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| Bewertung von Falballa aus Düsseldorf am 15.01.2012 | |
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Das beste ist immer, wenn man ein Buch aufschlägt, weil man es zugeschickt bekommen hat, und einem der Klappentext nicht soooooo zusagt, und man am Ende das Buch zuschlägt und komplett begeistert ist! Das Jahr fängt gut an, mit einem tollen Buch! Es gibt unerklärliche Stromausfälle, eine Person- die bei diesen Stromausfällen böse Dinge tut, ein Nachbar der Essen für Obdachlose sammelt und es dann zu dem Elektro-Zaun fährt, verschwundene Dinge, die auf einmal wieder auftauchen, und Zettel mit Botschaften, die sagen: "Hört auf weiter nachzuforschen!" Die Autorin schafft es, die Geschichte am Laufen zu halten. Erst war ich überfordert mit sovielen Personen, aber sie schafft es sehr gut, die Handlungsstränge miteinander zu verbinden und verliert den Leser an keiner Stelle. Sie baut eine Spannung auf, die nicht zu Enden scheint und dann endet sie in einer Situation, die nicht von dieser Welt ist. Das Geheimnis ist unvorstellbar und auch bis jetzt, wo das Buch zu Ende ist, noch sehr verwirrend. Wie sie auf diese Idee gekommen ist - ich hab keine Ahnung. Entweder eine blühende Fantasy, oder die Autorin ist einfach verrückt. Ich hoffe, es ist ersteres. Die Wut, die Verzweiflung, die Hoffnung, die Spannung, der Ehrgeiz - das ganze springt förmlich aus dem Buch und von Seite zu Seite entwickelt sich eine Geschichte, die gleichzeitig wie ein Film for Augen abläuft. Ich konnte mir das alles sehr gut vorstellen und alle Personen hat ein bestimmtes Aussehen und wurden mit immer sympatischer. Die Umgebung wurde genauestens beschrieben, so dass man, wenn man wollte, selbst dort in der Geschichte war. Und das alle führt zu einem Punkt: Franke landet in Unland.Die Autorin spielt mit dem Leser und seiner Psyche. Sie lässt ihn zwischen den Gefühlen hin und her springen, schickt ihn auf die Suche nach der Lösung und lässt ihn das Rätsel mit lösen. Wir fühlen mit den Kindern und versuchen an ihrer Seite zu kämpfen. Der Leser muss herausfinden, was echt ist und was Fantasy. Was ist wirklich passiert, was wird inszeniert, und wer hat was wirklich gemacht. Das Buch hat mich wirklich gefesselt und begeistert. Ich kann es jedem ans Herz legen, der eine spannende Geschichte ohne Blut und ekliges Zeug lesen will. Das Buch bietet Gefühl, jugendliche Neugier und eine Menge Spannung! Absolut gutes Buch und ich bin gespannt, auf mehr von der Autorin! |
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Bewertung von diejai.blog.de aus Köln am 22.12.2011 |
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Als ich begonnen habe Unland zu lesen, konnte ich das Buch erst mal nicht einordnen. Ist es ein Krimi? Ist es ein Horrorbuch? Ist es Mystery? Oder ist es ein Drama? Beantworten kann ich diese Frage immer noch nicht ganz. Da das Buch jedoch wirklich toll ist, sollte man sich davon nicht abschrecken lassen sondern sich vielmehr überraschen lassen, was einen erwartet. Erwartet wird man zum Beispiel von unheimlich sympathischen Protagonisten. Antje Wagner hat sie sehr detailliert gezeichnet, so dass von jedem einzelnen ein gutes Bild entstanden ist. Die Protagonisten sind facettenreich, menschlich, völlig unterschiedlich und dennoch jeder auf seine eigene Art liebenswürdig. Besonders die Unterschiede zwischen den Protagonisten hat die Autorin gut dargestellt. Und dennoch zeigt sie auch viele Gemeinsamkeiten, welche die „Eulen“ zusammenwachsen lassen. Im Vordergrund steht natürlich die Frage was mit Unland ist und was es mit diesen Ruinen auf sich hat. Dabei baut die Autorin einen Spannungsbogen auf, welcher sich bis zur letzten Seite hält. Die Frage nach Unland lässt einen nicht mehr los. Dies liegt sicherlich auch daran, dass Unland immer wie eine dunkle, bedrohliche Wolke über allem schwebt. Während