Sieben Minuten nach Mitternacht - Ness, Patrick; Dowd, Siobhan
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Patrick Ness Siobhan Dowd 

Sieben Minuten nach Mitternacht

Roman. Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2012, Kategorie Kinderbuch und Kategorie Preis der Jugendlichen

Aus d. Engl. v. Bettina Abarbanell
Gebundenes Buch
 
11 Kundenbewertungen
**** ausgezeichnet
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Sieben Minuten nach Mitternacht

Zwei große Erzähler - eine Geschichte, die den Tod in seine Schranken weist.

Das Monster erscheint sieben Minuten nach Mitternacht. Aber es ist nicht das Monster, das Conor fürchtet. Was er eigentlich fürchtet, ist jener monströse Albtraum, der ihn jede Nacht quält, seit seine Mutter ihre Behandlung begann. Dieser Traum, in dessen Herzen tiefstes Dunkel herrscht und wo im Abgrund ein Albtraumwesen lauert, bis dann ein Schrei die Nacht zerreißt...

Das Monster aber, das scheinbar im Garten hinter Conors Haus lebt, verkörpert etwas völlig anderes. Es ist uralt, wild und weise - es ist das Leben selbst. Und es ist gekommen, um Conor zu helfen. Doch auf welchen Weg Conor sich mit seinem gigantischen Freund begeben wird, ahnt er nicht. Er wird ihn hinab in die tiefsten Tiefen seiner Seele führen, er wird ihn in seinen Albtraum begleiten und dann wird er ihm das Gefährlichste überhaupt abverlangen: die ganze Wahrheit. Denn nur wenn Conor sich dieser stellt, wird er das wahre Wesen des Lebens erkennen...



"Sieben Minuten nach Mitternacht ist eines der Bücher, die man niemals vergisst. Patrick Ness erzählt eine so aufrichtige und ergreifende Geschichte voller tröstlicher Lichtpunkte, dass sie tief berührt." -- Jugendbuch-Couch.de

"Ein Buch, das man gelesen haben sollte, angereichert mit wunderbaren schwarzweiß Illustrationen von Jim Kay. Eine traurige und nachdenklich stimmende Geschichte von einer Tiefe, die ich nie erwartet hätte." -- Bookola.de

"Dieses Buch packt dich und reißt dich mit sich fort! Eines der gefühlvollsten und ausdrucksstärksten Bücher, die ich je gelesen habe." -- Grosse-Literatur.de


Produktinformation

  • Verlag: Cbj
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 213 S. m. zahlr. Illustr. v. Jim Kay
  • Seitenzahl: 216
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 172mm x 24mm
  • Gewicht: 489g
  • ISBN-13: 9783570153741
  • ISBN-10: 3570153746
  • Best.Nr.: 33335156
"Wie schreibt man über den Tod? Welche Bilder und Worte wählt man? Dieser wunderbare Roman hat eine sehr besondere Lösung gefunden und verdient viele Leser aller Altersstufen."

"Ein Buch, das man gelesen haben sollte, angereichert mit wunderbaren schwarzweiß Illustrationen von Jim Kay. Eine traurige und nachdenklich stimmende Geschichte von einer Tiefe, die ich nie erwartet hätte." Bookola.de

"Wie schreibt man über den Tod? Welche Bilder und Worte wählt man? Dieser wunderbare Roman hat eine sehr besondere Lösung gefunden und verdient viele Leser aller Altersstufen."
Patrick Ness wuchs in den Vereinigten Staaten und auf Hawaii auf. Seit Ende der 90er-Jahre lebt er in London und ist dort als Dozent für kreatives Schreiben und Literaturkritiker für die Tageszeitung The Guardian tätig. Für seine Kinder- und Jugendbücher wurde er mehrfach ausgezeichnet, er gewann unter anderem den renommierten Costa Children's Book Award und war auf der Auswahlliste für die Carnegie Medal.

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Kundenbewertungen zu "Sieben Minuten nach Mitternacht"

11 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.5 von 5 Sterne bei 11 Bewertungen **** sehr gut)
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Bewertung von Fabella von BuchZeiten aus Düsseldorf am 24.03.2012 ***** ausgezeichnet
Meine Meinung:
Ehrlich gesagt konnte ich mir nie vorstellen, was denn eigentlich für eine Geschichte hinter diesem Buch steckt. Jeder redet nur von tiefgründigen Geschichten, ein Buch, das unter die Haut geht. Doch wenn man sich den Inhalt anschaut, liest man immer etwas von Monstern und denkt an Kinderbücher. An Monster, die unter Betten leben nur allein zu dem Zweck, kleine Kinder zu erschrecken.

