Unter Verdacht - Oates, Joyce C.

Joyce C. Oates 

Unter Verdacht

Die Geschichte von Big Mouth & Ugly Girl. Roman. Auf der Kinder- und Jugendbuchliste SR, WDR, Radio Bremen, Sommer 2003

Übersetzung: Kollmann, Birgitt
Broschiertes Buch
 
3 Kundenbewertungen
***** ausgezeichnet
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Produktbeschreibung zu Unter Verdacht

Matts Leben ist ein Albtraum, seit ihn zwei FBI-Beamte aus dem Unterricht holten. Angeblich soll er damit gedroht haben, die Schule in die Luft zu jagen. Niemals hat er das. Sind denn alle verrückt geworden? Kann es sein, dass nur ein Mensch an der ganzen Schule zu ihm steht: Big Ursula, die Unnahbare aus dem Basketball-Team?

Produktinformation


  • Verlag: DTV
  • 2005
  • Ausstattung/Bilder: 2005. 302 S.
  • Seitenzahl: 302
  • dtv Taschenbücher Bd.62216
  • Altersempfehlung: ab 13 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 124mm x 26mm
  • Gewicht: 284g
  • ISBN-13: 9783423622165
  • ISBN-10: 3423622164
  • Best.Nr.: 13355040
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.03.2003

Willkommen in Absurdistan
Renitent zu sein ist gut: Joyce Carol Oates' erster Jugendroman

Im letzten Jahr wurde ein elfjähriges Mädchen in den Vereinigten Staaten vom Unterricht suspendiert. Es hatte ein Bild seiner Lehrerin auf die Rückseite eines Vokabeltests gemalt. Der Test war mit einer schlechten Note bewertet worden; auf der ungelenken Zeichnung war der Kopf der Lehrerin von einem Pfeil durchbohrt. Die Behörden interpretierten das Bild als Morddrohung; die Schülerin mußte einstweilen zu Hause bleiben.

In Matts Fall sind es zwei Männer vom FBI, die ihn mitten aus dem Unterricht und damit aus seiner angenehmen Existenz als beliebter, smarter Klassenclown reißen. Ihm wird vorgeworfen, ein Attentat auf seine Schule geplant zu haben: In der Cafeteria hatte Matt, genannt "Big Mouth", lauthals gescherzt, er werde die Schule in die Luft jagen, wenn sein Stück nicht fürs Theaterfestival ausgewählt werde. Willkommen in Absurdistan, denkt sich Matt, als er von der Anschuldigung erfährt. Für ihn lautet die Frage vielmehr: Wer hat ihn angeschwärzt? Die Kameraden finden seine Verdächtigung und Festnahme offenbar nicht so abwegig wie er …

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"Subtile Psychogramme, die man sonst in Jugendliteratur vergeblich sucht. Und nicht zuletzt ein Buch über die Fragwürdigkeit von Denunziantentum und voreiligen Urteilen. Erstklassig!"
Westfälische Nachrichten

Natürlich wünscht man sich, man könnte ein so schreckliches Unglück wie den Amoklauf eines Schülers an seinen Mitschülern und Lehrern verhindern, indem man rechtzeitig auf dessen Pläne aufmerksam wird und somit das Verbrechen vereiteln kann. Was allerdings aus dem Verdacht auf einen Anschlag auch werden kann, davon erzählt dieses Buch. Matt ist ein attraktiver junger Mann, als Schüler erfolgreich und alles andere als einsam. So kommt es denn auch in der Cafeteria der Schule zu einem gut gelaunten Schlagabtausch unter Freunden, bei dem Matt sich hinreißen lässt zu der übermütigen Bemerkung, er hätte Lust, die Schule in die Luft zu jagen. Und weil es neben seinen Kumpeln auch Neider gibt, bleibt dieser Satz nicht da, wo er gefallen ist, sondern gelangt zur Polizei. Angeblich war da jemand besorgt - Man weiß ja nie, was alles passieren könnte, und man wollte natürlich lediglich warnen ... Doch die Geschichte nimmt ihren Lauf: Hexenjagd nennt man das, was Matt und seine Familie erleben müssen, nachdem eine Spezialeinheit Terrorbekämpfung in der Schule auftaucht und den vollkommen ahnungslosen Matt verhaftet. Für den geübten Leser ist es ein Herausforderung und …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.03.2003