des Lesens hatte ich so einige Vermutungen und Theorien, welche sich alle als falsch heraus gestellt haben, da der Verlauf der Geschichte unvorhersehbar ist. Das Ende und somit auch die Auflösung, was es denn mit Unland auf sich hat, hat mich überrascht, irritiert und auch schockiert. Dieses Ende musste ich wirklich lange sacken lassen und es hat auch eine Weile gebraucht, bis ich es völlig begriffen habe. Nun bin ich jedoch völlig begeistert von dem Ende und von der Wendung, welche die Geschichte damit genommen hat. Das ist absolut genial und hat mich sehr beeindruckt! Neben dem Rätsel um Unland behandelt das Buch jedoch auch andere Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt und das ankommen und einfinden in einer neuen Situation. Hier beweist die Autorin großes Fingerspitzengefühl. Die beschriebenen Situationen sind psychologisch tiefgründig und geben der Geschichte von Unland somit einen perfekten Rahmen. Gut gefallen hat mir auch besonders Frankas Humor, so dass ich trotz allem häufig schmunzeln musste. Fazit: Unland ist ein absolut lesenswertes Buch. Es besticht durch hervorragend herausgearbeitete Protagonisten, eine spannende und unvorhersehbare Geschichte und ein grandioses Ende. Lesen! Lesen! Lesen! |
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Bewertung von Eva L. aus Osnabrück am 17.11.2011 |
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Antje Wagner war mir bis zu meinem Besuch des „Fest des Lesens“, der Abschlussveranstaltung der Jungen Literaturtage Westmünsterland, völlig unbekannt. Wie viel ich deshalb bisher verpasst habe, hat mir die Lektüre ihres ersten All- Age- Romans „Unland“ vor Augen geführt. Das Buch handelt von der vierzehnjährigen Franka, die aus einer Pflegefamilie in Berlin in eine Wohngruppe auf dem Land kommt. Diesbezüglich muss ich der Autorin direkt ein dickes, dickes Lob für ihre Recherche aussprechen! Sie hat den Alltag in dieser Erziehungsstelle und besonders die Probleme mit dem Umfeld, mit denen diese Kinder und Jugendlichen zu kämpfen haben, sehr nahe an der Realität beschrieben. (Ich glaube, das Problem mit den gut gemeinten „Spenden“ oder der Stigmatisierung der Kinder kennt jede Jugendhilfeeinrichtung.) Antje Wagner zeigt in ihrem Buch mal die andere Seite der Medaille auf. „Sie geben uns nichts, sondern klauen uns etwas, wenn sie solche Kartons mit Klamotten durch den Zaun schieben, so als ob wir sonst nur in Fetzen rumlaufen würden! Sie klauen uns nämlich die Würde!“ (S. 51) Von der ersten Seite an wird man in den Bann der Geschichte gezogen – zuerst durch Frankas Ankunft im Haus Eulenruh und wenig später dann durch die unheimlichen Vorkommnisse in Waldburgen. Sehr schnell wird klar, dass irgendetwas Merkwürdiges in dem kleinen Ort vorgeht, doch man bekommt nie auch nur eine ungefähre Ahnung davon, was das sein könnte. Kaum glaubt man, das Geheimnis entschlüsselt zu haben, passiert etwas völlig Unerwartetes, und man steht wieder am Anfang seiner „Ermittlungen“. Mit Franka hat Antje Wagner eine Protagonistin geschaffen, die starke Ecken und Kanten hat, die man aber genau deswegen von Beginn an mag, denn sie wirkt sehr authentisch und sympathisch. Figuren, denen es an Tiefe fehlt, sucht man vergebens. Es gibt Charaktere, die man von der ersten Begegnung an liebt (die Zwillinge, Valerie), aber auch absolute Reizfiguren (Vera, den Nachbarn, Thommy). Der Schluss des Buches übertrag all meine Erwartungen – sowohl die positiven als auch die negativen. Ich war wie erschlagen von dem, was passiert, entsetzt von Eventualitäten und Plänen, gleichzeitig aber auch fasziniert von der Fantasie und Kreativität, die sich plötzlich hinter der ganzen Geschichte offenbarte. Und mit etwas Abstand kann ich nun sagen, dass da Ende passt. Es ist anders, deutlich anders, als ich es erwartet habe, aber es passt, und diese Geschichte hätte auch wohl kein anderes Ende haben können. Fazit: „Unland“ ist ein fesselndes, spannendes und etwas ungewöhnliches Buch, welches sowohl Fantasy- als auch Thriller- und Krimifreunde gleichermaßen begeistern dürfte. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf Antje Wagners nächsten All- Age- Roman, der im Herbst 2012 erscheinen soll. |
