Stadt aus Trug und Schatten - Gläser, Mechthild

Mechthild Gläser 

Stadt aus Trug und Schatten

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Stadt aus Trug und Schatten

Flora fällt aus allen Wolken, als sie erfährt, dass ihre Seele seit jeher ein nächtliches Doppelleben in der geheimnisvollen Stadt Eisenheim führt. Von nun an wird sie nie wieder schlafen, ohne dass ihr Bewusstsein in die farblose Welt der Schatten wandert. Als wäre das nicht unerfreulich genug, hat ihre Seele offenbar den Weißen Löwen gestohlen, einen mächtigen alchemistischen Stein, nach dem sich nicht nur die Herrscher der Schattenwelt verzehren. Bald ist Flora selbst in der realen Welt vor den Gefahren Eisenheims nicht mehr sicher und eines ist klar: Sie kann niemandem trauen, nicht einmal Marian, der plötzlich in beiden Welten auftaucht und dessen Küsse vertrauter schmecken, als ihr lieb ist.


Produktinformation

  • Verlag: Loewe Verlag
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 412 S.
  • Seitenzahl: 412
  • Altersempfehlung: ab 13 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 222mm x 160mm x 47mm
  • Gewicht: 720g
  • ISBN-13: 9783785574027
  • ISBN-10: 3785574029
  • Best.Nr.: 34537198
Mechthild Gläser wurde im Sommer 1986 in Essen geboren. Auch heute lebt und arbeitet sie im Ruhrgebiet, wo sie sich ihrem Studium widmet und ab und an, laut eigener Aussage, unfassbar schlecht Ballett tanzt - aber nur, wenn niemand hinsieht. Sie hat früh mit dem Schreiben begonnen und ihr Laptop steht noch immer auf der rosafarbenen Schreibtischunterlage, auf der ihre ersten Geschichten entstanden. Inspiration findet sie überall, am besten jedoch bei einer Tasse Pfefferminztee.

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Kundenbewertungen zu "Stadt aus Trug und Schatten" von "Mechthild Gläser"