Doch eigentlich geht es in diesem Buch um etwas ganz anderes. Es geht darum, wie ein Kind versucht mit dem Tod umzugehen. Und da es ein Kind ist, ist es nicht offensichtlich, sondern verbirgt sich hinter Monstern, Alpträumen und Geschichten.

Ich gebe zu, die Geschichten, die das Monster erzählt waren für mich im ersten Moment auch nicht unbedingt verständlich. Da ging es mir nicht viel anders als Conor. Doch das Monster ist einsichtig und erläutert sie .. und genau wie bei Conor fallen bei mir die Groschen, blicke ich hinter die "Kulisse".

Es ist ein sehr emotionales Buch, denn der Leser weiß eigentlich von Anfang an, wohin es führt. Nur weiß er nicht, welchen Weg es dabei gehen wird. Doch ich kann nur sagen, es ist ein Buch, das jeder lesen sollte. Denn es beinhaltet so viel Wahrheit, so viel Weisheit. So viel Zuspruch. Ich denke auch, es wäre ein wundervolles Buch für Jugendliche, die sich mit dem Thema selbst auseinander setzen müssen. Ich könnte mir vorstellen, dass es auf seine einfühlsame Art helfen könnte

Doch nicht nur die Autoren und die Geschichte sind außergewöhnlich. Das Buch selbst ist es auch. Denn es gibt fast keine Seite, auf der nicht Zeichnungen sind. Zeichnungen der Eibe, der Umgebung, der Geschichten, der Alpträume. Und das macht es zu etwas einmaligem. Das Zusammenspiel all dieser Faktoren. Ich werde mein Buch wohl nicht mehr hergeben.

Fazit:
Sieben Minuten nach Mitternacht ist ein Buch, das man gelesen haben muß. Ich finde, es ist einzigartig in seiner ganzen Art. Man muß es einfach selbst erleben.

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Bewertung von allegra am 19.03.2012 ***** gut
Der 13 jährige Connor wird von einem wiederkehrenden Alptraum geplagt. Immer genau 7 Minuten nach Mitternacht taucht ein Monster auf, das Connor über die schwierigsten Tage seines Lebens hinweg begleitet. Seine Mutter hat Krebs und muss schwer belastende Chemotherapien über sich ergehen lassen. Connor hat große Schwierigkeiten damit zurecht zu kommen. Das Monster, das ihn nachts heimsucht führt ihn tief in seine Seele und geht mit ihm gemeinsam den schweren Weg des Abschiednehmens.

Patrick Ness nimmt eine Idee von Siobhan Dowd auf, die ihr Buch leider nicht mehr vollenden konnte, da sie an Krebs gestorben ist. Es gelingt dem Autor von der ersten Seite hinweg den Geist dieser Frau aufzufangen und die Geschichte so authentisch zu erzählen, dass man immer wieder innehalten muss zum Nachdenken.

Das Buch ist mit vielen großflächigen schwarz weiß Zeichnungen von Jim Kay illustriert, die die beklemmende Atmosphäre der ohnehin schon bildstarken Worte noch unterstreichen.
Mich hat das Buch sehr in seinen Bann gezogen. Es ist eigentlich ein Kinder- und Jugendbuch. Ich würde es allerdings von Kindern nicht unbetreut lesen lassen. Es ist absolut wichtig, dass man über die belastenden Inhalte sprechen kann und ich würde es auch nicht jedem Kind empfehlen, weil es durchaus Angst machen kann. Ich könnte mir gut vorstellen, dass man das Buch auch in Jugendgruppen oder im Religions- oder Ethikunterricht lesen könnte.

Das Buch behandelt ein sehr wichtiges Thema, das allzu oft ein Tabu in unserer Gesellschaft darstellt. Es ist ansprechend gestaltet, sprachlich angenehm formuliert und durch den hohen Bildanteil auch von Weniglesern zu bewältigen. Ich kann es für Kinder jedoch nur empfehlen, wenn es mit der nötigen Sensibilität geschenkt, vorgelesen und besprochen wird; d.h. eine Empfehlung mit Einschränkung.

