass der stinkende Berg zur Kunst erklärt wird und damit den Kids ein Vermögen einbringen soll. Sei es bei „Kunstwerken“ oder Literatur, die Fachwelt ist fast immer geteilter Meinung. Zuerst. Bis irgendjemand erklärt, warum das Kunst ist oder einen Preis verdient. Kunst liegt auch im Auge des Betrachters und ein Werk noch lange nicht Kunst, nur weil irgendein „Experte“ es dazu erklärt und ein Buch noch lange nicht gut, nur weil es einen Preis bekommen hat.

Das Buch erzählt nichts Neues. Es stellt weder hochphilosophische Fragen, über die es sich nachzudenken lohnte, noch gibt es Antworten. Weil es keine Antwort gibt, außer dass Bedeutung etwas Individuelles ist. Dass Dinge eine Zeitlang von Bedeutung sind, diese aber verlieren können. Was nützt der Hamster tot? Die grünen Sandalen im Winter? Oder selbst im nächsten Sommer bei einer 13-jährigen? Die Dinge, die wirklich und für fast jeden von Bedeutung sind, wie Gesundheit, ein Dach über dem Kopf, ausreichend Nahrung und die Liebe anderer Menschen, bekommen bei Janne Keller keinen Raum, nicht mal im Ansatz. Im Gegenteil, sie werden mit Füßen getreten. Vorgeblich soll in dem Buch die Suche nach dem Sinn des Lebens eine große Rolle spielen. Tut sie das? Ich hatte nicht den Eindruck? Eher geht es darum, Pierre Anthon etwas zu beweisen, es besser zu wissen als er! Ab einem bestimmten Punkt gilt es nur noch, den nächsten mit der Forderung mehr zu quälen als man selbst gequält wurde. Soll DAS der Sinn des Lebens sein? Die Bedeutung? Aus einer vorgeblich philosophischen Frage wird ein sadistisches, grausames Machtspiel.

Vollkommen zu Recht haben und hatten Erziehungswissenschaftler, Pädagogen und Eltern Bedenken gegen dieses Buch. Die Gefahr ist groß, dass jugendliche Leser falsche Rückschlüsse ziehen, besonders im Hinblick auf das Ende. Hätte die Geschichte eine Wendung genommen, die die Kids erkennen lässt, was wirklich wichtig ist im Leben, dann hätte das Buch einen Sinn haben können. Und das meine ich ausdrücklich nicht im Sinne eines Happy Ends!

