Zickzackkind - Grossman, David

David Grossman 

Zickzackkind

Übersetzung: Loos, Vera; Nir-Bleimling, Naomi
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Zickzackkind

"Packender als in diesem Buch kann man über das Ende der Kindheit kaum fabulieren." Spiegel Spezial

Nono wird in ein paar Tagen dreizehn. Ein besonderes Datum, denn dann feiert er Bar Mizwa, seinen Eintritt in die jüdische Glaubensgemeinschaft. Doch bevor das große Fest stattfinden kann, sitzt Nono allein im Zug von Jerusalem nach Haifa. Sein Onkel erwartet ihn, um Nono die letzten Anweisungen für das große Fest zu geben.
Aber es kommt alles anders. Auf der Fahrt steigen zwei Männer in sein Abteil: Sie sind an den Händen aneinandergefesselt, nach Nonos Beobachtungen ein Sträfling und sein Wächter. Doch warum benehmen sich die beiden nur so komisch?
Nono schwitzt Blut und Wasser. So plötzlich, wie die beiden erschienen sind, verschwinden sie auch wieder. Auf den Sitzen haben sie einen Brief hinterlassen, der an Nono gerichtet ist. Gleich zwei Absender gibt es: Nonos Vater und seine Frau, mit der er zusammen lebt. "Begib Dich unverzüglich in das dritte Abteil des Waggons. Dort wirst Du eine Person antreffen, die Dich erwartet. Nur Dich, Dich allein! Wir geben nicht preis, ob essich um Mann oder Frau handelt, jung oder alt", lautet die Nachricht.
Ein Abenteuerspiel! Doch Nono entscheidet sich für die falsche Person: Felix Glick. Und damit beginnt ein viel größeres Abenteuer. Von einer Zugentführung bis hin zur Flucht vor der Polizei. Je mehr Nonos Vater, der Polizist ist, die beiden einkreist, desto mehr erfährt Nono über seine Geschichte. Felix Glick ist sein Großvater, ein Hochstapler und war eng mit Nonos verstorbener Mutter befreundet. Das Spiel des Vaters gerät aus den Fugen. Aber Nono lernt, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2010
  • 5. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 445 S.
  • Seitenzahl: 448
  • dtv Taschenbücher Bd.62028
  • Altersempfehlung: ab 13 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 124mm x 32mm
  • Gewicht: 415g
  • ISBN-13: 9783423620284
  • ISBN-10: 3423620285
  • Best.Nr.: 08603432
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.10.1996

Das blaue Lächeln
David Grossman zeigt, wie man erwachsen wird

Als er 32 Jahre alt war, erschien David Grossmans Roman "Stichwort Liebe" und machte ihn bald darauf international bekannt. Dort begibt sich Momik - der kleine Sohn von Holocaust-Überlebenden, die sich in Schweigen hüllen - auf die Suche nach ihrem Geheimnis, aber er kann es noch nicht recht entdecken; erst später, als er schon Schriftsteller geworden ist, rekonstruiert er das Unglück einer verlorenen Welt.

Die Doppelperspektive des Kindes und des Erwachsenen ist David Grossmans Signatur. In ihr entwickelt er eine unbändige Phantasie, beschränkt sich weder auf ein Thema noch auf ein Genre. Nicht nur der Holocaust beschäftigt ihn, sondern auch die Gegenwart, der israelisch-arabische Konflikt; und nicht nur als Erzähler, auch als Sachbuchautor ist er hervorgetreten. Nicht zufällig sagte er in "Der gelbe Wind", seiner politischen Reportage aus dem Jahr 1987, die Intifada voraus - sein geübter Blick hatte die Stimmung erfaßt, die damals unter den arabischen Kindern in den besetzten Gebieten herrschte.

Kein Wunder also, daß Grossman auch Kinder- und Jugendbuchautor …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Hilde Elisabeth Menzel zeigt sich in ihrer knappen Kritik vollständig begeistert von diesem Jugendroman, der die Geschichte eines dreizehnjährigen Jungen erzählt, der auf eine "merkwürdige" Eisenbahnreise geschickt wird und dabei viele Abenteuer erlebt. Die Rezensentin schwärmt von dem "literarischen Niveau" des Buches, das "spannender Krimi", "Abenteuerroman" und "anspruchsvoller Adoleszenzroman" in einem sei und preist den Autor für seine "furiose" Dramaturgie und seine "wortgewaltige" Sprache.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.04.2006

Band 33
Komplize des Großvaters
David Grossman: „Zickzackkind”
Normalerweise haben es Eltern gerne, wenn sich das Leben ihrer Kinder gradlinig entwickelt: Kindergarten, Schule, Ausbildung, Beruf, alles schön sauber hintereinander und ohne Probleme. Bei Nono, dem dreizehnjährigen Helden in David Grossmans Roman „Zickzackkind” verläuft alles anders, sein Leben ist eine einzige Zickzacklinie.
Kurz vor Bar Mizwa, der feierlichen Einführung in die jüdische Glaubensgemeinschaft, mit der die Kindheit endet, schickt ihn sein Vater, ein Kriminalbeamter bei der Jerusalemer Polizei, zu einem verhassten Onkel nach Haifa, der ihn auf den Ernst des Lebens vorbereiten soll. „Ich ließ mich auf den Sitz fallen. Was nun? Vier Stunden Fahrzeit von hier bis Haifa, und am Ende der Strecke Dr. Schmuel Schilhav, finster, händeringend und an mir verzweifelt, Lehrer und Pädagoge, Verfasser von sieben Werken zum Thema Erziehung und Staatsbürgerkunde und durch einen unglücklichen Umstand mein Onkel, der älteste Bruder meines Vaters”.
Aber zu dieser Unterweisung kommt es nicht. Denn Nono trifft im Zug einen alten klugen …

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"Packender als in diesem Buch kann man über das Ende der Kindheit kaum fabulieren."<br />Der Spiege l Special <br />

»Grossmans Fantasie macht dieses Buch zu einem spannenden und philosophischen Leseerlebnis.« Stiftung Lesen und Deutsche Bahn 16.11.2010
David Grossman, 1954 in Jerusalem geboren, ein dezidierter Verfechter einer friedlichen Lösung des Nahostkonflikts, gehört wegen seiner differenzierten politischen Haltung und ungewöhnlichen Erzählphantasie zu den herausragenden Schriftstellern der jüngeren Generation.
David Grossman hat für seine schriftstellerisches Werk und sein politisches Engagement zahlreiche Auszeichnungen erhalten, u. a. den Nelly-Sachs-Preis (1991), den Premio Mondello (Italien, 1996) und den Geschwister-Scholl-Preis (2008). 2010 wird ihm der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen.
David Grossman ist verheiratet und hat drei Kinder, er lebt in Mevaseret Zion, einem Vorort von Jerusalem.

17 Marktplatz-Angebote für "Zickzackkind" ab EUR 1,50

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