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Bewertung von streuner am 07.03.2012 ***** ausgezeichnet
Für mich DAS Jugendbuch-Highlight im Jahr 2011.
Unglaublich gefühlvoll schildert Patrick Ness die Geschichte des 13jährigen Conor, der in letzter Zeit von schrecklichen Albträumen geplagt wird. Seine Mutter ist schwer krank, aber er gibt die Hoffnung nicht auf, dass sie geheilt werden kann. Dann erscheint eines Nachts ein "Monster" in Gestalt eines riesigen Baumes. "Ich bin gekommen, um dich zu holen, Conor O'Malley", sagt das Monster. Aber Conor hat keine Angst vor dem Monster - er hat nur Angst vor dem Albtraum. Dem mit der Finsternis und dem Wind und dem Schrei...
Patrick Ness hat diesen Roman, basierend auf einer Idee von Siobhan Dowd, geschrieben. Sie hatte schon den Anfang und ein Exposé geschrieben und es sollte ihr fünfter Jugendroman werden. Leider starb sie 2007 viel zu früh.
Ich kann dieses Buch uneingeschränkt weiterempfehlen.
Ein wirklich außergewöhnliches Leseerlebnis!

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Bewertung von kleinbrina aus Hamm am 01.03.2012 ***** weniger gut
Als ich im letzten Jahr "Sieben Minuten nach Mitternacht" entdeckt habe, war für mich von Anfang an klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Da mich das Cover, die Illustrationen und die Kurzbeschreibung enorm begeistert haben, habe ich hier eine einfühlsame und erschütternde Geschichte erwartet, doch Pustekuchen! Bereits nach den ersten zwanzig Seiten habe ich gemerkt, dass hier etwas nicht stimmt. Obwohl die Geschichte recht schnell beginnt, konnte sie mich von Anfang an nicht für sich gewinnen, viel mehr wurde ich nach jeder Seite ein bisschen skeptischer.
Im Prinzip hat "Sieben Minuten nach Mitternacht" auf den ersten Blick alles, was ein gutes Buch ausmacht: Eine gut gemachte Kurzbeschreibung, eine versprochene düstere Handlung, einen halbwegs sympathischen Protagonisten und gute Illustration. Allerdings ist dieser erste Eindruck schnell verflogen, denn weder die Kurzbeschreibung, noch der Hauptcharakter Conor konnten überzeugen.

Die Idee, dass ein Monster für psychische Probleme steht, finde ich auf den ersten Blick plausibel, besonders wenn man das Alter des Protagonisten bedenkt, allerdings ist die Idee alles andere als neu und nur mittelmäßig umgesetzt worden. Dafür sind die Charaktere hier aber auch um einiges authentischer als in anderen Büchern, was wiederum einen Pluspunkt bringt.
Man merkt Conor schnell an, dass er anders ist, als andere Jungs in seinem Alter. Während andere vor dem Monster geflohen wären, setzt sich Conor mit diesem auseinander und zeigt keinerlei Furcht, was er diesem auch direkt klar macht. Gleichzeitig ist aber auch schnell klar, dass Conor Dinge erleiden musste, für die er nichts kann und die tief in seiner Seele festsitzen. Er wurde mir schnell sympathisch, eine Verbindung konnte ich zu ihm allerdings nicht aufbauen, da er mir dafür trotz der brisanten Thematik zu farblos blieb. Seine Gedanken sind wirr - mal sind sie sehr tiefgründig und werden lang und breit erklärt, dann wiederum werden sie nur sehr oberflächlich angeschnitten, hier hat mir ein klares Mittelmaß gefehlt.

Wirklich schön ist jedoch das Cover, dass eine gewisse Melancholie ausstrahlt. Warum es hier allerdings noch eine Erwachsenenausgabe gibt, ist mir schleierhaft, denn dieses Buch würde ich nicht direkt als Jugendbuch bezeichnen - auch wenn der Protagonist ein Jugendlicher ist. Auch die Illustrationen sind gut gelungen und drücken Situationen und Gefühle gut aus und sorgen für eine düstere Stimmung. Besonders gut gefiel mir daran, dass die Zeichnungen oftmals wirr und unsauber gezeichnet wurden, was sehr gut zu Conors Seelenleben passt.

