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Bewertung von BlueNa aus Remchingen am 27.11.2010 |
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Etwas haust in den düsteren Hallen Liebeskummer ist eine teuflische Sache. Schwermütig und traurig, vor allem enttäuscht über den Verrat zweier, ihr sehr nahe stehenden, Menschen ist Merle. Sie wünscht sich nichts sehnlicher als einen Tapetenwechsel und ist deshalb auch glücklich, als ihr Bruder Anders eine Urlaubsreise nach Schottland vorschlägt. Dank ihrer Tante Thisbe können die Geschwister den Landsitz Ashgrove Hall am schottischen Loch Ash für ein paar Wochen bewohnen. Ein verträumtes, von Efeu überwuchertes Schlösschen tut sich vor den Beiden auf, als sie Ashgrove Hall erreichen. Schnell ist klar, dass hier selten jemand wohnt und alles mit einer dicken Staubschicht behaftet ist. Dunkel und düster erstrecken sich die Eingangshalle und die vielen Räume vor Merle. Etwas Geheimnisvolles umgibt das alte Gemäuer, das spürt sie sofort. Eine unheimliche Präsenz scheint sie fortan jede Nacht heimzusuchen. Als Anders und Merle dann die Bekanntschaft der Buchannan Geschwister Bronwen und Kyle machen, beginnt eine spannende Suche nach dem Ursprung dessen. Mit „Der Zauber von Ashgrove Hall“ entführt die Autorin Ursula Isbel den Leser ins wunderbare Schottland und erzählt eine Geschichte voller Spannung und Gefühl. Im Hintergrund spielt immer das Schicksal von Bonnie Prince Charlie und seinem Begleiter Alan Campbell, der unter ungeklärten Umständen verschwand, eine große Rolle. Ursula Isbel beginnt mit einem Prolog, der das Schicksal von Alan Campbell ansatzweise erahnen lässt, dennoch bleibt es die ganze Zeit über verschwommen und nicht greifbar. Auch als Merle große Anstrengungen unternimmt, das Geheimnis aufzudecken, bleibt Vieles im Dunkeln. Die Beziehung und die sich Anbahnende Freundschaft mit den Buchannan-Geschwistern Kyle und Bronwen, nimmt neben der Suche nach Alan Campbell, einen großen Anteil der Geschichte ein. Wunderbare Beschreibungen der Hall und auch der Umgebung des Hauses tragen den Leser in die Geschichte hinein, so dass Bilder im Kopf entstehen, die einladender nicht sein könnten! Der Erzählstil der Autorin ist recht einfach gehalten, die Worte und Sätze reihen sich nahtlos aneinander, so dass die Seiten unter den Fingern hinwegfliegen. Die Story wird aus der Ich-Perspektive erzählt, mit Merle als Erzählerin. Insgesamt hätte ich mir mehr Seiten, als die 256 Vorhandenen, gewünscht. So sehr bin ich eingetaucht in die Geschichte um Ashrgove Hall. Merle ist ein nettes junges Mädchen, das von Liebeskummer geplagt, nur weg will aus ihrer vertrauten Umgebung. In Schottland vergisst sie ihren Kummer recht schnell und blüht zur Geheimnisjägerin auf. Ihr Bruder Anders glaubt nicht an das Übernatürliche und steht der Sache eher skeptisch gegenüber, während Bronwen und Kyle mit den Geschichten über Geister und Feen in den Highlands aufgewachsen sind. Sie stehen dem aufgeschlossener gegenüber. Die Protagonisten sind alle sehr liebevoll und detailliert ausgearbeitet, sie werden auf den Seiten lebendig und man mag noch viel mehr mit ihnen erleben! Das Cover des gebunden Buches zeigt ein schemenhaftes Anwesen vor den grünen Hügeln der Highlands. Im Vordergrund ist ein nebelverhangener See zu sehen, auf dem der Buchtitel in magentafarbenen Lettern aufgedruckt ist. Dies war mein erstes, aber mit Sicherheit nicht mein letztes Buch von Ursula Isbel! „Der Zauber von Ashgrove Hall“ hat mir unheimlich Lust auf eine richtige Reise nach Schottland gemacht, und ist nicht nur eine Lesereise wert! |