Ein schockierendes Buch? Ja, aber nicht wegen der Grausamkeit der Schilderungen. Schockierend, weil es zu oberflächlich ist. Schockierend, weil Grausamkeiten keine Konsequenzen haben. Schockierend, weil keiner aus der ganzen Klasse „Stop“ schreit. Schockierend, weil nicht mal Ansätze von Lösungen und Antworten vorhanden sind. Schockierend, dass so etwas ein Jugendbuch und Schullektüre ist und Preise bekommen hat!
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Bewertung von Möp aus Northeim am 31.07.2011
*****
ausgezeichnet
Das neue Schuljahr hat für die 7a gerade erst angefangen, als plötzlich ihr Mitschüler Pierre Anthon aufsteht und verkündet: „Nichts bedeutet irgendwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendwas zu tun. Das habe ich gerade herausgefunden.“ Danach verlässt er den Unterricht und kehrt nicht mehr zurück. Die Lehrer haben die Sache mit Pierre Anthon ziemlich schnell wieder vergessen, nicht jedoch die anderen Schüler. Denn seitdem Pierre nicht mehr in die Schule geht, sitzt er auf dem Pflaumenbaum, an dem so gut wie alle Schüler auf ihrem Schulweg vorbei müssen, und bewirft sie mit Pflaumen oder hält ihnen seine Lebensweisheiten vor. Die ganze Klasse ist verärgert über Pierre Anthon und fest entschlossen, einen Weg zu finden, um ihn von seiner Theorie abzubringen. Nach langen Überlegungen kommen sie zu dem Entschluss, dass sie im alten, leerstehenden Sägewerk all das sammeln wollen, was für sie von Bedeutung ist, um Pierre Anthon zu zeigen, dass er Unrecht hat. Doch außer ein bisschen Krims-Krams kommt nichts wirklich Bedeutsames zusammen und daher legen sie nun Regeln fest, die besagen, dass jeder Schüler ein Opfer erbringen muss, das für ihn persönlich von besonderer Bedeutung ist und danach bestimmen darf wer nach ihm welches Opfer erbringen muss. Das Ganze fängt relativ harmlos an. Als erstes werden eine Angel, ein paar Ohrringe und die geliebten Sandalen der Erzählerin, Agnes, gefordert. Doch die Kinder wollen sich dafür rächen, dass sie unfreiwillig etwas abgeben oder tun mussten, das ihnen widerstrebte und so werden die Forderungen immer heftiger. Hans muss sein nagelneues, teures Rennrad und Hussein, ein strenggläubiger Muslim, seinen Gebetsteppich abgeben.
Der Sarg eines verstorbenen Geschwisterkindes muss in einer Nacht und Nebel Aktion wieder ausgebuddelt werden, Rosa muss den Kopf des herrenlosen Hund, der im alten Sägewerk lebt und von der ganzen Klasse ins Herz geschlossen wurde, abliefern und der fromme Kai soll Jesus am Kreuz aus seiner Gemeinde entwenden und im alten Sägewerk platzieren. Schließlich fordert Rosa, dass der Gitarre spielende Jan-Johan seinen rechten Zeigefinger abgeben soll. Jan.Johan versucht mit allen Mitteln das zu verhindern, droht, die Klasse zu verraten. Doch es hilft alles nichts, sein rechter Zeigefinger landet auf dem Berg aus Bedeutung und Jan-Johan erzählt noch im Krankenhaus allen die Wahrheit über das, was wirklich im alten Sägewerk geschieht. Wenig später widmet die ganze Welt den Kindern ihre Aufmerksamkeit, Journalisten aus Amerika berichten über sie und sind fassungslos darüber, dass Kinder so etwas tun können. Nur Pierre Anthon konnten sie mit ihrem Berg aus Bedeutung nicht beeindrucken und dafür rächen sie sich eines Abends ganz fürchterlich an ihm...
Mir hat „Nichts: Was im Leben wichtig ist“ wirklich sehr gut gefallen, weil es mich noch sehr lange beschäftigt hat und ich wirklich viel über diese Geschichte nachdenken musste. Außerdem gefällt mir auch der Schreibstil sehr gut, denn man kann sich sehr gut in die Schüler hineinversetzen, mit ihnen mit fühlen und mit leiden. Man hofft auch, dass die Schüler es schaffen, von Pierre Anthon ernst genommen zu werden und ihn vielleicht umzustimmen, gleichzeitig weiß man aber auch, dass das so gut wie unmöglich ist. Ein wirklich sehr gelungenes Buch, das sich intensiv mit der Frage nach dem eigentlichen Sinn des Lebens auseinandersetzt. "Nichts" ist ein Buch, das man unbedingt gelesen haben muss, den es hat wirklich das Zeug zum Klassiker!
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Bewertung von donaldduck aus Bad Berka am 28.07.2011
*****
ausgezeichnet
Dieses unglaubliche Buch beschäftigt sich tatsächlich mit dem Nichts: Pierre, eín Schüler, behauptet nämlich, dass es nicht gibt, was wirklich von Bedeutung wäre, und er schlussfolgert für sich selbst, dass er deshalb auch nichts tun müsse. Seine Klassenkameraden sind erstaunt und erschrocken über seine Einstellung und wollen ihm nun das Gegenteil beweisen, indem sie vereinbaren, dass jeder genau das opfert, was ihm etwas bedeutet. So trage sie immer mehr Opfer zusammen, jedoch eskaliert dieses Unterfangen, nachdem die körperliche Unversehrtheit einiger Mitschüler Schaden genommen hat. Nun schreitet die Polizei ein, und die Aktion wird in aller Öffentlichkeit wahrgenommen und beurteilt.
