Die Hüterin Midgards / Elbenthal-Saga Bd.1 - Pala, Ivo
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Ivo Pala 

Die Hüterin Midgards / Elbenthal-Saga Bd.1

Die Hüterin Midgards

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Die Hüterin Midgards / Elbenthal-Saga Bd.1

Magisch, düster, fesselnd: Der Auftakt zu einer atemberaubenden Fantasy-Saga. In der Nacht vor ihrem 17. Geburtstag gerät Svenyas Welt aus den Fugen. Sie wird von einem Wolf durch Dresden gejagt und schließlich von drei unheimlichen, seltsam anmutenden Gestalten in den Untergrund entführt. Was Svenya dort entdeckt, sprengt jede Vorstellungskraft: Mitten in Dresden, unter dem Fundament des Residenzschlosses, liegt die letzte Bastion der Lichtelben und das Tor zur Menschenwelt - Burg Elbenthal. Ihre Bewohner leben in tödlicher Bedrohung, denn der Schwarze Prinz der Dunkelelben rückt unaufhaltsam näher. Svenya ist die letzte Hoffnung - denn sie ist die Auserwählte, die Hüterin Midgards ...


Produktinformation

  • Sauerländer
  • Verlag: FISCHER Sauerländer
  • 2012
  • Seitenzahl: 384
  • Best.Nr. des Verlages: 54719
  • Altersempfehlung: ab 14 Jahre
  • Deutsch
  • Abmessung: 218mm x 151mm x 48mm
  • Gewicht: 791g
  • ISBN-13: 9783411809226
  • ISBN-10: 3411809221
  • Best.Nr.: 34534506
Ivo Pala lebt in Berlin. Er arbeitet als Drehbuchautor für Film und Fernsehen und hat bereits mehrere Romane veröffentlicht. "Die Hüterin Midgards" ist sein erster Roman bei Sauerländer und der Auftakt der großen Elbenthal-Saga.

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Kundenbewertungen zu "Die Hüterin Midgards / Elbenthal-Saga Bd.1"

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Bewertung von LaDragonia aus Nettersheim am 19.11.2012 ***** ausgezeichnet
Zum Inhalt:
Wenn sie ehrlich ist, läuft in Svenya Hauks Leben nichts wirklich normal. Aufgewachsen in verschiedenen Heimen, aus denen sie es immer wieder erfolgreich geschafft hat, weg zu laufen, lebt sie nun mittlerweile als Obdachlose auf der Straße und arbeitet in einer regelrechten Kaschemme in Dresden. Die Haare hat sie sich rabenschwarz gefärbt und mehr Schminke im Gesicht als ihr selber wirklich gefällt, damit niemandem auffällt, das sie noch minderjährig ist, denn ins Heim zurück will sie auf gar keinen Fall.
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Nicht nur das sie schon früher sexuelle Übergriffe eines ihrer Heimleiter über sich ergehen lassen musste und jetzt der Wirt sowie auch der Koch der Kaschemme immer wieder zudringlich werden. Nein, jetzt wird sie auch noch von einem übergroßen Wolf und einigen sonderbar aussehenden Männern quer durch Dresden verfolgt. Doch wie sich schnell herausstellt, will der Wolf sie nur schützen, denn die Männer sind Dunkelelben, die es auf sie abgesehen haben und sie entführen wollen, da Svenya laut ihnen in dieser Nacht, zu ihrem 17. Geburtstag, ihre Macht als Elbin erhält.
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Als auch noch einige Elben zu ihrer Rettung kommen und die Dunkelelben nach einem kurzen Kampf verschwinden, erfährt Svenya das sie die Hüterin Midgards sein soll. Die Elben nehmen sie mit in ihre Festung unterhalb der Stadt Dresden, in der sich auch das von ihnen wohlbehütete Allbrú-Tor befindet, das sich niemals öffnen darf, damit Midgard, die Menschenwelt wie wir sie kennen, weiter existieren kann. Und Svenya ist die Auserwählte die mit ihnen in den Schatten der modernen Welt einen uralten Kampf gegen die Kreaturen der Dunkelheit führen soll.
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Meine Meinung:
„Die Hüterin Midgards“ ist der erste Teil der Elbenthal-Saga von Ivo Pala. Wer über Elbenthal und seine Bewohner erfahren will, dem empfehle ich zusätzlich zu diesem Buch, auch einmal die Website www.elbenthal-saga.de von ihm zu besuchen. Es lohnt sich wirklich, genauso wie die Lektüre dieses grandiosen Buches. Ich für meinen Teil muss sagen, das mich persönlich seit dem Herrn der Ringe kaum ein Fantasy-Roman so sehr fesseln konnte wie die Hüterin Midgards. Ich bin einfach nur absolut begeistert.
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Ivo Pala schafft zwar keine komplett eigene Welt, wie Tolkien in seinem Werk, aber er schafft es die Fantasywelt um Elbenthal so wunderbar in unsere reale Welt zu integrieren, das man sich wirklich fragt, wie kommt man unterhalb Dresdens, um sich diese wundervolle Welt einmal anzusehen.
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Die Charaktere Elbenthals sind wunderbar beschrieben und durch die Website bekommen sie einen noch reelleren Charakter. Vor allem die Hauptprotagonistin Svenya hat es einem angetan. Sie hat Ecken und Kanten und muss zu Anfang noch sehr viel lernen, man merkt auch dass sie noch sehr jung ist. Aber sie gibt nie auf, und so macht es unheimlichen Spaß ihren Werdegang und ihre Erlebnisse zu verfolgen.
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Fazit:
Ich könnte wahrscheinlich noch stundenlang über diesen wundervollen Start der Elbenthal-Saga schwärmen, aber am besten ist eigentlich man liest es selber. Ich für mich kann nur sagen, es lohnt sich absolut, ich habe lange keinen so guten Fantasy-Roman gelesen und warte jetzt schon sehnsüchtig, dass im nächsten Jahr der nächste Teil erscheint.