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Bewertung von kleinbrina aus Hamm am 11.11.2010 |
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Ich muss gestehen, dass ich bei Büchern eher selten euphorisch reagiere, aber dieses Buch hat mich umgehauen. Ich habe das Buch innerhalb weniger Stunden verschlungen und konnte es nicht aus den Händen legen. Was Ursula Isbel hier geschrieben hat, ist ein absolutes Meisterwerk, dass einen mit seinen wunderbaren Charakteren, tollen Orten und der Geschichte Schottlands verzaubert. Das Buch liest sich leicht und flüssig und vieles wird sehr liebevoll und genau von der Autorin beschrieben. "Der Zauber von Ashgrove Hall" wird aus der Sicht von Merle in der Ich-Perspektive geschrieben. Merle ist alles andere als ein typischer Teenager. Sie ist sehr sensibel und verbietet sich immer wieder, an ihren Exfreund oder ihre beste Freundin zu denken. Ihr Englisch geht weit über das Schulenglisch hinaus, sodass sie in Schottland nicht wie eine Touristen angesehen wird. Besonders rührend finde ich ihr Verhältnis zu ihrem Bruder Anders. Die beiden vertrauen sich alles an und haben von klein auf zusammen gehalten. Da ihre Eltern sehr viel arbeiten, war Anders ein Elternersatz für sie. Doch trotz der tiefen Bindung der beiden ist Anders das genaue Gegenteil von ihr. Sein Englisch ist alles andere als perfekt, sodass er in Schottland an einer Sprachschule sein Englisch aufbessern will. Während Merle immer wieder über die Geheimnisse von Ashgrove Hall nachdenkt und das Geheimnis um Alan Campbell aufdecken will, ist Anders eher der ruhige und skeptische Part. Er hält nicht besonders viel von den alten Geschichten und lebt lieber in der Gegenwart. Aber auch Bronwen und Kyle sind der Autorin sehr gelungen. Während Kyle als Fremdenführer Touristen zum Loch Ness begleitet, arbeitet Bronwen als Musiklehrerin. Für beide ist die Geschichte Schottlands sehr wichtig und sie wissen quasi alles aus der Zeit, in der die Jakobiaufstände in Schottland waren. Auch sie teilen das Schicksal, schon früh auf sich alleine gestellt zu sein. Ihre Beziehung untereinander ist ähnlich eng wie die von Merle und Anders. Aber auch alle weiteren Charaktere wie Tante Thisbel oder die Gärtnerin Daisy Westmacott werden authentisch und liebevoll dargestellt. Man möchte am liebsten mit allen befreundet sein und selbst nach Ashgrove Hall reisen. Vor allem die jeweilige Orte wurden von der Autorin sehr genau dargestellt. Bereits auf dem Cover kann man das Anwesen von Ashgrove Hall sehen. Der Garten, das Schloß, die Ruinen, der See und das Haus von Bronwen und Kyle sind so detailliert beschrieben, dass man glaubt, ein Teil dieser Geschichte zu sein. Neben typischen Fantasyelementen erfährt man auch sehr viel von der schottischen Geschichte. Hierbei erfährt man hauptsächlich Ereignisse aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Das Cover ist wunderschön und mystisch. Schon allein wegen seinen Farben ist dieses Buch ein absoluter Hingucker im Bücherregal. Der Klappentext ist spannend und detailliert geschrieben, ohne zuviel zu verraten. “Der Zauber von Ashgrove Hall” ist weitaus mehr als ein Jugendbuch. Hier wird einem so viel geboten, dass für jeden etwas dabei ist. Die perfekte Mischung aus Fantasy- und Historischen Roman. Mein absolutes Jahreshighlight! |
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