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Bewertung von Kerry aus Berlin am 31.08.2011 |
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Franka, eine Berliner Großstadt-Göre wie sie im Buche steht, wird nach dem plötzlichen Tod ihrer Pflegemutter zu einer Erziehungseinrichtung in Waldenburgen in Sachsen-Anhalt geschickt. Doch Franka entspricht nicht den Erwartungen und so landet sie zwar in Waldenburgen, wird aber versehentlich nicht von der Bushaltestelle zum Haus Eulenruh mitgenommen, denn dort wurde ein Mädchen erwartet und Franka sieht aus wie ein Junge. Kurze Haare, starker Knochenbau und Hosen, so fühlt sich Franka wohl. Im Dorfladen erklärt ihr die Besitzerin den Weg, sodass sie, wenn auch reichlich spät, doch noch am Haus Eulenruh landet. Dort ist die Aufregung schon groß, denn das erwartete Mädchen war ja nicht im Bus. Nach kurzer Zeit kann Franka das Missverständnis aufklären und wird sofort von den neuen Pflegeeltern, dem Pädagogenehepaar Andreas und Vera Kämpf, herzlich in die Gemeinschaft aufgenommen. Auch die Zwillinge Lizzie und Ann freuen sich sehr über das Erscheinen von Franka und nehmen sie vorbehaltlos auf. Anfangs ist Franka sehr distanziert, sowohl in der Pflegefamilie, wie auch in der Schule. Doch nach und nach taut sie auf und wird ein richtiger Bestandteil dieser Familie, die neben ihr noch 6 weitere Pflegekinder umfasst. Vom Fenster ihres Zimmers aus kann sie ein abgesperrtes Gelände sehen, Unland. Doch wo immer sie Fragen zu Unland stellt, wird sie mit Ausflüchten abgespeist, niemand kann oder will ihr sagen, was es damit auf sich hat. Warum ist das gesamte Gelände abgesperrt? Was war dort? Frankas Neugierde wächst von Tag zu Tag. Doch nicht nur Unland beunruhigt sie. Auch geschehen zwar nur kleine, jedoch äußerst merkwürdige Dinge. Gegenstände verschwinden, ein Waldarbeiter hat in der Nähe von Unland einen tragischen Unfall und als auch noch 2 Jungen aus der Pflegefamilie, Ricardo und Matthias, des Diebstahls beschuldigt werden, beschließt Franka, zusammen mit ihren Freunden, dem Ganzen auf den Grund zu gehen. Sie gründen einen Club, "die Eulen" und machen sich daran, herauszufinden, was genau ihnen verschwiegen wird, denn instinktiv weiß Franka, alles hat mit Unland zu tun ... Ich hatte in diesem Jahr bereits das Buch "Schattengesicht" von Antje Wagner gelesen und das hat mir so gut gefallen, dass ich beschlossen habe, mir auch die anderen Werke der Autorin näher anzusehen. Unland stand schon lange auf meiner Wunschliste und jetzt hatte ich endlich die Gelegenheit es zu lesen und es hat mich nicht enttäuscht. Wunderbar und einzigartig ist jede Figur des Buches gestaltet, die Entwicklung von Franka in der Gemeinschaft glaubwürdig und real dargestellt und auch der Schreibstil an sich wies keinerlei Tiefen auf, ja schlimmer noch, auch hier hatte ich, wie seinerzeit schon bei "Schattengeschicht", ernsthafte Probleme, dass Buch überhaupt aus der Hand zu legen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht. Auch das Ende der Geschichte, wie bereits in "Schattengesicht" unerwartet, aber genial. Ich hatte wirklich mit allem gerechnet, aber damit nicht, aber mehr verrate ich nicht. Wer also einen spannenden und unerwarteten Jugendbuch-Thriller lesen möchte, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen. |
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Bewertung von Le aus Fulda am 09.07.2011 |