Insgesamt konnte mich "Sieben Minuten nach Mitternacht" trotz einer guten Thematik und vielen Erwartungen nicht komplett von sich überzeugen. Zwar hat dieses Buch alles, was ein gutes Buch ausmacht, allerdings sind die nötigen Emotionen vollkommen an mir vorbeigegangen. Wer sich mit den Abgründen der Seele beschäftigen möchte, ist bei diesem Buch mit Sicherheit gut aufgehoben - ich war es leider nicht.

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Bewertung von Angelheart76 von angelheart76.blogspot.com aus Niedersachsen am 03.02.2012 ***** ausgezeichnet
ungemein ergreifend - Die Geschichte des Lebens

zum Inhalt:

Der 13jährige Conor O`Malley lebt mit seiner Mutter zusammen. Der Vater hat die Familie vor einiger Zeit verlassen und lebt nun mit seiner "neuen" Familie in Amerika.
Conor ist anders, als andere 13jährige. Er erledigt selbstständig viele Hausarbeiten, wie Wäsche waschen, Geschirr spülen, versorgt sich selbst. In der Schule wird er von einigen Schülern gemobt, von Anderen ignoriert. Seine einzige Freundin ist Lily, doch mit der hat Conor sich zerstritten.
Sieben Minuten nach Mitternacht erscheint das Monster, doch Conor fürchtet sich nicht vor ihm. Er fürchtet sich nur vor dem einen Albtraum, der ihn jede Nacht heimsucht, seit seine Mutter erkrankte und ihre Behandlung begann. Das Monster erzählt Conor Geschichten, Geschichten des Lebens ...

meine Meinung:

Das Buch ist erfüllt von einer düsteren, bedrückenden Stimmung. Man spürt, dass Conor eine schwere Last mit sich trägt. Auch die wie ich finde sehr gelungenen Illustrationen stützen die beklemmende Stimmung des Buches.
Die Geschichte ist traurig, aber das Thema direkt aus dem Leben gegriffen. Die Geschichten, die das Monster erzählt sind nicht, was man erwarten würde. Sie sind nicht schön, sondern brutal ehrlich und geben einen ungetrübten Blick auf die Realität.
Beim Lesen konnte ich immer genau nachvollziehen, wie Conor sich fühlt, in welchem Zwiespalt er sich befindet.
Das Buch ist in einer leicht verständlichen Art geschrieben, da es für Leser ab 12 Jahren geeignet sein soll, was es meiner Meinung nach auch tatsächlich ist. Aber auch Erwachsene können dieses Buch gut lesen und sollten es tun.
Die Geschichte vereint schockierende Wirklichkeit mit einer ordentlichen Portion Fantasie und regt zum Nachdenken an. Sie hat mich tief berührt. Gegen Ende musste ich das Buch zwischendrin weglegen, weil ich einen Kloß in meinem Hals spürte, der immer größer zu werden schien und ich gegen die aufsteigenden Tränen kämpfte.

Fazit:
Ein sehr emotionales, unheimlich beeindruckendes Buch über das Leben und den Tod, dass seine Leser nachhaltig und tief im Herzen berührt.
5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung für jung und alt !

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Bewertung von Eva L. aus Osnabrück am 13.09.2011 ***** sehr gut
Zu Beginn habe ich mich mit diesem Buch etwas schwer getan. Ich hatte Probleme, mich in die Geschichte einzufinden, sie zu durchschauen und zu verstehen, worum es eigentlich geht, denn die Grenzen zwischen Fantasie und Realität sind nicht klar gezogen. Auch wird erst langsam, mit dem Fortschreiten der Geschichte, klar, was überhaupt in Conors Leben los ist, auch wenn man von Anfang eine gewisse Vorahnung hat.

Die Stimmung des Buches ist düster, beinahe schon dunkel, und wird durch diverse Schwarzweißzeichnungen noch verstärkt. Diese sind jedoch sehr schön, mit viel Liebe zum Detail, und eine wundervolle Ergänzung zur Geschichte.