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Bewertung von Nadja_13 am 01.04.2012 ***** ausgezeichnet
Ehrlich gesagt war ich zuerst etwas skeptisch, als ich im Prolog von Elben mit Maschinenpistolen gelesen habe. Diese Skepsis verflog aber schon während des ersten Kapitels. Die Geschichte beginnt sehr rasant, mit Svenyas Flucht vor dem Wolf, schon hier merkt man das Svenya keinesfalls ein normaler Mensch ist, denn sie ist viel schneller und stärker als ein Mensch es je sein könnte. Ziemlich schnell erfährt man dann auch den Grund dafür, nun ja nein, eigentlich erfährt man ihn nicht, aber das hat schon seine Richtigkeit, denn Svenya ist die Hüterin Midgards. Das bedeutet so viel wie, dass sie auserwählt ist die Menschen vor den Dunkelelben zu beschützen und dieser "Job" hat neben vieler Vorteile, wie ein eigener Palast samt Personal und Unsterblichkeit, auch einige Nachtteile, beispielsweise darf sie nie fragen wer sie wirklich ist.

Svenya fand ich eine sehr gelungene Protagonistin. Sie hatte ein Leben, welches wirklich alles andere als schön und leicht war und bei den Lichtelben ist sie nun etwas besonders und verfügt über unglaubliche Reichtümer. Trotz dieser drastischen Änderung bleibt sie sich selbst und ihren Prinzipien treu, sie lässt sich nicht von all dem Luxus blenden oder einschüchtern. Zudem ist sie auch endlich mal eine Heldin, die sich auch etwas denkt bevor sie handelt und nicht einfach mal alles auf gut Glück macht. Sie ist eine starke Protagonistin, die ihren eigenen Willen hat und sich von niemandem etwas vorschreiben lässt. All dass hat mir wirklich gut gefallen, allerdings gab es leider auch ein paar kleine Szenen, wo ich ihr Verhalten nicht so ganz nachvollziehen konnte, wo es auch einfach nicht so zu ihr gepasst hat. Dies waren aber nur ganz wenige, eigentlich kaum erwähnenswert. Auch die andern Figuren fand ich gelungen, wobei ich aber Anfangs etwas Probleme hatte sie auseinander zu halten und man über die meisten leider nur sehr wenig erfährt.

Viel wichtiger sind die vielen Dinge, die mir an die Hüterin Midgards gefallen haben. Etwas davon ist sicher, dass es sich um eine wirklich einzigartige Geschichte handelt, ich zumindest habe noch nie etwas Vergleichbares gelesen. Zum einen spielt die Geschichte nämlich in Dresden und zum anderen unter dem Fundament des Residenzschlosses, dort liegt nämlich die Burg Elbenthal. Und die Teile der Geschichte, welche dort unten spielen wirken sehr High-Fantasy mäßig, nicht nur wegen den Elben und den anderen fantastischen Geschöpfen, die es dort gibt, sondern auch wegen der Atmosphäre.
Andererseits haben die Elben, wie auch schon erwähnt Maschinengewehre, welche ja eindeutig in unsere moderne Welt gehören und dann ist die ganze Geschichte auch noch von Mythologie durchwoben. Für mich hat sich dass als eine wirklich tolle Mischung herausgestellt, auch wenn diese wohl nicht für jeden etwas ist.

