Produktbeschreibung zu Erzählt es euren Kindern
»Dokumente und Bilder können nur zeigen, was war und wie es erlebt
wurde. Erklären können sie nichts. Vieles am Holocaust lässt sich
nicht verstehen. Aber seiner Wahrheit müssen wir ins Auge sehen,
wir müssen uns mit ihm beschäftigen: Nur wer weiß, was möglich ist,
wird daran arbeiten, dass es sich nicht wiederholt.«
Aus dem Vorwort zur deutschen Ausgabe
Im Mittelpunkt stehen die Schicksale Einzelner. Zu ihren
Erinnerungen, zu Fotos und Dokumenten treten Stimmen von Zuschauern
und Tätern. Entstanden ist eine aufrüttelnde Dokumentation der
Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung von Juden, Sinti, Roma,
Homosexuellen und Behinderten.
"Dokumente und Bilder können nur zeigen, was war und wie es
erlebt wurde. Erklären können sie nichts. Vieles am Holocaust lässt
sich nicht verstehen. Aber seiner Wahrheit müssen wir ins Auge
sehen, wir müssen uns mit ihm beschäftigen: Nur wer weiß, was
möglich ist, wird daran arbeiten, dass es sich nicht
wiederholt."
Aus dem Vorwort zur deutschen Ausgabe
Im Mittelpunkt stehen die Schicksale Einzelner. Zu ihren
Erinnerungen, zu Fotos und Dokumenten treten Stimmen von Zuschauern
und Tätern. Entstanden ist eine aufrüttelnde Dokumentation der
Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung von Juden, Sinti, Roma,
Homosexuellen und Behinderten.
Produktinformation
- Verlag: Cbt
- 2004
- Ausstattung/Bilder: 2004. 160 S. m. zahlr. Abb.
- Seitenzahl: 160
- Omnibus Taschenbücher Bd.30245
- Altersempfehlung: ab 12 Jahren
- Deutsch
- Abmessung: 182mm x 126mm x 14mm
- Gewicht: 190g
- ISBN-13: 9783570302453
- ISBN-10: 3570302458
- Best.Nr.: 12044507
"Vorbildlich gelingt es den Historikern Bruchfeld und Levine, Geschichte aus der Starre von Daten, Zahlen und Begriffen zu lösen. Mit knappen, erläuternden Texten, gestützt auf mit großem Fingerspitzengefühl ausgesuchte Bilder und Dokumente, ordnen die Autoren das immense Material, unterschlagen nichts, erfüllen ihre Aufgabe, einen Ausgangspunkt für begleitende Gespräche zu schaffen: über das, was geschehen ist, und das, was als Konsequenz aus dem Geschehen zu ziehen ist."
 | Besprechung von 07.03.2000 |
Allein gelassenEin Buch soll Jugendliche mit dem Holocaust konfrontierenStéphane Bruchfeld, Paul A. Levine: Erzählt es euren Kindern. Der Holocaust in Europa. Übersetzung und Bearbeitung der deutschen Ausgabe von Robert Bohn und Uwe Danker. C. Bertelsmann Jugendbuch Verlag, München 2000. 160 Seiten, Abbildungen, 14,90 Mark.
Die Entstehung dieses Buches beruht auf einem Missverständnis. In Schweden stellte eine Umfrage fest, dass ein erstaunlich hoher Anteil von Schülern an schwedischen Schulen den Schrecken des Holocausts nicht wahrhaben wollte. Das wurde irrtümlich so verstanden, dass sie ihn leugneten. Die Empörung war groß, unter anderem in der Staatskanzlei des Ministerpräsidenten Persson in Stockholm, der in aller Eile eine Kampagne an Schulen und Universitäten seines Landes über den Holocaust mit dem Titel "Lebende Geschichte" verordnete. Kernstück der Initiative war eine in nur zwei Monaten zusammengestellte Broschüre über die Vernichtung der Juden in Europa zwischen 1933 und 1945. Anfang dieses Jahres wurde es ins Deutsche übersetzt, als handliches Buch gebunden und an den Schulen Schleswig-Holsteins …
Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension
In Schweden wurde 1997 von offizieller Seite ein Projekt zur Befragung von Zeitzeugen über die Nazizeit gestartet. Daraus entstand ein Buch, das, wie Siggi Seuss beeindruckt bemerkt, nicht etwa millionenfach verkauft, sondern verschenkt wurde. Die beiden deutschen Historiker Uwe Danker und Robert Bohn haben das Buch nun ins Deutsche übersetzt und bearbeitet, in Schleswig-Holstein wurde es sogar an Schulen verteilt. Dokumentarische Berichte, Tagebuchaufzeichnungen, Fotografien, Gedichte, ergänzt von Graphiken und Zeittafeln ergeben ein Gerüst zum Verständnis jener Epoche und ermuntern, schreibt Seuss, die Jugendlichen hoffentlich zu Gesprächen und eigener Spurensuche - "weniger didaktisch durchdacht als in den Achtzigern, dafür offener".
© Perlentaucher Medien GmbHStephane Bruchfeld lebt in Stockholm und arbeitet als Historiker am Zentrum für multiethnische Forschung der Universität Uppsala. Er ist Mitglied des Schwedischen Komitees gegen Antisemitismus.
Paul A. Levine, in den USA geboren, lebt seit 12 Jahren in Stockholm. Er wirkt als Assistenzprofessor an demselben Institut im Programm für Holocaust- und Genozid-Studien.
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