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Bewertung von Monili84 aus Aachen am 17.04.2012 ***** sehr gut
Deutsche Urban Fantasy vom Feinsten:
In gelungener Sprache und mit viel Tempo erzählt Mechthild Gläsner die Geschichte von Flora. Mit den Augen des jungen Mädchens streicht sie durch das städtische Essen und einigen RAndschauplätzen im Ruhrgebiet. Geschickt lässt Gläsner zudem noch geschichtliche Aspekte wie die Zeche mit einfließen, hierbei kommt ihr wahrscheinlich die eigene Kindheit vor Ort zu Gute.
Wirklich plastisch beschrieben sieht der Leser vor seinem geistigen Auge die verschiedenen Bezirke vor sich entstehen. Doch das allein ist nicht das einzigartige an Gläsners Werk:
Wieder einmal geht es hier darum, die Welt vor großem Unheil zu bewahren.
Das kennen wir schon von vielen anderen Titeln und doch ist es in "Stadt aus Trug und Schatten" sehr emotional, nicht zuletzt durch Floras Sicht als Ich-Erzählerin.
Dieses Buch hat von allem etwas: einen Ort an dem sich alle Völker dieser Welt auf wundersame Weise miteinander verständigen können, wie es durch die göttliche Allmacht im biblischen Vorbild des Pfingstereignisses passiert, einen sagenumwobenen magischen Stein, den "weißen Löwen", der fasst so zauberhauft anmuten lässt wie der Stein der Weisen in Harry Potter und dieser ist beinah so mächtig wie der "eine Ring" in Tolkiens Meisterwerk, denn Flora spürt ihn sehr deutlich, denn er ist ein Teil von ihr seit Anbeginn ihres Lebens.
Als Vielleser konnte ich viele bekannte Elemente aus dem FAntasy-Genre entdecken: die trügerischen Instrumente des Kanzlers erinnern an die Narbe Harrys und die damit verbundene FÄhigkeit der Okklumentrik und deren gute und schlechte Seiten für die betroffenen Personen. Die mystischen Schatten und alten Legenden klingen genauso faszinierend wie in Pelegrins "Illusion" und "Vision". Emotional besticht dieses Werk durch lebensnahe Themen für Jugendliche, insbesondere Mädchen sind hier angesprochen. Es geht um erste große GEfühle und dass FLora allzu oft alleine ihren Weg finden muss, denn sie weiß nie, ob die Menschen um sie herum wirklich vertrauenswürdig sind. Besonders gut hat mir die Ausgangssituation gefallen: ein junges MÄdchen mit alleinerziehendem, etwas überforderten Vater. Gezwungenermaßen entwickelt sich die Protagonistin zu einer verantwortungsbewussten jungen Dame, die auch zu Hause teilweise in die Mutterrolle schlüpft. Trotzdem kommt die offene Wunde des Verlustes offen zum tragen, die verlorene Kindheit kann die träumende FLora nur nachts leben. Als "Schlafende" brauchte sie nicht darüber nachdenken, was möglich ist und ihre Seele konnte wagemutig durch die dunkle Welt gehen. Nun aber ist Flora älter geworden und muss wach werden und sich weiter entwickeln. Immer öfter muss sie für sich u für das Wohlergehen aller unangenehme Entscheidungen treffen: auch die Entscheidung, was mit dem "Weißen Löwen" passieren soll, dies wird ihre größte Herausforderung.
Dieses Buch hat mich gefesselt, endlich eine deutsche Autorin, die es schafft mit dem Auftakt den Spannungsbogen für etwas ganz Großes zu schaffen, so dass wir sagen können, hoffentlich gibt es bald mehr davon !!!
Einziger Wehrmutstropfen: Das Cover ist nicht besonders robust u bekommt leicht Flecken, der Reliefdruck ist gut gelungen, aber wirkt natürlich sehr mädchenhaft. Die Bilder der Erzählungen fangen sich kaum in dem kleinen Stadtbild auf der Vorderseite. Persönlich hätte ich mir ein Bild gewünscht, dass eine Verstärkung der Licht- und Schatten-Problematik gewünscht, wo sich das farbenspiel der realen Welt mit dem schwarz-weiß aus der fiktiven Unterwelt mit den imposanten Gebäuden mischt.
Zudem finde ich den Titel nicht besonders passend und auch die Kapitelüberschriften sind für mich reichlich überflüssig. Als bekennender Löwen-Fan hätte ich den Band mutig nach dem Stein benannt, aber vllt hat der Verlag sich das für eine Fortsetzung noch vorbehalten :)