Dennoch würde ich auch Leuten, welche eher nicht so der High-Fantasy Typ sind das Buch nahe legen, denn wie schon gesagt ist es ein Gemisch aus verschiedenen Genres, die durch eine super spannende Geschichte miteinander verbunden sind. Denn Svenya hat als Hüterin Midgards eine Aufgabe und zwar die Menschen und das Tor zu ihrer Welt zu beschützen. Wobei die Dunkelelben ganz andere Pläne haben, für die sie Svenya auch sehr gut gebrauchen könnten. Svenya ist somit ständig in Gefahr und dadurch, dass sie sich noch nicht einmal sicher ist, ob sie wirklich die Hüterin Midgards sein will oder überhaupt sein kann, gibt es auch immer wieder unerwartete Wendungen in der Geschichte. Einzig das Ende hat mir nicht so gefallen, denn ich hätte gern noch weiter gelesen.

Was ich hier auch unbedingt noch erwähnen muss, ist der Schreibstill des Autors, denn er schreibt wirklich toll, vor allem sehr bildlich, wodurch man sich Elbenthal und all die fantastischen Dinge, die es zu bieten hat, sehr gut vorstellen kann.

Eine tolle, ungewöhnliche Geschichte, der man unbedingt eine Chance geben sollte, denn wenn man einmal angefangen hat zu lesen, kann man das Buch kaum mehr zur Seite legen.

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Bewertung von piubellas-lesezeichen am 10.03.2012 ***** ausgezeichnet
Wenn mir beim lesen eines Buches die Charaktere zu Freunden geworden sind und mir nach der letzten Seite irgendwie fehlen, dann hab ich die Gewissheit, dass ich gerade ein absolutes Knallerbuch gelesen habe!
Einzigartig überrascht hat mich diese Geschichte, die wunderbarer Auftakt zu einer vielversprechenden Saga ist.

Hier springt die Fantasie des Autors gleich auf der ersten Seite den Leser an, begleitet ihn in eine Welt, die vielleicht viel Bekanntes birgt, aber so unglaublich fantasievoll erdacht und erzählt ist, dass man nur staunen kann und einem nichts anderes übrig bleibt, als sich auf diese Reise einzulassen und sie zu genießen!

Und dabei braucht es keine lange Einführung in die Geschichte, gleich von Anfang an geht es los, ohne viel Vorgeplänkel, ohne lange Erklärung der Charaktere.
Diese entblättern ihre einzigenartigen Charme so nach und nach im Laufe der Reise, werden vertraut und vorallem eins, sympathisch und real.

Beim Lesen gleitet man von einer Überraschung zur nächsten, wundert sich über den Ideenreichtum des Autors, der bildgewaltig und spannend ein Buch geschaffen hat, welches man nicht mehr aus der Hand legen kann, geschweige denn möchte.
Wozu auch, entführt er doch in eine Welt, die man nur allzugerne betreten möchte und wenn man dort angekommen ist, möchte man überhaupt nicht mehr weg.
Man erlebt ein grandioses Abenteuer, ist mittendrin, fühlt und kämpft mit den Protagonisten, ist eins mit der Geschichte, ist ein Elb und will nie wieder was anderes sein.

Mein Fazit
Bildgewaltig, einem Epos gleich, fesselnd und einzigartig fantasievoll.
Endlich mal wieder ein wirklich lesebares Fantasybuch, welches Neues bietet, nie langweilt und wahnsinnig fesselt.
Mich hat diese Geschichte hundertprozentig überzeugt und mich zu einem Fan gemacht!
Auf Teil 2 freue ich mich und hoffe, ich muss nicht mehr allzulange warten!
Ein großartiger Auftakt einer Saga, ungeheuer spannend und fantastisch erzählt, mit einer Heldin, von der man sich noch mehr Abenteuer wünscht.


Für mich eins DER Top Bücher 2012 und eine absolute Leseempfehlung!