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Das Buch hat den Titel „UNLAND“. Erschienen ist es im August 2009 im Berlin Verlag und wurde geschrieben von Antje Wagner. Antje Wagner wurde 1974 in der Lutherstadt Wittenberg geboren und studierte in Potsdam und Manchester deutsche und amerikanische Literatur und Kulturwissenschaften. Neben UNLAND schrieb sie schon andere Romane für Erwachsene. UNLAND war ihr erster Kinderthriller. Das Taschenbuch kostet 9,95 € (379 Seiten), die gebundene Ausgabe 16,90 € (384 Seiten). Die wichtigsten Personen, um die es in dem Buch geht, sind: Franka, Ann, Lizzie und die anderen aus dem Haus Eulenruh. Das Thema des Buches: Die vierzehnjährige Franka kommt neu in das Haus Eulenruh in dem Dorf Waldburgen, ein Wohnprojekt für Kinder und Jugendliche, die eine schlimme Vergangenheit hinter sich haben. Doch etwas Verdächtiges geht in Waldburgen vor sich: immer sonntags fällt dort in der Nacht der Strom aus und eines Nachts beobachtet Franka, wie Herr Siemann, ein Nachbar des Hauses Eulenruh, mit Essen für arme Kinder nach Unland, den Ruinen eines alten Dorfes, fährt. Unland ist für alle verboten, da die Erwachsenen behaupten, die alten Gemäuer könnten beim herum Klettern einstürzen. Deswegen umgibt ein elektrischer Zaun die Ruinenlandschaft. Während eines Stromausfalls verschwinden alle Hasen und Kaninchen der Dorfbewohner spurlos. Am nächsten Tag findet sich ein Bild im Briefkasten des Hauses Eulenruh, auf dem Ricardo und Matthias, zwei Mitbewohner, gerade Hasen aus einem Stall nehmen. Das erfahren auch die anderen Bewohner Waldburgens und glauben natürlich, dass die Kinder des Hauses Eulenruh die Hasen gestohlen haben. Doch Ricardo und Matthias können es nicht gewesen sein, beide haben ein Alibi. Nun gründen Franka und die anderen einen Club, um die Geheimnisse um die Stromausfälle, Unland und Herrn Siemann zu lüften. Deshalb versteckt sich Franka eines Nachts unte Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es sehr aufregend ist und ich mich manchmal richtig in Franka reinversetzten konnte. Das Einzige, was mir nicht gefallen hat ist das halb offene Ende, wobei man sich denken kann wie es endet. Ich empfehle das Buch an alle Jugendlichen weiter, die es ein bisschen spannender mögen, aber keine Romane. |
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Bewertung von kleinbrina aus Hamm am 28.05.2011 |
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Das Schicksal hat es mit der 14-jährigen Franka nicht gut gemeint. Ihre Pflegemutter stirbt völlig unerwartet an einem Hirnschlag und das Mädchen ist auf sich allein gestellt. Zum Glück gibt es das Haus "Eulenruh", dass von Andreas und Vera Kämpf geleitet wird. Diese haben es sich zu ihrer Aufgabe gemacht, Kinder und Jugendliche bei sich aufzunehmen, die nicht wissen, wo sie sonst hinsollen. Franka lebt sich schnell ein und fühlt sich langsam wie zuhause, doch schnell bemerkt sie, dass etwas nicht stimmt. Wieso erklärt ihr niemand, was es mit dem sogenannten Unland auf sich hat? Und dann wird auch noch ein Jugendlicher verdächtigt, etwas gestohlen zu haben. Auf der Suche nach Antworten bemerkt Franka, dass noch viel mehr hinter der Sache steckt, als sie jemals ahnen konnte... Nach "Schattengesicht" ist "Unland" das zweite Buch, dass ich von Antje Wagner gelesen habe. Während Schattengesicht ein Krimi ist, ist "Unland" ein gelungener Jugendroman, der von seiner Spannung und den tollen Charakteren lebt. Der Schreibstil ist der Autorin mehr als gelungen. Charaktere und Orte werden wunderbar und detailliert beschrieben, sodass ich mir alles sehr gut bildlich vorstellen konnte und selbst schnell ein Teil der Geschichte wurde. Vor allem mit der Protagonistin Franka hat sich Antje Wagner große Mühe gegeben. Ihre Gedanken und Eindrücke von der neuen Umgebung und ihren Mitbwohnern sind glaubwürdig und schnell konnte ich sie in mein Herz schließen. Ihr Mut und ihre Entschlossenheit, den Geheimnissen auf die Schliche zu kommen, sind toll umgesetzt. Doch das ist nicht alles, was mir an diesem Buch gut gefallen hat. Die