Maya oder Das Wunder des Lebens - Gaarder, Jostein

Jostein Gaarder 

Maya oder Das Wunder des Lebens

Roman

Übersetzer: Haefs, Gabriele
Broschiertes Buch
 
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Maya oder Das Wunder des Lebens

Spielerisch entfaltet Gaarder hier eine Auseinandersetzung über die verschiedenen Weltdeutungen: die naturwissenschaftliche, die philosophische, die ökologische und die magische. Er stachelt Neugier und Fantasie an, denn erst die Fantasie des Menschen verleiht, laut Gaarder, der Schöpfung einen Sinn.
"Irgendwo habe ich dieses Mädchen schon einmal gesehen", denkt sich der Evolutionsbiologe Frank Andersen, als er Ana kennen lernt. Doch erst bei einem Besuch im Prado vor Goyas "Maya" erkennt er: Anas Gesicht sieht genauso aus wie das der Maya, doch das Bild ist 200 Jahre alt. Eine Laune der Natur? Oder ist es möglich, dass nicht nur eine Wirklichkeit, nicht nur eine Zeit, nicht nur ein Universum existieren? Im Zentrum des Romans steht die Geschichte des Biologen Frank Andersen, dessen Ehe nach dem Tod seiner Tochter in die Brüche geht. Am Ende einer ausgedehnten Forschungsreise legt er noch einen Zwischenstopp auf der Fidschiinsel Taveuni ein. Dort trifft Frank mit vielen interessanten Menschen zusammen, und sie alle steigen ein in ein spannendes Gespräch über das "Wunder des Lebens."


Produktinformation

  • Verlag: DTV
  • 2008
  • 5. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 429 S.
  • Seitenzahl: 432
  • dtv Taschenbücher Bd.13002
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 194mm x 122mm x 28mm
  • Gewicht: 353g
  • ISBN-13: 9783423130028
  • ISBN-10: 3423130024
  • Best.Nr.: 10257091
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.06.2001

Schleier
der Maya
Jostein Gaarders Roman
über die Evolution
Wie sag ich’s – möglichst auflagenstark – meinem Kinde? Was bei der Geschichte der europäischen Philosophie so vorzüglich geklappt hat: sie als Sofies Welt in Romanform an Halbwüchsige zu verkaufen, warum soll das nicht auch mit der Wissenschaft möglich sein? Und wenn man sich schon dazu entscheidet, dann konnte die Wahl nur auf die derzeitige Leitwissenschaft, die Biologie, fallen. Jostein Gaarder schrieb einen Roman über die Evolution: Maya oder das Wunder des Lebens.
Dafür braucht man einen wissenschaftlich sattelfesten Biologen als Hauptfigur; es ist der Norweger Frank Andersen, der nach wochenlanger Feldforschung im südlichen Pazifik auf der Fidschiinsel Taveuni Station macht. Sie ist doppelt ausgezeichnet: Ihre noch kaum dezimierte Fauna liefert ein nahezu vollständiges Bild der Entwicklung der Wirbeltiere, und Taveuni liegt mitten auf der Datumsgrenze, was den Ort angesichts des bevorstehenden Millenniums (die Handlung spielt 1998) zu einer Art Weltmittelpunkt macht. Schon jetzt ist er deshalb Treffpunkt der Leute, die im Roman eine Rolle spielen. Unter ihnen ein …