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Bewertung von NiliBine70 aus Duisburg am 10.03.2012 ***** ausgezeichnet
Inhalt:
Flora, mutterlos, mit einem verwirrten Vater und einer merkwürdigen, aber herzensguten Haushälterin gesegnet, macht eine sehr seltsame und verstörende Entdeckung. Urplötzlich sieht sie bedrohliche Schatten, die aber sonst niemand anderes wahrnimmt und schon beginnen ihre besten Freunde, die Zwillinge Wiebke und Linus, an ihrer geistigen Gesundheit zu zweifeln. Als dann in Floras Zuhause auch noch Marian als angeblicher Austauschschüler aus Finnland auftaucht, glaubt Flora auch, das irgendetwas ganz und gar nicht in Ordnung ist, dass sich merklich etwas verändert hat.
Und dann passiert etwas ungeheuerliches, Flora reist zum ersten Mal im Schlaf bewusst in eine sozusagen Parallelwelt, die Schattenwelt. Dorthin reisen unsere Seelen im Schlaf, einige bewusst, aber viele wissen nichts von diesem Doppelleben. So auch Flora, bis jetzt! Und nun muss sie erkennen, dass sie diese Welt schon von Kindes Beinen an bereist hat und –was noch viel schlimmer ist- sie hat wohl auch etwas sehr wichtiges gestohlen dort. Marian, der sie in der Schattenwelt, in Eisenheim, einführt, spielt eine nicht unwesentliche Rolle. Und immer mehr erkennt Flora, dass es zwischen ihnen, bzw. zwischen ihren Seelen, eine weitaus engere Verbindung gegeben haben muss, als sie glauben kann und wahrhaben will.
Sie wird mit immer mehr konfrontiert, in dieser Welt, die wie ein alter Schwarz-Weiß-Film erscheint, wo Seelen schwer arbeiten müssen, ohne es zu wissen für eine gewisse Minderheit und deren Komfort und Existenz. Und sie muss lernen, dass sie nicht jedem, der den Anschein macht, auch wirklich trauen kann. Und so verwundert es nicht, dass sie irgendwann eine Entscheidung treffen muss, die weitreichende Folgen für Seelen und die Menschen hat.
Meine Meinung:
Bildgewaltig
Es war unglaublich schwer für mich, eine kurze Inhaltsangabe zu schreiben, ohne wirklich zu viel vorwegzunehmen. Denn ich bin der Meinung, wer sich auf dieses Buch einlässt, der soll es genau so erfahren und erleben dürfen, wie ich!
Zunächst war da das Cover, dass so ungewöhnlich ist, in seiner Schlichtheit, dass man hin- und hergerissen ist, fühlt man sich angesprochen oder ist es doch „zu pink-lastig“… Ich habe mich für das Buch entschieden, meine Neugierde war einfach zu groß. Und ich habe es keine Sekunde bereut!
Die Bildsprache ist so eindringlich, wenn man die Augen schließt, sieht man Eisenheim vor sich, in Schwarz-Weiß, man sieht die Gaslaternen, die unterschiedlich geprägten Stadtteile, die Monumente, die man auch von unserer realen Welt kennt, die dort einfach auch existieren, aber nah beieinander, nicht in unterschiedlichen Ländern. Und da ist da Nichts, wo ich mich gleich an einen „Namensvetter“ erinnert habe, aus der Unendlichen Geschichte, was es mir auch wieder leicht machte, mir bildlich etwas vorzustellen. Und nicht zuletzt sind da ganz bestimmte Ohrringe… Ich sehe sie immer noch vor mir und wünschte, ich könnte sie auch tragen (auch hier möchte ich jetzt für diejenigen, die das Buch noch nicht gelesen haben, nicht zu viel verraten).
Ich hatte die ganze Zeit für Flora größtes Verständnis! Man male sich aus, jede Nacht schlüpft unsere Seele selbstständig in diese Schattenwelt, ist dort vielleicht ganz anders, wie man selbst, führt ein völlig eigenständiges Leben, teilweise auf skurrilste Weise, da ja auch manch physikalisches Gesetz auf den Kopf gestellt wird. Ich finde es hoch interessant, ich würde meine gerne auch zu den „Wachen“ zählen, die bewusst in diese Parallelwelt reisen und dort des Nächtens leben. Zu interessant ist alles dort.
Fazit:
„Stadt aus Trug und Schatten“ ist kurz gesagt ein wundervoller, literarischer Fantasyfilm. Bildgewaltig, gefühlvoll, mit allem, was eine gute Geschichte haben sollte, Helden, Bösewichtern, lustigen Momenten, traurigen Momenten und ist es alle Mal wert, gelesen zu werden! Und obwohl ich kein junges Mädchen mehr bin, hat mich die Geschichte mitgenommen und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen!

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Bewertung von http://gottagivethembooks.wordpress.com am 10.03.2012 ***** sehr gut
Als Flora eines Tages nach Hause kommt und ihr Vater ihr den finnischen Austauschschüler Marian vorstellt, kann sie es kaum fassen. Ausgerechnet ihr fast schon paranoid vorsichtiger Vater, der bisher niemandem, noch nicht einmal Floras besten Freunden, den Zutritt zu ihrer Wohnung gestattet hat, schleppt einen Austauschschüler an? Da stimmt doch was nicht. Aber wie viel da ganz und gar nicht stimmt und wie unglaublich die Dinge sind, die die 17jährige zu diesem Zeitpunkt nicht einmal ahnt, hätte sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht ausgemalt.