Entwicklung des Buches ist unvorhersehbar und die Geschichte entwickelt sich immer mehr zu einem mitreissenden Thriller. Das Ende hat mich ein kleines bißchen überrascht und ich wusste zunächst nicht, was ich mit diesem anfangen soll. Allerdings bin ich nach längerer Überlegung zu dem Ergebnis gekommen, dass ein anderes Ende gar nicht den gewünschten Effekt gehabt hätte. Aber hier möchte ich natürlich nicht zu viel verraten. ;) Das Cover ist wunderschön. Die Mischung aus Schwarz, Weiß und Pink hat mir sehr gut gefallen und ist ein absoluter Eyecatcher. Doch das viele Schwarz passt auch sehr gut zum Buch, denn vieles liegt noch im Dunkeln und ist nicht auf dem ersten Blick sichtbar. "Unland" ist ein spannender Jugendroman mit Thriller-Elementen, das jedes Leserherz höher schlagen lässt. Antje Wagner kann nicht nur Erwachsene von sich überzeugen. Unbedingt lesen! Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch |
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Bewertung von anette1809 - katzemitbuch.blogspot.com aus Sulzheim am 23.01.2011 |
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Nachdem ich bereits "Schattengesicht" von Antje Wagner gelesen hatte, wusste ich diesesmal, worauf ich bei ihren Büchern vorbereitet sein muss: ein dramaturgischer Kniff wenige Kapitel vor Schluss gaben auch "Unland" ein Ende, mit dem ich trotz "Hab-Acht-Haltung" so nicht gerechnet hatte. Nachdem ihre Pflegemutter aus dem Leben geschieden ist, kommt die vierzehnjährige Franka im Wohnprojekt "Haus Eulenruh", das in dem kleinen Elbdorf Waldburgen gelegen ist, unter. Neben den schrecklichen Kindheitserlebnissen von Franka und ihren Mitbewohnern, die im Laufe der Geschichte nach und nach ans Licht kommen, ist es vor allem die düstere Atmosphäre, die Antje Wagner heraufbeschwört, und das mysteriöse "Unland", eine düstere Ruinenlandschaft am Waldrand, die dem Leser Gänsehaut bereiten. Eine verlassene Ruinenlandschaft umgeben von einem stromgesicherten Zaun, Stromausfälle im ganzen Ort und ein Nachbar, der seit Jahren Lebensmittel sammelt, die angeblich für Bedürftige bestimmt sind. Irgendwas ist an der Geschichte faul! Antje Wagner gelingen beachtenswert realistische Charakterstudien von Kindern, die durch schwere Schicksalsschläge an den Rande der Gesellschaft gedrängt wurden. Neben Franka zeichnet Antje Wagner auch von den anderen Einwohnern des "Haus Eulenruh" detaillierte Skizzen. Auch wenn die schweren Schicksale der Jugendlichen viel Raum einnehmen, so blitzt am Rande doch immer wieder ein trockener, jugendlicher Humor auf, der perfekt zu den agierenden Personen passt. In diesem Buch lebt alles, ich hatte beim Lesen nie das Gefühl, das irgendwelche Person oder Beschreibungen nur als "Füllmaterial" dienten. Etwas ganz Besonderes ist Antje Wagners Idee, die Handlung eines jeden Kapitels mit einem passenden Song zu untermalen, die am Ende des Buches als "Inoffizieller Soundtrack zum Buch" aufgeführt sind. Eine Geschichte, die nicht nur vor dem geistigen Auge abläuft, sondern dazu noch hörbar wird, zieht den Leser mit einem doppelt so starken Sog mitten ins Geschehen. Der Leser wird zum Mitdenken aufgerufen. Noch bevor Antje Wagner mit dem überraschenden Ende auftrumpft, bringt sie eine beeindruckende Parabel über die menschliche Gesellschaft und die Mischkultur in einem Wald. Um von diesem Buch erschüttert und aufgewühlt zu sein, hätte ich noch nicht einmal das außergewöhnliche Ende gebraucht. Wobei ich sagen muss, dass es trotz allem das Ende ist, das mich noch Tage, nachdem ich das Buch beendet habe, beschäftigt. In gewissem Sinne fantastisch, und doch irgendwie seltsam realistisch, wird das Dunkle im Inneren der Protagonisten nach Außen gekehrt, die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit sind gefallen. Ob die Jugendlichen aus "Haus Eulenruh" ihre Schatten frei lassen? Das liegt nun in der Interpretation des Lesers. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch |