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Tropisches Gipfeltreffen<br /> Der norwegische Evolutionsbiologe Frank Andersen, der durch einen tragischen Unfall seine kleine Tochter verloren hat und seitdem von seiner Frau getrennt lebt, legt am Ende einer Forschungsreise noch einen Zwischenstopp auf der Fidschiinsel Taveuni ein. Dort trifft er auf eine Reihe interessanter Besucher, wie z.B. Ana, die ihm von Anfang an bekannt vorkommt, ihren Lebensgefährten den Fernsehjournalisten José und den britischen Schriftsteller John Spoke. Schon am ersten Abend kommen die vier zwangsläufig ins Gespräch, welches sich sehr schnell zu einer grundsätzlichen, sehr intensiven Diskussion über geläufige Evolutionstheorien entwickelt. John Spoke, Moderator des "tropischen Gipfeltreffens" und eigentlicher Ich-Erzähler des Romans, muss feststellen, dass es für die wesentlichen Fragen des Lebens die unterschiedlichsten Ansätze gibt, die miteinander in Wettstreit liegen, aber zu keiner eindeutigen Antwort führen. <br /> Monate später treffen sich die vier in Madrid wieder. Als Frank Andersen im Prado vor Goyas "Maya" steht, weiß er auch woher ihm die Flamenco-Tänzerin Ana so bekannt vorkam. Die Gesichter beider Frauen sind sich zum verwechseln ähnlich. Handelt es sich dabei lediglich um einen Zufall, um eine Laune der Natur oder war eine Vorfahrin Anas Goya Modell gestanden? Reales und mystisches scheint sich zu vermischen. <br /> Was ist der Sinn des Lebens?<br /> Auch in <em>Maya</em> erweist sich Jostein Gaarder als ein Erzähler, dem es zu gefallen scheint, philosophischen Fragestellungen innerhalb einer Romanhandlung auf den Grund zu gehen. Ihn interessiert das "Wunder des Lebens", und dieses Rätsel des Universums möchte er lösen. Dabei konfrontiert er den Leser mit naturwissenschaftlichen, philosophischen, ökologischen und magischen Evolutionstheorien, die sich einerseits zu widersprechen scheinen, andererseits aber auch ergänzen. Aber nichtsdestotrotz scheinen alle Theorien an ihre Grenzen zu stoßen. Allein die Kraft der Phantasie und der Liebe gibt letztendlich dem Ganzen einen übergeordneten Sinn. (Wibke Garbarukow)<br/><br/>

"Maya ist ein wunderschöner Roman, voller unvergeßlicher Sätze." Eckhard Krause im 'Sonntagsblatt'<br/><br/>"Es geht um die letzten Fragen und die ersten Dinge, und Gaarders neues Buch zielt aufs Ganze, die Evolution. Wieder ein Abenteuerroman und wieder, wie in 'Sofies Welt', ein literarisches Vexierspiel mit dem Buch im Buch. Gewitzt und fachmännisch führt Gaarder den Leser in ein Lebenslabyrinth, das zunehmend phantastisch erscheint. Alles wird möglich bei Gaarder und der Mensch zum Bewußtsein erhoben." Fritz Rumler im 'Spiegel'<br/><br/>"Das unterhaltsame Buch ist ein Plädoyer für die Rückgewinnung von Magie, Zauber und Phantasie im Zeitalter der Vernunft. 'Maya' beeindruckt weniger durch die Wissensvermittlung als vielmehr durch die Art und Weise, wie sich hier einer Wissen aneignet und seine Leser an diesem Prozess teilnehmen lässt. Allemal ein Buch für die Gaarder-Gemeinde. Und die ist bekanntlich riesig." Hajo Steinert im 'Focus'

" Maya oder das Wunder des Lebens ist ein literarischer Salto mortale ins Universum, ein Buch über die Evolution."<br />Focus <br />

»Das unterhaltsame Buch ist ein Plädoyer für die Rückgewinnung von Magie, Zauber und Phantasie im Zeitalter der Vernunft. >Maya< beeindruckt weniger durch die Wissensvermittlung als vielmehr durch die Art und Weise, wie sich hier einer Wissen aneignet und seine Leser an diesem Prozess teilnehmen lässt. Allemal ein Buch für die Gaarder-Gemeinde. Und die ist bekanntlich riesig.« Hajo Steinert, Focus