„Sieben Minuten nach Mitternacht“ ist kein einfaches Buch, und das nicht nur wegen seiner ernsten Thematik. Auch der Schreibstil des Autors ist ein wenig kompliziert und lässt viel Spielraum für Interpretationen. Klare Worte findet man selten, das Meiste wird nur angedeutet und der Leser muss sich selbst seinen Teil dazu denken. Dadurch wird die Lektüre dieses Buches sicherlich anspruchsvoller, was gerade bei jüngeren Lesern zu Verwirrung oder Unverständnis führen könnte. Wer es jedoch versteht, dem eröffnet sich eine wunderschöne, zu Herzen gehende Geschichte. Man muss das Buch zu Ende lesen und dann als Ganzes betrachten, um sie zu finden, aber sie ist da und wartet nur darauf, entdeckt zu werden.

Als kleinen Kritikpunkt könnte man das stellenweise „Schubladendenken“ des Autors anführen, dem besonders Conor und Stephanie, die zweite Frau von Conors Vater, zum Opfer fallen. Stephanie ist die typische böse Stiefmutter, die alles tut, um ihren Mann von seiner „alten“ Familie fernzuhalten, obwohl sein Sohn ihn dringend braucht. Und Conor kann Mist bauen, so viel er will, er hat immer den Mitleids- Bonus und bekommt keine Konsequenzen zu spüren. Ansonsten hat mir „Sieben Minuten nach Mitternacht“ nach den anfänglichen Schwierigkeiten aber sehr gut gefallen. Dieses Buch ist wirklich etwas Besonderes!

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Bewertung von Kristin Friedrich aus Hof am 09.09.2011 ***** ausgezeichnet
Der zwölfjährige Conor hat nicht nur keine Freunde mehr, sondern wird in der Schule auch noch gemobbt. Das liegt daran, dass er einfach ruhig und in sich gekehrt ist. Aber das ist ihm völlig egal, denn er hat noch viel größere Hürden in seinem Leben zu meistern. Seine Mutter ist nämlich schwerkrank. So sehr, dass er sich um alles kümmern muss, wenn sie wieder von einer schlimmen Behandlung schlapp und entkräftet nach Hause kommt. Conor führt den Haushalt, kocht Essen, wäscht Wäsche und erledigt alles, was sonst noch anfällt.
Doch nicht einmal nachts hat der arme Junge seine Ruhe. Denn jede Nacht, um exakt sieben Minuten nach Mitternacht steht ein Monster vor seinem Fenster. Dass ihm dieser Alptraum etwas ganz bestimmtes mitteilen möchte, ist schnell klar und der Junge wird gezwungen sich nicht nur diesem Monster zu stellen, sondern auch dem realen... Der Wahrheit.

Mit "Sieben Minuten nach Mitternacht" halten wir auf jeden Fall ein Buch in den Händen, dass für wirklcih jedes Alter geeignet ist, egal ob jung oder alt. Vielleicht gibt es aus diesem Grund gleich zwei Ausgaben der Geschichte. eine "Erwachsenenausgabe" und eine für Jugendliche. Der Inhalt ist exakt der Gleiche, nur die Aufmachung des Buches unterscheidet sich.

Schon gleich zu Beginn kann man erahnen, dass uns auf den folgenden Seiten etwas ganz Besonderes erwartet. Es ist unschwer zu erraten an welcher Krankheit die Mutter leidet und um was es dem Monster geht. Der Schreibstil ist wundervoll einfühlsam. Der Leser hat schnell den unglaublichen Drang Conor in die Arme schließen zu müssen, um ihm vor dem kompletten Leid der Welt zu beschützen.
Die Begegnungen mit dem Monster werden von wunderschönen Zeichnungen begleitet. Natürlich sind die Illustrationen Geschmackssache, aber meiner Meinung nach wurde die düstere Stimmung nur noch besser untermalt.

Die Geschichte von Conor berührt zutiefst. Es wird mit soviel Gefühl vom Leben, von Krankheit, vom Tod und den entsprechenden Konflikten erzählt ohne die Dinge direkt beim Namen zu nennen. Das hat mich sehr beeindruckt. An welcher Krankheit die Mutter leidet wird mit keinem Wort ausgesprochen und dennoch weiß der Leser schnell was gemeint ist.
Die Zeilen von Patrick Ness und Siobhan Dowd gehen von Anfang bis Ende sehr unter die Haut.
Positiv muss hier noch erwähnt werden, dass die Handlungen, die Stimmung und Gefühle sehr glaubhaft geschildert werden. Gerade das macht die Geschichte so wahnsinnig tragisch.

