Der Brandstifter - Prinz, Alois

Alois Prinz 

Der Brandstifter

Die Lebensgeschichte des Joseph Goebbels

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Der Brandstifter

Sein Name gilt als Inbegriff des skrupellosen Demagogen und der Massenmanipulation: Gestützt auf teilweise unbekannte Dokumente zeichnet Alois Prinz den Lebensweg von Joseph Goebbels eindringlich nach, der zum gnadenlosen Verführer der Massen wurde. Ein tiefer Blick in die Abgründe des ideologischen Wahns. Joseph Goebbels einfach als teuflischen Agitator zu verstehen, der ein ganzes Volk verhext hat, wäre zu bequem. Mich interessiert, warum er eine so große Faszination ausüben und mithilfe moderner Medien Millionen Menschen zu gläubigen Gefolgsleuten des Nationalsozialismus machen konnte. Denn es geht doch vor allem darum, ihn rechtzeitig wiederzuerkennen, falls er, etwa in Gestalt des (Rechts-)Populismus, wiederkehrt.
Alois Prinz
Man nannte den geistigen Wegbereiter des Nationalsozialismus Joseph Goebbels, wegen seiner unbedingten Treue zum Führer , den kleinen Hitler . Als Propagandaminister im Dritten Reich hetzte er die Bevölkerung auf, bereitete Judenverfolgung und Angriffskriege vor. Als das Reich in Schutt und Asche lag, schürte er immer noch den Glauben an den Endsieg und an eine Wunderwaffe. Der totale Krieg , den er 1943 mit seiner Rede im Berliner Sportpalast entfacht hatte, endete für ihn im Führerbunker, wo er zuließ, dass seine Frau Magda sich selbst und seine sechs Kinder vergiftete, damit sie nicht in einer Welt ohne Hitler leben müssten.
Die Presse über Prinz Meinhof-Biographie:
"Alois Prinz hat alles zusammengetragen, was es über die Meinhof' zu wissen gibt...Und was man nicht für möglich gehalten hätte, das hat er wirklich geleistet: Wenn man das Buch zuklappt, verfügt man über neue Einsichten..." DIE ZEIT
"Prinz hat alles verfügbare Material zum Fall Meinhof zusammengetragen, alle Motive und Indizien rational durchgearbeitet und in einer betont schnörkellosen Sprache präsentiert." Frankfurter Rundschau


Produktinformation

  • Verlag: Beltz
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 318 S. m. Fotos
  • Seitenzahl: 320
  • Best.Nr. des Verlages: 81098
  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 215mm x 144mm x 28mm
  • Gewicht: 520g
  • ISBN-13: 9783407810984
  • ISBN-10: 3407810989
  • Best.Nr.: 33400688

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Kann das gut gehen? Die Biografie Joseph Goebbels' zu erzählen und dabei das Ende auszublenden? Ganz geheuer ist Roswitha Budeus-Budde dieser Versuch des Kinderbuchtors Alois Prinz nicht, Goebbels' Leben chronologisch und empathisch nachzuerzählen, das Lebens Leben eines körperbehinderten Kindes, begabten Schülers und Möchtegern-Schriftstellers. Schließlich des fanatischen Demagogen. Stark findet die Rezensentin das Buch, wenn es Privates und Historisches miteinander verbindet. Für seine Schwäche hält sie, dass Prinz nicht zu einem abschließenden Urteil über die Untaten dieses Mannes kommt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 31.10.2011

Ein Freibrief für Terror und Gewalt
Alois Prinz erforscht in seiner Biographie den Menschen Joseph Goebbels
Ist es legitim, die Lebensgeschichte von Joseph Goebbels chronologisch und scheinbar ohne Kenntnis der grauenhaften Folgen seines Wirkens zu beschreiben, diese erst einmal auszublenden? Alois Prinz, Autor ausgezeichneter Biographien über Hermann Hesse, Hannah Arendt, Franz Kafka, Ulrike Meinhof und den Apostel Paulus, rechtfertigt seine Arbeitsweise: „Die Neugier, einem Charakter wie Joseph Goebbels auf die Schliche zu kommen, war immer stärker als der Widerwille gegen seine Taten und Gedanken. Abscheu gegenüber einer solchen Person ist verständlich, wichtiger finde ich allerdings, sie verstehen zu wollen in dem Sinn, dass ich ihre Motive und ihre Entwicklung durchschauen kann.“
Prinz erinnert an Thomas Mann, der sich Hitler aus Interesse annähert, nicht nur um ihn zu hassen, sondern auch um sich in ihm eventuell wiederzuerkennen. „Nationalsozialismus und Faschismus sind dann nicht mehr irgendwelche Ereignisse in der Geschichte“, meinte er in einem Interview, „sondern jederzeit mögliche Entwicklungen, die Menschen durch ihr Verhalten …