Das Buch hat mich erschüttert und es gibt einen Einblick in die Tiefen unserer menschlichen Gesellschaft. Es regt zum Nachdenken und zur Diskussion an und würde sich bestimmt auch gut als Unterrichtsthema eignen.
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Bewertung von donaldduck aus Bad Berka am 27.07.2011
*****
ausgezeichnet
Dieses gigantische Buch regt jeden Leser an, über das Leben, das Sein und Dinge an sich nachzudenken. Gibt es einen Sinn? Gibt es Bedeutsames?
Ausgangspunkt ist die Äußerung eines Schülers namens Pierre, dass es nichts gibt, was irgendwie bedeutsam wäre, weswegen man auch nichts tun braucht. Diese Auffassung reizt die Gemüter seiner Mitschüler. Sie wollen ihn nun vom Gegenteil überzeugen und so geht jeder die Verpflichtung ein, das zu opfern, was für ihn bedeutungsvoll ist. Die Opfer werden immer dramatischer, und sogar körperliche Unversehrtheit wird aufgegeben. Da endlich findet jemand den aufgetürmten Haufen der Bedeutsamkeiten und bringt die Angelegenheit in aller Öffentlichkeit ins Rollen. Die Gesellschaft ist schockiert- außer einem: dem Mitschüler Pierre.
Der Inhalt des Buches hat mich noch lange beschäftigt und bringt zum Ausdruck, wo unsere Gesellschaft steht. Ich finde, dass dieses Buch im Unterricht besprochen werden könnte und viel Diskussionsstoff bieten würde. Ich empfehle es weiter.
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Bewertung von christilaudi aus Horb a.N. am 15.07.2011
*****
ausgezeichnet
Behauptet in der Schule doch ein Schüler nichts ist von Bedeutung. So möchten seine Mitschüler ihn davon überzeugen das es vieles gibt was an Bedeutung hat. So starten sie ein Projekt für das jeder eine Mutprobe machen muss um eine Bedeutung darzustellen. So beschließen sie dass der wo seine Mutprobe gemacht hat bestimmen darf wer der nächste ist und was er tun muss. Von Tat zu Tat steigert sich die Sache da so mancher sich rächen will und sich über seine Tat geärgert hat. Der Lauf wird immer schlimmer so muss der Sarg eines Geschwisters ausgegraben werden oder ein Finger abgeschnitten werden. In einer Hallen werden alle Taten symbolisch aufgestellt und diese werden dann nach kurzer Zeit entdeckt so sind die Bürger von diesem Dorf entsetzt was die Jugendlichen da gemacht haben. Nur der Mitschüler, ihm ist es doch nach all den Taten immer noch keine Bedeutung was alles geschehen ist.
Dieses Buch ist gigantisch geschrieben ich finde es nicht nur für Jugendliche sondern auch für Erwachsene ein Top Buch. Manchmal entdeckt man selber an einen die Frage was bedeutet einem etwas. Oder wann fängt man an vielen Dingen eine Bedeutung zu geben. So wird einem in vielen Sätzen klar dass es sich lohn um eine Bedeutung zu kämpfen.
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Bewertung von Möp aus Northeim am 14.07.2011
*****
ausgezeichnet
Als Pierre eines Tages den Unterricht mit der Begründung „Nichts bedeutet irgendwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendwas zu tun“ einfach aufsteht und den Unterricht verlässt, sind seine Mitschüler erst einmal reichlich verwirrt. Doch dann beschließen sie, Pierre das Gegenteil zu beweisen, indem sie in einem alten Sägewerk all das sammeln, was für sie von Bedeutung ist. Da sich aber keiner von wirklich bedeutsamen Dingen trennen will, starten die Schüler ein Projekt, bei dem die Regeln klar festgelegt sind. Dieses Projekt fordert von jedem ein Opfer oder eine Mutprobe, die das betrifft, was der jeweiligen Person am wichtigsten ist. Wenn ein Schüler sein Opfer erbracht oder seine Mutprobe bestanden hat, darf er den nächsten auswählen und bestimmen, was er tun oder abgeben muss. Die Forderungen steigern sich - verständlich - denn die Schüler wollen sich natürlich dafür rächen, dass sie unfreiwillig etwas abgeben mussten, was ihnen sehr am Herzen lag, oder dass sie etwas tun mussten, was ihnen widerstrebte. So kommt es, dass Hans sein nagelneues teures Rennrad und Hussein, ein überzeugter Muslim, seinen Gebetsteppich abgeben muss. Das ist, man mag es kaum glauben, noch harmlos im Vergleich zu dem, was dann gefordert wird. Das Mädchen Marie-Ursula muss sich von ihren schönen langen Zöpfen trennen, Gerda muss ihren Hamster opfern und die Schüler steigern sich immer weiter. Der Sarg eines verstorbenen Geschwisterkinds landet auf dem Haufen im alten Sägewerk und die Forderungen werden einfach immer grausamer und als schließlich der Gitarre spielende Johan seinen rechten Zeigefinger opfern soll, gerät die Situation völlig außer Kontrolle. Da schreiten die Eltern und die Polizei ein. Die Nachricht von der Aktion der Schüler erreicht die Presse, woraufhin Menschen von überall entsetzt darüber sind, dass Kinder zu so etwas fähig sind.
Doch den Schüler Pierre, dessen Aussage überhaupt zu diesem ganzen Theater führte, lässt das alles kalt und er lacht sogar über seine Mitschüler, die solche gewaltigen Opfer bringen, nur um Bedeutung zu finden. Die Schüler sind unglaublich wütend auf Pierre und rächen sich auf ganz grausame Weise an ihm...