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Bewertung von anette1809 - katzemitbuch.de aus Sulzheim am 08.03.2012 ***** sehr gut
Die sechzehnjährige Svenya ist vor drei Jahren aus dem Heim und vor dem Heimleiter Charlie geflohen, der eine ganz eigene Vorstellung von Fürsorge und Betreuung von Mädchen hatte. Das Leben auf der Straße ist zwar hart, aber immer noch besser als alles, was Svenya im Heim ertragen musste.
In der Nacht vor ihrem siebzehnten Geburtstag hört Svenya jedoch mitten in Dresden einen Wolf heulen und schon bald wird sie von Wesen verfolgt, die sie sich vorher höchstens in ihren Träumen vorgestellt hätte. Doch es wird noch unglaublicher: nach einer turbulenten Verfolgungsjagd quer durch das nächtliche Dresden stellen sich nicht alle Verfolger als Feinde heraus. Nach einer kurzen Bewusstlosigkeit im Kampf erwacht Svenya in Elbenthal, wo ihr unterbreitet wird, dass sie sich um eine Elbenprinzessin und die Hüterin Midgards handelt. Wenn sie die Prophezeiung annimmt, und damit Unsterblichkeit und starke Elbenkräfte erlangt, darf sie im Gegenzug jedoch nicht danach fragen, woher sie kommt und wer sie wirklich ist.

Kritik:
Der Auftakt der Elbenthal-Saga punktet mit einer herzerfrischend direkten und sympathischen Heldin, die wirklich nicht auf den Mund gefallen ist und die Welt der Elben ordentlich aufmischt. Statt sprachlos zu sein und sich über die Prophezeiung zu freuen, reizt sie zunächst ihre Grenzen aus, tritt durchaus auch mal einem Elben in die Weichteile und sieht gar nicht ein, dass sie vor Dankbarkeit Luftsprünge machen soll oder ohne zu hinterfragen irgendwelche Aufträge erfüllt, nur weil dahinter eine jahrhundertealte Weissagung steht. Svenya ist wirklich tough. Das Leben im Heim und auf der Straße hat sie ganz nach dem Motto "was mich nicht umbringt macht mich stärker" bewältigt und diesen Weg verfolgt sie auch in der Welt unterhalb Dresdens weiter. Sie ist auch ohne ihre neugewonnenen Elbenkräfte stark, steht für ihre Ziele und Werte ein, und wählt mitunter auch den schwereren Weg, wenn der einfache ihren persönlichen Werten widerspricht. Lieber würde sie sterben als sich zur Marionette der Elben machen zu lassen!
In der Elbenthal-Saga findet der Leser jedoch nicht nur ein modernes Setting mit einer Handlung in unserer Zeit und einer "Hightech-Elbenzentrale", Ivo Pala verknüpft auch alte deutsche Sagen und Mythen wie die Nibelungen und ein Ungeheuer in der Elbe mit Svenyas Geschichte.
Der Auftakt der Reihe ist sehr kampflastig, das ist sicherlich eine Frage des persönlichen Geschmacks, ob einem dieser Verlauf über ein ganzes Buch liegt, jedoch ist positiv anzumerken, dass sich die Charaktere dennoch sehr intensiv entwickeln und die Charakterzüge deutlich herausgearbeitet werden. Freundschaft und Vertrauen spielen während der gesamten Geschichte eine vorrangige Rolle und nicht jeder Charakter entpuppt sich als die Person, die man zunächst hinter ihr vermutet. So gibt es Figuren, die einen positiv überraschen und andere, von denen man im Laufe der Geschichte enttäuscht wird. Auch wenn mir persönlich die Kämpfe von Zeit zu Zeit etwas zu viel waren, so hat mich einiges dennoch sehr positiv an Jahre zurückliegenden Lesegenuss aus dem Fantasysubgenre Sword and Sorcery erinnert, wobei Svenya ihre Waffen wesentlich besser im Griff hat als so mancher ihrer männlichen Kollegen.
Auch wenn das Buch fast 400 Seiten stark ist, lassen das schnelle Erzähltempo und die häufig nur wenige Seiten langen Kapitel weder Längen noch Langeweile aufkommen. Der besondere Humor und die skizzierte Welt machen die Elbenthal-Saga auf jeden Fall auch für erwachsene Leser interessant.

Fazit:
Ein gelungener Auftakt einer in Deutschland angesiedelten Urban-Fantasy-Saga mit einer frischen und geradlinigen jungen Heldin, der ein unverbrauchtes Setting mit klassischen Figuren und Sagen vereint. Neben tiefgehenden Fragen nach Werten wie Freundschaft und Vertrauen kommen aber auch Action und Humor an keiner Stelle zu kurz und die beiden Epiloge am Ende des Buches machen auf jeden Fall neugierig auf Svenyas weitere Geschichte!