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"Die wirkliche Stärke dieser Biografie liegt darin, dass es Alois Prinz gelingt, Privates und Historisches authentisch und faktenreich miteinander zu verbinden." -- Süddeutsche Zeitung

»Die wirkliche Stärke dieser Biografie liegt darin, dass es Alois Prinz gelingt, Privates und Historisches authentisch und faktenreich miteinander zu verbinden.« Süddeutsche Zeitung »>Wollt ihr den totalen Krieg!< , rief er im Berliner Sportpalast der enthusiasmierten Menge zu. - Und alle wollten. - Wie konnte es zu diesem Wahnsinn kommen? Eine der Fragen, auf die diese genauestens recherchierte Biografie Antworten zu geben versucht.« Deutschlandfunk, Die Besten 7 für junge Leser im Dezember 2011

"Die wirkliche Stärke dieser Biografie liegt darin, dass es Alois Prinz gelingt, Privates und Historisches authentisch und faktenreich miteinander zu verbinden." (Süddeutsche Zeitung)<br />" 'Wollt ihr den totalen Krieg!' , rief er im Berliner Sportpalast der enthusiasmierten Menge zu. - Und alle wollten. - Wie konnte es zu diesem Wahnsinn kommen? Eine der Fragen, auf die diese genauestens recherchierte Biografie Antworten zu geben versucht." (Deutschlandfunk, Die Besten 7 für junge Leser im Dezember 2011)<br />"Für Jugendliche, die an Politik und Geschichte interessiert sind, bietet dieses Buch mehr als eine Biografie, nämlich die gut nachvollziehbare Analyse eines totalitären (Wahn-)Systems." (Tages-Anzeiger)<br />"Prinz erzählt spannend und nuancenreich die besondere Qualität des Textes liegt aber in seinen differenzierten Reflexionen, wie die Biografie eines solchen Menschen überhaupt geschrieben werden kann." (Die Furche)<br />"Lesenswert ist das Buch aber vor allem als messerscharfe und spannende Analyse einer aufkeimenden Massenbewegung mit verheerenden Folgen." (St. Galler Tagblatt)<br />
Alois Prinz, geb. 1958, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie. Er lebt mit seiner Familie in Feldkirchen-Westerham.

Kundenbewertungen zu "Der Brandstifter" von "Alois Prinz"

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Bewertung von narnia aus Alt Ruppin am 24.11.2011 ***** ausgezeichnet
Alois Prinz ist mir bekannt als ein ausgezeichneter Autor der bereits über Hannah Arendt, den Apostel Paulus und Hermann Hesse Biografien geschrieben hat. Ich war gespannt wie Prinz sich einer Nazigröße wie Goebbels nähert.

In genau elf Kapiteln zeigt der Autor wie aus dem ewig Kränklichen, 1897 im Städtchen Rheydt geborenen Joseph Paul Goebbels, "Der Schmied der deutschen Seele" wurde. Prinz hat seine Kapitel wohldurchdacht und so gestaltet, dass sie sich immer einem wichtigen politischen Thema in der Entwicklung Goebbels unterordnen.

Anzumerken ist dabei, dass Alois Prinz sich mit Wertungen zurückhält. Ausgezeichnet finde ich ebenfalls, wie er immer wieder auf Zeitgenossen Goebbels zurückgreift und trennendes und verbindendes beschreibt.

Im Epilog schaut Alois Prinz dann sehr genau auf die letzten Tage von Goebbels. Er nimmt ihn als deformierten Menschen wahr, der seit seiner Kindheit darauf festgelegt war zu beeindrucken. Da er vom Körperbau her nicht gerade als starke Eiche zu sehen war, übte sich Goebbels sehr früh in Sarkasmen und im Menschen verletzen mit seinen Worten. Später verfeinerte Goebbels seine Taten und bekam die politische Macht Menschen nicht nur zu verletzen. Glücklicherweise macht Prinz für die Entwicklung von Joseph Goebbels nicht nur dessen Kindheit verantwortlich.

Diese Biografie zeigt sehr eindrucksvoll wie sich der Mann Goebbels innerhalb einer Gesellschaft entwickelt hat und wie es ihm gelang in die politische erste Reihe emporzusteigen.

Wer diese Biografie liest, hat ein wichtiges Stück Zeitgeschichte kennengelernt!

Christian Döring, www.buecherveraendernleben.npage.eu

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