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Bewertung von BlueNa aus Remchingen am 21.11.2010 |
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Steck die Nase nicht in Dinge, die dich nichts angehen! Für die 14-jährige Franka beginnt ein neues Leben im Haus Eulenruh, einem Erziehungsprojekt für Kinder und Jugendliche im beschaulichen Dörfchen Waldburgen. Franka hat schon viel erlebt, musste viel durchmachen in ihrem kurzen Leben und das Alles hat sie hart gemacht, wie einen Jungen. Auch äußerlich gleicht sie eher einem Vertreter des anderen Geschlechts, als einem jungen Mädchen, was ihr öfter mal Schwierigkeiten einbringt. Sie lebt sich schnell ein in ihrem neuen zu Hause bei Vera und Andreas Kämpf und ihren neuen „Geschwistern“ dem 18-jährigen Ricardo, dem 16-jährigen Computerfreak Michael, den Zwillingen Lizzy und Ann, sowie den kleinen aber traumatisierten Axel und Denise. In der Schule und im Dorf sind die Kinder aus dem Haus Eulenruh allerdings nicht gerade gut angesehen. Bald beginnen die ersten Probleme und Provokationen. Schnell steigern sich die Vorkommnisse und werden immer merkwürdiger. Hat dies alles mit den geheimnisvollen Ruinen von „Unland“ hinter dem Elektrozaun zu tun? Welches Geheimnis verbirgt sich in der Dorfchronik? Mit „Unland“ hat Antje Wagner einen Jugendroman geschaffen, der sich nicht so einfach kategorisieren lässt. Mit einfühlsamen Worten schildert sie das Leben von Franka und den anderen, zum Großteil Waisenkindern, im Haus Eulenruh, die in der Vergangenheit so viel erlebt haben und erdulden mussten. Ihre Vergangenheit wirft lange Schatten in ihr neues, besseres Leben und sie können nicht so einfach abgeschüttelt werden. Was über dreiviertel der Geschichte wie ein normales, sozialkritisches Buch erscheint, lässt im letzten Viertel die Grenzen zwischen Realität und Fiction verschwimmen und überschreitet die Schwelle zum Schattenland, in dem die tiefsten Ängste der Menschheit verborgen liegen. Diese Wendung macht für mich den Charme der Story aus. Die ganze Zeit lauerte eine unterschwellige Bedrohung hinter jeder Ecke und hinter jedem Baum, die aber durch die Idylle wieder überdeckt wird. Menschen benehmen sich plötzlich merkwürdig, Tiere verschwinden, bis alles durch den Gerechtigkeitssinn und der Neugier der Kinder auf den Gipfel der Spannung getrieben wird. Antje Wagner schreibt in einer leichten Sprache. Ihre Erzählweise ist locker und fließend und weist viele Wörter der Jugendsprache auf, die jungen Lesern sehr entgegenkommen dürften. So kommt aber gerade Franka, als Berlinerin, sehr authentisch rüber. Die Darstellung und Ausgestaltung der, vom Schicksal gezeichneten, Charaktere ist der Autorin wunderbar gelungen. Franka ist nach außen hin oft hart, sie versteckt sich hinter ihrem jungenhaften Äußeren, dennoch verbirgt sich in ihr ein verletzliches Mädchen, das einfach nur geliebt werden will. Die 15-jährigen Zwillinge Ann und Lizzy haben ihre eigenen Strategien entwickelt, wie sie mit der Ablehnung des Dorfes Waldburgen umgehen. Sie werden Frankas beste Freundinnen. Ricardo ist ein sehr tougher junger Mann, der aber seine „Geschwister“ über alles liebt und sie gegen alles und jeden verteidigen würde. Michael neigt zu Wutausbrüchen und verschanzt sich in seiner virtuellen Computerwelt. „Unland“ ist ein Taschenbuch, dessen Covergestaltung eher schlicht ist. Dennoch vermittelt es gerade durch seine Schlichtheit eine bedrückende und geheimnisvolle Atmosphäre. Es ist ganz in schwarz gehalten. Nur weißes, hohes Gras ist im Vordergrund zu sehen. Blickfang ist der pinke Titel in der Mitte des Covers. „Unland“ ist „Morbus Dei“ für Jugendliche! Es hat mich mit seiner geheimnisvollen Atmosphäre sofort in seinen Bann gezogen und bis zu seinem fantastischen Schluss nicht mehr losgelassen! |
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