Ich kann die Geschichte an jeden mit starken Nerven weiterempfehlen. Ich war emotional sehr berührt und musste am Ende sehr weinen. Hier sollte man auf jeden Fall Taschentücher bereit halten und sich auf viel Tiefgang und Emotionen einlassen können. Vielleicht ist "Sieben Minuten nach Mitternacht" sogar für dein einen oder anderen ein Trost?

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Bewertung von Lettersalad am 09.08.2011 ***** ausgezeichnet
Genau sieben Minuten nach Mitternacht sind es jedes Mal, wenn der junge Conor O'Malley im Traum Besuch bekommt. Doch nicht irgendeinen Besuch, sondern ein furchteinflößendes, übergroßes Monster, mit langen Tannennadeln übersäht kommt über die Weide auf sein Haus zugelaufen. Doch so beängstigend das Monster auch aussehen mag, im Grunde möchte es nur zwei bestimmte Dinge von Conor: Geschichten, und zwar gleich vier Stück. Die ersten drei möchte das Monster Conor erzählen und verlangt dabei lediglich bedingungslose Aufmerksamkeit; die vierte Geschichte soll hingegen Conor dem Monster erzählen. Die Wahrheit, wie das Monster sie nennt. Da Conor viel zu verängstigt, verwirrt aber doch auch neugierig ist, willigt er schlussendlich ein. Allerdings sind die Geschichten, die das Monster ihm erzählt ganz anders, als Conor erwartet hatte und scheinen zudem auch noch mit ihm selber und seinem Umfeld zu tun zu haben. Ist es wirklich nur ein Alptraum, der immer wieder kehrt oder gibt es das Monster tatsächlich?
Dabei wird Conor nicht nur in seinen Träumen mit zunächst unbegreiflichen Tatsachen konfrontiert, sondern auch im richtigen Leben hat der Junge es alles andere als leicht.

Als Scheidungskind lebt er bei seiner todkranken Mutter, vom Vater hört er nur sporadisch etwas, die Großmutter scheint wie aus einem bösen Märchen entsprungen zu sein und Conors Mitschüler übersehen ihn weites gehend, sofern er nicht gerade wieder die Zielscheibe einer Gruppe Raufbolde ist. Dabei legt der 13-Jährige eine Reife an den Tag, dass der Leser gar nicht anders kann, als ihn zu mögen, ihn zu verstehen, ihn beschützen zu wollen und mit ihm zu leiden. Und Leid, das tut Conor zu Genüge. Denn plötzlich taucht ein zweites Monster auf, welches ihn mit seiner größten Angst konfrontiert. Jede Nacht aufs Neue. Und nur eines kann Conor am Ende helfen, diese Alpträume zu besiegen: die Wahrheit.

Einzelne Szenen sind so schonungslos realistisch bzw. lebendig beschrieben, dass ich das Buch für eine Weile zur Seite legen musste. An anderen Stellen ertappte ich mich dabei, wie ich einfach nur die Illustrationen angesehen und auf mich wirken gelassen habe. Protagonist Conor erlebt während diesen gut zweihundert Seiten so unglaublich viel, muss so unfassbar viel ertragen, wie man es keinem Menschen auf der Welt jemals wünschen würde, schon gar nicht einem 13-jährigen Jungen. Das Buch macht einen traurig aber zugleich macht es einem auch Mut, sich der eigenen Wahrheit zu stellen, sodass man schlussendlich von seinen Mitmenschen gesehen und verstanden wird. Doch vornehmlich geht es darum, dass man sich selber versteht und sieht, wer oder was man ist. Nämlich ein Mensch - mit Fehlern, Schwächen und vor allem Ängsten. Etwas, an dem einfach nichts Verwerfliches sein kann und darf.

Patrick Ness hat dieses Buch nach einer Idee seiner Autorenkollegin Siobhan Dowd geschrieben, die bereits 2007 ihrem Krebsleiden erlag. In einem Interview sagte er, dass diese Geschichte nur darauf wartete, „zum Leben erweckt“ zu werden. Im Vorwort erwähnt er des Weiteren, dass es ihm vornehmlich darum ging, ein Buch zu schreiben, welches Siobhan Dowd gefallen hätte.
Natürlich kann ich beim zweiten Punkt auch nur spekulieren, doch ersteres ist Patrick Ness in brillanter Art und Weise gelungen; denn ich persönlich finde, dass er mit die

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Bewertung von Asaviel am 22.07.2011 ***** ausgezeichnet
Ausstattung: Die wunderbare Ausstattung dieses Buches überzeugt auf ganzer Linie. Das Hardcover-Buch hat ein ungewöhnliches Format, liegt aber trotzdem sehr gut in der Hand. Und den zahlreichen Illustrationen wird so genug Raum zur Entfaltung gegeben. Es gibt ganze Doppelseiten, die nur für die Bilder der Geschichte freigehalten sind und so den Leser in eine andere Welt entführen.
Titel und Coverbild sind sehr treffend gewählt und geben einen ersten Vorgeschmack auf den Inhalt, den der Leser erwartet.