Paranoia unterm Sternenbanner
Joyce Carol Oates schreibt mit „Unter Verdacht” ihren ersten Jugendroman
Ein Land dreht durch. So zeigt es zumindest Michael Moore in seinem Film Bowling for Columbine. Die Dokumentation über das Massaker an der High School in Littleton ist eine Reise in die amerikanische Psyche, mit alptraumhaften, paranoiden Zügen. Der Film zeigt auch, wie sehr sich Realität und Fiktion in diesem Land vermischen, wie sehr sich Amerika verfolgt und bedroht fühlt.
Dieses neue amerikanische Grundgefühl nimmt die amerikanische Schriftstellerin Joyce Carol Oates als Basis einer Liebesgeschichte zweier Jugendlicher. Matt und Ursula sind Außenseiter an ihrer Schule. Als der Junge in Verdacht gerät, ein Attentat auf die Schule geplant zu haben, drehen alle durch: der Schulleiter, die Eltern der Schüler, die Polizei. Der bis dahin beliebte Schüler hatte zu Freunden scherzhaft gesagt, dass er ja die Schule in die Luft sprengen könne, wenn ihm der Lehrer keine gute Note gäbe. Dieses Gerücht genügt, um ihn zum Attentäter zu stempeln. Die Vorgänge sind gespenstisch, „wie im Film” schreibt Oates. Vielleicht ist der eigentliche schleichende …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Ein Klima der Angst und Hysterie hat sich in den Vereinigten Staaten eingenistet, worauf der Dokumentarfilmer Michael Moore mit "Bowling for Colombine" auf seine Weise reagiert hat. Es ist kein Zufall, dass Rezensent Hubert Filsner zu Joyce Carol Oates' Jugendroman Moores Film einfällt, denn auch bei Moore ist ein Schulmassaker Ausgangspunkt seiner Recherche. Bei Joyce Carol Oates genügt der Verdacht, ein Attentat geplant zu haben, um einen jugendlichen Außenseiter zum Täter zu stempeln. Ein hysterischer Feldzug setzt ein, beschreibt Filser das Romangeschehen, der, einmal in Gang gesetzt, kaum zu stoppen wäre. Nur ein Mädchen halte zu dem beschuldigten Jungen. Oates erzähle die Handlung sehr geradlinig, ohne komplexe Handlungsstränge wie sonst in ihren Romanen; ihre Kritik an der amerikanischen Mentalität der Panikmache und des Sich-Verschanzens mische Oates geschickt unter die Erzählung. Allerdings wirkt es manchmal so, als arbeite sie etwas beflissen eine Geschichte ab, konstatiert Filser. Eine Geschichte, die es dennoch in sich hat, denn die Gefühlswelt der Jugendlichen beschreibe Oates auf gelungen knappe Weise.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Eine raffinierte Mischung aus Provokation und Sensibilität."
Hans ten Doornkaat, Neue Zürcher Zeitung, 09.02.03
Die besten 7 Bücher für junge Leser
DeutschlandRadio, Focus, 01.03.03

"Endlich mal wieder ein packender Jugendroman mit einer hinreißenden Heldin und einem intelligenten Thema."
Jürgen Stahlberg, Frankfurter Rundschau, 12.03.03

"Beim Leser stellt sich fast körperlich ein Gefühl der Beklemmung ein, denn Joyce Carol Oates erweist sich auch auf ungewohntem Jugendbuch-Terrain als Autorin, die mit psychologischem Gespür die Tiefen ihrer Figuren auslotet ... Mit ihrem gelungenen Jugendbuch-Einstand lässt uns Princeton-Professorin Oates einmal mehr staunen."
Andrea Huber, Die Welt, 15.03.03

"Die geradlinig erzählte Geschichte ist geschickt verwoben mit dem amerikanischen Denken. (...) Die Aussage und Kraft des Romans entsteht ... aus der Einfachheit der Erzählung und der exakten Schilderung ihrer Protagonisten. (...) Vor allem schildert Oates präzise die gebrochene Gefühlswelt der Jugendlichen, beschreibt in knappen Worten, wie vorsichtig sich hier zwei näher kommen, in einem Land, das zarte Töne irgendwie zu …

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Joyce C. Oates, geb. 1938 in Lockport (NY), zählt zu den bedeutendsten amerikanischen Autorinnen der Gegenwart. Für ihre zahlreichen Romane und Erzählungen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem National Book Award. Joyce C. Oates lebt in Princeton, New Jersey, wo sie Literatur unterrichtet.

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Kundenbewertungen zu "Unter Verdacht" von "Joyce C. Oates"

Durchschnittliche Kundenbewertung 5 von 5 Sterne bei 3 Bewertungen ***** ausgezeichnet
(aus 3 Bewertungen)

Bewertung von Soso aus Mönchengladbach am 06.05.2010 ***** ausgezeichnet
In dem Buch "Unter Verdacht" von Joyce Carol Oates geht es um einen Jungen namens Matt, der beschuldigt wird, eine Attentat an seiner Schule geplant zu haben. Wahrscheinlich hat er sich in diese Situation selbst verstrickt, da er oft solche Witze macht, die andere dann vielleicht ernst nehmen. Keiner will mehr etwas mit ihm zu tun haben, weil alle glauben, dass die Sache ja irgendwie stimmen muss. Nur Ursula Riggs glaubt ihm und zusammen können sie alles aufklären. Dabei freunden sie sich an, verlieben sich ineinander und werden dann ein Paar und auch nachdem der Betrugsfall aufgeklärt ist, lieben sie sich noch.
Das Buch war ok, erst bin ich nämlich nicht richtig reingekommen. Doch nach einem zweiten Versuch hat es dann geklappt. Trotzdem finde ich das Buch nicht so gut, weil es keine witzigen und auch keine spannenden Textstellen gibt. Ich würde das Buch nicht unbedingt weiterempfehlen.
Ich bin auf das Buch aufmerksam geworden, weil meine Mutter es mir gekauft hat.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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Bewertung von Christin, 15 Jahre alt am 28.05.2006 ***** ausgezeichnet
Ein echt geniales und empfehlenswertes Buch, nicht nur für Amerika-interessierte. Das Buch ist kein kitschiger Liebesroman, sondern ein spannendes und realitätsnahes Buch. Es werden unheimlich viele Themen angesprochen, die Jugendliche beschäftigen, von Liebe und "in-sein" bis zu Selbstmordgedanken. Einfach nur Lesen!

5 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 14.02.2006 ***** ausgezeichnet
Ich finde das Buch richtig gut. Die Entwicklung von einem ganz normalen Schüler zu einem von der Gesellschaft argwöhnisch Beäugten ist toll geschildert. Auch die Liebesbeziehung kommt nicht zu kitschig rüber.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

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