Plötzlich sieht sie sich von Schatten verfolgt und seltsame Träume plagen sie. Aber ihre Träume sind keine Träume. Alles ist real. Eisenheim, die Stadt der Schatten, in der sie ein nächtliches Doppelleben führt und in dem auch Marian auftaucht. Ein zweites Leben, in dem sie auf mehr Geheimnisse stößt als ihr lieb ist und bald weiß Flora nicht mehr, wem sie noch trauen kann. Weder in der echten Welt, noch in der der Schatten.

Mechthild Gläser hat mit dem ersten Band ihrer Reihe um die Schattenstadt einen wirklich spannenden Auftakt vorgelegt. Die Idee, die hinter der Geschichte steht, dass nämlich unsere Seelen des Nächtens ihr eigenes Leben führen, hat mir richtig gut gefallen. Der Konflikt, in den Flora gestürzt wird und auch ihre Verwirrung und ihre Überforderung werden glaubhaft vermittelt. Die Entwicklung, die sie durchleben muss um trotz aller Zerrissenheit ihren Weg zu finden, ist überzeugend.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und auch an spannenden Verwicklungen mangelt es nicht. Zwar fand ich nicht alles, was mit der Schattenwelt zu tun hatte, vollkommen logisch, aber das mag daran liegen, dass es sich um eine Trilogie handelt und man nicht alles zwangsläufig im ersten Band aufschlüsseln muss.

Parallelen zwischen Flora und Marian und Gwendolyn und Gideon aus Kerstin Giers Edelsteintrilogie kann man nicht wirklich leugnen, aber die Eigenständigkeit der eigentlichen Story lässt darüber hinwegsehen und auch das Potential für die beiden Folgebände, das sich in diesem ersten Band schon sehr deutlich erkennen lässt, hat mich überzeugt.

Ein gelungenes Debüt, das mich mit einer großen Portion Neugier zurücklässt.

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Bewertung von Jessi am 04.02.2012 ***** sehr gut
Wie soll ich dieses Buch nur beschreiben? Außergewöhnlich? Interessant? Anders? Neu? Ich denke das alle Begriffe auf dieses Buch zutreffen. Als ich dieses Buch anfing zu lesen viel mir direkt Flora als sehr eigenständige und vorallem selbstsichere Person auf. Als sie erkennt das etwas mit ihrer Welt nicht stimmt und vorallem mit ihren Träumen, geht sie damit sehr souverän um und versucht sich nach anfänglichen Startschwierigkeiten mit ihrer Situation zu arrangieren. Die Geschichte wird aus Floras Sicht erzählt und somit konnte ich mich ziemlich schnell mit ihren Gefühlen und ihrer Situation arrangieren und ihr somit auch besser folgen und zusammen mit ihr die Stadt Eisenheim erkunden. Neben Flora lernen wir auch noch Marian kennen der Flora schon länger kennt und zwar Floras Seele, die schon länger in Eisenheim lebte und der er einst geholfen hatte. Dann lernen wir noch Floras beste Freundin und ihren Bruder kennen sowie viele weitere sehr interessante bis skurrile Persönlichkeiten. Das Buch lebt für mich vorallem durch die gut durchdachte Auswahl der Charaktere und ihrer ganz eignen und unverwechselbaren Charakterzüge.
Als Zweites ist mir vorallem der sehr jugendliche und nicht ganz so glatte Schreibstil aufgefallen. Hier und da holpern ein paar Stellen und bremsen den Lesefluss, dies reißen aber dann die wieder sehr gefühlvollen Passagen und einfach gehaltenen Szenen wieder raus. Vorallem die eher gefühlvollen Stellen des Buches haben mich direkt getroffen und abgeholt. Die Geschichte um Flora und Marian bringt leichte kleine Hüpfer in der Magengrube mit sich, die aber durch einen nicht zu kitschigen Schreibstil, nicht übertrieben wirken. Vorallem der Spagat zwischen romantisch-kitschig und gefühlvoll-emotional ist der Autorin wie ich finde sehr gute gelungen. Immer dann wenn man denkt, dass man sich am wohlverdienten Ziel befindet zerschlagen sich wieder alle Hoffnungen und man beginnt wieder von ganz neu. Wahre Gefühlsachterbahnen.
Dann gibt es noch etwas das den Lesefluss des Buches wirklich vorrantreibt und das ist der Wechsel zwischen den Welten. Die Autorin lässt die Geschichte einerseits in Eisenheim und andererseits in Essen spielen. Zwei Welten verschmelzen sich zu einer und das nicht nur für Flora sondern auch für den Leser. Dazu kommen die vielen Überraschungsmomente des Buches, Dinge mit denen ich niemals gerechnet hätte oder bei denen ich mir sicher war, dass sie anders verlaufen würden. Und dann die große Portion Intrigen und Lügen. Jeder hat etwas zu verbergen, jeder könnte Floras Feind sein und jeder hat seine ganz eignen Beweggründe und versteckt sie so lange wie er nur kann. Leichte Nervenkitzelmomente ;)
Diese Triologie kommt mit einem guten Einstieg daher der durchaus sehr rasante Passagen hat und mich dieses Buch innerhalb eines Tages lesen lies. Ich denke das sagt schon einiges über die Qualität des Buches aus ;) Ich wollte die Geschichte erleben, nichts von ihr verpassen und jede Zeile in mich aufsaugen. Erfahren was Floras altes Ich getan hat und vorallem warum!? Dazu kommt die Faszination die Eisenheim auf mich ausübte, mit ihren interessanten Charakteren, fantastischen Kreaturen und vorallem das in dieser Stadt alles sehr farblos und grau erscheint und somit nichts mit dem eher mädchenhaften Cover des Buches gemein hat. Dazu kommt ein Ende mit einem bittersüßen Nachgeschmack und der Aussicht auf einen tollen und spannenden zweiten Teil.