Mir hat „Nichts: Was im Leben wichtig ist“ wirklich sehr gut gefallen, weil es mich einfach noch so lange beschäftigt hat und ich unglaublich viel darüber nachdenken musste. Dieses Buch regt den Leser dazu an, seine eigene Lebenseinstellung noch einmal zu hinterfragen und zu überdenken. Außerdem gefällt mir auch der Schreibstil sehr gut, denn man kann sich sehr gut in die Schüler hineinversetzen, mit ihnen mit fühlen und mit leiden. Man hofft auch, dass die Schüler es schaffen, bei Pierre wenigstens ein bisschen Aufmerksamkeit zu erregen und ihn vielleicht umzustimmen, gleichzeitig weiß man aber auch, dass das so gut wie unmöglich ist. Ein wirklich sehr gelungenes Buch, das sich intensiv mit der Frage nach dem eigentliche Sinn des Lebens auseinandersetzt und den Leser mit der Frage konfrontiert „Was ist eigentlich für mich von besonderer Bedeutung und was würde ich dafür tun, es nicht zu verlieren?“
Ich finde „Nichts“ ist ein Buch, dass man unbedingt gelesen haben sollte, denn es hat das Zeug zum Klassiker.
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Bewertung von Daniel.Hubbe aus Bad Schönborn am 06.07.2011
*****
sehr gut
Dieser Roman erzählt von einer Schulklasse, die dem Klassenkameraden Pierre Anthon, welcher eines Tages den Klassenraum mit dem Argument, dass "nichts etwas bedeutet und es sich deshalb nicht lohnt, irgendetwas zu tun", beweisen möchte, dass es etwas wie Bedeutung gibt.
Aus den Augen der Kinder ist es ihre Pflicht P.A. zu beweisen, dass Bedeutung existiert. Die Haupthandlung ist, dass sie einen "Berg der Bedeutungf" schaffen, um P.A. zu überreden. Anfangs sind die "Opfer" nur klein: Papageien-Ohringe, Sandalen, ein Fahrrad... alles endet damit, dass Sofie ihre Unschuld abgibt und Jan-Johann, der so gut Gitarre spielte, seinen Zeigefinger..
Das Buch hat mir gut gefallen, da es einen aufbauenden Spannungswert hat und mich persöhnlich zum Denken gebracht hat.
Ich würde diese Lektüre weiterempfehlen, da ich es selbst als Schullektüre gelesen habe.
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Bewertung von Eva aus Mössingen am 04.07.2011
*****
ausgezeichnet
Eine 'ganz normale' Klasse in Dänemark fühlt sich von einem Schüler provoziert, der behauptet, dass alles Tun sowie das ganze Leben sinnlos ist. Morgens sitzt er auf einem Baum am Rand des Schulweges und verspottet seine Mitschüler, die Rache bzw. ihm beweisen wollen, dass er Unrecht hat. Dazu starten sie eine Projekt und wollen einen 'Berg von Bedeutung' anhäufen, auf den jeder reihum die wichtigste Sache in seinem oder ihren Leben geben muss ... und welche dies ist entscheiden die Mitschüler. Es beginnt ein grausamer Wettbewerb, der bei einem getöteten Haustier noch nicht seinen Höhepunkt erreicht hat. Als die ganze Sache auffliegt und die Erwachsenen hinter das Geheimnis und Tun der Kinder kommen, schwankt die Reaktion zwischen Entsetzen und Bewunderung - auch die Medien haben großes Interesse an dem 'Berg der Bedeutung'.
Das Buch hat mich deshalb fasziniert, weil auf dem Klappentext steht, dass es in Dänemark einen Skandal verursacht hat und zunächst in den Schulen verboten war - später aber Literaturpreise bekommen hat. Das Buch erinnert mich an 'Die Welle', wo auch ein Experiment aus dem Ruder läuft und gezeigt wird, wie schwer es ist sich dem Gruppenzwang zu widersetzen und sich nicht unsinnigen 'Regeln' zu unterwerfen. Es ist spannend und unterhaltsam geschrieben und wirft natürlich nicht nur indirekt die Frage auf, was im Leben wirklich Bedeutung hat, worüber es sich ja auch sonst nachzudenken lohnt.
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Bewertung von paul schmidt aus Friedrichsdorf am 26.05.2011
*****
weniger gut
In dem Buch geht es um einen Jungen namens Pierre-Anthon der denkt, dass nichts im Leben eine Bedeutung hat. Die anderen Schüler aus seiner Klasse wollen im Beweisen, dass das nicht stimmt. Jeder muss nun also etwas abgeben, was für ihn Bedeutung hat. Die Kinder dürfen jedoch nicht selbst entscheiden, was sie abgeben. Deshlab muss ein Mädchen ihren Hamster abgeben, ein anders ihre Zöppfe, wieder ein anderes den Sarg ihres kleinen Bruders...
Als schließlich ein Hund ermordet wird und jemand seinen Zeigefinger abgeben muss, wird die Polizei langsam auf alles aufmerksam. Aber das Schlimmste an allem ist, dass Pierre-Anthon immer noch denkt, dass nichts Bedeutung hat. Als die Kinder sich dann blutig schlagen wirds richtig ernst.
Mir hat das Buch nicht so gut gefallen, da man einen Moment lesen muss, bis man Verstanden hat um was es in dem Buch geht, wer welche Person ist... Weiterhin finde ich das Buch ein bisschen langweilig geschrieben, da ich es mir jedenfalls nicht richtig vorstellen kann. Zusätslich denke ich, dass das Buch etwas unrealistisch ist. Deshalb würde ich das Buch eigentlich nicht weiterempfehlen.
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Perlentaucher-Notiz zur FAZ-Rezension