Meine Meinung:
Es gibt mehrere Faktoren, die dieses Buch zu etwas ganz Besonderes machen. Das beginnt schon mit der Vorgeschichte, das heißt, der Entstehung dieses Buches. Die Grundidee stammt von Siobhan Dowd, die schon mehrere erfolgreiche Jugendbücher veröffentlicht hatte. Ihr war aber leider nicht die Zeit vergönnt, die neue Idee als Geschichte festzuhalten. Patrick Ness nahm dann die Idee auf und verknüpfte das, was von Siobhan Dowd begonnen wurde, mit seinem eigenen Ton und schrieb die vorliegende Geschichte, die der Schöpferin dieser Idee gewidmet ist.
Unser Protagonist ist ein Teenager, der über die normalen Probleme des Erwachsenwerdens hinaus nicht nur mit einem immer wiederkehrenden Alptraum zu kämpfen hat, sondern auch mit einer Mutter, die schwer krank ist. Dies verändert sein Leben, obwohl er das so gar nicht wollte. Er wird nun anders behandelt, von seinen Freunden, in der Schule, von Mitschülern und Lehrern.
Dieses nicht einfache Thema behandelt der Autor mit einer Eindringlichkeit und Ernsthaftigkeit, die mich von Beginn an sehr berührt hat. Die Themenauswahl, die in diesem Buch angesprochen werden, ist vielschichtig. Und das Monster, das auftaucht, um… ja, um was zu tun? Ist es wirklich da, um zu erschrecken oder um zu helfen? Dieses Monster hat zwar einige Lehren mit im Gepäck, doch dabei wird nicht der Zeigefinger erhoben.
Die Entwicklung, die Conor im Laufe der Geschichte verändert, ist äußerst bewegend und zum Schluss habe ich einige Tränen vergossen. Trotzdem wird der Leser mit einem Gefühl der Wärme und des Trostes zurückgelassen.

Fazit: Mit wunderschönen und äußerst gelungenen Illustrationen wird in diesem Büchlein eine sehr bewegende und ernste Geschichte erzählt, die sicher dafür geeignet ist, Jugendlichen und auch Erwachsenen ein sehr schwieriges Thema nahe zu bringen, ohne dass die Lehren, die jeder für sich daraus ziehen kann, zu moralisch oder aufdringlich wirken.
Ein bewegende Handlung und ein Muss für jeden Buch-Liebhaber! Ich vergebe ganz klare 5 von 5 Sterne.

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Bewertung von Silke Schröder, hallo-buch.de aus Hannover am 15.07.2011 ***** ausgezeichnet
„Sieben Minuten nach Mitternacht“ ist eine sehr einfühlsame und Herz ergreifende Geschichte, die Trost spendet und Wege zeigt, wie man auch mit unausweichlichen und schwierigen Situationen umgehen kann. Kurz vor ihrem eigenen Tod schrieb die irische Jugendbuchbuchautorin Siobhan Dowd (sprich: Schyvonne Doud) ein detailreiches Konzept für „Sieben Minuten nach Mitternacht“. Diesem Exposé hat sich jetzt der englische Schriftsteller Patrick Ness auf Bitten des Verlages angenommen und die Geschichte zu Ende geschrieben. Und das ist ihm hervorragend gelungen. So kann " Sieben Minuten nach Mitternacht " dazu beitragen, durch eine Geschichte neue Kraft zu finden, wenn alle Auswege versperrt scheinen. Der Illustrator Jim Kay hat dazu überzeugende Grafiken gezeichnet, von denen er selbst sagt, er wolle die Atmosphäre der Erzählung bereichern, ohne die Interpretation des Textes durch die Leser zu sehr zu beeinflussen. Ein starkes Buch für Kinder, die mal stark sein müssen.

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