Fazit: Reist nach Eisenheim, entdeckt eine Stadt mit vielen Rätseln und Geheimnissen aber bitte verliert euch nie in euren Träumen, sie könnten euch teuer zu stehen kommen und ihr könntet etwas erfahren, dass ihr lieber nicht wissen wollt ;)

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Bewertung von joshi_82 aus Olbersdorf am 02.01.2012 ***** ausgezeichnet
"Stadt aus Trug und Schatten" ist der erste Roman von Mechthild Gläser und ich muss sagen, das ist wirklich ein fantastisches Debüt. Die Idee, dass wir - während wir schlafen - in eine andere Welt wechseln, ohne es zu merken, ist für mich absolut neu und total spannend. Nur einige wenige Menschen wissen, dass sie im Schlaf in Eisenheim leben.
Der Schreibstil von Mechthild Gläser ist schön flüssig und unkompliziert, man kann sich sehr gut in Flora (der Ich-Erzählerin) hineinversetzen und Eisenheim ist wirklich toll beschrieben. Da man die meisten der berühmten Bauwerke selbst schon von Bildern oder Reisen kennt, fällt das natürlich gleich noch leichter. Gerade die Idee, berühmte Bauwerke in Eisenheim quasi nebeneinander stehen zu lassen, hat mir wahnsinnig gut gefallen, ebenso wie die Atmosphäre, die die Autorin in Eisenheim geschaffen hat - sehr düster und irgendwie unheimlich.
Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet und man weiss fast bis zum Schluss nicht, wer auf welcher Seite steht, was ich persönlich ja immer liebe. Besonders der Kanzler ist irgendwie total faszinierend.
Immer wieder wendet sich das Blatt, es gibt immer wieder neue Überraschungen und Geheimnisse werden gelüftet, von denen man vorher nicht einmal etwas geahnt hat. Das Ende lässt Raum für einen Nachfolgeband (oder auch zwei), auch wenn die Geschichte eigentlich in sich abgeschlossen ist, doch ich würde sehr gerne erfahren, was in Eisenheim noch so passieren wird. Mechthild Gläser ist für mich eine tolle Neuentdeckung als Autorin und ich hoffe, wir werden noch viel von ihr zu lesen bekommen.

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