02.10.2010

Anfang und Ende von Janne Tellers presigekrönter Parabel überzeugen die Rezensentin Heidi Strobel ohne Einwand. Die Frage, wo der Sinn von allem liegt, oder ob es nicht besser wäre, einfach nichts zu tun, die sich der Held stellt, treibt die Zielgruppe des Buches, Jugendliche um die 14 ganz bestimmt auch manchmal um. Geistreich findet Strobel das von Teller entworfene Szenario für die jugendliche Sinnsuche. Ebenso Tellers Tricks, drohende Extreme zu umschiffen. Im Mittelteil des Buches, wo Sinngebungsversuche in Gewalt umschlagen, hat Strobel allerdings das Gefühl von unnötiger Effekthascherei. Oder steckt dahinter etwa ein Aufruf der Autorin gegen jegliche Verabsolutierung von Ideen?

© Perlentaucher Medien GmbH

Rezension

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Autorenporträt zu "Janne Teller"

Janne Teller, geb. 1964, ist ehemalige UN-Mitarbeiterin und gelernte Ökonomin. Sie lebt derzeit in Paris.

8 Marktplatz-Angebote für "Nichts" ab EUR 7,00
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leichte Gebrauchsspuren 7,00 2,20 Banküberweisung Monalisait 98,3% ansehen
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wie neu 11,70 1,50 Lastschrift, Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Buchversand Zorneding 96,1% ansehen
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