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Bewertung von BlueNa aus Remchingen am 19.02.2012 ***** sehr gut
Lichtelben und Dunkelelben

An ihrem 17. Geburtstag hat Svenya sich etwas Besonderes gegönnt: Ein billiges Hotelzimmer mit einer heißen Dusche. Darauf freut sie sich nun, am Ende eines langen Tages in der Spülküche einer Bar. Doch als Svenya zu den Mülltonnen in einem dunklen Hinterhof geht, bemerkt sie ein bedrohliches Knurren, dass von einem riesigen Wolf zu stammen scheint – mitten in der Dresdner Innenstadt! Svenja hetzt los, der Wolf ihr immer auf den Fersen, bis sie auf einem Parkdeck in die Enge getrieben wird und ein dunkler Prinz erscheint, um sie mitzunehmen. Doch da entbrennt ein Kampf zwischen Prinz Laurin und Hagen, der mit seinen Gefährten ebenso plötzlich, wie der Prinz der Dunkelelben, auf dem Dach aufgetaucht ist. Dem Mädchen gelingt die Flucht, doch ihrem Schicksal, das in Elbenthal bei den Lichtelben liegt, kann Svenya nicht entkommen…

Ich war sehr gespannt, auf dieses Buch, denn über Elben habe ich seit Bruchtal nichts mehr gelesen. Sie waren mir bisher etwas Heiliges, das zu „Herr der Ringe“ gehört, aber Ivo Pala hat mit dem Auftakt der „Elbenthal-Saga“ ein der Elben würdiges Buch geschaffen, das mir kurzweilige Lesestunden beschert hat. Zwischen durch gab es, neben der Kurzweiligkeit der Geschichte aber auch Stellen, mit denen ich nicht so sehr einverstanden war. Das waren zum Teil die Kampfszenen, in denen Svenya zum Teil in ausweglosen Situationen steckte, aus denen sie dann irgendwie ein bisschen zu einfach wieder heraus kam. Der Weg, den Svenya beschreiten musste, um zur Hüterin von Midgard zu werden, fand ich aber sehr passend und mit ordentlichen Hindernissen gespickt, so dass niemals der Eindruck entstand, ihr würde alles einfach zufliegen.

Der Schreibstil des Autors war schön flüssig zu lesen und häufige Szenenwechsel, in denen man den Drehbuchautor Ivo Pala herauslesen konnte, ließen die gesamte Geschichte kurzweilig und actionreich erscheinen. Man erlebt die Ereignisse aus Svenyas Sicht, erzählt wird aber in der dritten Person eines Erzählers. Was ich auch sehr schön fand, war die Liebe zum Detail, die man immer und überall herauslesen konnte. Sei es bei der Beschreibung der Wesen und Personen/Elben oder der einzelnen Situationen in die Svenya gerät. Immer konnte ich mir alles genau vorstellen und miterleben.

Svenya war mir als Protagonistin sehr schnell an Herz gewachsen. Sie hat in ihrem jungen Leben schon sehr viel durchmachen müssen, von furchtbarem Missbrauch im Waisenhaus, bis hin zu eisig kalten Wintern in der Obdachlosigkeit, in die sie sich geflüchtet hat. Allerdings hat sie für das, was sie bisher durchmachen musste ein erstaunlich ungestörtes Verhältnis zum männlichen Geschlecht. Sie verliebt sich sogar in einen Elb. Allerdings war und bin ich mit ihrer Wahl nicht so sehr einverstanden. Ich hätte lieber einen anderen an Svenya Seite gesehen. Wieso verliebt sich ein über 1000 Jahre alter Elb in ein 17-jähriges Küken? Svenya müsste für ihn in Relation doch eigentlich noch wie ein Baby sein. Alle anderen Charaktere sind ebenso liebevoll und detailliert ausgearbeitet wie Svenya selbst. Es macht Spaß, jeden Einzelnen von ihnen kennen zu lernen, sei es Hagen, Raik oder Yrr.

Das Cover muss ich auch unbedingt lobend erwähnen. Es ist einfach wunder-, wunderschön, denn es schimmert und glänzt komplett metallisch und ist einfach insgesamt total interessant gestaltet. Hier waren wirklich Leute am Werk, die das Buch gelesen und das Cover aufgrund dessen gestaltet haben.

Insgesamt war „Die Hüterin Midgards“ von Ivo Pala ein schöner Auftakt zur „Elbenthal“-Trilogie, die ich auf jeden Fall weiterverfolgen möchte.

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