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Ab untern Baum!" titelt Jörg Albrecht seine Rezension und zeigt damit seine ambivalente Haltung diesem Buch gegenüber, das ihm zufolge "in keine Kategorie" passt. Inhalt: Der Biologe Frank schlägt sich zur Jahrtausendwende mit anderen "Gästen" auf der Insel Taveuni mit "haarigen" evolutionstheoretischen Fragen herum, wie z.B. "Gibt es Wirkungen, deren Ursache später eintritt als sie selbst?" Für ein Jugendbuch - im Gegensatz zu "Sofies Welt" - also "zu hochgestochen". Dafür besteht die Hälfte des Buches aus einem langen Brief, den Frank an seine Exfrau schreibt. Für einen Liebesroman allerdings "zu konstruiert." Es gibt auch eine Krimihandlung, doch für einen echten Krimi ist "Maya" "zu metaphysisch" . Zugegeben: Jörg Albrecht mäkelt am Buch herum. Er hält es zwar für spannend, aber das neue Buch von Grisham sei genauso spannend und vielleicht sogar niveauvoller. Gaarder sei durchaus "auf der Höhe der wissenschaftlichen Diskussion", aber sein Versuch, "Darwin und Planck mit den Mitteln des Romans zu überwinden" sei "schwierig". Und genau dieser Schwierigkeitsgrad qualifiziert das Buch laut Albrecht für einen ganz bestimmten Platz: den Platz unterm Weihnachtsbaum.

© Perlentaucher Medien GmbH
Jostein Gaarder, geboren 1952, studierte Philosophie, Theologie und Literaturwissenschaft in Oslo und lehrte Philosophie an den Universitäten Oslo und Bergen. Seit 1991 ist er als freier Autor tätig und lebt mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen in Oslo. Mit "Sofies Welt" wurde Jostein Gaarder international bekannt. Für Sofies Welt erhielt Jostein Gaarder, neben zahlreichen anderen Auszeichnungen, 1994 den Deutschen Jugendliteraturpreis, 1996 den polnischen Janusz-Korczak-Preis für die Vermittlung philosophischer Inhalte an Kinder und 2008 den "Sonderpreis für Deutsche Jugendliteratur". "Philosophieren bedeutet, über das Leben nachzudenken, und jeder, der sich wundert, philosophiert." (J. Gaarder)

Kundenbewertungen zu "Maya oder Das Wunder des Lebens" von "Jostein Gaarder"

3 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.7 von 5 Sterne bei 3 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von Third_Eye aus Trier am 21.03.2009 ***** sehr gut
dieses buch schafft es die wertschätzung des lebens wiedezuerkennen oder zu vertiefen, egal zu welchem schluss man gelangt oder welcher "richtung" man anhängt. es macht spaß das geschehen zu verfolgen und sich so seine ganz individuellen gedanken, ansätze und weltanschauungen zusammen zu bauen.

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Bewertung von Melanie Flohr aus Hameln am 05.08.2002 ***** ausgezeichnet
Mit diesem Roman ist Gaarder wieder ein Meisterwerk gelungen, das seinen anderen Werken sowohl vom lebendigen Schreibstil als auch von den verworrenen Gedanken, die zu einer in sich schlüssigen Auflösung führen, in nichts nachsteht! Wer ist die Spanierin Ana in Wirklichkeit, warum glauben alle sie schon einmal gesehen zu haben? Es wird die Phantasie des Lesers angeregt und gezeigt, dass nicht alles auf der Welt rational erklärbar ist und man oft nur mit einer gesunden Mischung aus Phantasie und Vorstellungsvermögen zum "Ziel" gelangt.

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Bewertung von Reinhard Sträter aus Werl-Büderich am 07.07.2001 ***** ausgezeichnet
Über dieses Buch könnte man sich stundenlang unterhalten. Jostein Gaarder
fesselt wie schon bei "Sofies Welt" den Leser an das Buch. Es geht um die letzten Rätsel des menschlichen Lebens, erforscht in einer uns unbekannten
Welt. Absolut lesenswert!!!!!

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